Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Wallstreet hat am Mittwoch moderat an die Rally vom Vortag angeknüpft. Die Verständigung zwischen dem Weissen Haus und dem Kongress auf ein massives Konjunkturpaket gegen die Covid-19-Krise stützte die Kurse, die gegen Schluss der Sitzung allerdings etwas nachgaben. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 2,39% auf 21’200,55. Der S&P 500 stieg 1,15% auf 2475,56. Der Tech-Index Nasdaq 100 gab 1,11% auf 7469,62 nach.

Die Aktien des Flugzeugbauers Boeing waren Tagessieger im Dow, mit einer Avance von 24,3%. United Technologies gewannen 10,9%, Nike 9,2%. Der Sportartikelhersteller hatte im soeben abgeschlossenen dritten Quartal trotz erster Effekte der Epidemiekrise substanziell mehr Umsatz erarbeitet als erwartet. Am Ende des Tableaus rangierten die Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance (–8,4%), vor Walmart (–4,9%) und Cisco Systems (–2,4%).

Aktien aus den Freizeit- und Reisebranchen erholten sich weiter. Aus dem staatlichen Konjunkturpaket sollen allein 50 Mrd. $ für Fluggesellschaften vorgesehen sein. American Airlines (+11%), Delta (+11%) und United Airlines (+16%) setzten ihre Vortagesrally fort

Asien

In Tokio gibt der Nikkei 225 deutlich nach, um 4,5%. Der Shanghai Composite verliert 0,4%, der Hang Seng in Hongkong sinkt 0,8%, und der Kospi in Seoul büsst 0,9% ein.

10'190.4
+1.14%
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News Vorbörse Schweiz

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 83.04 1.55%) ist einem Konsortium beigetreten, das die Entwicklung und die Herstellung von Diagnostika und Behandlungen gegen das Coronavirus beschleunigen will. Weitere Mitglieder sind unter anderem Pfizer (PFE 35.99 -0.06%), Sanofi, Eli Lilly (LLY 149.21 -1%) oder GSK. Mit an Bord ist gemäss den Angaben auch die Bill & Melinda Gates Foundation. Novartis-CEO Vas Narasimhan ist Co-Vorsitzender des Konsortiums.

Calida: Calida (CALN 28.6 -1.04%) streicht aufgrund der nicht absehbaren Folgen der Coronaviruspandemie ihre bisherige Prognose für 2020. Der Verwaltungsrat beantragt, für das Geschäftsjahr 2019 auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Das Unternehmen verschiebt seine Generalversammlung vor, auf den 17. April. Bislang war sie für den 29. April geplant. Sie wird ohne Präsenz von Aktionärinnen und Aktionären stattfinden. Verwaltungsratspräsident Marco Gadola gibt sein Amt an den bisherigen Vizepräsidenten, Hans-Kristian Hoejsgaard, ab. Gadola bleibt als Vizepräsident im Verwaltungsrat. (Lesen Sie hier mehr.)

MCH Group: Die Messebetreiberin MCH Group (MCHN 16.4 6.49%) hat im vergangenen Jahr einen deutlich geringeren Reinverlust von noch 9,9 Mio. Fr. geschrieben. Im Vorjahr lag er noch bei 190,4 Mio. Fr. Die Ergebnisverbesserung kam trotz eines tieferen Umsatzes (445,2 Mio. Fr., nach 522,8 Mio. Fr. im Vorjahr) zustande; dies, weil im vergangenen Jahr keine ausserordentlichen Abschreibungen vorgenommen werden mussten. Die Coronaviruspandemie wird im laufenden Jahr zu einer Umsatzeinbusse von 130 bis 170 Mio. Fr. (30 bis 40%) führen. (Lesen Sie hier mehr.)

Valora: Die Kioskbetreiberin Valora (VALN 213.5 1.43%) verzeichnet «deutliche» Umsatzeinbussen aufgrund der Coronaviruspandemie. Sie hat daher Investitionen verschoben und Massnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken. Das Unternehmen führt Kurzarbeit ein, die Lohndifferenz für die betroffenen Mitarbeiter wird vorerst bis Ende April übernommen. Zudem soll die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 gestrichen werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Kuros: Das Biotech-Unternehmen Kuros BioSciences (KURN 2.26 -3.83%) hat den Umsatz im vergangenen Jahr auf 2,6 Mio. Fr. verfünffacht. Dem Umsatz standen Ausgaben von 13,5 Mio. Fr. gegenüber. Unter dem Strich weist Kuros einen Verlust von 11,4 Mio. Fr. aus, nach einem Minus von 13,7 Mio. Fr. im Vorjahr. Per Ende 2019 betrugen die zur Finanzierung der operativen Tätigkeit verfügbaren Finanzmittel 21,9 Mio. (2018: 19 Mio.). Aufgrund der Coronaviruspandemie erwartet das Unternehmen Verzögerungen in seinem Zeitplan. (Lesen Sie hier mehr.)

