Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Trotz verschärften diplomatischen Spannungen zwischen den USA und China avancieren die US-Börsen – so haben die USA angeordnet, dass das chinesische Konsulat in Houston geschlossen werden muss. China verfügt im Gegenzug die Schliessung des US-Konsulats in Chengdu. Der Leitindex Dow Jones (+0,62%) schloss am Mittwoch auf 27’005,84 Punkten. Erst in den letzten zwei Handelsstunden legten die Kurse deutlich zu. Der S&P 500 (+0,57%) notierte zum Handelsschluss auf 3276,02 Punkten. Der Technologieindex Nasdaq 100 (+0,35%) stieg auf 10’870,75 Punkte.

Die USA haben hundert Millionen Impfdosen gegen Covid-19 beim Pharmariesen Pfizer (+5,1%) und seinem deutschem Partner BioNTech (+13,72%) bestellt.

Der Halbleiterhersteller AMD (+8,4%) hat einen neuen Grafikchip präsentiert.

Der CEO der Fluglinie United Airlines (–4,23%) befürchtet einen Umsatzeinbruch von mehr als 50% in diesem Jahr.

Für den Softwarekonzern Microsoft ging es im nachbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen 2,24% nach unten. Anleger in Tesla scheinen von den Quartalszahlen dagegen angetan zu sein: Nach dem regulären Handelsschluss stieg der Kurs des Elektrobauers um 4,06%.

Asien

Die asiatischen Börsen zeigen kein einheitliches Bild. Der Hang Seng in Hongkong notiert am Donnerstag 0,5% höher. Dagegen stehen der Kospi (–0,5%) in Korea und der Shanghai Composite (–0,8%) unter Abgabedruck. Der australische S&P/ASX 200 (+0,3%) handelt leicht höher. In Japan ist die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

Gold handelt erstmals seit Oktober 2011 über 1870 $ je Unze.

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News Vorbörse Schweiz

Roche: Der Halbjahresumsatz des Pharmakonzerns Roche (ROG 317.4 1.44%) fiel 4% auf 29,3 Mrd. Fr. Der Überschuss sank 5% auf 8,5 Mrd. Die Analysten hatten ein besseres Resultat erwartet. Die Jahresprognose des Managements bleibt unverändert auf einem prozentual niedrigen Jahreswachstum und einem höheren anteiligen Gewinn je Aktie. (Lesen Sie hier mehr.)

Sika: Der Bauzulieferer Sika (SIKA 209 1.6%) verzeichnet 3,2% geringere Semestereinnahmen von 3,6 Mrd. Fr. Das Betriebsergebnis fiel 14,8% auf 410 Mio. Fr. Doch der betriebliche Cashflow nahm 41,7% zu. Das Management erwartet für die zweite Jahreshälfte ein besseres Resultat. Die Mittelfristziele würden erreichbar bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Re: Wegen Folgen der Pandemie hat der Rückversicherer Swiss Re (SREN 74.14 1.23%) im ersten Halbjahr einen Fehlbetrag von 1,1 Mrd. $ erlitten. Schadenzahlungen und Rückstellungen türmen sich auf 2,5 Mrd. Das Management betont, das Kapitalerfordernis werde dennoch mehr als doppelt erfüllt. Die Details zum Ergebnis werden wie geplant am 31. Juli veröffentlicht. (Lesen Sie hier mehr.)

Leonteq: Der Finanzproduktanbieter Leonteq (LEON 36.7 -0.54%) meldet 17% geringere Einnahmen von 103,5 Mio. Fr. Das Semesterergebnis schrumpfte von 30,2 auf 5,5 Mio. Fr. Das Management investiert dennoch und hält den Geschäftsaufwand für das gesamte Jahr wie geplant auf 200 Mio. Fr. Es sei bestrebt, die Profitabilität des Unternehmens zu sichern. (Lesen Sie hier mehr.)

