Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

In New York ist der Leitindex Dow Jones Industrial am Mittwoch im Tagesverlauf immer tiefer in die Verlustzone gesunken und hat 5,86% niedriger auf 23’553,22 geschlossen. Der breiter gefasste S&P 500 büsste 4,89% auf 2741,38 ein. Der Tech-Index Nasdaq 100 gab 4,37% auf 8006,12 nach. Nach der Erholung in der vorangegangenen Sitzung bestimmte gestern somit wieder Angst das Marktgeschehen; wegen der zunehmenden weltweiten Ausbreitung des Coronavirus wurden massiv Aktien verkauft. Der Volatilitätsindex Vix stieg am Mittwoch zwischenzeitlich auf mehr als 60 Punkte, ein Niveau, das letztmals 2008 während der Wirtschafts- und Finanzkrise verzeichnet wurde.

Am besten hielten sich im Dow Jones (Dow Jones 21052.53 -1.69%) noch UnitedHealth Group mit –0,79%; auch Chevron (–2,29%) und Coca-Cola (–2,7%) kamen noch vergleichsweise gnädig davon. Der grösste Verlierer waren Boeing mit –18,15%. Der Flugzeugbauer soll bei Banken eine Kreditlinie von knapp 14 Mrd. $ vollständig abrufen, um den Belastungen durch das Coronavirus zu begegnen. Immer mehr Fluggesellschaften stornieren wegen der Coronaepidemie ihre Bestellungen bei Boeing. United Technologies verloren 9,94%, American Express 7,67%.

Der wiederum schwache Ölpreis belastete die Titel des amerikanischen Energiesektors. Die Aktien des Branchendienstleisters Halliburton büssten fast 10% ein. T-Mobile US dagegen stiegen 1,7%, die Papiere des Fusionspartners Sprint 3,1%; die Behörden Kaliforniens wollen den Zusammenschluss nicht anfechten.

Asien

In Tokio sinkt der Nikkei 225 um 4,4%. Der Shanghai Composite gibt 1,9% nach, der Hang Seng in Hongkong 3,7%. In Seoul büsst der Kospi 4,4% ein.

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News Vorbörse Schweiz

Dufry: Der Reisedetailhändler Dufry (DUFN 24.52 -9.19%) hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,9% auf 8849 Mio. Fr. gesteigert. Das organische Wachstum betrug 3%. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 2,4% auf 5323 Mio. Wegen der Umstellung auf IFRS 16 sind die Gewinnzahlen nur schwer vergleichbar. Unter dem Strich resultierte ein Fehlbetrag von 26,5 Mio. Die Dividende soll mit 4 Fr. je Aktie stabil gehalten werden. Die Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus auf den Geschäftsgang seien schwierig abschätzbar. (Lesen Sie hier mehr.)

Vifor Pharma: Das Pharmaunternehmen Vifor hat den Umsatz 2019 um 18,5% und damit deutlicher als erwartet auf 1887 Mio. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg 10% auf 540 Mio. Die Dividende soll unverändert 2 Fr. betragen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz über 2 Mrd. steigen und der Ebitda mit 25% überproportional zulegen. (Lesen Sie hier mehr.)

Vifor Pharma: Der exekutive Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod tritt an der Generalversammlung vom 14. Mai nicht mehr zur Wiederwahl an. Als Nachfolger wurde Jacques Theurillat vorgeschlagen. Der derzeitige COO Stefan Schulze soll CEO werden.

Meyer Burger: Der Solarzulieferer Meyer Burger (MBTN 0.1536 3.92%) meldet für 2019 unter dem Strich einen Verlust von fast 40 Mio. Fr., nach rund 59 Mio. im Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda war mit –13,5 Mio. ebenfalls negativ. Der Umsatz von 262 Mio., nach 407 Mio. im Vorjahr, war bereits bekannt. Für 2020 macht das Unternehmen keine Prognose. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Der CEO des Solarzulieferers, Hans Brändle, tritt per Ende März zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Technologiechef Gunter Erfurt. Auch Verwaltunsgratspräsident Remo Lütolf tritt bei der kommenden Generalversammlung vom 13. Mai nicht zur Wiederwahl an. Ein Nachfolger wird noch gesucht.

