Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die Aktienmärkte in den USA haben am Mittwoch erneut zugelegt. Der Dow Jones Industrial rückte um 2,05% auf 26’269,89 Zähler vor. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 1,36% auf 3122,87 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte um 0,78% auf 9682,91 Zähler und erreichte fast ein Rekordhoch.

Erneut beflügelte Konjunkturoptimismus die Stimmung der Anleger. Sie richten sich nun darauf ein, dass die Arbeitsmarktzahlen am Donnerstag und Freitag zeigen werden, dass die Jobverluste nachlassen. Besonders stark, um 7,59%, stiegen die Papiere des Videokonferenzanbieters Zoom, der ein starkes erstes Quartal meldete und seine Jahresprognose fast verdoppelte. Auftrieb bekamen auch die Werte von Uber-Konkurrent Lyft mit einem Plus von 8,71%. Noch stärker legten die Aktien von Boeing zu (12,95%), nachdem Investor Daniel Loeb dort eingestiegen war.

Asien

Die asiatischen Börsen tendieren am Donnerstag überwiegend freundlich – ebenfalls getragen von konjunktureller Zuversicht. Bei den Anlegern rückten Sorgen um den Handelskonflikt zwischen den USA und China in den Hintergrund. Die Futures-Kontrakte auf Aktienindizes aus Europa und den USA liegen leicht im Minus.

Der japanische Nikkei 225 steigt um 0,4%, der breiter gefasste Topix rückt um 0,3% vor. Der Hang Seng in Hongkong notiert unverändert, Chinas Leitindex CSI 300 im späten Handel auch. Der südkoreanische Kospi liegt 0,4% im Plus, und der australische S&P/ASX 200 gewinnt 1%.

10'203.6
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News Vorbörse Schweiz

Roche: Ein Test des Pharmakonzerns Roche (ROG 334.85 0.57%) für Patienten mit bestätigter Covid-19-Erkrankung erhält von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Notfallzulassung. Mit dem Elecsys-IL-6-Test können Coronaviruspatienten früh identifiziert werden, bei denen ein hohes Risiko für die Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung besteht. (Lesen Sie hier mehr.)

Mobimo: Die Immobiliengesellschaft Mobimo (MOBN 273 0.74%) rechnet infolge der Coronakrise mit einem Anstieg der Leerstandsquote auf 5,5% zur Jahresmitte, nach 3,9% Ende Dezember. Wegen des teilweisen Mieterlasses für kleinere Geschäfte erwartet sie eine Einbusse im oberen einstelligen Millionenbereich. Auf das Wohnportfolio und die Bauvorhaben habe die gegenwärtige Lage keinen Einfluss. (Lesen Sie hier mehr.)

Santhera: Das Pharmaunternehmen Santhera (SANN 7.95 0.76%) erhält per sofort bis zu 20 Mio. Fr. von den von Highbridge Capital Management verwalteten Anlagefonds in Form von vorrangig besicherten Wandelschuldverschreibungen. Dies biete Mittel zur Weiterentwicklung der DMD-Franchise (Duchenne-Muskeldystrophie) mit Puldysa und Vamorolone. (Lesen Sie hier mehr.)

ObsEva: Das Biotech-Unternehmen Obseva hat in einer Pilotstudie mit Linzagolix in einer neuen Anwendung positive Resultate erzielt. Das Medikament zeigte sich gemäss Mitteilung bei der Behandlung einiger Frauen mit einer Adenomyose der Gebärmutterwirksam wirksam.+

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 82.01 0.13%) hat neue Daten zum bereits zugelassenen Cosentyx vorgelegt. Die weiteren Ergebnisse der Phase-III-Studie PREVENT zeigten gemäss dem Unternehmen, dass das Mittel bei Patienten mit nichtröntgenologischer axialer Spondyloarthritis (nr-axSpA) eine rasche und dauerhafte Linderung bringe. Cosentyx wurde bereits im April für diese Indikation in der Europäische Union zugelassen.

