Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die amerikanischen Aktienmärkte sind verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Tendenziell positiv aufgenommen wurde die Ankündigung, dass der besonders heftig vom Coronavirus betroffene US-Bundesstaat New York ab Freitag seine Beschränkungen langsam lockern wolle. New York City dürfte den Lockdown allerdings noch mindestens bis Juni verlängern.

Der marktbreite S&P 500 schloss praktisch unverändert auf 2930,19, nachdem er zu Beginn deutlich im Minus notiert hatte. Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit einem Verlust von 0,5% bei 24’221,99. Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um 0,8% auf 9192,34.

Im dreissig Titel umfassenden Dow Jones Industrial setzten sich die Pharmawerte Pfizer und Merck mit Avancen von 2,4 respektive 2% an die Spitze. Deutliche Abgaben erlitten der Zahlungsdienstleister American Express und der Flugzeugbauer Boeing mit einem Minus von 4,7 respektive 3,4%. Unter den Einzelwerten rückten auch die Aktien von Under Armour mit einem Verlust von 10,5% in den Anlegerfokus. Der US-Sportartikelhersteller hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatzeinbruch erlitten.

Asien

Angesichts der eher durchzogenen Vorgaben aus Wallstreet und sinkenden US-Futures notierten die meisten asiatischen Aktienmärkte schwächer. In Tokio verlor der Nikkei 225 0,1%, während der marktbreitere Topix 0,2% tiefer notierte.

Der Hang Seng in Hongkong büsste 1,8% an Terrain ein, die chinesische Festlandbörse von Schanghai sank 0,6%. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 verlor 1,1%, während der Kospi in Südkorea 0,4% einbüsste.

9'824.5
+1.4%
2'971.4
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24'465.2
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9'414.0
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21'271.2
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News Vorbörse Schweiz

Swiss Life: Der Versicherer Swiss Life (SLHN 322.2 2.06%) hat im ersten Quartal mit 7,82 Mrd. Fr. ein Fünftel weniger Ertrag erzielt als im Vorjahr. Aufgrund des Rückzugs von Konkurrentin Axa aus der Vollversicherung waren die Volumen in der Vergleichsperiode 2019 aber ausserordentlich hoch. Allerdings liegt der Rückgang über den Erwartungen. Im Heimmarkt fiel der Ertrag gar um 28% auf 5,63 Mrd. Fr. zurück. CEO Patrick Frost erklärte in einer Mitteilung zudem, die Auswirkungen der Coronakrise seien für Swiss Life überschaubar. (Lesen Sie hier mehr.)

Logitech: Der Hersteller von PC-Zubehör und Unterhaltungselektronik Logitech (LOGN 56.14 2.48%) hat im ersten Quartal 2020 den Gewinn über den Erwartungen gesteigert. Er verfünffachte den Reingewinn auf 213,9 Mio. Fr., wobei er von der Steuerreform in der Schweiz profitierte. Wie CEO Bracken Darrell sagte, habe Covid-19 die positiven Trends für Logitech beschleunigt. Im Gesamtjahr 2019/2020 schrieb das Unternehmen mit 2,98 Mrd. Fr. den höchsten Umsatz der Firmengeschichte. Der Gewinn belief sich auf 449,7 Mio. Fr. (VJ: 257,9 Mio. Fr.). (Lesen Sie hier mehr.)

Dufry: Der Reisedetailhändler Dufry (DUFN 26.14 3.65%) leidet. Er verzeichnete im April einen Umsatzrückgang von 94%. Wie bereits bekannt ging der Umsatz im ersten Quartal organisch um 21% auf 1,44 Mrd. Fr. zurück – am stärksten in der Region Asien und Naher Osten, wo der Einbruch 30% betrug. Dank mehrerer Initiativen sei die Liquiditätsposition aktuell auf 1,61 Mrd. Fr. gestiegen, von 686 Mio. Fr. per Ende März, teilt Dufry mit. Aufgrund der weiteren Unsicherheiten verzichtet sie nach wie vor auf eine Prognose für 2020. (Lesen Sie hier mehr.)

Aevis Victoria: Im ersten Quartal 2020 hat die Beteiligungsgesellschaft Aevis (AEVS 13.2 3.94%) Victoria dank Akquisitionen mit 194,8 Mio. Fr. 9,9% mehr Umsatz erzielt (VJ: 177,3 Mio. Fr.). Sie schliesst gemäss einer Mitteilung nicht aus, im zweiten Quartal an die Finanzmärkte zu gelangen, um weiteres Wachstum zu finanzieren und Akquisitionschancen zu nutzen. (Lesen Sie hier mehr.)

Idorsia: Das Pharmaunternehmen Idorsia (IDIA 30.74 2.67%) erhält Vorauszahlungen in der Höhe von 45 Mio. $. Der Grund: Neurocrine Biosciences hat die Option für die globalen Rechte an Idorsias ACT-709478 ausgeübt. Neurocrine Biosciences plane, in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 eine Phase-2-Studie mit dem oralen Kalziumkanalblocker vom T-Typ zur Behandlung einer seltenen pädiatrischen Epilepsie zu beginnen.

Spice Private Equity: Die Beteiligungsgesellschaft Spice (SPCE 10 5.82%) Private Equity (PEHN 48.4 0.83%) verzichtet für 2019 auf die Dividende. Wegen der Unsicherheiten rund um die Covid-19-Pandemie beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 27. Mai, auf die Ausschüttung zu verzichten. Das Unternehmen hatte für 2019 einen Reinverlust von 13,5 Mio. $ ausgewiesen.

