Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Nach anfänglichen Verlusten haben die US-Aktienmärkte im Tagesverlauf ins Plus gedreht. Zum Schluss legte der marktbreite S&P 500 0,5% auf 2409,39 zu. Der Dow Jones Industrial avancierte 1% auf 20’087,19, während der technologielastige Nasdaq Composite 2,3% auf 7150,58 kletterte. Trotz der leichten Avancen war der Handel erneut von grosser Nervosität geprägt. Nachbörslich drehten die Futures denn auch wieder ins Minus. Schlechte US-Konjunkturdaten übten dagegen nur einen geringen Einfluss auf die Kurse aus.

Bei den Einzeltiteln profitierten vor allem die Aktien aus dem Energiesektor von einer deutlichen Erholung der Ölpreise. Die Valoren von ExxonMobil stiegen rund 4%. Deutliche Kursgewinne verbuchten auch die zuletzt arg unter Druck geratenen Papiere von Tesla mit einem Plus von 18,4%.

Asien

Die asiatischen Börsen notierten ebenfalls mehrheitlich höher. Starke Kursgewinne verzeichnete der südkoreanische Leitindex Kospi mit einem Plus von 6,5%. Aufwärts ging es auch für den Hang Seng in Hongkong mit einer Avance von 2,8%.

Seitwärts tendierten die beiden chinesischen Festlandindizes Shanghai Composite und Shenzhen Composite. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 kletterte 0,7%. Hier profitierte die Stimmung von der Ankündigung der Notenbank, mit der ersten Runde einer quantitativen Lockerung zu beginnen. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

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News Vorbörse Schweiz

Interroll: Der Förderlogistiker hat 2019 den Betriebsgewinn (Ebitda) um 3,1% auf 96,1 Mio. Fr. und den Reingewinn 8,2% auf 56 Mio. Fr. gesteigert und damit die Erwartungen erfüllt. Der Umsatz verharrte wie bereits im Januar vermeldet mit 559,7 Mio. Fr. auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang sank 7,8% auf 546,5 Mio. Fr. In Kürze will Interroll (INRN 1518 -3.8%) neue Werke in allen Regionen in Betrieb nehmen. Trotz Coronakrise bleibe die mittelfristige Marktnachfrage stark, heisst es in einer Mitteilung. (Lesen Sie hier mehr.)

Aluflexpack: Das Verpackungsunternehmen schreibt 2019 erneut einen Verlust. Das Reinergebnis fällt mit –3,4 Mio. € tiefer aus als im Vorjahr (–1,3 Mio. €). Auf Stufe Ebitda erzielt Aluflexpack (AFP 18.35 0.27%) vor Einmaleffekten 29,5 Mio. €, die bereinigte Ebitda-Marge liegt bei 14,2% und damit über Vorjahr (11,9%). Derzeit sehe man wegen Corona keine Verlangsamung der Nachfrage, schreibt Aluflexpack. Für 2020 wird ein Ebitda vor Einmaleffekten von 32 bis 35 Mio. € erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

AMS: Der Halbleiterhersteller hält an seinen Plänen für die Übernahme des Leuchtmittelherstellers Osram (OSR 32.96 3%) im zweiten Quartal 2020 fest. Dazu führt er eine Kapitalerhöhung über 1,65 Mrd. € durch. Die Bezugsrechtsemission schreite voran, heisst es in einer Mitteilung. Zudem bekräftigt AMS (AMS 7.822 -11.32%) ihre Guidance für das erste Quartal, einen Umsatz von 480 bis 520 Mio. $ und eine operative Ebit-Marge von 19 bis 21% zu erwirtschaften. (Lesen Sie hier mehr.)

Flughafen Zürich: Der Flughafen Zürich (FHZN 103.8 -1.89%) reduziert den Betrieb. Die Abfertigung werde heruntergefahren, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Die Reduktion des Betriebs von Fluggesellschaften und Frachtbetrieben habe einen negativen Einfluss, der noch nicht beziffert werden könne. Um dem zu begegnen, hat der Flughafen Zürich Kurzarbeit beantragt, Kosten- und Investitionssenkungen beschlossen und die Kreditlinien voll ausgeschöpft.

Implenia: Der Baukonzern schränkt wegen des Coronavirus den Baustellenbetrieb in mehreren Ländern ein. Manche Baustellen werden ganz geschlossen, so in Frankreich oder in der Schweiz im Kanton Genf. Weiterhin gearbeitet wird auf den Baustellen in Deutschland, Österreich, Schweden und Norwegen. (Lesen Sie hier mehr.)

