Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen wurden am Montag wieder von den grossen Technologiewerten getrieben. Der Leitindex Dow Jones (+0,03%) notierte zum Handelsschluss zwar fast unverändert auf 26’680,87 Punkten, der S&P 500 stieg aber um 0,86% auf 3251,84 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 legte gar 2,88% auf 10’952,08 Punkte zu.

Der Kurs des Online-Händlers Amazon sprang um 7,93% nach oben. Tesla schlossen 9,47% höher – nach Medienberichten plane der Hersteller von Elektroautos trotz Pandemie, im laufenden Quartal so viele Autos wie noch nie auszuliefern. Die Titel des Softwarekonzerns Microsoft notieren vor der heutigen Publikation der Quartalszahlen 4,3% höher. Auch der Kurs der Google-Muttergesellschaft Alphabet (+3,3%) stieg.

Der Ölkonzern Chevron (–2,2%) übernimmt den Konkurrenten Noble Energy (+5,44%) für 5 Mrd. $. Der Öldienstleister Halliburton (+2,52%) überzeugt mit einem hohen Quartalsgewinn.

Asien

Die asiatischen Börsen folgen den US-Vorgaben und notieren im Plus. Der japanische Nikkei 225 steigt um 0,8%. Der Hang Seng in Hongkong legt 1,8% zu. Der Shanghai Composite (+0,1%) notiert fast unverändert. Der koreanische Kospi klettert 1,5%, und der australische S&P/ASX 200 avanciert 2,3%.

Auch die asiatischen Tech-Werte gewannen, wie etwa der chinesische Internet-Konzern Tencent (+6,5%) und der taiwanesische Chipproduzent TSMC (+4,6%). Der Apple-Zulieferer Hon Hai Precision (Foxconn) (–1,7%) wird dagegen abgestraft. Gemäss JPMorgan wird der Konkurrent Luxshare (–1,4%) wohl einen höheren Anteil bei der iPhone-Produktion übernehmen.

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News Vorbörse Schweiz

Novartis: Das Geschäft des Pharmakonzerns Novartis (NOVN 77.42 1.59%) hat sich im zweiten Quartal erwartungsgemäss abgeflacht. Der Umsatz sank 4% auf 11,3 Mrd. $. Der Kernbetriebsgewinn betrug 3,6 Mrd. $ (+1%), der Überschuss stagnierte auf 3,1 Mrd. $.

Die Jahresprognose wurde präzisiert. Novartis rechnet nunmehr mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer Znahme des operativen Kerngewinns im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank UBS (UBSG 11.455 0.7%) hat im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Die Marktprognose hat sie allerdings klar übertroffen. Der Gewinn schrumpfte 11% auf 1,23 Mrd. Fr. Wertberichtigungen für Kreditrisiken von 272 Mio. Fr. belasteten die Rechnung. UBS gelang es, Nettoneugelder von 9 Mrd. Fr. anzuziehen. Im ersten Quartal waren es 12 Mrd. gewesen.

Für den Rest des Jahres rechnet die Grossbank mit weiteren Wertberichtigungen, wenn auch etwas niedrigeren als im ersten Halbjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

SGS: Der Warenprüfkonzern SGS (SGSN 2405 0.54%) hat in den ersten sechs Monaten einen Umsatzrückgang von 20,7% auf 2,65 Mrd. Fr. erlitten. Der Betriebsgewinn Ebit nahm 32,5% auf 330 Mio. Fr. ab, der Gewinn sank 55% auf 171 Mio. Fr. Während der Umsatz unter der Prognose lag, übertraf die Profitabilität die Erwartungen. (Lesen Sie hier mehr.)

