Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Sorgen um eine zweite Coronawelle, wegen Reiseeinschränkungen innerhalb der USA, ebenso aufgrund des Virus, sowie Spekulationen über neue US-Zölle auf europäischen Waren belasteten den Handel in den Vereinigten Staaten. Der Dow Jones Industrial verlor 2,7% auf 25’446 Punkte. Der S&P 500 sackte 2,6% ab auf 3050 Zähler. Der Nasdaq 100 gab 2% nach auf 10’003.

Medienberichte, der Computerhersteller Dell (DELL 53.75 -0.98%) Technologies könnte die Softwaretochter VMWare abstossen, sorgten für ein Kursplus bei Dell von 8,4%, bei VMWare von 2,4%.

Ein niedrigerer Ölpreis zog die Aktien von ExxonMobil mit einem Minus von 4,7% und Chevron mit –4,2% mit sich. Occidental Petroleum gaben zeitweise gar 9% ab.

Asien

Das Aufflammen der Coronapandemie in Teilen der USA belastete auch die Stimmung in Asien. Der Nikkei 225 notierte mit einem Abschlag von 1,3% bei 22’242. Der Hang Seng in Hongkong fiel 0,5% auf 24’782. Der Shanghai Composite notierte mit 0,4% leicht im Plus. Der koreanische Kospi gab mehr als 2% nach.

Unter den Einzelwerten stachen Olympus mit einem Gewinn von mehr als 9% hervor. Das japanische Unternehmen verkauft sein traditionsreiches, aber unprofitables Kamerageschäft an den Investor Japan Industrial Partners.

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News Vorbörse Schweiz

Bobst: Der Hersteller von Kartonverpackungsmaschinen Bobst (BOBNN 56 -0.53%) erwartet infolge der Coronakrise für das erste Halbjahr einen Verlust. Der Umsatz soll bis zu 200 Mio. Fr. tiefer ausfallen als im ersten Semester 2019 (737 Mio.). Der Gewinn auf Stufe Ebit wird 50 bis 60 Mio. tiefer gesehen, nach 15 Mio. in der Vorjahresperiode. (Lesen Sie hier mehr.)

V-Zug: Der Hersteller von Haushaltsgeräten geht heute als Spin-off von Metall Zug (METN 1370 -1.44%) an die Börse. Auf Basis des reinen Buchwerts von rund 351 Mio. Fr. wird mit einem Wert von 54.60 Fr. pro Aktie gerechnet. 70% der rund 6,43 Mio. V-Zug-Titel werden an die Metall-Zug-Aktionäre als Sachdividende ausgeschüttet. Die übrigen 30% bleiben bei Metall Zug. (Lesen Sie hier mehr.)

LM Group: Der von den Reisebeschränkungen durch die Coronakrise stark belastete Onlinereiseanbieter LM Group (LMN 23.2 -0.43%) spürt gemäss eigenen Angaben erste Zeichen des Aufschwungs. Anfang Juni lag die Zahl der Buchungen zwar immer noch knapp 60% unter dem Vorjahr. In den neun Wochen davor waren sie aber um mehr als 90% gesunken. Ende Mai standen Kreditlinien in Höhe von 92,6 Mio. Fr. zur Verfügung, von denen 86,6 Mio. in Anspruch genommen wurden. Die Nettofinanzposition belief sich auf 7 Mio.

Hochdorf: Der Verwaltungsrat des Milchverarbeiters Hochdorf (HOCN 63.8 1.27%) ernennt Geza Somogyi zum neuen Produktionschef und Mitglied der Geschäftsleitung. Sein Vorgänger Christoph Peternell verlässt das Unternehmen nach fünf Jahren per sofort auf eigenen Wunsch.

Schindler: Der Aufzughersteller Schindler (SCHP 223.6 -0.49%) verkauft Aufzüge und Rolltreppen, die in Coronazeiten mehr Sicherheit gewähren sollen. Die Produkte der Linie CleanMobility ermöglichen etwa eine kontaktlose Nutzung über das Smartphone.

Basilea: Das Biopharmaunternehmen Basilea (BSLN 51.6 2.48%) hat die geplante Platzierung einer vorrangig ungesicherten Wandelanleihe mit Fälligkeit 2027 abgeschlossen. Sie wurde im vollen Umfang von 125 Mio. Fr. ausgegeben. Mit dem Geld will Basilea Verbindlichkeiten umstrukturieren. Zudem präsentiert sie das Rückkaufprogramm über 90 bis 110 Mio. Fr. Nennwert ihrer ausstehenden Wandelanleihe mit Fälligkeit 2022. Der Preis des Rückkaufangebots beläuft sich auf 100,5% des Nennwerts zuzüglich aufgelaufener und nicht bezahlter Zinsen.

Ascom: Das Technologieunternehmen Ascom (ASCN 9.39 3.41%) meldet den zweiten kleinen Auftrag in wenigen Tagen. Für ein Vertragsvolumen von 1,9 Mio. Fr. wird das Universitätsspital Helsinki mit Produkten beliefert. Der Vertrag decke «das ganze Spektrum» der Plattformlösungen von Ascom im Gesundheitswesen ab.

