Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die Erholung war nur von kurzer Dauer: Am Mittwoch fiel der US-Aktienmarkt erneut massiv. Der Börsenhandel wurde zum vierten Mal in zwei Wochen kurzzeitig ausgesetzt. Die Ungewissheit über die Dauer des wegen des Coronavirus verhängten Ausnahmezustands verunsichert die Anleger.

Der Dow Jones verlor 6,3% auf 19’899. Zwischenzeitlich hatte er auf dem tiefsten Stand seit November 2016 und damit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten notiert. Der breiter gefasste S&P 500 schloss 5,2% tiefer auf 2398. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 4% auf 7175 nach.

Der neuerliche Ölpreisverfall führte zu einem Ausverkauf bei den Energietiteln. Der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent fiel zwischenzeitlich auf 24.52 $ und damit den tiefsten Stand seit 2003. Die Aktien von Chevron, ExxonMobil und Occidental Petroleum sanken bis zu 22%.

Noch stärker verloren die Titel von Fluggesellschaften. Delta Air Lines, American Airlines und United Airlines rutschten um bis zu 30% ab. Die fast komplette Stilllegung des Flugverkehrs bringt die Unternehmen in grosse operative und finanzielle Schwierigkeiten.

Asien

In Asien notieren die Börsen am Donnerstag uneinheitlich. Der japanische Leitindex Nikkei 225 liegt kurz vor Handelsschluss rund 0,8% im Minus. Der marktbreite Topix gewinnt dagegen mehr als 1%. Düsterer sieht es in Südkorea aus. Der Kospi fällt bis zum späten Nachmittag mehr als 8%.

Der Hang Seng gibt rund 3,3% nach, und auch die Börsen in Festlandchina notieren deutlich schwächer. Der CSI 300, der die 300 wichtigsten in Shenzhen und Schanghai kotierten Unternehmen umfasst, verliert knapp 2%.

9'242.4
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News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse Group: Die Grossbank Credit Suisse (Credit Suisse 7.626 -1.14%) Group hat in den ersten zwei Monaten einen Vorsteuergewinn über demjenigen des gesamten ersten Quartals 2019 erreicht (1,06 Mrd. Fr.). Die Marge auf dem materiellen Eigenkapital (Tangible Equity) übersteigt diejenige in der gleichen Zweimonatsperiode 2019 von 10%. Die schon 2019 beobachtete positive Entwicklung der Profitabilität habe sich im ersten Quartal 2020 bisher fortgesetzt. (Lesen Sie hier mehr.)

Metall Zug: Die Industriegruppe Metall Zug (METN 1550 -1.9%) hat 2019 den Umsatz 1,7% auf 1219,8 Mio. Fr. gesteigert. Der Ebit betrug 38,8 Mio. Fr., das Konzernergebnis belief sich auf 29,2 Mio. Fr. Der Generalversammlung wird eine Bardividende von 1.70 Fr. je Namenaktie Serie A (Vj. 7 Fr.) und 17 Fr. je Namenaktie Serie B (Vj. 70 Fr.) beantragt. Im Zusammenhang mit der Abspaltung der V-Zug-Gruppe (erster Handelstag 25. Juni) sollen den Aktionären von Metall Zug zusätzlich zur Bardividende pro Namenaktie Serie A je eine Namenaktie bzw. pro Namenaktie Serie B je zehn Namenaktien der V-Zug Holding als Sachdividende zugeteilt werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Nahrungsmittelhersteller Hochdorf (HOCN 59.9 0.17%) hat 2019 einen Umsatz von 456,8 Mio. Fr. (−18,6% gemessen am Vorjahr) erwirtschaftet. Aufgrund von Sonderabschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen resultieren ein Betriebsergebnis (Ebit) von –265,3 Mio. Fr. und ein den Aktionären zurechenbarer Verlust von 239,2 Mio. Wegen des stark negativen Resultats unterbreitet der Verwaltungsrat den Aktionären den Vorschlag, auf eine Dividende zu verzichten. Der neue Verwaltungsrat wird dieses Jahr zusammen mit der Geschäftsleitung eine Zukunftsstrategie für Hochdorf erarbeiten. Die für den 17. April geplante Generalversammlung wird auf den 30. Juni verschoben. (Lesen Sie hier mehr.)