Mobilezone: Die Coronakrise belastet den Geschäftsgang und die Aussichten des Handyspezialisten. Eine abschliessende Beurteilung der Auswirkungen sei aber nicht möglich, so Mobilezone (MOB 7.92 -1.37%) in einer Mitteilung. Seit vergangenen Montag hat Mobilezone die Anzahl der geöffneten Shops von 120 auf 80 reduziert. Eine weitere Reduktion sei denkbar.

Feintool: Die Industriegruppe Feintool (FTON 37.7 -1.69%) erwartet einen temporären Produktionsrückgang infolge der Coronaviruskrise. Wegen der belasteten Nachfragesituation bei den Kunden erwartet sie in Europa und in den USA vorübergehende Liefer- und Umsatzausfälle. Für das laufende Geschäftsjahr wird auf eine Guidance verzichtet. (Lesen Sie hier mehr.)

Warteck Invest: Das Immobilienunternehmen Warteck Invest (WARN 1950 -1.52%) hat 2019 den Gewinn um 82% auf 34,1 Mio. Fr. gesteigert. Die Aufwertung von Liegenschaften und die Auflösung von Rückstellungen ausgeklammert wuchs der Gewinn 5,1%. Der Erfolg aus Vermietung legte um 1,8% auf 29,5 Mio. Fr. zu. Die Dividende bleibt unverändert bei 70 Fr. pro Aktie. (Lesen Sie hier mehr.)

Basellandschaftliche KB: Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB 854 0%) (BLKB) lanciert zusammen mit ihrem Besitzkanton ein Hilfspaket über 190 Mio. Fr. für von der Coronakrise betroffene KMU. Zum einen erteilt der Kanton der BLKB dafür eine Bürgschaft über 100 Mio. Fr. für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen in Form von Krediten. Weitere 85 Mio. Fr. sind in Härtefällen als nicht rückzahlbare Soforthilfen für betroffene Kunden vorgesehen. Zudem übernimmt der Kanton für 5 Mio. Fr. die Löhne der Lernenden bis Juli 2020.

Waadtländer KB: Um von der Coronakrise betroffenen KMU zu helfen, setzt die Waadtländer Kantonalbank die Kreditrückzahlungen vom 31. März bis 30. Juni aus. Automatisch erfolgt die Aussetzung für Hypothekendarlehen von KMU. Für andere Kredite müssen Kunden die Unterstützung beantragen. Hypothekendarlehen von Einzelpersonen und Immobilienportfolios sind ausgeschlossen.

Valiant: Die Bank hat Unterstützung für ihre KMU-Kunden angekündigt. Sie stelle einen «substanziellen Betrag» bereit, um Unternehmen zu unterstützen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert seien, schreibt Valiant (VATN 78.2 -2%) in einer Mitteilung. Ein Betrag wird nicht genannt.

DKSH: Der Vertriebsdienstleister DKSH (DKSH 49.48 1.19%) führt seine ursprünglich für den 19. März geplante Generalversammlung neu am 13. Mai durch.

Zurich Insurance: Der Versicherungskonzern Zurich Insurance (ZURN 303.2 -9%) hält die Generalversammlung vom 1. April ohne physische Präsenz ihrer Aktionäre ab. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht über unabhängige Stimmrechtsvertreter ausüben.

TX Group: Das Medienunternehmen TX Group (TXGN 66.9 0.3%) führt die Generalversammlung am 3. April ohne Aktionäre durch. Eine persönliche Teilnahme ist nicht möglich, das Stimmrecht kann ausschliesslich über die Stimmrechtsvertreterin ausgeübt werden.

Meier Tobler: Die Haustechnikfirma Meier Tobler (MTG 10.2 -4.23%) führt die Generalversammlung vom 25. März ohne Aktionäre durch. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihre Rechte über die unabhängige Stimmrechtsvertreterin auszuüben. Die entsprechende Vollmacht müssen sie bis spätestens 23. März abgeben.

Glarner KB: Die Glarner Kantonalbank (GLKBN 32.5 0.93%) führt ihre Generalversammlung am 24. April ohne ihre Aktionäre durch. Diese können ihre Rechte ausschliesslich in schriftlicher oder elektronischer Form durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben.

Glarner KB: Die Glarner Kantonalbank stellt per sofort 15 Mio. Fr. zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen für KMU zur Verfügung, die von der Covid-19-Krise betroffen sind. Die Mittel würden für Kreditüberzüge und Überbrückungskredite eingesetzt und stünden für bestehende Kunden bereit, heisst es in einer Mitteilung.

Lonza: Der Pharmazulieferer führt die Generalversammlung vom 28. April ohne Aktionäre durch. Diese müssen ihre Rechte über Stimmrechtsvertreter ausüben. Die Verwaltungsräte Patrick Aebischer und Margot Scheltema werden sich nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stellen. Neu schlägt der Verwaltungsrat Dorothée Deuring und Moncef Slaoui zur Wahl in den Verwaltungsrat vor.

