Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die Börsen in den USA sind auch am Mittwoch auf Rekordkurs geblieben, die drei wichtigsten Aktienindizes erklommen Höchststände. Der Dow Jones Industrial legte um 0,94% auf 29’551,42 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,65% auf 3379,45 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite rückte 0,9% auf 9725,96 Punkte vor.

Erneut wuchs die Hoffnung der Anleger auf eine langsamere Ausbreitung des Coronavirus. Die Papiere des Fahrdienstvermittlers und Uber-Konkurrenten Lyft brachen aber um 10,16% ein, nachdem die Gesellschaft ein geringeres Umsatzwachstum für 2020 erwartet hatte. Die Aktien des Halbleiterherstellers Micron Technology stiegen um 3,5%, zuvor hatte UBS (UBSG 10.125 -1.41%) die Gesellschaft auf «Kaufen» hochgestuft.

Asien

Die Aktienindizes in Asien notieren am Donnerstag uneinheitlich. In der chinesischen Provinz Hubei, dem Ursprung der Epidemie, sind die Todes- und die Ansteckungsfälle durch das Coronavirus sprunghaft gestiegen. Allerdings wandten die Behörden der Volksrepublik eine neue Zählmethode an, womit sich die Ansteckungsfälle im Vergleich zum Vortag versiebenfacht haben.

Der Nikkei 225 verliert 0,2%, der breiter gefasste Topix gibt 0,4% ab. Der Hang Seng in Hongkong büsst 0,3% ein, auch Chinas Leitindex CSI 300 gibt im späten Handel 0,3% ab. Der südkoreanische Kospi steigt dagegen um 0,2%, der australische S&P/ASX 200 legt ebenfalls 0,2% zu.

10'229.3
-0.77%
3'214.3
-0.28%
12'825.8
-0.35%
27'394.6
-0.69%
11'093.0
-0.22%
23'539.1
+0.12%
1.0798
+0.09%
0.9217
-0.24%
1.1715
+0.33%
1'893.11
+0.62%
40.44
-4.87%
10'686.00
-0.23%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 9.072 -1.86%) hat den Vorsteuergewinn im vierten Quartal verdoppelt auf 1,21 Mrd. Fr. Der Reingewinn erhöhte sich 228% auf 852 Mio. Fr. Mitverantwortlich für den starken Anstieg: die Neubewertung einer Beteiligung an der SIX Swiss Exchange. Für das Gesamtjahr weist das Institut einen Vorsteuergewinn von 4,72 Mrd. Fr. aus, ein Zuwachs von 40%, sowie einen Reingewinn von 3,42 Mrd. Fr., ein Plus von 69%. Die Dividende soll 0.2776 Fr. je Aktie betragen, nach 0.2625 zuvor. Vorsteuer- und Reingewinn liegen leicht unter den Erwartungen. 2020 hätten alle Divisionen einen erfreulichen Jahresauftakt verzeichnet. Die Aussichten seien vorsichtig optimistisch. (Lesen Sie hier mehr.)

Nestlé: Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé (NESN 109.7 -0.16%) hat den Umsatz vergangenes Jahr 1,6% gesteigert auf 92,6 Mrd. Fr., der Reingewinn legte 24% zu auf 12,6 Mrd. Fr. Aus eigener Kraft wuchs das Unternehmen 3,5%, durch das interne Realwachstum (RIG) 2,9%, den höchsten Stand in den vergangenen sechs Jahren, sowie durch Preissteigerungen weitere 0,6%. Die Dividende soll 25 Rappen auf 2.70 Fr. steigen. Für 2020 geht das Unternehmen von einer erneuten Steigerung des organischen Umsatzwachstums aus, vorsichtiger als zuvor. Erst für 2021/22 rechnet es nun mit einer Beschleunigung in Richtung eines nachhaltigen mittleren einstelligen Wachstums. Für 2020 erwartet es Restrukturierungskosten in Höhe von 500 Mio. Fr. Um die finanziellen Folgen des Ausbruchs des Coronavirus zu beziffern, sei es noch zu früh. (Lesen Sie hier mehr.)