Comet: Das Technologieunternehmen Comet veröffentlicht wegen der ungenügenden Visibilität keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Wachstumschancen seien jedoch wegen der fortschreitenden Erholung im Halbleitermarkt gegeben. Die Auswirkung der Coronaepidemie auf die Lieferketten seien gegenwärtig noch schwer abschätzbar. Comet (COTN 91.2 -1.19%) hatte am 10. Februar die Kennzahlen für 2019 vorgelegt.

Zur Rose: Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 136 3.03%) hat 2019 den Umsatz 30% auf 1568,7 Mio. Fr. gesteigert. Die Ebitda-Spanne liegt mit –1% am unteren Ende des prognostizierten Zielkorridors. Unter Berücksichtigung aller Sondereffekte blieb das Betriebsergebnis (Ebitda) mit –13,8 Mio. Fr. auf der Höhe des Vorjahres. Das Unternehmensergebnis verschlechterte sich von –39,1 auf –52,4 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Asmallworld: Das soziale Netzwerk Asmallworld  hat 2019 den Umsatz 47% auf 12,93 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn wird mit 1,29 Mio. Fr. ausgewiesen, nach 3,24 Mio. Fr. Verlust 2019. Der Ebitda betrug 1,45 Mio. Fr., nach einem Minus von 2,3 Mio. Fr im Vorjahr.

Cassiopea: Das Pharmaunternehmen Cassiopea (SKIN 26.3 -2.59%) weist für 2019 einen Verlust in Höhe von 11,7 Mio. Euro aus, nach einem Minus von 12,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die flüssigen Mittel sanken auf 0,7 Mio. Euro. Das Management kündigt eine Kapitalerhöhung an, im Umfang von ca. 15 bis 20 Mio. Euro. Die Finanzierung muss bis spätestens Ende Mai durchgeführt werden.

Bucher: Der Maschinen- und Fahrzeugbauer Bucher (BUCN 251.4 0%) schliesst wegen der Coronakrise temporär die französischen Produktionsstandorte. Die Wiederaufnahme des Betriebs ist für den 1. April geplant.

Bucher: Der Maschinen- und Fahrzeugbauer Bucher führt die Generalversammlung am 24. April ohne Aktionäre durch. Die Stimmrechte können via schriftliche oder elektronische Vollmacht an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausgeübt werden.

Titlis-Bahnen: Das Tourismusunternehmen Titlis-Bahnen (TIBN 50.6 -2.32%) führt die Generalversammlung am 27. März ohne die physische Teilnahme der Aktionäre durch. Diese haben die Möglichkeit, die unabhängige Stimmrechtsvertreterin schriftlich oder elektronisch zu instruieren.

Zehnder Group: Der Spezialist für Heizkörper und Komfortsysteme Zehnder (ZEHN 35.35 -1.26%) führt die Generalversammlung am 2. April ohne Aktionäre durch. Die Teilnahme ist einzig via schriftliche oder elektronische Stimmabgabe und Vollmachterteilung an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter möglich.

Valora: Der Kioskkonzern Valora (VALN 161.6 -1.46%) verschiebt die Generalversammlung, die für den 24. März geplant war. Ein neuer Termin soll zu gegebener Zeit festgelegt werden.

Coltene: Der Dentaltechniker Coltene (CLTN 64.1 -1.38%) führt die auf den 2. April angesetzte Generalversammlung ohne die Präsenz der Aktionäre durch. Sie können stattdessen den unabhängigen Stimmrechtsvertreter instruieren. Daher wird die Abstimmungsfrist bis zum 1. April verlängert.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 19.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 19.03.2020

