Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag wegen der Angst vor Dauer und Intensität der Coronakrise wieder abgerutscht. Den Bemühungen der Zentralbanken zum Trotz sind Anleger besorgt, dass die Stilllegungen den Volkswirtschaften global enormen Schaden zufügen werden.

In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf des Morgens 3,5% tiefer bei 18’702 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank 3,8% und notierte bei 1403 Zählern.

In Hongkong verlor der Hang Seng 1,3%. Im südkoreanischen Seoul konnte der Kospi mit –0,6% und in Taiwan der Taiex mit –0,4% die Verluste in Grenzen halten.

Die Börsen in Festlandchina notierten ebenfalls tiefer. Der Shanghai Composite lag 1,6% im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen verlor 1,4%.

USA

Die kräftige Erholung am US-Aktienmarkt nach der Talfahrt wurde am Freitag unterbrochen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 4,1% auf 21’636,8 Punkte. Auf Wochensicht verzeichnete er aber ein Plus von knapp 13%, das grösste seit 1938.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Freitag um 3,4% auf 2541,5 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 3,9% auf 7588,4 Punkte.

Im Dow Jones (Dow Jones 27110.98 3.15%) notierten lediglich die Aktien des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble (+2,6%) sowie des Versicherers Travelers (+1,3%) im Plus, alle übrigen im Minus.

Besonders stark verloren die Papiere des Flugzeugbauers Boeing (–10,3%) sowie des Ölkonzerns Chevron (–9,9%).

10'190.4
+1.14%
3'384.3
+3.76%
12'847.7
+3.36%
27'111.0
+3.15%
9'824.4
+2.02%
22'863.7
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1.0857
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0.9622
+0.7%
1.1287
-0.43%
1'685.48
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41.86
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9'661.75
-1.42%

News Vorbörse Schweiz

ABB: Der Technologiekonzern ABB (ABBN 21.02 2.44%) rechnet wegen der Coronaviruspandemie für das erste Quartal mit einem Umsatzrückgang in allen Geschäftsbereichen. Damit einher gehe ein Rückgang der operativen Ebitda-Margen. Im Bereich Robotik und Fertigungsautomation spricht das Unternehmen konkret von über 20% weniger Auftragseingang und Umsatz im ersten Quartal. Einen Ausblick für das Gesamtjahr macht es nicht mehr. Wegen der Krise verzichten VR und Konzernleitung auf 10% ihrer Vergütung. (Lesen Sie hier mehr.)

Schindler: Der Lifthersteller Schindler (SCHP 227.7 -0.04%) erwartet wegen der Coronakrise im schlechtesten Fall in Lokalwährungen bis zu 10% weniger Umsatz im laufenden Geschäftsjahr. Im besten Fall bleibe der Umsatz stabil. Zuvor hatte Schindler mit 0 bis 5% Wachstum gerechnet. Wegen negativer Währungseffekte und höherer Restrukturierungskosten wird mit einem Rückgang des Reingewinns um rund 20% gerechnet. (Lesen Sie hier mehr.)

Landis+Gyr: Der Hersteller von Stromzählern Landis+Gyr (LAND 70.65 6.32%) rechnet für das Geschäftsjahr 2019/2020 mit währungsbereinigt rund 2% weniger Umsatz. Der bereinigte Ebitda sowie der freie Cashflow dürften am unteren Ende der im Oktober genannten Bandbreite ausfallen oder leicht darunter. Landis+Gyr hatte einen bereinigten Ebitda zwischen 240 und 255 Mio. $ sowie einen freien Cashflow zwischen 120 und 135 Mio. $ in Aussicht gestellt. (Lesen Sie hier mehr.)

Pierer Mobility: Die Motorradgruppe Pierer Mobility (KTMI 47.35 3.38%) (früher KTM Industries) hat 2019 einen Umsatz von 1,52 Mrd. € erzielt, was 4% über Vorjahr liegt. Gesamthaft wurden 280’099 Motorräder verkauft. Der Absatz lag 7% über dem Vorjahr. Der Ebitda stieg ebenfalls, und zwar auf 240,8 Mio. € (+14%). Die Dividende soll 0.30 € betragen. Pierer Mobility verzichtet auf einen Ausblick für das Gesamtjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank UBS (UBSG 11.34 3.04%) hält trotz Coronakrise an der Ausschüttung einer Dividende von 0.73 $ pro Aktie fest. Die Aktionäre dürfen an der Generalversammlung vom 29. April nicht teilnehmen. Sie können ihre Stimme dem unabhängigen Stimmrechtsvertreter erteilen. Nathalie Rachou und Mark Hughes sind zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. David Sidwell, Isabelle Romy und Robert Scully stehen nicht mehr zur Wiederwahl. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank UBS hat seit Donnerstag über 10’000 Anträge von Firmen für einen Überbrückungskredit erhalten, wie Axel Lehmann, Chef der UBS Schweiz, in der «NZZ (NZZ 5200 2.97%) am Sonntag» sagte. Die Kreditsumme liege im Schnitt deutlich unter 200’000 Fr., insgesamt seien in zwei Tagen Kredite von über 1 Mrd. Fr. vergeben worden. Lehmann rechnet mit erhöhten Verlusten auf den Geldern.