Givaudan: Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan (GIVN 3802 2.18%) hat die Einnahmen im ersten Semester 4% auf 2,2 Mrd. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn Ebitda nahm 11,3% auf 734 Mio. Fr. zu, der Gewinn 8,7% auf 413 Mio. Fr. Die Zahlen waren im Rahmen der Erwartungen. Die Mittelfristziele wurden bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Lindt & Sprüngli: Der Semesterumsatz des Schokoladeproduzenten Lindt & Sprüngli (LISN 79400 0.51%) ist mit –12,7% auf 1,53 Mrd. Fr. ungewöhnlich heftig zurückgegangen. Der Betriebsgewinn sackte 86% auf 17,1 Mio. Fr. ab, der Gewinn schrumpfte von 88,1 auf 19,7 Mio. Fr. Die zweite Jahreshälfte soll besser ausfallen, da der Umsatz mit gleichbleibenden Kosten steigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Logitech: Der Computerzubehöranbieter Logitech (LOGN 67.32 1.57%) hat den Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Abschluss per 31. März) auf 792 Mio. $ ausgedehnt. Der Betriebsgewinn Ebit stieg 75% auf 117,3 Mio. $, der Gewinn 59% auf 72,1 Mio. $. Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden erhöht. (Lesen Sie hier mehr.)

Georg Fischer: Der Industriekonzern Georg Fischer (FI-N 890 0.96%) weist für die ersten sechs Monate einen 20% geringeren Umsatz vo 1,53 Mrd. Fr. aus. Der Bestellungseingang sank ein Viertel auf 1,9 Mrd. Fr. Der Ebit reduzierte sich 60% auf 57 Mio. Fr. Der Gewinn nahm zwei Drittel auf 34 Mio. Fr. ab.

Kühne + Nagel: Der Transportlogistiker Kühne + Nagel (KNIN 166.8 2.11%) verbuchte im ersten Halbjahr mit 9,8 Mrd. Fr. rund 7,5% weniger Umsatz. Der Ebit sank 18% auf 419 Mio. Fr. Am Schluss blieb ein Gewinn von 308 Mio. Fr. übrig (–19,4%). K+N plant, den Aktionären nachträglich doch noch eine Dividende von 4 Fr. auszuschütten. (Lesen Sie hier mehr.)

SFS: Der Halbjahresumsatz des Industrieunternehmens SFS (SFSN 88.3 0.51%) ging 11% auf 773,7 Mio. Fr. zurück. Das operative Ergebnis schrumpfte ein Drittel auf 71 Mio. Fr. Unter dem Strich resultierte ein Überschuss von 53,9 Mio. Fr. (–39%). Für das zweite Semester sagt SFS einen leicht höheren Umsatz und eine etwa gleichbleibende operative Marge voraus. (Lesen Sie hier mehr.)

CPH: Der Chemie-, Papier- und Verpackungshersteller CPH (CPHN 69 0.29%) hat von Januar bis Juni einen 13% geringeren Umsatz von 231,8 Mio. Fr. verbucht. Der Ebit brach 44% auf 17,8 Mio. Fr. ein. Dank Auflösung von Rückstellungen blieb der Gewinn mit 27 Mio. Fr. nahezu unverändert. (Lesen Sie hier mehr.)

Crealogix: Der Software- und IT-Dienstleister Crealogix (CLXN 92 0.44%) hat den Halbjahresumsatz 1,7% auf 103,7 Mio. Fr. gesteigert. Das operative Resultat Ebitda fiel infolge Rückstellungen mit –4,6 Mio. Fr. negativ aus. (Lesen Sie hier mehr.)

Basilea: Das Biotech-Unternehmen Basilea (BSLN 50.1 2.24%) hat den Wandelpreis für eine neu ausgegebene Wandelanleihe auf 62.50 Fr. festgelegt. Die Anleihe über 97 Mio. Fr. ist 2027 fällig. Basilea geht davon aus, dass die Ausgabe des neuen Wandlers am 28. Juli abgeschlossen ist. Mit den Mitteln wird unter anderem eine ältere Wandelanleihe abgelöst.

Basellandschaftliche Kantonalbank: Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB 890 0.23%) weist für das Semester einen Geschäftserfolg von 80,4 Mio. Fr. aus. Das sind 3,5% mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Wertberichtigungen und einer etwas höheren Bildung von Bankreserven blieb ein nahezu unveränderter Gewinn von 53 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Plazza: Das Immobilienunternehmen Plazza (PLAN 283 0%) rechnet für die ersten sechs Monate mit einem Neubewertungsgewinn von mehr als 18,5 Mio. Fr. (+90%). Abgesehen davon zeichnet sich ein Resultat im Rahmen des Vorjahressemesters ab.