Jungfraubahnen: Die Jungfraubahnen (JFN 133.2 -3.06%) haben im vergangenen Jahr mehr verdient: Der Reingewinn stieg von 47,8 auf 53,3 Mio. Fr. Der Betriebsertrag lag bei 223 Mio. Fr., nach 213 Mio. Fr. im Vorjahr. Die Dividende bleibt bei 2.80 Fr. stabil. Wegen der Coronaviruspandemie hat das Unternehmen Kostensenkungsmassnahmen ergriffen. Für einen Grossteil der Mitarbeiter wurde Kurzarbeit beantragt. Für das laufende Jahr wird ein deutlich niedrigeres Ergebnis erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Varia US Properties: Das Immobilienunternehmen Varia (VARN 38.6 0.26%) US Properties hat im vergangenen Jahr den Gewinn markant von 24,9 auf 42,8 Mio. $ gesteigert. Der Gesamtertrag betrug 139,5 Mio. $, nach 100,8 Mio. $ im Vorjahr. Wegen der ungewissen Folgen der Coronaviruspandemie verzichtet das Unternehmen auf einen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Generalversammlung wird vom 23. April auf den 26. Juni verschoben. (Lesen Sie hier mehr.)

Tecan: Der bisherige Chef für Personal und interne Kommunikation des Laborausrüsters Tecan (TECN 317.6 -2.64%), Markus Schmid, verlässt das Unternehmen per Ende April. Die Suche nach einem Nachfolger wird eingeleitet.

Conzzeta: Wie geplant führt Conzzeta (CON 897 0.79%) die Generalversammlung am 22. April durch. Sie wird jedoch ohne persönliche Teilnahme von Aktionärinnen und Aktionären abgehalten.

Zug Estates: Das Immobilienunternehmen Zug Estates (ZUGN 1995 0.25%) hat einen Nachfolger für den zurücktretenden CEO Tobias Achermann gefunden. Patrik Stillhart übernimmt im August den Posten. Er ist derzeit Managing Director von JLL Schweiz.

Sonova: Der Hörgeräteproduzent Sonova (SOON 209.8 -0.29%) reduziert wegen der Coronaviruspandemie seine Prognose für das im März endende Geschäftsjahr. In Lokalwährungen erwartet er neu ein Umsatzwachstum von rund 8% statt wie bislang 9 bis 11%. Auch der bereinigte Betriebsgewinn wird unter dem bisherigen Ausblick zu liegen kommen. Eine neue Prognose dazu gibt es allerdings nicht. Der Wert in Lokalwährungen soll jedoch noch über dem Vorjahr liegen. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: Das Biotechnologieunternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.0244 3.39%) hat gemeinsam mit dem Partner NeuroRx bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag eingereicht, um das Mittel Aviptadil bei der Bekämpfung der Coronaviruspandemie einzusetzen. Es soll in einer Phase-2-Studie getestet werden für den Einsatz bei Patienten mit Atemnot.

Evolva: Das Biotech-Unternehmen Evolva (EVE 0.2225 -0.22%) hat mit dem Duftstoffentwickler International Flavors & Fragrances eine Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung und Ausweitung der Kommerzialisierung von Vanillin abgeschlossen. Dies wird dem Unternehmen zufolge dazu beitragen, den Cash Break-even bis 2023 zu erreichen.

BVZ: Der Walliser Bahnbetreiber BVZ (BVZN 1040 -0.95%) kürzt die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auf 7.50 Fr. pro Aktie. Im Vorjahr hatte er 14 Fr. pro Titel ausgeschüttet. Die Reduktion wird mit den noch nicht abschätzbaren Auswirkungen der Coronaviruspandemie erklärt.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 26.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 26.03.2020