Zug Estates: Patrick Stillhart wird bereits per 1. Juni neuer CEO des Immobilienunternehmens Zug Estates (ZUGN 1960 -0.51%). Er hätte die Leitung ursprünglich im August übernehmen sollen. Bis dahin amtiert weiterhin Finanzchef Mirko Käppeli als Interims-CEO.

Alcon: Der Augenheilmittelkonzern Alcon (ALC 60.7 1.91%) will am 16. und 17. Mai an einem Kongress für Augenchirurgie in den USA verschiedene Studienergebnisse zu eigenen Produkten vorstellen. Zu den Produkten gehören die trifokale Intraokularlinse AcrySof IQ PanOptix oder das für Augenoperationen hilfreiche 3-D-Visualisierungssystem Ngenuity.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 12.05.2020

Wichtige Ereignisse
vom 12.05.2020

SCHWEIZ
03:00   Logitech: Ergebnis Q4 2019/20 (Conf. Call 14.30 Uhr)
06:45   Dufry: Trading Statement Q1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   Aevis: Umsatz Q1
07:00   Swiss Life: Zwischenmitteilung Q1 (Conf Call 10.00 Uhr)
08:00   EFV/SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
10:30   Endress + Hauser AG: BMK 2019 (online)
22:30   Alcon: Ergebnis Q1 (Conf. Call 13.5.)
Sonstige Termine
BEKB: GV
Bell: GV
BFW: GV
Castle Private: GV
LafargeHolcim: GV
INTERNATIONAL
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 19. KW
07:00 DEU Thyssenkrupp, Q2-Zahlen (Call 9.30 h)
07:00 DEU Ströer, Q1-Zahlen
07:00 DEU Aareal Bank, Q1-Zahlen (Call 9.30 h)
07:00 DEU Aurelius, Q1-Zahlen
07:00 DEU Cewe Stiftung, Q1-Zahlen
07:00 DEU Voltabox, Q1-Zahlen
07:00 FRA Alstom, Jahreszahlen
07:00 DEU Allianz, Q1-Zahlen (detailliert) (Call 8.30 h)
07:00 DEU Deutsche Post, Q1-Zahlen (detailliert) (Call 8.15 h)
07:00 DEU Innogy, Q1-Zahlen
07:00 DEU Teamviewer, Q1-Zahlen (Call 8.30 h)
07:00 LUX Corestate Capital, Q1-Zahlen
07:00 FRA Alstom, Jahreszahlen
07:30 DEU Axel Springer, Q1-Zahlen
07:30 DEU Eon, Q1-Zahlen (Call 9.30 h)
07:30 DEU Sixt Leasing, Q1-Zahlen
07:30 DEU HHLA, Q1-Zahlen
07:45 DEU Eckert & Ziegler, Q1-Zahlen
08:00 DEU OHB, Q1-Zahlen
08:00 DEU Westwing Group, Q1-Zahlen (detailliert)
08:00 GBR Vodafone, Jahreszahlen
08:00 DEU Singulus, Q1-Zahlen (detailliert)
08:00 DEU Home24, Q1-Zahlen
08:20 FRA Engie, Q1-Zahlen
09:30 DEU Finanzaufsicht Bafin, Jahres-Pk
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Hochtief, Q1-Zahlen
DEU: Porsche Automobil Holding, Q1-Zahlen
DEU: BioNTech, Q1-Zahlen
DEU: Stemmer Imaging, Q1-Zahlen
ESP: Amadeus IT, Q1-Zahlen
JPN: Toyota, Jahreszahlen
USA: Alcon, Q1-Zahlen
Termine Konjunktur
06:30 NLD Verbraucherpreise 04/20
07:00 JPN Frühindikatoren 03/20 (vorläufig)
08:00 EUR Acea, Neuzulassungen Fahrzeuge mit alternativem Antrieb Q1/20
11:30 DEU Anleihe, Laufzeit: 7 Jahre, Volumen 4 Mrd EUR
14:30 USA Verbraucherpreise 04/20
14:30 USA Realeinkommen 04/20
15:00 USA Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, hält eine Rede (online)
15:00 USA Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkaro, hält eine Rede (online)
16:00 USA Fed-Präsdient von Philadelphia, Patrick Harker, hält Rede (online)
22:30 USA API Ölbericht (Woche)
23:00 USA Fed-Präsidentin von Cleveland, Loretta Mester, hält Rede (online)

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Anleger sollten mit Tradingrange rechnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index bleibt vorerst in einer Seitwärtsbewegung, in der aber nach oben noch etwas Luft ist. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Rohstoffe

Ölpreis wieder unter Druck

Vergangene Woche konnte Öl zulegen – der Preis für die Ölsorte Brent ist von 27 auf 31 $ je Fass gestiegen. Doch die Marke von 30 $ scheint nur schwer zu halten zu sein, zum Wochenanfang notiert Brent knapp darunter. Immerhin scheinen die Förderkürzungen durch das Ölkartell Opec und seinen Partner Russland sowie die geringe Ölproduktion in den USA weiterhin Früchte zu tragen. Vor drei Wochen kostete Brent weniger als 20 $. Im historischen Vergleich ist das aber immer noch sehr wenig – zur Erinnerung: Noch Anfang Jahr notierte das Fass Brent auf fast 70 $.

Der Terminmarkt zeigt, dass sich bei den Finanzinvestoren im Ölmarkt mehr Optimismus breitmacht. Bei WTI sind die Long-Positionen im Saldo so gross wie seit einem Jahr nicht mehr. Gemäss Analysten der Commerzbank sind die Long-Positionen bei Brent zwar auch am Steigen, aber weniger ausgeprägt. Besonders der Einbruch bei den Bohrungen in den USA könnte diesen Optimismus stützen, heisst es von der Commerzbank: «Die Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit August 2009 gefallen.» Rechne man die Gasbohrungen ein, liege die Zahl gar auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1940.