Starrag: Der Maschinenbauer Starrag (STGN 38.6 0%) verzichtet wegen der Coronakrise auf die ursprünglich vorgesehene Ausschüttung einer Dividende von 1 Fr. Man prüfe weitere Massnahmen, um die Kostenstruktur flexibel zu gestalten und sie an die erschwerte Auftragsakquisition anzupassen. Starrag rechnet damit, dass es aufgrund der Schliessung von Werken bei verschiedenen Kunden und Lieferanten zu einer angebots- und nachfragegerechten Anpassung der Kapazitäten kommt. Die Generalversammlung vom 25. April wird ohne Aktionäre durchgeführt.

Bossard: Der Spezialist für Verbindungstechnologie Bossard (BOSN 143.2 1.85%) halbiert die geplante Dividendenausschüttung. Neu sollen die Aktionäre je Namenaktie A 2 Fr. erhalten und pro Namenaktie B 0.40 Fr. Die Dividendenkürzung habe im Zusammenhang mit der aktuellen Krise präventiven Charakter. Die Ebit-Marge nach den ersten zwei Monaten 2020 liegt nach Aussagen von Bossard im oberen Bereich der anvisierten Bandbreite von 10 bis 13%. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Wie Novartis-CEO Vasant Narasimhan im Interview mit der «SonntagsZeitung» sagt, setzt der Konzern bei der Suche nach einem Heilmittel für das Coronavirus grosse Hoffnungen in das Malariamittel Hydroxychloroquin. Erste Studien hätten gezeigt, dass es das Coronavirus töte, so Narasimhan. Derzeit werde in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den USA und der Schweiz die Zulassung per Eilverfahren geprüft.

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 83.04 1.55%) hat weitere Studiendaten zum Cholesterinsenker Inclisiran publiziert. Eine Analyse der gepoolten Daten aus den Phase-III-Studien Orion-9, -10 und -11 habe gezeigt, dass Inclisiran das sogenannte Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) nach siebzehn Monaten um 51% reduziert habe, wenn es zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Therapien (LLT) eingesetzt worden sei, teilte Novartis am Samstag mit.

Mobilezone: Die Mobilezone-Tochter Mobiletouch baut das Geschäft mit Handyreparaturen aus. Samsung (SMSN 1171 4.09%) habe seit März weiteres Reparaturvolumen an Mobiletouch übertragen, teilte die Gruppe am Montag mit. Und von der Swisscom (SCMN 501.2 -1.38%) werden nun alle Reparaturen an Apple-Geräten, wie iPhones, iPads und Wearables, durchgeführt. Mobiletouch rechnet mit einem zusätzlichen Reparaturvolumen von rund 3000 Geräten pro Monat.

Polyphor: Das Biotech-Unternehmen Polyphor (POLN 7.8 -2.5%) hat eine positive Empfehlung des Data Safety Monitoring Board (DSMB) für seine derzeit laufende Phase-III-Studie erhalten. Die Empfehlung laute, die derzeit laufende Phase-III-Studie mit dem Kandidaten Balixafortide bei HER2-negativen, lokal rezidivierenden oder metastasierenden Brustkrebspatientinnen fortzusetzen.

VP Bank: Die VP Bank (VPBN 133 2.15%) muss wegen der Coronakrise im Kreditportfolio eine Wertberichtigung auf eine Einzelposition im Umfang von rund 20 Mio. Fr. vornehmen. Aktuell gebe es aber keinen zusätzlichen Rückstellungsbedarf, so die Bank in einer Mitteilung. Die Qualität des Kreditportfolios sei hoch. Die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal wird als zufriedenstellend bezeichnet.

Relief Therapeutics: Das Biotech-Unternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.0244 3.39%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA und der Europäischen Union zusammen mit Partner NeuroRX die Erlaubnis erhalten, das Mittel Aviptadil in einer klinischen Studie im Kampf gegen das Coronavirus zu testen.

Rapid Nutrition: Die auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisierte Rapid Nutrition hat im ersten Halbjahr 2019/20 (per Ende Dezember) einen deutlich höheren Gewinn von 0,4 Mio. $ erzielt (Vorjahr: 0,18 Mio. $). Der Umsatz legte auf 1,78 Mio. $ zu (Vorjahr: 0,78 Mio. $).