SCHWEIZ
06:30 Jungfraubahn Ergebnis 2019
07:00 Kuros Ergebnis 2019
07:00 Messe Schweiz: Ergebnis 2019
07:00 Varia US: Ergebnis 2019 (Conf. Call 14.00 Uhr)
18:00 Edisun Power: Ergebnis 2019
Sonstige Termine
ABB: GV (10.00 Uhr), Dübendorf
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
06:45 LUX Aroundtown, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 AUT S&T, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 DEU Evotec, Jahreszahlen (Call 14.00 h)
07:00 DEU Cewe Stiftung, Jahreszahlen (detailliert) + 09.30 Bilanz-Pk per Call
07:00 DEU SMA Solar, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 DEU Kuka, Jahreszahlen (detailliert) + 09.30 Bilanz-Pk per Call
07:00 DEU Takkt, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 DEU United Internet, Jahreszahlen + 10.45 Bilanz-Pk (Webcast)
07:00 DEU 1&1 Drillisch, Jahreszahlen + 10.00 Bilanz-Pk (Webcast)
07:00 DEU Hamborner Reit, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU Scout24, Jahreszahlen (detailliert) + 11.00 Bilanz-Pk per Call
07:30 DEU Medigene, Jahreszahlen
07:45 DEU Baywa, Jahreszahlen (detailliert) + 10.30 Bilanz-Pk per Call
07:45 DEU Pfeiffer Vacuum, Jahreszahlen (detailliert) (Call 15.00 h)
08:00 DEU Secunet Security Networks, Jahreszahlen (detailliert)
08:00 DEU Progress-Werk Oberkirch (PWO), Jahreszahlen (detailliert)
08:45 DEU SLM Solutions, Jahreszahlen
09:00 DEU Enbw, Jahreszahlen (Call 10.30 h)
10:00 DEU ZF Friedrichshafen, Bilanz-Pk (Webcast)
10:00 DEU Volkswagen-Nutzfahrzeuge, Jahres-Pk per Call
10:00 DEU Agravis Raiffeisen AG, Jahreszahlen (Call 11.30 h)
10:00 DEU KSB, Jahreszahlen (Pk als Webcast)
11:00 DEU Deutsche Bahn - Schriftliche Vorlage der wichtigsten Eckdaten 2019
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Aareal Bank, Geschäftsbericht
DEU: Befesa, Jahreszahlen, Geschäftsbericht
DEU: New Work, Geschäftsbericht
DEU: Teamviewer, Geschäftsbericht
Termine Konjunktur
08:00 DEU GfK-Konsumklimaindex 04/20
08:45 FRA Geschäftsklimaindex 03/20
10:00 EUR EZB-Wirtschaftsbericht
10:00 EUR Geldmenge M3 und Kreditvergabe 02/20
13:00 GBR BoE Zinsentscheid und Sitzungsprotokoll
13:30 USA Lagerbestände 02/20
13:30 USA BIP Q4/19 (dritte Veröffentlichung)
13:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)
- Sonstige Termine
EUR: Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zur Corona-Krise -
EU-Parlament will Massnahmen im Kampf gegen das Virus auf den Weg bringen
09:30 LUX EuGH-Urteil zu Fluggastrechten bei Verspätung
09:30 LUX Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Widerrufsrechten
bei Darlehensverträgen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Die Luft wird wieder sehr dünn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index hat seine Erholungsbewegung an dem nun erreichten Kursniveau wie erwartet deutlich verlangsamt. Ist dies schon das Ende? (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Die ersten Umfragewerte aus den Unternehmen nach Beginn der Coronakrise haben diese Woche den erwartet tiefen Einbruch der jeweiligen Indikatoren (Einkaufsmanager, Ifo) gebracht. Von den heftigen Folgen des Stillstands der Wirtschaft hatte bereits das Ifo-Institut mit vorläufigen Ergebnissen vergangene Woche berichtet. Seine Fachleute sind davon überzeugt, dass die Lageeinschätzung in der deutschen Industrie noch zu optimistisch ist. Dies dürfte daran liegen, dass viele Betriebe im März noch weiter produziert haben. Auch die Dienstleister sind von dem Einbruch noch weit entfernt, den der Wirtschaftszweig in der Finanzkrise durchlitten hatte.

In den nächsten Tagen richtet sich der Blick von Anlegern und Fachleuten auf die neuesten Konjunkturdaten in den USA. Am Donnerstag werden die wöchentlichen Erstanmeldungen zur Arbeitslosenhilfe (Daten für die vergangene Woche) wohl einen beispiellosen Anstieg zeigen. Der Konsens der Volkswirte geht von 1,5 Mio. Hilfesuchenden aus, einige pessimistische Ökonomen (Citi, Oxford Economics) erwarten sogar 4 Mio. In der Woche zuvor waren die Erstanmeldungen bereits von 211’000 auf 281’000 gestiegen. Der Rekord lag bisher bei gut 700’000 im Jahr 1982.

Derweil steigen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen aus der Schweiz (12 Basispunkte oder 0,12 Prozentpunkte) und Deutschland (8 Basispunkte) seit Montag wieder. Ende vergangener Woche hatten die Notbeschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) den Zinsanstieg – was derzeit weniger weit im Minus liegende Renditen heisst – bei den deutschen Papieren vorerst gestoppt. Das EZB-Aufkaufprogramm für Anleihen über 1,1 Bio. € bis Ende des Jahres wirkt immerhin bei den Spreads, also dem Renditeabstand der Eurostaaten zu deutschen Bundesanleihen: Sie sind nach teilweise starkem Rückgang (z.B. für Italien und Griechenland) seit Donnerstag nahezu konstant.