Baloise: Der Versicherer Baloise steigerte den Aktionärsgewinn im vergangenen Jahr dank einem Steuereffekt um beinahe ein Drittel auf 694,2 Mio. Fr. Aber auch operativ lief es rund. In der Sachversicherung verbesserte Baloise (BALN 124.1 0.24%) den Schaden-Kosten-Satz um 1,3 Prozentpunkte auf 90,4%. Das Geschäftsvolumen konnte 9,6% auf 9,51 Mrd. gesteigert werden. Die Ausschüttung soll um 40 Rappen auf 6.40 Fr. je Titel erhöht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

LLB: Die Liechtensteinische Landesbank (LLB (LLBN 53.2 -0.56%)) hat das Ergebnis 2019 auf 123,4 Mio. Fr. gesteigert, von 85,1 Mio. im Vorjahr. Die Kundenvermögen stiegen von 67,3 auf 76,3 Mrd. Der Neugeldzufluss fiel mit 4,1 Mrd., nach 1,3 Mrd., stark aus. Die Dividende soll um 10 Rappen auf 2.20 Fr. je Aktie erhöht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Cicor: Das Technologieunternehmen Cicor hat den Umsatz 2019 um 2,3% auf 253,9 Mio. Fr. gesteigert. Wegen Vorbestellungen sank der Auftragseingang aber auf rund 208,9 Mio., nach 277,8 Mio. im Vorjahr. Der Gewinn auf Stufe Ebit lagmit 14,9 Mio. ebenfalls etwas tiefer. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 8,4 Mio., nach 9,6 Mio. im Vorjahr. Dennoch soll die Dividende um 50% auf 1.50 Fr. je Titel erhöht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Pargesa: Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 62.35 1.3%) soll dekotiert werden. Die niederländische Holding-Gesellschaft Parjointco NV offeriert 0,93 GBL-Aktien je Pargesa-Anteil, eine Prämie von 16% auf dem Schlusskurs vom Mittwoch. Via Parjointco halten die beiden Familien Frère und Desmarais heute 55,5% des Kapitals und 75,4% der Stimmen an Pargesa. Das Angebot werde vom 8. Mai bis zum 8. Juni laufen. (Lesen Sie hier mehr.)

Alcon: Der Augenheilkundespezialist Alcon (ALC 48.38 1.68%) führt Vivity, eine Intraokularlinse, in ausgewählten europäischen Märkten ein. Weitere Länder sollen im Verlaufe des Jahres 2020 folgen.

Zur Rose: Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 136 3.03%) erweitert die Gruppenleitung auf sieben Personen und verteilt die Verantwortlichkeiten neu. Unter anderem wird David Masó per 1. Mai zum Leiter der Segmenteinheit Europa ernannt.

Adecco: Der Stellenvermittler Adecco (Adecco 35.37 -2.54%) nominiert Rachel Duan für die Wahl in den Verwaltungsrat. Die Chinesin mit Jahrgang 1970 soll an der Generalversammlung vom 16. April ins Gremium gewählt werden.

Glarner Kantonalbank: Die Glarner Kantonalbank (GLKBN 32.5 0.93%) will an der kommenden Generalversammlung Dominic Rau in den Verwaltungsrat wählen lassen. Der 45-Jährige solle den zurücktretenden Markus Heusler ersetzen.

Cosmo: Roberto Camerini, Forschungschef des italienisches Pharmaunternehmens Cosmo (COPN 64.9 1.41%), tritt aus persönlichen Gründen per sofort zurück. Sein pensionierter Vorgänger Luigi Moro werde den Posten wieder übernehmen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden sei.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 12.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 12.03.2020

