Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Der Handel an den US-Börsen war von Schwankungen geprägt. Angesichts zunehmender Sorgen über eine neue Coronainfektionswelle in China und den USA sank der Dow Jones Industrial zunächst 3%. Dann aber kamen die Schnäppchenjäger, und am Ende blieb ein Anstieg um 0,6% auf 25’763 Punkte übrig. Das Fed trug mit Aussagen zum Kauf von Unternehmensanleihen dazu bei, dass die Risikoscheu der Anleger nachliess. Der marktbreite S&P 500 verzeichnete einen Anstieg um 0,8% auf 3067. Der technologielastige Nasdaq 100 schaffte es sogar mit 1,2% ins Plus auf 9777.

Unter den Einzelwerten schwächelten zunächst wieder die seit Monaten schwer von der Coronaviruskrise gezeichneten Aktien aus der Luftfahrtbranche. Nur Boeing holten ihr anfangs deutliches Minus auf und hielten sich letztlich mit +0,7% im Mittelfeld des Dow auf.

Auch Walmart gehörten mit einem Anstieg um 0,3% zum Dow-Mittelfeld. Der Einzelhandelsriese will seinen Marktplatz für Drittanbieterprodukte durch eine Kooperation mit dem kanadischen E-Commerce-Anbieter Shopify ausbauen. Damit will er weiter zum Online-Marktführer Amazon (AMZN 2890.3 0.4%) aufschliessen.

Unter den Technologiewerten nahmen Tesla wieder Fahrt auf. Mit einem Anstieg um 6% waren sie der Spitzenreiter im Nasdaq 100. Allgemein gefragt waren auch Hersteller von Computerspielen, allen voran Electronic Arts mit einem Anstieg um 3,7%. Mit Zoom gab es am breiten Markt noch einen klaren Profiteur der erneuten Coronavirussorgen. Die Valoren des Anbieters von Software für Videokonferenzen rückten fast 9% vor, auf ein Rekordhoch. Im bisherigen Jahresverlauf haben sie bisher das Dreieinhalbfache gewonnen.

Asien

In Asien zeigen sich die Aktienmärkte freundlich. In Tokio avanciert der Nikkei 225 um 4%, und der breiter gefasste Topix dreht 3% ins Plus. Auf dem chinesischen Festland steigen der CSI 300 und der Shanghai Composite je 0,9%. Der Hang Seng gewinnt 3%, der koreanische Kospi legt sogar 4,4% zu.

10'125.8
-0.61%
3'294.4
-0.77%
12'528.2
-0.64%
10'341.9
+0.61%
22'306.5
+0.72%
1.0622
-0.04%
0.9450
-0.07%
1.1239
+0.02%
1'774.80
+0.1%
42.76
+0.21%
9'096.90
-0.08%

News Vorbörse Schweiz

OC Oerlikon: Der Industriekonzern OC Oerlikon (OERL 7.66 -0.2%) sieht sich als Krisengewinner: Das Segment Manmade Fibers, das unter anderem Produktionsanlagen für Vliesstoffe für Masken liefert, laufe sehr gut, erklärte CEO Roland Fischer. Die Auftragsbücher seien bis zum Jahr 2023 gefüllt. Das Geschäft mit Beschichtungsmaschinen und -dienstleistungen hingegen kämpfe mit einem Umsatzrückgang. (Lesen Sie hier mehr.)

Vontobel: Beim Vermögensverwalter Vontobel (VONN 68.05 0.37%) übernimmt Ende Juli Thomas Heinzl die Position als CFO von Martin Sieg Castagnola. Castagnola wird Hans-Dieter Vontobel beim Management von dessen Beteiligungen und Immobilien unterstützen. (Lesen Sie hier mehr.)

Coltene: Das Dentalunternehmen Coltene (CLTN 73.4 0.41%) geht für das erste Semester von einem Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr aus. Es rechnet mit einem Halbjahresumsatz von 100 Mio. Fr., nach zuvor 135 Mio., sowie einem ausgeglichenen Ergebnis auf Stufe Ebit (Vorjahr: 12,8 Mio. Fr.). Der Markteinbruch im zweiten Quartal werde voraussichtlich nicht kompensiert werden können, sodass auch das Jahresergebnis unter Vorjahr zu liegen komme. (Lesen Sie hier mehr.)

Stadler: Der Zugbauer Stadler Rail (SRAIL 38.16 0.37%) hat aus Schweden eine Bestellung über zwölf Doppelstockzüge erhalten. Das Volumen des Auftrags von AB Transitio beläuft sich auf 133,3 Mio. Fr. Die Schweden lösen eine Option aus einem bereits seit 2016 bestehenden Vertrag über nun insgesamt 53 Züge ein.

Addex: Der Produktkandidat ADX71149 der Biotech-Gesellschaft Addex (ADXN 1.42 -0.35%) wird von der Johnson-&-Johnson-Tochter Janssen in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt.