Leclanché: Der Energiespeicherhersteller Leclanché (LECN 0.658 4.44%) zieht mit Yorkville Advisors eine zweite Tranche von 720’000 Fr. aus der Wandelanleihe von bis zu 39 Mio. Fr. ab. Das Geld wird zur Finanzierung des Betriebs und für die Expansion des Unternehmens verwendet. Die erste Tranche von 2,9 Mio. Fr. im Rahmen der Wandelanleihe mit Yorkville Advisors wurde im Februar abgerufen.

Partners Group: Das auf Privatmarktanlagen spezialisierte Unternehmen Partners Group (PGHN 885.4 0.68%) spürt die Coronakrise. Das verwaltete Vermögen stieg in den ersten vier Monaten um netto 0,5 Mrd. auf 94,6 Mrd. $. Kapitalzusagen von 7 Mrd. standen negative Effekte bei Privatmarktprogrammen und Kapitalrückflüsse aus permanenten Programmen sowie die negative Wertentwicklung von Anlageprogrammen gegenüber. Performance Fees dürften im ersten Halbjahr nur noch bis zu 5% der Gesamteinnahmen ausmachen, nach 19% im Vorjahressemester. (Lesen Sie hier mehr.)

AMS: An der ordentlichen Generalversammlung des Chipherstellers AMS (AMS 15.72 1.98%) haben die Aktionäre die vorgeschlagene Vergütungspolitik abgelehnt. Die restlichen Anträge des Verwaltungsrats wurden angenommen.

Sunrise: Die Telecomanbieterin Sunrise (SRCG 84.45 -0.12%) zeigt sich im 100 Mio. Fr. schweren Rechtsstreit mit Swisscom (SCMN 490.8 0.37%) siegesgewiss. «Die Chance liegt bei 100%», sagte Konzernchef André Krause im Interview mit der «Handelszeitung». Sunrise hatte Mitte Mai gegen Swisscom wegen Marktmachtsmissbrauch Klage auf Schadenersatz in der Höhe von 350 Mio. zuzüglich Zinsen eingereicht.

Medacta: Das Medtech-Unternehmen Medacta (MOVE 73.5 0%) hat die Zulassung (CE-Kennzeichnung) für ein Schultergelenkimplantat erhalten. Damit könne es laut einer Mitteilung eine minimalinvasive Lösung für die Schulterendoprothetik anbieten.

Achiko: Das indonesische Fintech-Unternehmen Achiko (ACHI 0.278 6.92%) will seine Plattform um Gesundheitsapplikationen erweitern und hat dazu eine Testphase lanciert. In einer ersten Phase werden gemäss Mitteilung Dienstleistungen zur Erfassung von Covid-19-Testresultaten und zum Contact Tracing angeboten.

Orascom: Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom (ODHN 9 -4.26%) Development verkauft Land für den Bau zweier Schulen in Kairo. Er hat mit der Nermine Ismail School (NIS) ein Schulentwicklungsabkommen über den Bau zweier internationaler Schulen im Rahmen des Wohnbauprojekts O-West abgeschlossen.

Kudelski: Das Technologieunternehmen Kudelski (KUD 3.3 -0.3%) baut das Geschäft mit dem US-Konzern Microsoft (MSFT 214.32 0.7%) aus. Die Division Kudelski Security hat neue Sicherheitsservices für das Programm Microsoft 365 und die Cloud-Plattform Azure entwickelt und herausgegeben.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 04.06.2020