Cembra Money Bank: Die Kreditorganisation Cembra (CMBN 103.9 0.58%) Money Bank erreichte 22% höhere Einnahmen von 249,3 Mio. Fr. Die Steigerung ist vornehmlich akquisitionsbedingt. Der Semestergewinn erodierte 6% auf 74,1 Mio. Fr. Die Finanzanalysten hatten einen geringeren Überschuss erwartet. Für das gesamte Jahr rechnet das Management mit einer wenig veränderten Verlustquote. Die Mittelfristziele werden bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Grossaktionär Veraison ist mit dem Vorgehen des Managements des Backwarenherstellers Aryzta (ARYN 0.6295 -3.15%) nicht zufrieden. Es will Kaufangebote prüfen und hat sich deshalb mehr Zeit ausbedungen, um den Forderungen des Investors nach einem Strategiewechsel nachzukommen und eine Generalversammlung einzuberufen. Dieser «chaotische Strategieprozess» unterstreiche die dringende Notwendigkeit eines Führungswechsels, sagt Veraison. (Lesen Sie hier mehr.)

Graubündner Kantonalbank: Für das erste Semester legt die Graubündner Kantonalbank (GRKP 1475 0.68%) einen 5,2% niedrigeren Gewinn von 95,2 Mio. Fr. vor. Das ist mehr, als die Analysten der ZKB erwarteten. Und das Management bleibt der bisherigen Prognose treu. Es rechnet mit 170 Mio. Fr. Gesamtjahresüberschuss. Die Gefahr von Kreditausfällen sei begrenzt. (Lesen Sie hier mehr).

Mikron: Der Maschinenhersteller Mikron (MIKN 5.14 3.84%) weist mit 121,3 Mio. Fr. ein Drittel weniger Verkaufsvolumen aus. Das Betriebsergebnis fiel von 7,5 Mio. im Vorjahr auf –5,7 Mio. Fr. Es bleibt ein Nettoverlust von 24 Mio. Fr. Das Unternehmen beschliesst einen Personalabbau und Kurzarbeit. Das Management rechnet damit, dass sich der Betriebsverlust bis Jahresende verdoppelt. (Lesen Sie hier mehr.)

Starrag: Der Maschinenhersteller Starrag (STGN 37 4.52%) verzeichnet einen 28 % niedrigeren Semesterumsatz von 155,4 Mio. Fr. Der Auftragseingang halbierte sich auf 88,8 Mio. Per Juni blieben nur gerade 0,5 Mio. Fr. Überschuss. Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf sind trüb. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Die Aktionäre des Solarkonzerns Meyer Burger (MBTN 0.16 0.57%) haben in der Kapitalerhöhung 98,9% der Bezugsrechte für neue Aktien ausgeübt. Damit flossen dem Unternehmen 165 Mio. Fr. zu. Es kann nun den Strategiewechsel mit dem Aufbau einer eigenen Produktion in Deutschland in Angriff nehmen. (Lesen Sie hier mehr.)

Idorsia: Das Biotech-Unternehmen Idorsia (IDIA 26.66 1.14%) arbeitet weiter an der Lancierung erster Produkte und verbessert das Ergebnis. Der Betriebsverlust verringerte sich im Jahresvergleich von 239 auf 178 Mio. Fr. Der Semesterfehlbetrag ging von 232 auf 189 Mio. Fr. zurück. Damit sind die Erwartungen der Analysten übertroffen worden. Das Management bestätigt, die Geschäftsentwicklung schreite rasch voran. (Lesen Sie hier mehr.)

Hochdorf: Der Milchverarbeiter Hochdorf (HOCN 77.3 -0.77%) meldet, für das erste Halbjahr zeichne sich ein knapp positives Betriebsergebnis ab. Im Vorjahressemester war ein Verlust 52,4 Mio. Fr. entstanden. Das Management betont, die Bedingungen der Bankkredite würden eingehalten. Details zum Halbjahresergebnis werden am 17. August veröffentlicht. (Lesen Sie hier mehr.)

Zug Estates: Die Immobiliengesellschaft Zug Estates (ZUGN 1985 1.02%) hat sich mit ihren Mietern geeinigt. Retail- und Gastromieter, die vom Lockdown direkt betroffen waren, sollen eine Mietzinsreduktion in der Höhe von 50 bis 80% erhalten. Die Immobiliengesellschaft erwartet ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

 
 