Zwahlen & Mayr: Wegen der Coronaviruspandemie verschiebt das Stahl- und Metallbauunternehmen Zwahlen & Mayr (ZWM 196 -2.97%) die für den 23. April geplante Generalversammlung auf den 25. Juni.

Acron Helvetia I: Die Immobiliengesellschaft Acron Helvetia (HELN 99.6 4.95%) I hat eine Liegenschaft in Solothurn für 10,2 Mio. Fr. verkauft. Damit sei der an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 18. Februar beschlossene Verkauf vollzogen worden, teilte die Immobilienaktiengesellschaft am Montag mit.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 30.03.2020

Wichtige Ereignisse
vom 30.03.2020

SCHWEIZ
06:00   Rapid Nutrition: Ergebnis H1
09:00   KOF Konjunkturbarometer
Sonstige Termine
Belimo: GV (17.30 Uhr), Rapperswil
Vontobel: GV (17.30 Uhr), Dübendorf
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DEU Leoni, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 DEU Grammer, Jahreszahlen (detailliert)
07:00 DEU Biotest, Jahreszahlen (Call 10.00 h)
07:05 DEU Ströer, Jahreszahlen (detailliert)
07:15 DEU Indus Holding, Jahreszahlen (detailliert)
07:30 DEU RIB Software, Geschäftsbericht
09:15 DEU Wüstenrot & Württembergische, Jahreszahlen
09:30 DEU ElringKlinger, Bilanz-Pk als Webcast
10:00 DEU R+V Versicherung - Telefonkonferenz zum Geschäftsjahr 2019 und
Ausblick für das laufende Jahr
16:00 DEU Software AG, Geschäftsbericht
Termine Konjunktur
09:00 SPA Verbraucherpreise HVPI 03/20
11:00 EUR Wirtschaftsstimmung 03/20
14:00 DEU Inflationsrate 03/20 (erste Schätzung)
16:00 USA Schwebende Hausverkäufe 02/20
- Sonstige Termine
11:00 DEU Sondergutachten der Wirtschaftsweisen zu Folgen der Coronavirus-Krise
DEU: Telefonkonferenz der Gesellschafter der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH
Themen sind u.a. die Corona-Folgen. Zur Debatte stehen Finanzhilfen für das
Staatsunternehmen und einen vorübergehende Schliessung des Flughafens Tegel.

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: seitwärts oder nur langsamer abwärts?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index behauptet sich knapp unterhalb eines markttechnisch wichtigen Preisbereichs. Doch es kann keine Entwarnung geben. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In Europa dürfte es am Montag nach vier Anstiegen in Folge zum stärksten Monatsrückgang des Economic Sentiment seit dem Beginn der Europäischen Währungsunion kommen. Am selben Tag steht das deutsche Verbrauchervertrauen auf dem Programm. Die gleichen Datenpunkte erscheinen dann am Dienstag für die gesamte Eurozone sowie für das Vereinigte Königreich. Zudem stehen die deutsche Arbeitslosenquote sowie das spanische und das britische BIP an. Am Mittwoch und am Freitag werden die Einkaufsmanagerindizes für die gesamte Eurozone publiziert. Am Mittwoch wird zudem die Arbeitslosenquote der Eurozone veröffentlicht, und am Donnerstag erfahren wir mehr über die EU-Erzeugerpreise.

In der Schweiz informiert die Konjunkturforschungsstelle (Kof) am Montag über das aktuelle Konjunkturbarometer. Am Dienstag folgt das Bundesamt für Statistik mit dem Detailhandelsumsatz für den Februar. Am Mittwoch erscheint der Einkaufsmanagerindex (PMI) und am Donnerstag der Landesindex der Konsumentenpreise für den März.

Am Dienstag werden in den USA der Einkausmanagerindex der Fed Chicago sowie das Verbrauchervertrauen publiziert. Am Mittwoch folgt der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Am Donnerstag stehen die wöchentlich erscheinenden Arbeitslosenanträge im Fokus. Am selben Tag werden der Handelsbilanzsaldo sowie der Auftragseingang der Industrie veröffentlicht. Am Freitag wird der US-Arbeitsmarktbericht publiziert, der in den ersten zwei Märzwochen erhoben wurde. Deshalb wird der Beschäftigungsabbau noch nicht so stark ausgefallen sein, wie die 3,3 Mio. Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der vergangenen Woche vermuten lassen.

Positive Nachrichten werden diese Woche aus China erwartet. Am Dienstag, am Mittwoch und am Freitag erscheinen die Einkaufsmanagerindizes für den März. Nach dem starken Rückgang im Februar wird nun mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.

In Japan werden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Arbeitslosenquote sowie die Industrieproduktionszahlen publiziert, 24 Stunden später folgt der Tankan-Index.