Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Die sich intensivierende Angst vor einer Coronavirus-Pandemie, die von China aus global um sich greifen könnte, hat am Montag die chinesischen Börsen abstürzen lassen. Es war der erste Handelstag nach dem chinesischen Neujahrsfest am 23. Januar. Der Shanghai Composite verlor im Morgenhandel 7,6% auf 2750 Punkte, der CSI 300 gar 7,8% auf 7693 Punkte.

Um eine Panik an den Finanzmärkten zu verhindern, hat die chinesische Zentralbank Liquidität in Höhe von 1,2 Bio. Yuan (173,8 Mrd. $) in die Geldmärkte gepumpt.

In Hongkong hingegen konnte sich der Hang Seng mit einem Plus von 0,4% im positiven Bereich halten.

Ausserhalb Chinas hielt sich der Schaden in Grenzen. In Japan ging der Leitindex Nikkei 225 lediglich 0,8% auf 23’012 Punkte zurück. Der breiter gefasste Topix 500 verlor 0,46%.

Der Kospi in Südkorea notierte mit –0,2% praktisch auf dem Niveau vom Freitag. Der Taiex in Taiwan gab 1,4% nach, der Straits Times in Singapur 0,9%.

USA

Am Freitag hatten die neu entfachten Ängste vor einer globalen Verbreitung des Coronavirus den US-Börsen stark zugesetzt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 2,1% und ging mit 28’256 Punkten aus dem Handel.

Der breit gefasste S&P 500 büsste 1,8% auf 3225 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es 1,6% abwärts auf 8991,5 Punkte.

Zu den Gewinnern im Dow Jones (Dow Jones 27390.94 -0.7%) gehörten die Aktien des Tech-Konzerns IBM mit einem Plus von 5,1%. Er hat einen neuen CEO vorgestellt, der das Cloud-Geschäft weiter forcieren dürfte. Auf der Verliererseite standen die Papiere von Goldman Sachs (–2,6%) und diejenigen des IT-Ausrüsters Cisco Systems (–2,7%).

10'229.3
-0.77%
3'214.3
-0.28%
12'825.8
-0.35%
27'390.9
-0.7%
11'078.9
-0.35%
23'539.1
+0.12%
1.0793
+0.05%
0.9199
-0.44%
1.1733
+0.49%
1'897.97
+0.88%
40.78
-4.07%
10'677.90
-0.31%

News Vorbörse Schweiz

Julius Bär: Die Privatbank Julius Bär (BAER 38.33 -1.64%) erzielte vergangenes Jahr einen 4,7% niedrigeren Gewinn von 772 Mio. Fr. und verfehlt damit die Erwartungen von 790,4 Mio. Fr. Die verwalteten Vermögen von 426 Mrd. Fr. liegen 12% über dem Vorjahr und im Rahmen der Erwartungen von 428 Mrd. Fr. Die Dividende soll unverändert bei 1.50 Fr. bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

Julius Bär: Für die Periode 2020 bis 2022 setzt sich die Privatbank neue Ziele. So soll die Kostenbasis um 200 Mio. Fr. reduziert werden. Dadurch will die Bank ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von unter 67% erreichen. Bislang lag der Wert unter 68%. Der Vorsteuergewinn soll über 10% pro Jahr zulegen.

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 9.072 -1.86%) schlägt Richard Meddings, Verwaltungsratspräsident der britischen TSB Bank, als neues nicht exekutives Mitglied vor. Meddings hat über dreissig Jahre Erfahrung im Finanzdienstleistungssektor. (Lesen Sie hier mehr.)

LM Group: Das Online-Reisebüro LM Group (LMN 18.75 -2.09%) prüft den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung. Das Unternehmen führe fortgeschrittene Diskussionen. (Lesen Sie hier mehr.)

Wisekey: Das Technologieunternehmen Wisekey (WIHN 1.185 -2.07%) weitet sein aktuelles Aktienrückkaufprogramm auf die an der US-Technologiebörse Nasdaq kotierten American Depositary Shares (ADS) aus. Das Rückkaufprogramm läuft drei Jahre, und es sollen maximal 3,68 Mio. Aktien zurückgekauft werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Straumann: Beim Dentalimplantathersteller Straumann (STMN 905.4 2.12%) tritt Mark Johnson, Leiter Forschung, Entwicklung und Operations, in die Geschäftsleitung ein. Er ersetzt Gerhard Bauer, der Ende Juni 2020 in den Ruhestand gehen wird.