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 23.07.2020

Wichtige Ereignisse
vom 23.07.2020

Schweiz
05:00   Sika: Ergebnis H1
05:00   Starrag: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
07:00   Cembra: Ergebnis H1
07:00   Graubündner KB: Ergebnis H1
07:00   Idorsia: Ergebnis Q2 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   Leonteq: Ergebnis H1 (Conf Call 9.30 Uhr)
07:00   Mikron: Ergebnis H1
07:00   Roche: Ergebnis H1 (Conf. Call 13.00 Uhr)
11:30   Graubündner KB: MK H1, Zürich
17:40   Also: Ergebnis H1 (Conf. Call 18.30 Uhr)
International
07:00 DEU Daimler, Q2-Zahlen (detailliert) (Presse-Call 9:10 h)
07:00 DEU Covestro, Q2-Zahlen (detailliert)
07:00 DEU Adva Optical, Q2-Zahlen (detailliert)
07:00 CHE STMicroelectronics, Q2-Zahlen
07:00 KOR Hyundai Motor, Q2-Zahlen
07:30 DEU Aixtron, Q2-Zahlen
07:30 FRA Scor, Halbjahreszahlen
07:30 FRA Dassault Systemes, Halbjahreszahlen
07:30 SWE Skanska, Q2-Zahlen
08:00 ESP Repsol, Halbjahreszahlen
08:00 DEU Amadeus Fire, Q2-Zahlen
08:00 GBR Unilever, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Relx, Halbjahreszahlen
08:30 FIN UPM Kymmene, Q2-Zahlen
10:00 DEU Leoni, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Heidelberger Druckmaschinen, Hauptversammlung (online)
12:00 USA Dow, Q2-Zahlen
12:50 USA AT&T, Q2-Zahlen
13:00 USA Twitter, Q2-Zahlen
13:30 USA American Airlines, Q2-Zahlen
22:02 USA Intel, Q2-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Intershop Communications AG, Q2-Zahlen
DEU: Villeroy & Boch, Hauptversammlung
FRA: Dassault Aviation, Halbjahreszahlen
SWE: SEB, Halbjahreszahlen
USA: Air Products and Chemicals, Q3-Zahlen
USA: Whirlpool, Q2-Zahlen
USA: Southwest Airlines, Q2-Zahlen
Termine Konjunktur
08:00 EUR Acea, Nfz-Neuzulassungen 06/20
08:00 GBR Einzelhandelsumsatz 06/20
08:00 DEU GfK Verbrauchervertrauen 08/20
08:45 FRA Produzentenvertrauen 07/20
08:45 FRA Geschäftsklima 07/20
10:00 POL Arbeitslosenquote 06/20
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 EUR Verbrauchervertrauen 07/20 (vorab)
16:00 USA Frühindikator 06/20
- Sonstige Termine
EUR: Informelle Videokonferenz der für Binnenmarkt und Industrie zuständigen
EU-Minister, Brüssel/Berlin
- Hinweis
JPN: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Nachfrage hält an

Der Swiss Market Index bewegt sich in einem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal, der noch für einige Zeit bestehen dürfte. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Ein wichtiger Grund für den erstarkenden Euro liegt darin, was sich am Wochenende in Brüssel abgespielt hat. Die Staats- und Regierungschefs verhandelten über den Fonds, der die Wirtschaft wiederbeleben soll. Es ging um die Summe von 750 Mrd. €. Dies entspricht rund 5,6% des Bruttoinlandprodukts, das die EU für nächstes Jahr erwartet, es wird aber über mindestens drei Jahre verteilt. Am meisten werden Italien und Spanien profitieren, die gut 40% der geplanten Zuschüsse von 390 Mrd. € bekommen könnten. Hinzu kommen Darlehen in Höhe von 360 Mrd. €.

Entscheidend für Anleger: Die EU-Kommission wird die 750 Mrd. € (in Preisen des Jahres 2018) auf dem Kapitalmarkt refinanzieren. In laufenden Preisen – also inklusive der erwarteten Inflation – entspricht diese Summe nach Prognose der Commerzbank (CBK 4.918 0.49%) rund 800 Mrd. €. Zusammen mit den bereits beschlossenen 100 Mrd. € aus dem Sure-Programm zur Finanzierung von nationalen Kurzarbeitsplänen wird die EU-Kommission damit in den nächsten Jahren 900 Mrd. € an Anleihen emittieren.

Damit könnte der Status des Euros als sicherer Hafen allein schon vom Volumen her wichtiger werden. Dies würde die Schweiz entlasten, die in Europa als beliebter Zufluchtsort für Anleger gilt. Am Mittwoch notierte der Euro knapp unter 1.08 Fr. Die Gemeinschaftswährung war damit bereits 2,5% teurer als vor zwei Monaten. Entsprechend ist der Franken bereits 1,8% günstiger geworden – nicht nur die Schweizerische Nationalbank dürfte dies freuen.