Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Die asiatischen Börsen rücken am Dienstag den zweiten Tag in Folge zum Teil kräftig vor. Die Kurse wurden von der Aussicht beflügelt, dass eine weitere Lockerung des Coronastillstands weltweit die Wirtschaft anschiebt. Die Sorgen um ein Aufflammen des Handelskonflikts zwischen den USA und China rückten etwas in den Hintergrund. Zur guten Stimmung trugen auch Äusserungen aus der Notenbank in Peking bei, wonach sie die Wirtschaft mit sinkenden Zinsen nochmals stützen werde.

Der japanische Nikkei 225 gewinnt 2,6%, und der breiter gefasste Topix notiert 2% im Plus. Der Hang Seng in Hongkong steigt um 1,9%, Chinas Leitindex CSI 300 rückt im späten Handel 0,7% vor. Der südkoreanische Kospi legt 1,6% zu, und der australische S&P/ASX 200 wächst um 2,1%.

USA

In den USA fand wegen des Memorial Day am Montag kein Handel statt. Die wichtigsten Indizes waren uneinheitlich mit geringen Bewegungen in das Wochenende gegangen. Seitdem liegen die Futures-Kontrakte auf den S&P 500 und den technologielastigen Nasdaq Composite angetrieben von den Kursavancen in Asien zwischen 1,7 und 2% im Plus. Der S&P 500 (SP500 3152.05 -0.56%) hat die Marke von 3000 Punkten im Blick. Auch die europäischen Terminkontrakte steigen – allerdings etwas weniger.

10'165.5
+0.22%
3'257.9
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12'486.0
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22'290.8
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1.1289
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9'193.10
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News Vorbörse Schweiz

Swiss Life: Der Versicherungskonzern hat 2019 im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge die Prämieneinnahmen um 48% auf 11,5 Mrd. Fr. gesteigert. Der Anstieg ist primär auf den Rückzug von Mitbewerber Axa aus dem Vollversicherungsgeschäft zurückzuführen. Tiefer fielen bei Swiss Life (SLHN 343.6 -0.35%) dagegen die Verwaltungskosten aus, die um 4,5% auf 211 Mio. Fr. abnahmen. Dem Überschussfonds wurden 148 Mio. Fr. zugewiesen, nach 245 Mio. Fr. im Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Der Grossbäcker meldet zum dritten Quartal (per 30. April) einen Umsatzrückgang von 24% auf 644,2 Mio. € (organisch –21,5%). Die Marktkonditionen hätten sich ab dem 15. März aufgrund der Coronamassnahmen verschlechtert, teilte Aryzta (ARYN 0.427 -1.16%) am Dienstagmorgen mit. Im Mai habe man jedoch frühe Zeichen einer Erholung registriert. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Der Backwarenkonzern reagiert auf den Antrag der Aktionärsgruppe um Veraison und Cobas und will Mitte August eine ausserordentliche Generalversammlung (a.o. GV) abhalten, heisst es in einer Mitteilung vom Montagabend. Die Aktionäre hatten vergangene Woche eine a.o. GV verlangt und fordern von Aryzta den Ersatz mehrerer Verwaltungsratsmitglieder. (Lesen Sie hier mehr.)

Burkhalter: Der Verwaltungsrat des Elektroinstallateurs hält an der Dividende von 3.70 Fr. je Aktie fest, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Anfang April hatte Burkhalter (BRKN 61.4 -0.97%) noch gemeldet, der Verwaltungsrat werde den Dividendenantrag «aufgrund der aktuellen Situation» nochmals prüfen. Das Aufsichtsgremium rechne aber auch für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Gewinn, wird die bestätigte Dividende begründet. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Milchverarbeiter ernennt Nanette Haubensack per Ende Juni zur neuen Finanzchefin. Sie stösst vom Maschinenbauer Rieter (RIEN 81.7 -2.39%) zu Hochdorf (HOCN 62.7 -0.95%), teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Der derzeitige Stelleninhaber Jürgen Brandt hatte das Amt im November 2019 interimistisch übernommen.