BEKB: Die Berner Kantonalbank zahlt im Zusammenhang mit unversteuerten Vermögenswerten deutscher Kunden einmalig 0,9 Mio. €. Auf diesen Vergleich hat sie sich mit den deutschen Justizbehörden geeinigt. Der Betrag sei durch Rückstellungen gedeckt. (Lesen Sie hier mehr.)

Sunrise: Der Mobilfunker Sunrise (SRCG 84.05 0%) will die vor zwei Jahren emittierte besicherte Anleihe 1,5%/2024 in eine unbesicherte Anleihe wandeln. Die Anleihe hat ein Volumen von 200 Mio. Fr.

New Value: Die Beteiligungsgesellschaft New Value (NEWN 0.44 4.76%) verschiebt ihre GV aufgrund der Coronalage. Ein neuer Termin soll später bekannt gegeben werden.

Achiko: Das Fintech-Unternehmen Achiko (ACHI1 0 0%) erprobt seine Covid-19-Ökosystem-Plattform in einem indonesischen Einkaufszentrum.

Edmond de Rothschild Immofonds: Edmond de Rothschild REIM (Real Estate Investment Management) hat mit dem Immobilienfonds Edmond de Rothschild Real Estate Sicav (Erres) den Index Swiss Sustainable Real Estate Index (SSREI) eröffnet. Der Index soll als Instrument zur Marktvergleichbarkeit, zur Beurteilung der Werthaltigkeit sowie zur Transparenzsteigerung in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Immobilienportfolios dienen. Erres wurde als erstes Produkt in den SSREI aufgenommen, das Portfolio wurde von SGS (SGSN 2320 -0.9%) verifiziert.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 16.06.2020

Wichtige Ereignisse
vom 16.06.2020

Schweiz
07:45   Seco: Konjunkturprognosen vom Juni 2020
09:00   KOF Konjunkturprognose Sommer
09:00   MK SFAMA/SSF: Nachhaltigkeit im Asset Management (online)
10:00   MK Boston Consulting: Global Welath Report 2020, Zürich/online
16:00   MK zu GfK Handelstagung 2020
Sonstige Termine
IMD Lausanne: Global Competitiveness Report 2020 (14.00 Uhr)
Eastern Property: GV
International
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 24. Kalenderwoche
10:00 DEU Evotec, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU SGL, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Ahlers, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Deutsche Euroshop, Hauptversammlung (online)
11:00 DEU SLM Solution, Hauptversammlung (online)
11:00 DEU Dr. Oetker, Jahreszahlen
12:00 AUT S&T, Hauptversammlung
16:45 DEU SAP Sapphire Now Vision - Webcast
22:00 USA Oracle, Q4-Zahlen
DEU: Wacker Chemie, Capital Market Day
Termine Konjunktur
08:00 GBR Arbeitslosenzahlen 04/20
08:00 DEU Verbraucherpreise 05/20 (endgültig)
08:00 DEU Grosshandelspreise 05/20
09:00 ESP Arbeitskosten Q1/20
11:00 DEU ZEW-Konjunkturerwartungen 06/20
11:00 EUR Arbeitskosten Q1/20
14:30 USA Einzelhandelsumsatz 05/20
15:15 USA Industrieproduktion 05/20
15:15 USA Kapazitätsauslastung 05/20
16:00 USA Lagerbestände 04/20
16:00 USA NAHB-Index 06/20
22:30 USA API Ölbericht (Woche)
POL: Bekanntgabe Kreditzins
JPN: BoJ Zinsentscheid
- Sonstige Termine
10:00 DEU Pressegespräch zu neuen Sanktionen der USA gegen die deutsch-
russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Korrektur schon vorbei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index hat sich nahe an der ersten potenziellen Bodenbildungszone wieder gefangen. Doch für wie lange? (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Öl-Optimismus verfliegt

Zum Wochenanfang notierte die Ölsorte Brent (Brent 42.76 0.21%) zeitweise unter 38 $ je Fass – der niedrigste Preis seit Anfang Monat und ein Rückgang von über 10% seit dem 5. Juni. WTI (WTI 40.28 -0.3%) handelte kurzfristig unter 34 $. Schon länger warnen Beobachter, dass die Ölpreisrally anfällig geworden ist. Die spekulativen Anleger hatten sich am US-Futures-Markt so bullisch positioniert wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.

Wie an den Aktienmärkten wird auch die Stimmung an den Rohstoffmärkten von der Angst vor einer zweiten Pandemiewelle gedrückt. Diese könnte die sich anbahnende Nachfrageerholung – so haben die chinesischen Raffinerien über 8% mehr als im Vorjahresmonat bezogen – bremsen. Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei Commerzbank (CBK 4.127 -0.05%), kommentiert: «Ausserhalb Chinas bleibt die Nachfrage weiterhin schwach, weshalb wir kurzfristig mit einem weiteren Preisrückgang rechnen.»

Das Researchhaus Capital Economics verweist auf eine «weniger als rosige» Lage bei der US-Ölnachfrage, die sich im letzten Wochenbericht über die Lager in den USA offenbarte: «Die Lagerbestände bei Rohöl und Ölerzeugnissen sind gestiegen.»