Wichtige Ereignisse
vom 04.06.2020

SCHWEIZ
08:30   BFS: Landesindex der Konsumentenpreise Mai 2020
09:00   SwissBanking: MK zu Sustainable Finance (virtuell)
Sonstige Termine
Orior: GV
Polyphor: GV
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:30 FRA Remy Cointreau, Jahreszahlen
10:00 DEU SMA Solar, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU HeidelbergCement, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU LPKF, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU KfW zu den Ergebnissen des Kommunalpanels: Auswirkung der Corona-
Pandemie auf die Lage der Kommunen (Telefon-Pk)
10:30 DEU RAG-Stiftung, Online-Pk zum Geschäftsjahr 2019
11:00 DEU Telefon-Pressegespräch mit Deutsche Bahn-Infrastrukturverstand
Ronald Pofalla zu den Baumassnahmen der Bahn
16:00 DEU Dialog Semiconductor, Webcast zu "Batteriemanagement"
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Auto-Neuzulassungen in Deutschland - Monatszahlen für Mai
USA: Navistar, Q2-Zahlen
USA: Ciena Corp, Q2-Zahlen
USA: Slack Technologies, Q1-Zahlen
DEU: Deutsche Börse überprüft nachbörslich turnusgemäss Zusammensetzung
ihrer Aktienindizes
Termine Konjunktur
10:00 DEU VDMA Auftragseingang Maschinenbau 04/20
11:00 EUR Einzelhandelsumsatz 04/20
11:00 GRC BIP Q1/20
13:45 EUR EZB Zinsentscheid (14.30 h Pk)
14:30 USA Handelsbilanz 04/20
14:30 USA Produktivität Q1/20 (endgültig)
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- Sonstige Termine
09:00 DEU Digitale Berliner Energietage 2020 - Digitaler Wasserstofftag
09:30 LUX EuGH-Urteil zu Anspruch auf Nutzungsersatz bei Widerruf eines
Darlehnsvertrages
09:30 LUX EuGH-Gutachten zum Citalopram-Kartell
09:30 DEU Tarifverhandlungen für 850 000 Beschäftigte am Bau (2. Runde)
LUX: Treffen der EU-Innen- und Justizminister
LUX: Treffen des EU-Ministerrates für Verkehr, Telekommunikation und Energie

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: wichtiger Wendepunkt erreicht

Es ist kaum vorstellbar, dass die dynamische Rally des Swiss Market Index jetzt wieder bremsen soll. Doch der Zeitpunkt dafür wäre perfekt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ausblick Zinsen und Devisen

Bis zum Wochenende waren sich viele Beobachter noch einig, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihr Pandemieprogramm zum Anleihenaufkauf aufstocken wird. Viele Volkswirte rechneten damit, dass die EZB das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) um 500 Mrd. auf 1250 Mrd. € ausweitet. Zudem könnten die Währungshüter das Ablaufdatum von vorerst Ende 2020 weit in das Jahr 2021 hinausschieben, schrieben die Ökonomen.

Der Hintergrund ist, dass die Eurowährungshüter derzeit mit einem rasanten Tempo von 5 bis 6 Mrd. € pro Handelstag Wertpapiere aufkaufen. Anfang Juli dürfte damit bereits die Hälfte der geplanten Summe von 750 Mrd. aufgebraucht sein. Ende vergangener Woche waren es schon 235 Mrd. €, ein Zuwachs von 25 Mrd. € pro Woche. Wobei die EZB auch einen ersten Überblick veröffentlicht hat, wonach sie bislang stark zugunsten von Italien am Markt interveniert und dabei vom Kapitalschlüssel abweicht.

Doch am Wochenende berichteten Medien, dass «viele» Mitglieder im EZB-Rat eine Aufstockung bereits im Juni ablehnen und einen Beschluss im September vorziehen würden. Damit verspricht die Sitzung doch noch etwas Spannung. Weniger Probleme dürften die Währungshüter damit haben, die Beträge auslaufender Anleihen im Rahmen des Pandemieprogramms wieder anzulegen.

Zudem könnte die EZB beginnen, Hochzinspapiere von sogenannten Fallen Angels aufzukaufen. Damit sind Unternehmen gemeint, deren Rating sich so weit verschlechtert, dass sie ihre Anlagequalität (Investment Grade) verlieren. Möglich ist auch, dass die Notenbank verstärkt Papiere von staatlichen Agenturen wie z.B. der Europäischen Investitionsbank aufkauft. Zudem könnte sie die Freibeträge für die Negativverzinsung der Einlagen von Geschäftsbanken bei der Zentralbank erhöhen.