Siegfried: Beim Pharmazulieferer Siegfried (SFZN 617 7.4%) verzichtet der frühere CEO Rudolf Hanko auf eine Wiederwahl. Der Generalversammlung wird hingegen die Zuwahl von Isabelle Welton vorgeschlagen.

HBM Healthcare: Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare (HBMN 270.5 -1.1%) Investments profitiert vom Börsengang der bislang privat gehaltenen Arcutis Biotherapeutics, die vergangenen Freitag am Nasdaq ihr Börsendebüt gegeben hat. (Lesen Sie hier mehr.)

Rapid Nutrition: Die auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisierte Rapid Nutrition bringt im Zusammenhang mit einer Wandelanleihe per 6. Februar knapp 4,5 Mio. neue Aktien in den Handel. Die Gesamte Zahl der Titel beträgt somit neu 38,85 Mio.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 03.02.2020

Wichtige Ereignisse
vom 03.02.2020

SCHWEIZ
07:00   Julius Bär: Ergebnis 2019
09:00   KOF Beschäftigungsindikator
09:30   Einkaufsmanager-Index (PMI) Januar 2020
09:30   Julius Bär: BMK 2019, Zürich
INTERNATIONAL
07:00 DEU Siemens Healthineers, Q1-Zahlen
07:00 LUX Stabilus, Q1-Zahlen
07:00 SWE Tele2, Jahreszahlen
07:00 IRL Ryanair, Q3-Zahlen
22:00 USA Alphabet, Q4-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe:
JPN: Panasonic, Q3-Zahlen
DEU: Deutsche Börse, Handelsstatistik 01/20
USA: Pkw-Absatz 01/20
USA: NXP Semiconductors, Q4-Zahlen
Termine Konjunktur
01:30 JPN Jibun Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20 (endgültig)
02:45 CHN Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20
09:15 ESP Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20
09:45 ITA Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20
09:50 FRA Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20 (endgültig)
09:55 DEU Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20 (endgültig)
10:00 EUR Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20 (endgültig)
10:00 GRI Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20
15:45 EUR EZB Monatsbericht 01/20
15:45 USA Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/20 (endgültig)
16:00 USA ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 01/20
16:00 USA Bauausgaben 12/19
- Sonstige Termine:
19:00 DEU Jahreseröffnung Deutsche Börse mit einem Gastvortrag von
Bundesbankpräsident Jens Weidmann, Frankfurt

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Trendwechsel auf der Mikroebene

Der Swiss Market Index hat seine kurzfristige Bewegungsrichtung gewechselt. Anleger sollten nun vor allem die 10’500er-Marke im Auge haben. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In Europa stehen diese Woche folgende Makroindikatoren auf dem Programm: eine Flut von Einkaufsmanagerindizes; am Montag für das verarbeitende Gewerbe und am Mittwoch für den Dienstleistungssektor, jeweils für den gesamten Wirtschaftsblock wie auch für einzelne Staaten, unter anderem Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Am Dienstag zudem die Eurozone-Erzeugerpreise, am Mittwoch der Einzelhandelsumsatz und am Donnerstag der Auftragseingang der deutschen Industrie. Die Woche endet am Freitag mit dem deutschen Leistungsbilanzsaldo und der Nettoproduktion sowie der französischen Industrieproduktion.

Am Montag erscheint in der Schweiz der Einkaufsmanagerindex (PMI). Am Mittwoch informiert die Kof über die Konjunkturumfragen für den Januar. Am Freitag folgen die Devisenreserven der SNB (SNBN 4960 0.2%).

In China werden diese Woche ebenfalls Einkaufsmanagerindizes publiziert, am Montag der Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe und am Mittwoch der PMI für den Dienstleistungssektor. Der Handelsbilanzssaldo wird am Freitag veröffentlicht.

Am Montag beginnt in den USA der Vorwahlkampf der Demokraten: Iowa ist der erste Bundesstaat, der Aufschluss darüber geben wird, wer im November gegen Trump antreten wird. Am selben Tag wird der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe publiziert. Am Dienstag folgt der Auftragseingang Industrie. Der Handelsbilanzsaldo sowie der ISM-Gesamtindex stehen am Mittwoch an. Über die Situation am Arbeitsmarkt erfahren wir am Donnerstag mehr, und der gesamte US-Arbeitsmarktbericht erscheint am Freitag.