Zurich Insurance: Der Versicherungskonzern weist beim operativen Gewinn (BOP, Business Operating Profit) ein Plus von 16% auf 5,3 Mrd. $ aus. Der Reingewinn erhöhte sich 12% auf 4,1 Mrd. $. Die Zahlen liegen über den Erwartungen. Die Combined Ratio erreichte 96,4%, nach 97,8% im Vorjahr. Die Dividende soll um 1 Fr. auf 20 Fr. pro Anteilsschein erhöht werden. Das Eigenkapital betrug Ende Jahr 35 Mrd. $, ein Zuwachs von 16%. Im neu angelaufenen Dreijahreszyklus zielt Zurich Insurance (ZURN 321.4 -1.53%) auf eine Kapitalrendite auf den BOP von mehr als 14% ab. 2019 lag die Rendite bei 14,2%. (Lesen Sie hier mehr.)

Bell Food Group: Der Fleischverarbeiter Bell Food (BELL 238.5 0%) verbuchte beim Warenumsatz ein Minus von 1,6% auf 4,08 Mrd. Fr., vor allem wegen des Verkaufs des deutschen Wurstwarengeschäfts. Der Betriebsgewinn sackte ein Drittel ab auf 95,3 Mio. Fr., der Gewinn 44% auf 49,6 Mio. Auch hierfür werden hauptsächlich Sondereffekte durch Umbau der deutschen Sparte als Ursache genannt. Die Zahlen liegen über den Erwartungen. Die Dividende soll mit 5.50 Fr. je Aktie stabil bleiben. 2020 müssten sich die höheren Beschaffungskosten in den Verkaufspreisen spiegeln, hiess es. (Lesen Sie hier mehr.)

Clariant: Der Spezialchemiehersteller Clariant (CLN 18.195 -0.25%) streicht nach einem Gewinnrückgang in den kommenden zwei Jahren 500 bis 600 Stellen. Der Umsatz stagnierte 2019 bei 3,4 Mrd. Fr., der Gewinn sackte 90% ab auf 38 Mio. Fr. Wegen einer wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der EU-Kommission bildete das Unternehmen eine Rückstellung in Höhe von 231 Mio. Fr. Wegen des Verkaufs von Firmenteilen sollen Aktionäre eine Bardividende von 3 Fr. je Aktie erhalten. Die ordentliche Ausschüttung bleibt bei 0.55 Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Valiant: Die Bankgruppe weist für 2019 einen Betriebsertrag von 411 Mio. Fr. aus, ein Plus von 1,7%. Der Geschäftserfolg lag mit 142,9 Mio. Fr. 5,9% unter Vorjahr. Der Konzerngewinn stagnierte mit einem Zuwachs von 0,6% auf 121 Mio. Fr. Die Dividende soll 0.60 Rappen steigen auf 5 Fr. Die Beteiligung am digitalen Immobilienmakler AgentSelly wird von 38 auf 50% ausgebaut. Für 2020 erwartet Valiant (VATN 77 -1.41%) einen Konzerngewinn im Rahmen des Vorjahres. (Lesen Sie hier mehr.)

Leonteq: Der Konzerngewinn des Finanzdienstleisters Leonteq (LEON 31.65 -1.09%) ist im Jahr 2019 von 91,5 auf 62,7 Mio. Fr. gesunken. Der Gewinn pro Aktie fällt von 5.40 auf 3.35 Fr. Der Betriebsertrag verringert sich um 9% auf 256,2 Mio. Fr. Für das laufende Jahr 2020 strebt die Gesellschaft einen Anstieg des Betriebsertrags auf 270 bis 300 Mio. Fr. an. Die beantragte Ausschüttung liegt bei 0.50 Fr. pro Aktie, sie markiere den Übergang zu einer konservativen Dividendenpolitik. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Der Solarspezialist Meyer Burger (MBTN 0.2318 -0.94%) hat vorläufige Zahlen veröffentlicht. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 262 Mio. Fr., ein Minus von 35%. Demnach reduzierte sich der Auftragseingang 32% auf 188 Mio. Fr. Per Ende Jahr weist das Unternehmen flüssige Mittel in Höhe von 62 Mio. Fr. aus, wobei 26 Mio. eingeschränkt verfügbar seien. Der Heterojunction-Auftrag aus Nordamerika mit einem Volumen von 100 Mio. Fr. verzögert sich. Die im Sommer angekündigte Partnerschaft mit REC Solar tendiere in Richtung einer strategischen Kooperation, teilte das Unternehmen mit. Der Verwaltungsrat prüfe «weiterhin alle strategischen, kommerziellen und kapitalmarktbezogenen Optionen für Meyer Burger», heisst es weiter, und habe Credit Suisse als finanziellen Berater engagiert. (Lesen Sie hier mehr.)