Schweiz
06:30   Meyer Burger: Ergebnis 2019
06:45   Dufry: Ergebnis 2019
07:00   Bâloise: Ergebnis 2019
07:00   Cicor: Ergebnis 2019
07:00   LLB: Ergebnis 2019 (Conf. Call 10.30 Uhr)
07:00   Vifor Pharma: Ergebnis 2019
09:15   Bâloise: BMK 2019, Basel
09:15   Meyer Burger: BMK 2019, Zürich
09:30   Clientis: BMK 2019, Zürich
09:30   Post: BMK 2019, Bern
10:30   MK Deloitte: Studie zu Fachkräften, Zürich
10:30   Vifor Pharma: BMK 2019, Glattbrugg
14:00   Dufry: BMK 2019, Zürich
Sonstige Termine
FuW-Konferenz: FinTech 2020, Rüschlikon
International
Termine Unternehmen
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen
07:00 DEU K+S, Jahreszahlen + 10 h Bilanz-Pk
07:00 DEU RWE, Jahreszahlen + 9 h Investorenkonferenz, 12 h Bilanz-Pk
10:00 DEU Chemieverband VCI berichtet über die Branchenkonjunktur im 4. Quartal
21:00 USA Oracle Q3-Zahlen
21:15 USA Slack Technologies, Q4-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Akasol AG - Capital Market Day, Langen
DEU: SGL Group, Jahreszahlen
ITA: Tod's, Jahreszahlen
ITA: De Longhi, Jahreszahlen
ITA: Autogrill, Jahreszahlen
ITA: Leonardo, Jahreszahlen
USA: Adobe, Q1-Zahlen
USA: Broadcom, Inc., Q1-Zahlen
USA: Gap, Q4-Zahlen, San Francisco
Termine Konjunktur
09:00 DEU EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheidung (13.45 h) + Pk 14.30 h
11:00 EUR Industrieproduktion 01/20
13:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
13:30 USA Verbraucherpreise 02/20

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Nächstes Ziel unter 7500

Der Swiss Market Index dürfte auch durch seinen – noch – intakten langfristigen Trend nicht dauerhaft von einem weiteren Absturz abgehalten werden. Lesen Sie hier mehr»

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausblick Zinsen und Devisen

Mitte dieser Woche hat sich die Stimmung an den Renten- und den Devisenmärkten vorübergehend etwas beruhigt. Mit dem Einbruch des Ölpreises am Montag und dem folgenden Absturz der Aktienkurse hatte sich zuvor die Flucht der Anleger in Sicherheit wegen der weltweiten Coronakrise nochmals verschärft. Bei Anleihen sinken bei steigenden Kursen die Renditen, derzeit gerade bei Papieren mit negativer Verzinsung, die ohnehin stark gefragt sind. Weltweit nahm das Volumen negativ verzinster Papiere von rund 11 Bio. $ Mitte Januar auf fast 15 Bio. $ in dieser Woche zu. Am Dienstag ging es allerdings auf 13,7 Bio. $ zurück.

Anders sieht es weltweit bei Obligationen schwacher Bonität aus. Für Frankenanleihen mit BBB-Rating, das gerade noch als Anlagequalität (Investment Grade) gilt, stieg die Rendite Anfang der Woche bei inländischen Emittenten im Schnitt um 44 Basispunkte (0,44 Prozentpunkte), bei ausländischen um 80 Basispunkte. Hier fiel die Verschnaufpause zur Wochenmitte eher gering aus. Genau wie bei spekulativen Hochzinsanleihen (High Yield) in Dollar, bei denen der Aufschlag zu Staatsanleihen Anfang der Woche sogar um 92 Basispunkte an einem Tag zunahm.

Bislang haben die Regierungen mit ihren Antikrisenbeschlüssen und entsprechenden Ankündigungen die Märkte kaum beruhigt. Auch die US-Notenbank und die Bank of England am Mittwoch haben dies mit ihren ausserordentlichen Entscheidungen nicht geschafft. Am Donnerstag folgt nun die reguläre Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Eine Senkung des Einlagensatzes für Banken von –0,5 auf –0,6% und eine Verdoppelung des monatlichen Anleihenzukaufs auf 40 Mrd. € werden unter Beobachtern diskutiert.

Dazu könnten gezielte und langfristige Refinanzierungsgeschäfte mit den Kreditinstituten kommen, mit denen die Darlehensvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen erleichtert werden soll. In Grossbritannien hat die Bank of England am Mittwoch die antizyklischen Kapitalpuffer für die Banken von 1 auf 0% gesenkt. Dies soll mit bis zu 190 Mrd. £ die Kreditvergabe der Institute stützen. Auf die Eurozone übertragen würde diese Summe 1050 Mrd. € entsprechen, sagt Greg Fuzesi von JPMorgan. Wie Reuters berichtet, kommen am Donnerstag auch Bankenaufseher auf die Pressekonferenz von EZB-Chefin Christine Lagarde.