Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen erlebten am Montag ihren schwärzesten Tag seit 1987. Nach einer sehr schwachen Eröffnung wurde der Handel in den drei wichtigsten Aktienindizes für fünfzehn Minuten ausgesetzt. Gegen Ende der Sitzung sprach Präsident Donald Trump davon, dass die wirtschaftlichen Störungen durch Covid-19 bis in den August oder länger anhalten dürften und die USA in eine Rezession fallen könnten, was die Aktienkurse weiter schwächte. Der S&P 500 verlor 11,98% und schloss auf 2386,13 Zählern. Der Dow Jones Industrial gab 12,93% auf 20’188,52 Punkte nach. Der Nasdaq Composite sackte 12,32% auf 6904,59 Zähler ab.

Unter den Sektoren im S&P 500 (SP500 2488.65 -1.51%) schnitten Titel des Immobiliensektors (–16,5%) am schlechtesten ab.

Der Ausverkauf in den USA wurde von fallenden Rohstoffpreisen begleitet: Erdöl der Qualität WTI (WTI 27.51 14.39%) gab 9% nach, der Goldpreis fiel um 4%. Der Dollar wertete sich zum Euro 0,5% ab. Einzig amerikanische Staatsanleihen stiegen leicht im Kurs. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel spiegelbildlich dazu auf 0,73%.

Asien

Am Dienstag notieren in Asien die wichtigsten Indizes uneinheitlich. In Japan verbessert sich der breit gefasste Topix um 2,6%, der Nikkei 225 leicht um 0,2%. In Schanghai handelt der chinesische Leitindex CSI 300 0,8% tiefer. In Hongkong notiert der Hang Seng auf dem Vortagesniveau.

9'242.4
-0.31%
2'663.0
-0.95%
9'525.8
-0.47%
21'052.5
-1.69%
7'528.1
-1.41%
17'820.2
+0.01%
1.0553
+0%
0.9762
+0.18%
1.0812
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1'617.05
+0.31%
34.89
+17.55%
6'739.20
-0.99%

News Vorbörse Schweiz

Partners Group: Der Vermögensverwalter Partners Group (PGHN 650.4 0.84%) übertrifft die Erwartungen. Er hat 2019 deutlich mehr eingenommen und unter dem Strich auch klar mehr verdient. Für das laufende Geschäftsjahr setzt er die eigene Prognose nun vorübergehend aus, da sich Kapitalzusagen aufgrund der Coronaepidemie verzögern könnten. Ursprünglich war mit Kapitalzusagen von 15 bis 19 Mrd. $ gerechnet worden. (Lesen Sie hier mehr.)

Komax: Der Hersteller von Maschinen zur Kabelverarbeitung Komax (KOMN 141.6 -3.01%) hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang abgeschlossen. Er leidet unter der Schwäche auf dem Automobilmarkt und senkt nun die Mittelfristziele. (Lesen Sie hier mehr.)

Vetropack: Der Flaschen- und Glasverpackungshersteller Vetropack (VET 2620 -0.19%) verdiente im vergangenen Jahr mehr. Er erzielte ein Gewinn von 73 Mio. Fr., ein Plus von einem Viertel. Die Dividende beträgt 65 Fr., 15 Fr. mehr als im Vorjahr. Zudem wird die Kapitalstruktur reorganisiert, und es werden Aktien gesplittet. (Lesen Sie hier mehr.)

Schlatter: Im vergangenen Jahr musste Schlatter (STRN 25.6 -9.86%) bei Umsatz und Gewinn deutliche Einbussen hinnehmen. Der Bestellungseingang fiel gar um 35%. Der Maschinenbauer zahlt erneut keine Dividende und hat bereits Kostensenkungsmassnahmen eingeführt. (Lesen Sie hier mehr.)

Conzzeta: Dank dem Spartenverkauf schreibt der Mischkonzern Conzzeta (CON 734 -0.94%) 2019 deutlich mehr Gewinn. Er gewährt deshalb eine Sonderausschüttung. Ein Strategieupdate soll im Herbst folgen. 2020 werde «ein Übergangsjahr», wobei sich der Zeitpunkt des Verkaufs der Sparten Outdoor und Chemische Spezialitäten weisen werde. (Lesen Sie hier mehr.)

Swissquote: Swissquote (SQN 52.9 1.54%) hat 2019 den Gewinn leicht gesteigert, dank der neuen  Unternehmenssteuer im Kanton Waadt. Für das laufende Jahr wird ein weiteres Ertrags- und Gewinnwachstum in Aussicht gestellt.

Tecan: Der Laborausrüster Tecan (TECN 299 0.07%) hat 2019 den Umsatz und den Gewinn gesteigert. Deshalb wird die Dividende um 10 Rp. auf 2.20 Fr. erhöht. Für das laufende Jahr erwartet er erneut ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die Ebitda-Marge soll auf 19,6% gesteigert werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Crealogix: Der Software- und IT-Dienstleister Crealogix (CLXN 86 3.37%) erwirtschaftete im ersten Semester des Geschäftsjahres 2019/20 weniger Umsatz, und unter dem Strich resultierte ein höherer Verlust als im Vorjahr. Er begründet den Rückgang mit dem Um- und Ausbau des Unternehmens und bekräftigt das Ziel der Umsatzsteigerung für das Gesamtjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Valartis: Die Finanzgruppe Valartis ist zurück in der Gewinnzone: Sie erwartet für 2019 einen Jahresgewinn von 2 bis 3 Mio. Fr. Die endgültigen Zahlen folgen am 7. April.