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 21.07.2020

Wichtige Ereignisse
vom 21.07.2020

Schweiz
06:00   Logitech: Ergebnis Q1 (Conf. Call 14.30 Uhr)
06:00   SFS: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
06:30   CPH: Ergebnis H1
06:45   Givaudan: Ergebnis H1 (Conf. Call 15.00 Uhr)
06:45   UBS: Ergebnis Q2 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00   BLKB: Ergebnis H1
07:00   Georg Fischer: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Kühne + Nagel: Ergebnis Q2 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   Lindt & Sprüngli: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Novartis: Ergebnis Q2 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   SGS: Ergebnis H1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte Juni 2020/Q2
International
06:00 SWE Volvo Car, Q2-Zahlen
07:00 DEU Sartorius, Q2-Zahlen
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 29. Kalenderwoche
07:15 NLD Randstad, Q2-Zahlen
07:30 FIN Stora Enso, Q2-Zahlen
08:00 SWE Vattenfall, Halbjahreszahlen
08:00 SWE Svenska Cellulosa, Q2-Zahlen
11:55 USA Coca-Cola, Q2-Zahlen
13:00 USA Philip Morris, Q2-Zahlen
22:01 USA Texas Instruments, Q2-Zahlen
22:30 USA United Airlines, Q2-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
FRA: Valeo, Halbjahreszahlen
USA: Lockheed Martin, Q2-Zahlen
USA: Snap, Q2-Zahlen
Termine Konjunktur
00:01 DEU Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 07/20
01:30 JPN Verbraucherpreise 06/20
08:00 JPN Kernrate Maschinenbau 06/20 (endgültig)
10:00 POL Einzelhandelsumsatz 06/20
14:00 HUN Zentralbank, Zinsentscheid
14:30 USA CFNA-Index 06/20
22:30 USA API Ölbericht (Woche)
- Sonstige Termine
10:30 DEU Bundesgerichtshof verhandelt in zwei Fällen über Ansprüche von
Autokäufern im Dieselskandal, Karlsruhe
EUR: Informelles Treffen der EU-Forschungsminister
Es soll unter anderem um die Förderung des Grünen Wasserstoffs sowie die
Stärkung der Widerstandsfähigkeit und der Vorbeugung von Krisen gehen
+ 0915 Statement Bundesforschungsministerin Anja Karliczek
+ 1600 Online-Pk mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und EU-
Forschungskommissarin Mariya Gabriel

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: wieder ein eindeutiger Trend

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Nachdem der jüngste Verkaufsdruck abgeflaut ist, befindet sich der Swiss Market Index wieder auf dem vorherigen Kurs. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Zweifel an Opec-Entscheidung

Zum Wochenbeginn fällt der Ölpreis etwas. Brent notiert auf 42.80 $ je Fass, um 0,7% niedriger als zur Vorwoche. Auch der WTI-Preis gibt etwas nach, er steht am Montag auf 40.30 $ je Fass. Am Mittwoch hatten das Ölkartell Opec und Russland (Opec+) beschlossen, ihre Förderdrosselungen ab August zurückzunehmen. Seitdem ist der Ölpreis auf Abwärtskurs.

Edoardo Campanella, Ökonom bei UniCredit, bezweifelt die Sinnhaftigkeit der Entscheidung der Ölförderer. So sei die Entscheidung wohl gefallen, da man befürchtete, die Förderdrosselung nicht länger durchstehen zu können. Ignoriert werde dabei aber, dass die «Lagerbestände ein beispiellos hohes Niveau erreicht haben». Die Bevorratung werde wohl bis Ende Jahr die Preise drücken. Sollte die Weltwirtschaft durch ein Aufflammen der Pandemie belastet werden, hätte die Opec+ keine andere Wahl, als die Produktionserhöhung zurückzunehmen – «mit allen politischen Schwierigkeiten, die mit einer solchen Entscheidung verbunden sind».