MCH Group: Der angeschlagene Messebetreiber MCH kann auf finanzielle Unterstützung des Kantons Basel-Stadt zählen. Der Kanton würde bei einer Kapitalerhöhung ein bestehendes Darlehen in Höhe von 30 Mio. Fr. in Aktien umwandeln und so den Weg für Investoren frei machen. (Lesen Sie hier mehr.)

Burkhalter: Die Aktionäre der Elektrotechnikgruppe Burkhalter (BRKN 63.8 1.43%) haben an der ordentlichen Generalversammlung alle Anträge des Verwaltungsrats abgesegnet. Die um 20 Rappen auf 3.70 Fr. je Titel reduzierte Dividende wurde gutgeheissen, der Schaffung von genehmigten Kapital in Höhe von maximal 350’000 Namenaktien wurde zugestimmt. Der Verwaltungsrat gehe für 2020 von einem Gewinn aus.

Swiss Estates: Die Immobiliengesellschaft Swiss Estates hat die Ende 2019 angekündigte Kapitalmarkttransaktion abgeschlossen. Das Aktienkapital der Immobiliengesellschaft wurde auf rund 7 Mio. Fr. und das Partizipationsscheinkapital auf 12,9 Mio. Fr. aus bedingtem Aktien- und Partizipationskapital erhöht.

Raiffeisen: Die Vertreter der Raiffeisenbanken haben an der Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Sie genehmigten etwa die Jahresrechnung 2019 von Raiffeisen Schweiz und die konsolidierte Jahresrechnung 2019 der Raiffeisen-Gruppe.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 25.06.2020

Wichtige Ereignisse
vom 25.06.2020

Schweiz
09:00   SNB: Banken in der Schweiz 2019
09:00   V-Zug: Erstkotierung an SIX
Sonstige Termine
Verband Schweiz. Uhrenindustrie FH: GV
Swiss Re: Media Day (11.00 bis 13.00 Uhr)
Zwahlen et Mayr: GV
International
Termine Unternehmen
07:30 AUT Zumtobel, Jahreszahlen
10:00 DEU Deutz, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Bauer AG, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU zooplus, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Wüstenrot & Württembergische, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU MLP, Hauptversammlung (online)
10:30 DEU Highlight Communications, Hauptversammlung (online)
11:00 CHE Swiss Re Media Day
12:00 DEU Lufthansa, ao Hauptversammlung (online)
12:00 DEU Zooplus, Hauptversammlung (online)
14:00 DEU DEAG Deutsche Enterainment, Hauptversammlung (online)
20:30 USA US-Bankenstresst / 1. Teil
22:15 USA Nike, Jahreszahlen
Termine Konjunktur
06:30 JPN All Industry Activity Index 04/20
08:00 DEU GfK-Verbrauchervertrauen 07/20
08:00 DEU Bauhauptgewerbe (Auftragseingangsindex) 04/20
08:00 DEU Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) Q1/20
09:00 AUT Industrieproduktion 04/20
09:00 ESP Erzeugerpreise 05/20
13:00 TUR Zentralbank, Zinsentscheid
13:30 EUR EZB Sitzungsprotokoll 4.6.20
14:30 USA Lagerbestände Grosshandel 05/20 (vorläufig)
14:30 USA Auftragseingang langlebige Güter 05/20 (vorläufig)
14:30 USA BIP Q1/20 (3. Veröffentlichung)
14:30 USA Privater Konsum Q1/20 (3. Veröffentlichung)
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- Sonstige Termine
DEU: Tarifverhandlungen für 850 000 Beschäftigte am Bau
- Hinweis
HKG / CHN: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Langfristiger Durchschnitt bleibt Hemmfaktor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index sendete zuletzt wieder positive Signale, aber an einer Hürde kommt er nicht so einfach vorbei. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Zinsen und Devisen

Die Risikoaufschläge am Markt für riskantere Frankenobligationen gehen weiter zurück. Gemessen an den Swiss-Bond-Indizes (SBI) sind die durchschnittlichen Zinsabstände für BBB-Anleihen zuletzt auf fast nur noch 1 Prozentpunkt gesunken – im Vergleich zu Staatsanleihen der Eidgenossenschaft. Im Zuge des Ausverkaufs im März war der Spread für ausländische BBB-Papiere noch auf 3 Prozentpunkte gestiegen, für heimische Schuldverschreibungen auf 2 Prozentpunkte.

Dies zeigt, dass sich auch in der Schweiz der Anleihenmarkt wieder hin zum Vorkrisenniveau bewegt. Vor der Coronakrise notierten die Risikoaufschläge zwischen 0,5 und 1 Prozentpunkt. Bei der Performance stockt die Erholung dagegen gerade. Der SBI AAA-BBB Total (FP 34.54 -0.97%) Return, der den breiten Markt abbildet, war bereits im Mai zurück auf 140 Punkte gestiegen, nachdem er auf rund 136 Zähler zurückgefallen war.

Über diese Schwelle von 140 Punkten ist der Index allerdings seither auch nicht mehr gekommen. Im Vergleich zum Jahresanfang steht derzeit aber gerade ein Minus von 0,9% – was angesichts der Marktturbulenzen schon wieder positiv aussieht. Am Staatsanleihenmarkt wie am Devisenmarkt ist es derweil ruhig geworden: Die Rendite zehnjähriger «Eidgenossen» liegt mit –0,37% weiterhin leicht über der Verzinsung vergleichbarer Papiere aus Deutschland.