PEH: Die Beteiligungsgesellschaft Private Equity (PEHN 43 -3.15%) Holding (PEH) schlägt den Aktionären mit Verweis auf Covid-19 für das Geschäftsjahr 2019/20 eine um die Hälfte reduzierte Dividende von 1 Fr. pro Aktie vor. Zudem will sie die Generalversammlung schon am 30. Juni und nicht wie bislang kommuniziert am 2. Juli abhalten, wegen der Coronaverordnung ausserdem ohne persönliche Teilnahme der Aktionäre.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 26.05.2020

Wichtige Ereignisse
vom 26.05.2020

Schweiz
07:00   Aryzta: Trading Update Q3
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte April 2020
08:30   BFS: Beschäftigungsbarometer Q1 2020
09:00   Swiss Life: Betriebsrechnung 2019
09:00   Swissmem: MK zur Lage der MEM-Industrie
Sonstige Termine
Arundel: GV
ENR Russia: GV
International
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 21. KW
08:00 JPN Suzuki, Jahreszahlen
09:00 DEU Hella Telefonkonferenz Ausblick GJ
09:00 DEU OHB, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Fraport, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Nordex, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Dr. Hönle, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Siemens, Abspaltungsbericht für Siemens Energy
13:30 DEU Basler, Hauptversammlung (online)
14:00 DEU Procredit Holding, Hauptversammlung (online)
14:00 DEU Dr. Hönle, Hauptversammlung (online)
14:30 FRA Air France-KLM, Hauptversammlung
15:00 USA Merck & Co, Hauptversammlung
Termine Konjunktur
06:30 JPN All Industry Activity Index 03/20
08:00 JPN Maschinenwerkzeugaufträge 04/20 (endgültig)
08:00 EUR Acea, Nfz-Neuzulassungen 04/20
08:00 DEU GfK-Verbrauchervertrauen 06/20
08:00 DEU Destatis: Wirtschaftsfaktor Umweltschutz, Jahr 2018
08:45 FRA Geschäftsklima 05/20
08:45 FRA Produzentenvertrauen 05/20
10:00 PLD Arbeitslosenquote 04/20
14:00 HUN Zentralbank, Zinsentscheid
14:30 USA CFNA-Index 04/20
15:00 USA FHFA-Index 03/20
15:00 EUR EZB veröffentlicht Finanzstabilitätsbericht Mai 2020
- Telefonkonferenz mit EZB-Vizepräsident Luis de Guindos
16:00 USA Verbrauchervertrauen 05/20
16:00 USA Verkauf neuer Häuser 04/20
16:30 USA Dallas Fed Verarbeitendes Gewerbe Industrie 05/20
- Sonstige Termine
CHN: Fortsetzung der diesjährigen Tagung des chinesischen Volkskongresses

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: 10’200 kommen in Reichweite

Beim Swiss Market Index häufen sich die Anzeichen, die eine erhöhte Nachfrage anzeigen. Doch das Potenzial ist vorerst begrenzt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ausblick Rohstoffe

Öl hält sich stabil

Zum Wochenanfang notiert Brent über 35 $ je Fass – fast unverändert zur Vorwoche. Seit einer Woche hält sich Öl damit in einer stabilen Handelsspanne, nachdem der Preis seit Ende April stetig gestiegen ist. Futures auf die amerikanische Ölsorte WTI kosten fast so viel wie Brent mit über 33 $ je Fass. Gegenüber dem Jahresanfang liegt der Ölpreis aber noch deutlich im Minus – Brent kostet etwa 47% weniger.

Neben den Benchmark-Preisen gibt es jedoch einen Trend, der den Ölmarkt künftig wieder unter Druck setzen könnte. Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank, kommentiert: «Die Rally hat für einen Kollaps der Preisdifferenzen zwischen den Lieferterminen gesorgt.» Damit lohnt es sich nicht mehr, Öl günstig zu kaufen, um es für einen späteren Verkauf zu lagern. Lagerbestände könnten aufgelöst werden.

«Die Erholung könnte schliesslich an Kraft verlieren», nimmt Hansen an. So sei ein weiteres Risiko für den Ölpreis, dass beim jetzigen Preisniveau einige US-Schieferölproduzenten ihre Förderung wieder hochfahren könnten. Er rät Anlegern, nicht über Öl-ETF zu spekulieren, sondern lieber Aktien der grossen Ölkonzerne zu kaufen.