Temenos: Der Bankensoftwarehersteller Temenos (TEMN 125.7 -1.8%) konnte im vierten Quartal den Umsatz 22% auf 309,6 Mio. $ steigern, der Betriebsgewinn stieg 19% auf 116,2 Mio. $. Getrieben wurde das Ergebnis vom Lizenzwachstum im Bereich SaaS (Software as a Service). Über das Jahr gesehen erhöhte sich das Vertragsvolumen 70%. Dieses Jahr dürfte sich das Volumen gar verdoppeln, erklärte CEO Max Chuard im AWP-Interview. 2020 soll der Umsatz zwischen 16 und 20% zulegen, die Lizenzeinnahmen sollen 18,5 bis 23,5% wachsen. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit soll zwischen 380 und 385 Mio. $ liegen. Akquisitionen sind weiter Thema. (Lesen Sie hier mehr.)

Calida: Der Mode- und Möbelhersteller Calida (CALN 28.9 1.05%) will die Tochter Oxbow an die französische Rainbow verkaufen. Über finanzielle Details des Verkaufs der Surfmarke wurde Stillschweigen vereinbart.

Flughafen Zürich: Im Januar stieg die Zahl der Passagiere beim Airport-Betreiber 0,7% bei um 5% sinkenden Flugbewegungen. Zugleich wurden in dem Monat 5% weniger Fracht abgewickelt. Der Umsatz im Detailhandel am Flughafen Zürich (FHZN 127.4 -0.47%) stieg 2,6%.

BFW Holding Die BFW Holding legt das definitive Ergebnis einen öffentlichen Kaufangebots für die BFW Liegenschaften (BLIN 44 -3.93%) AG vor: 1’293’370 Namenaktien Kategorie A wurden angedient, das entspricht 51,11%. Die Holding hält nun 84,32% der Stimmrechte und 63,48% des Aktienkapitals der BFW Liegenschaften AG, die von der Börse genommen werden soll.

Givaudan: Der Aromen- und Dufthersteller Givaudan (GIVN 3961 -0.13%) gründet mit dem Industrieunternehmen Bühler ein Innovationszentrum für Nahrungsmittel auf Pflanzenbasis in Singapur.

Swatch Group: Wie andere Firmen hat auch der Uhrenhersteller Swatch Group (UHR 214 -1.06%) Läden in China geschlossen.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 13.02.2020

