Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Die Märkte in Asien starten schwächer in die neue Börsenwoche. In Hongkong verliert der Hang Seng 4,1%, in Schanghai der chinesische Leitindex CSI 300 2,5%. Der Kospi in Korea gibt 5,6% ab. Nur in Japan halten die Kurse: Der Nikkei 225 notiert 2% höher, und der breit gefasste Topix legt immerhin 0,7% zu.

USA

Bereits am Freitag hatten die US-Märkte tief im Minus geschlossen. Der Dow Jones fiel 4,6% auf 19’174 Punkte, der S&P 500 verlor 4,3% und schloss auf 2304,9 Zählern. Der technologiebasierte Nasdaq 100 gab im gleichen Umfang (–4%) auf zuletzt 6994,3 Punkte ab. Gerüchte, dass das Clearing-Unternehmen Ronin Capital nicht mehr imstande sei, seinen Kapitalforderungen nachzukommen, sorgten für Unsicherheit. AT&T sackten 8,7% ab, weil das Unternehmen wegen der Coronakrise einen geplanten milliardenschweren Aktienrückkauf auf Eis legt.

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News Vorbörse Schweiz

Autoneum: Der Autozulieferer Autoneum (AUTN 59.5 2.5%) wird die Ziele für 2020 nicht erreichen, der Ausbruch der Coronapandemie habe den Geschäftsgang massiv beeinträchtigt. Neben dem laufenden Sparprogramm werden Personalanpassungen vorgenommen und Zeitmitarbeiter reduziert. Zudem sind Kurzarbeit an den Schweizer Standorten und in anderen europäischen Ländern sowie die vorübergehende Schliessung von Produktionsstätten in Umsetzung. Neue Ziele für das Geschäftsjahr wurden nicht kommuniziert. (Lesen Sie hier mehr.)

APG: Der Aussenwerbungsspezialist APG führt per heute wegen der Coronakrise Kurzarbeit ein. Für die kommenden Wochen oder Monate müsse mit einem «erheblichen» Umsatzrückgang gerechnet werden. Alle Bereiche des Unternehmens sind von den Massnahmen betroffen. APG geht davon aus, dass sich nach überstandener Krise die Dynamik des Werbemarktes in der Schweiz und im Ausland fortsetzt. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Die Diagnostiksparte des Pharmakonzerns Roche (ROG 322.7 0%) will die Herstellung von Coronavirus-Testgeräten hochfahren, schreibt der «Tages-Anzeiger» am Samstag. Die Produktionskapazitäten seien voll ausgelastet. Etwa fünf riesige Geräte sollen pro Woche fertig sein und in die ganze Welt verfrachtet werden. Das Diagnosegerät Cobas 6800/8800 kann innerhalb von 24 Stunden bis zu 4000 Tests gleichzeitig auswerten.

SFS: Der Komponentenhersteller SFS (SFSN 70 0%) fährt wegen der Coronakrise seine Kapazitäten herunter. Die Reduktion findet «im Zusammenhang mit den behördlichen Anweisungen und vor dem Hintergrund von Werkschliessungen bei wichtigen Kunden» und zum Schutz der Mitarbeiter statt. Neuprojekte werden weitergeführt. Die Kurzarbeit betrifft Standorte in Europa und Nordamerika.

ObsEva: Das Biotech-Unternehmen ObsEva (OBSV 2.06 -3.29%) will wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine weiteren Patienten in seine Edelweiss-Studien aufnehmen. Die Ergebnisse der Primrose-1- und -2-Studien sollen dennoch im zweiten Quartal veröffentlicht werden. In diesen beiden Phase-III-Studien wird der Kandidat Linzagolix zur Behandlung schwerer Menstruationsblutungen eingesetzt. (Lesen Sie hier mehr.)

Huber+Suhner: Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner (HUBN 56 -2.27%) wird seine GV wie auch der Tech-Spezialist Inficon (IFCN 572 -0.35%) am 3. April ohne Anwesenheit der Aktionäre durchführen. Aktionäre werden aufgefordert, ihre Stimme über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abzugeben. Die Traktanden sind auf der Internetseite des Unternehmens publiziert.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 23.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 23.03.2020

SCHWEIZ
09:00   SNB: Zahlungsbilanz Q4
INTERNATIONAL
07:00 DEU Innogy, Jahreszahlen
08:00 DEU Traton, Jahreszahlen
13:00 DEU Volkswagen Financial Services - Jahres-Pk,
- Ohne genaue Zeitangabe:
DEU: Fresenius Medical Care (FMC) Geschäftsbericht 2019
DEU: Hypoport, Geschäftsbericht
Termine Konjunktur
13:30 USA Chicago Fed Nat Activity Index (CFNAI) 02/20
16:00 EUR Verbrauchervertrauen 03/20
- Sonstige Termine:
BEL: Treffen der EU-Aussenminister, Brüssel

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Ziel erreicht, jetzt wieder rückwärts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index hat an der ersten markttechnischen Barriere wenig überraschend wieder nach unten gedreht. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

Am Montag wird das Verbrauchervertrauen in der Eurozone veröffentlicht, es wird ein Rückgang erwartet. Denn die Konjunkturerholung in Europa ist nun Makulatur, das wird auch in den Einkaufsmanagerindizes zu sehen sein, die am Dienstag für Frankreich, Grossbritannien, Deutschland sowie die Eurozone erscheinen. In Deutschland folgt am Mittwoch das Ifo-Geschäftsklima und einen Tag später das Gfk-Konsumklima. Ebenfalls am Donnerstag publiziert die EZB ihren Wirtschaftsbericht. Zudem fällt die Bank of England ihren Zinsentscheid bzw. analysiert die bereits getroffenen ausserordentlichen Massnahmen. Das französische und das italienische Verbrauchervertrauen werden am Freitag bekanntgegeben.

In der Schweiz legt die SNB (SNBN 4580 6.76%) am Montag ihre Zahlungsbilanz für das vierte Quartal vor. Der CS-CFA-Index für den März erscheint am Mittwoch.

In den USA wird am Dienstag der Markit-Einkaufsmanagerindex für den März erste Informationen liefern, wie schwer die Wirtschaft von der Coronakrise betroffen ist. Am Mittwoch wird der Auftragseingang für die Industrie publiziert. Auch die wöchentlich erhobenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag werden Aufschluss über die momentane Situation in den USA geben. Deshalb wird die dritte Veröffentlichung des BIP von 2019 am selben Tag wohl auf weniger Aufmerksamkeit stossen. Am Freitag steht der Konsument im Fokus, es werden die privaten Einnahmen und Ausgaben, der Deflator des Konsums sowie der Konsumklimaindex der Universität Michigan veröffentlicht.

Aus China werden diese Woche keine Makroindikatoren erwartet.