BVZ: Die Walliser Bahn- und Touristikgruppe BVZ (BVZN 980 -8.41%) steigerte 2019 den Gewinn. Der Ausblick für 2020 ist jedoch eingetrübt: Die Gornergratbahn und der gemeinsam mit der Rhätischen Bahn betriebene Glacier Express stehen bis mindestens 26. April still. Wie gross die Einbussen durch das Coronavirus sein werden, lasse sich noch nicht abschätzen. (Lesen Sie hier mehr.)

SIX: Im verbliebenen Börsengeschäft verdiente die SIX vergangenes Jahr 120,5 Mio. Fr. Es ist jedoch ein Bruchteil des Riesengewinns 2018, als der Verkauf des Kartengeschäfts ihr ein Plus von knapp 3 Mrd. Fr. bescherte. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 17.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 17.03.2020

Schweiz
06:00   Schlatter: Ergebnis 2019
06:30   Tecan: Ergebnis 2019
06:30   Vetropack: Ergebnis 2019
06:45   Conzzeta: Ergebnis 2019
07:00   Crealogix: Ergebnis H1
07:00   Komax: Ergebnis 2019 (Details; Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Partners Group: Ergebnis 2019
07:00   Swissquote: Ergebnis 2019 (Conf. Call 10.30 Uhr)
07:15   BVZ: Ergebnis 2019
07:30   SIX Group AG: Ergebnis 2019 (Webcast 11.00 Uhr)
09:00   Partners Group: BMK 2019 (online)
09:00   Tecan: BMK 2019 (online)
09:30   WEKO: Jahresbericht
10:15   Vetropack: BMK 2019, Bülach
11:30   Conzzeta: BMK 2019 (online)
13:30   KOF Konjunkturprognose Frühjahr
Sonstige Termine
CPH: GV (15.30 Uhr), Luzern
Roche: GV (10.30 Uhr), Basel
International
07:15 DEU Wacker Chemie, Jahreszahlen (detailliert) + 10.30 Bilanz-Pk
07:30 DEU Gea Group, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU Volkswagen, Jahreszahlen (detailliert) + 9.00 Bilanz-Pk
10:00 DEU Daimler Buses - Jahres-Pk, Stuttgart
10:00 DEU Dr. Hönle AG, Hauptversammlung
10:00 DEU DIC Asset, Hauptversammlung
10:30 DEU Wacker Chemie, Bilanz-Pressekonferenz
21:15 USA FedEx, Q3-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
GBR: Ferguson plc, Halbjahreszahlen, Saint Helier
NLD: Shop Apotheke, Jahreszahlen (detailliert)
USA: American Express Investor Day
DEU: CTS Eventim, Jahreszahlen (detailliert)
Termine Konjunktur
10:30 GBR Arbeitslosenquote 01/20
11:00 DEU ZEW-Konjunkturerwartung 03/20
11:00 EUR Arbeitskosten Q4/20
11:00 EUR Bauproduktion 01/20
13:30 USA Einzelhandelsumsatz 02/20
14:15 USA Industrieproduktion 02/20
15:00 USA Lagerbestände 01/20
15:00 USA NAHB Wohnungsmarkt-Index 03/20
EUR: Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister der Eurozone
- Sonstige Termine
USA: Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidatur in den Bundesstaaten Ohio,
Arizona, Florida und Illinois

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Erholungsziel liegt um 9000

Der Swiss Market Index pausiert seine Abwärtsbewegung, doch Anleger sollten sich davon nicht zu viel erwarten. Lesen Sie hier mehr.

Ausblick Rohstoffe

Keine Entspannung für Öl in Aussicht

Zum Wochenbeginn notierte Öl der Sorte Brent zeitweise unter 30 $ je Fass. Am Freitag vergangene Woche hatte es noch über 33 $ gekostet. Vor dem Meeting des Ölkartells Opec und seiner Partnerländer (Opec+) am 5./6. März lag der Ölpreis noch um 50 $. Anders als erwartet haben Russland und Saudi-Arabien damals keine Einigung für eine weitere Förderkürzung gefunden. Saudi-Arabien hat daraufhin angekündigt, die Förderung auszuweiten.

Unter den Marktteilnehmern gibt es immer weniger Hoffnung auf eine baldige Erholung des Preises. Grund sind die eskalierende Coronaviruspandemie und die daraus folgenden Reisebeschränkungen, die Schliessung von Grenzen sowie die Aussicht auf eine globale Rezession. Dazu kommt, dass der Preiskrieg unter den Förderländern anhält.

Weder Russland noch die saudische Regierung geben Signale, an einer Einigung interessiert zu sein. Aus Moskau hiess es, man habe mit dem Preisrückgang gerechnet und habe keine Pläne für Gespräche mit den Saudis. Der Finanzchef von Saudi-Aramco erklärte auf einer Konferenz, man werde die historisch hohe Ölförderung von 12 Mio. Fass pro Tag zumindest bis Mai aufrechterhalten. Insgesamt wurde Aramco von der Regierung angewiesen, den Markt mit 13 Mio. Fass pro Tag zu fluten.