SF Urban Properties: Die Immobiliengesellschaft SF Urban Properties verschiebt ihre ursprünglich für den 7. April geplante Generalversammlung auf den 29. Juni. Die Einladung werde zeitnah versendet, heisst es in einer Mitteilung.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 20.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 20.03.2020

Schweiz
06:30   Interroll: Ergebnis 2019
06:30   Warteck Invest: Ergebnis 2019
07:00   Aluflexpack: Ergebnis 2019
09:00   Interroll: BMK 2019 (online)
10:00   Warteck Invest: BMK 2019, Zürich
International
07:00 DEU Hornbach Holding AG, Eckdaten 2019
07:20 DEU Hapag-Lloyd, Jahreszahlen (detailliert) + 10.00 Bilanz-Pk
08:00 DEU Deutsche Bank, Geschäftsbericht
09:00 DEU Baader Bank, Jahreszahlen
10:00 DEU VW-Tochter Porsche AG, Bilanz-Pk
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Commerzbank, Geschäftsbericht
DEU: Continental, Geschäftsbericht
DEU: DWS, Geschäftsbericht
DEU: Dürr AG, Geschäftsbericht
DEU: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Sitzung des Aufsichtsrats
Termine Konjunktur
00:00 DEU Bundesfinanzministerium Monatsbericht 03/20
08:00 DEU Erzeugerpreise 02/20
10:00 EUR EZB Leistungsbilanz 01/20
11:30 DEU Regierungs-Pk
11:30 RUS Notenbank-Entsheidung
15:00 USA Wiederverkäufe Häuser 02/20
EUR: S&P Ratingergebnis zu Belgien, Kroatien und Spanien
EUR: Moody's zu EU und Spanien
EUR: Fitch zu Dänemark
FIN: EZB-Ratsmitglied Oliver Rehn spricht zu Auswirkungen der Corona-Krise
- Sonstige Termine
DEU: Grosser Verfallstag "Hexensabbat" an der Börse, Frankfurt/M.
JPN: Börsenfeiertag

(Quelle: AWP)

SMI: Nur für Casino-Fans

Auf den Erholungs-Zug des Swiss Market Index aufzuspringen ist ausschliesslich etwas für den abgehärteten Intraday-Spekulanten. Lesen Sie hier mehr.

Ausblick Unternehmen

Der grosse Zahlenreigen neigt sich langsam dem Ende zu. Dennoch stehen nächste Woche noch einige Abschlüsse an. Zudem finden zahlreiche Generalversammlungen statt, wobei sie meist ziemlich menschenleer sein werden. So werden etwa beim Warenprüfkonzern SGS, beim Immobilienunternehmen Swiss Prime Site, beim Duftstoff- und Aromenhersteller Givaudan sowie beim Industriekonzern ABB keine Aktionärinnen und Aktionäre vor Ort sein.

Am Dienstag berichtet das Biotechnologieunternehmen Santhera über sein Geschäftsjahr 2019. Die Umsatzzahlen hat es bereits Ende Januar publiziert. Der Umsatz von 27,9 Mio. Fr. lag leicht unter dem Vorjahreswert, jedoch über der eigenen Prognose.

Am Mittwoch veröffentlicht Credit Suisse ihren Geschäftsbericht und gibt damit Aufschluss über die Entlohnung ihres Managements. Zudem publizieren der Versicherer Vaudoise und die Immobilienunternehmen Investis sowie Cham Group ihre Jahreszahlen. Die Aktien der Cham Group (CHAM 411 0.24%) werden ausserbörslich gehandelt.

Am Donnerstag folgt das Jahresergebnis der Jungfraubahnen. Die Bergbahnbetreiberin hat Anfang Januar bereits Angaben zur Zahl der Gäste veröffentlicht. Auf das Jungfraujoch fuhr demnach 1% weniger Gäste. Ein Grund zur Sorge ist das allerdings nicht, da das Unternehmen auf Preis- statt Mengenwachstum setzt. Zudem verzeichneten sämtliche anderen Angebote der Gruppe einen Besucherzuwachs. Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichen die Biotech-Gesellschaft Kuros, die Messebetreiberin MCH Group, das Immobilienunternehmen Varia US Properties und der Solaranlagenbetreiber Edisun ihre Jahreszahlen.

Am Freitag schliesslich wird die Industriegruppe Adval Tech erste Eckdaten publizieren. Wegen ihrer Fokussierung auf die Automobilindustrie dürfte das Jahr durchzogen ausgefallen sein. Ende August hatte das Management mitgeteilt, dass das zweite Halbjahr anspruchsvoll und volatil werde. Zudem wird am Freitag die Privatklinikgruppe Aevis Victoria ihre Jahreszahlen veröffentlichen.