Wichtige Ereignisse
vom 13.02.2020

SCHWEIZ
06:00   Bell: Ergebnis 2019
06:45   Zurich Insurance: Ergebnis 2019
07:00   Clariant: Ergebnis 2019
07:00   Credit Suisse: Ergebnis 2019 (Webcast 8.15 Uhr)
07:00   Leonteq: Ergebnis 2019
07:00   Valiant: Ergebnis 2019
07:15   Nestlé: Ergebnis 2019 (Webcast 14.00 Uhr)
08:30   BFS: Arbeitskräfteerhebung Q4
08:45   Zurich Insurance: BMK 2019, Zürich
09:00   Clariant: BMK 2019, Zürich
09:00   Freiburger KB: BMK 2019, Freiburg
09:00   Nestlé: BMK 2019, Vevey
09:30   Leonteq: BMK 2019, Zürich
10:00   Bühler: BMK 2019, Uzwil
10:15   Credit Suisse: BMK 2019, Zürich
10:30   Bell: BMK 2019, Basel
11:45   Valiant: BMK 2019, Zürich
Sonstige Termine
Temenos: Capital Markets Day (09.00 bis 15.00 Uhr), London
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
06:30 NLD Airbus Group, Jahreszahlen
07:00 DEU Commerzbank, Jahreszahlen (10.30 h Bilanz-Pk)
07:00 DEU Thyssenkrupp, Q1-Zahlen 9.00 Call)
07:00 DEU Aurubis, Q1-Zahlen
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 01/20
07:00 BEL KBC Group, Jahreszahlen
07:00 FRA Capgemini, Jahreszahlen
07:00 NLD DSM, Jahreszahlen
07:30 DEU Bilfinger, Jahreszahlen und Capital Markets Day (Pk 10.00 h)
07:30 DEU RIB Software, Jahreszahlen
07:30 DEU Metro, Q1-Zahlen (endgültig) (Call 10.00 h)
07:30 NLD Aegon, Jahreszahlen
07:30 FRA Pernod Ricard, Halbjahreszahlen
07:30 FRA Orange, Jahreszahlen
08:00 CHE Coca-Cola HBC AG, Jahreszahlen
08:00 GBR Coca-Cola Hellenic, Jahreszahlen
08:00 GBR Relx, Jahreszahlen
08:00 GBR Barclays, Jahreszahlen
12:00 DEU Linde, Q4-Zahlen (Pk 14.30 h)
12:00 USA Pepsico, Q4-Zahlen
13:00 USA American International Group, Q4-Zahlen
13:00 CHN Alibaba, Q3-Zahlen
14:00 DEU Bayer - Crop Science R&D Pipeline Update, Investoren-Call
17:45 FRA Vivendi, Jahreszahlen
22:05 USA Mattel, Q4-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
CHE: Temenos, Capital Markets Day (09.00 bis 15.00 Uhr), London
FRA: Rexel, Jahreszahlen
FRA: Legrand, Jahreszahlen
NLD: Takeway.com, Jahreszahlen
GBR: Centrica, Jahreszahlen
USA: Kraft Heinz, Q4-Zahlen
USA: Nvidia, Q4-Zahlen
USA: Liberty Global, Q4-Zahlen
USA: Expedia, Q4-Zahlen
Termine Konjunktur
00:50 JPN Erzeugerpreise 01/20
07:30 FRA Arbeitslosenquote Q4/19
08:00 DEU Verbraucherpreise 01/20 (endgültig)
08:00 DEU Insolvenzen 11/19
14:30 USA Verbraucherpreise 01/20
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Realeinkommen 01/20
- Sonstige Termine
10:30 DEU Pk Ratingagentur Assekurata zu Überschussbeteiligungen und Garantien
bei Lebensversicherungen 2020, Köln
11:00 DEU Jahres-Pk Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), Frankfurt
14:00 DEU Pk zur Studie des DIW zum Kohleausstieg u.a. mit dem Vorsitzenden des
Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Olaf Brandt
17:00 DEU Diskussionsveranstaltung Bankenverband BdB: "Negativzinsen -
geldpolitisches Kriseninstrument oder neue Normalität?", Frankfurt

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Grenzen der Ausdehnung erreicht

Der Swiss Market Index ist am Rand seiner kurz- und langfristigen Steigungskanäle angekommen und bremst ab. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ausblick Zinsen und Devisen

Mit den abnehmenden Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus lässt auch die Flucht der Anleger in sichere Staatsanleihen nach. Seit Ende Januar hat die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries bereits um 0,12 Prozentpunkte auf 1,62% zugelegt. Die Negativverzinsung deutscher (+0,06 Prozentpunkte) und Schweizer Bundesanleihen (+0,07 Prozentpunkte) erholte sich ebenfalls. Nur beim Franken ist derzeit wenig zu spüren, dass Investoren sich von klassischen «sicheren Häfen» abwenden. Zumindest im Verhältnis zum Euro wertet er sich weiterhin auf, so kostete ein 1 € am Mittwoch nur noch 1.0634 Fr.

Dies liegt aber nicht nur daran, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 4960 0.2%)) womöglich aus Furcht vor Vergeltung der Amerikaner verhaltener am Devisenmarkt eingreift als noch im vergangenen Sommer. Der Euro tendiert seit mehr als einer Woche ohnehin zu einer ausgeprägten Schwäche – und zwar weltweit: Ist er zum Franken seit vergangenem Mittwoch um 0,6% günstiger geworden, hat er sich zum Dollar sogar um 1,1% abgewertet. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass die Statistiker für die Industrie im gesamten Euroraum im Dezember miserable Werte gemeldet haben.

Auch wenn der Monat für ein Jahresende ungewöhnlich viele Brückentage hatte, was die Produktion belastet haben könnte, dürfte die Schwäche sogar so weit gehen, dass das Statistikamt in Deutschland am Freitag ein leicht sinkendes Bruttoinlandprodukt (BIP) im vierten Quartal melden wird – entgegen ersten Schätzungen. Damit stünde das Land nach einer gängigen Definition mit einem Bein wieder in der Rezession. Die würde eintreten, wenn die Verunsicherung durch das Coronavirus die Wirtschaftsleistung auch im ersten Quartal 2020 so stark belastet, dass das BIP schrumpft.