SCHWEIZ
06:30   Metall Zug: Ergebnis 2019 (Webcast 9.00 Uhr)
07:00   Asmallworld: Ergebnis 2019
07:00   Cassiopea: Ergebnis 2019 (Conf. Call 16.00 Uhr)
07:00   Comet: Ergebnis 2019 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Hochdorf: Ergebnis 2019 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   LM Group: Ergebnis 2019 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Zur Rose: Ergebnis 2019
07:25   SNB: Geschäftsbericht 2019
07:45   Seco: Konjunkturprognosen vom März 2020
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte Februar 2020
09:30   SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung
10:00   Swiss: BMK 2019 (online)
10:30   Swatch: BMK 2019 (online)
10:30   Zur Rose: BMK 2019, Zürich
Sonstige Termine
IAZI Real Estate Investment Lunch 2020 (10.30 - 14.00 Uhr), Zürich
BB Biotech: GV (15.00 Uhr), Schaffhausen
Schindler: GV (15.00 Uhr), Luzern
INTERNATIONAL:  
Termine Unternehmen
06:55 DEU Encavis, Jahreszahlen
07:00 DEU Fuchs Petrolub, Jahreszahlen (detailliert) + 10.00 Bilanz-Pk
07:00 DEU Lufthansa, Jahreszahlen
07:30 DEU Bechtle, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU Elmos Semiconductor, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU HeidelbergCement, Jahreszahlen (detailliert) + 10.00 Bilanz-Pk
07:30 DEU Instone Real Estate, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU Krones, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU Koenig & Bauer AG, Jahreszahlen
07:30 DEU Vossloh, Jahreszahlen
07:50 LUX SAF Holland, Jahreszahlen
08:00 DEU Westwing, Jahreszahlen
08:00 GBR Next, Jahreszahlen
08:30 DEU BMW Analysten- und Investorenkonferenz
10:00 DEU Alte Leipziger-Hallesche, Bilanz-Pk
10:00 DEU BayernLB, Jahreszahlen
11:00 DEU Deutsche Familienversicherung, Bilanz-Pk
11:00 DEU Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Bilanz-Pk
17:45 ITA Enel, Jahreszahlen
18:00 DEU Deutsche Euroshop, Jahreszahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
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Termine Konjunktur
10:00 DEU ifo-Konjunkturprognose
10:00 DEU Ifo Institut - vorläufige Daten zum Geschäftsklima März
10:00 NOR Notenbank-Entscheidung
12:00 TUR Notenbank-Entscheidung
13:30 USA Leistungsbilanz Q4/19
13:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe
15:00 USA Frühindikator
DEU: Tarifverhandlungen Bauindustrie - erste Runde
JPN: Notenbank-Entscheidung
- Sonstige Termine
09:30 LUX EuGH-Gutachten zum Stickstoffausstoss von Dieselfahrzeugen, Luxemburg
10:30 DEU Jahres-Pk Verband der Wellpappen-Industrie, Frankfurt/M.

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Kommt die Entspannung wirklich?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index zeigt Anzeichen einer kurzen Marktberuhigung. Dies weckt Hoffnungen, von denen Anleger sich aber nicht zu leichtsinnigen Handlungen verleiten lassen sollten. Lesen Sie hier mehr.

Ausblick Zinsen und Devisen

Mit dem Kursverfall an vielen Finanzmärkten geraten jetzt auch Staatsanleihen unter Druck, die sich eigentlich immer für den Rückzug risikoscheuer Anleger geeignet hatten. Sinkende Kurse gehen bei Obligationen einher mit einer steigenden Verzinsung, die aber für die Schweizer und deutsche Bundespapiere mit zehn Jahren Restlaufzeit noch immer negativ ist. Am Montag vergangener Woche hatte die weltweite Flucht in Sicherheit im Zuge der Conronakrise allerdings ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem ist eine rapide und scharfe Kehrtwende im Gang – ein Ende ist nicht abzusehen.

Für Restlaufzeiten von zehn Jahren ging es in Deutschland um 55 Basispunkte (0,55 Prozentpunkte) nach oben: auf –0,305% am Mittwochnachmittag. Bei «Eidgenossen» stieg die Verzinsung um 59 Basispunkte auf –0,346%. Und bei den positiv rentierenden Pendants aus den USA nahm die Rendite um 47 Basispunkte auf 1,01% zu. Für Schweizer Anleihenanleger bedeutet dies Einbussen in der Performance (aus Zinscoupon und Kursverlauf). So ist der Swiss Bond Index (SBI) AAA-BBB Total (FP 33.505 -7.95%) Return – der den bereiten Markt abdeckt – seit dem 9. März allein um 4,4% gesunken.

Hinzu kommt: Derzeit bringen Emittenten keine neuen Frankenobligationen mehr auf den Markt. Dies liegt auch an den steigende Risikoprämien, die Investoren verlangen. Bei BBB-Anleihen ausländischer Emittenten stieg der Zinsaufschlag gegenüber Schweizer Bundesanleihen zuletzt im Schnitt auf 295 Basispunkte, bei einheimischen Emittenten auf 185 Basispunkte. Hier lagen die Spreads Anfang März noch irgendwo zwischen 50 und 80 Basispunkten. Im Gegenzug konnte der Bund diese Woche Dreimonatspapiere mit einer Verzinsung von fast –1% begeben, die Investoren griffen zu.