Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

In den USA blieben die Börsen am Montag wegen eines Feiertags (Labor Day) geschlossen. Vergangene Woche hatten die Aktienindizes einen Rücksetzer erlitten. Am Donnerstag und Freitag sank der S&P 500 (SP500 3357.01 -0.84%) um 3,5 respektive 0,8%, der technologielastige Nasdaq 100 (Nasdaq 100 11080.951084 -1.48%) fiel 5,2 und 1,3%.

Seit Freitag ist der Terminkontrakt (Futures) auf den S&P 500 um 0,4% gestiegen. Der Futures auf den Nasdaq 100 hingegen hat 0,2% eingebüsst.

In Asien haben die Aktienmärkte am Dienstag nach einem schwachen Start ins Plus gedreht. US-Präsident Donald Trump hat seinen Ton gegenüber China verschärft, indem er erneut eine Entkopplung der amerikanischen und der chinesischen Wirtschaft propagiert hat.

In Tokio steigt der Nikkei 225 um 0,6% und der breiter diversifizierte Topix um 0,4%. Der Hongkonger Hang Seng klettert 0,1% hinauf, und auf dem chinesischen Festland gewinnt der CSI 300 0,2%. Der koreanische Kospi avanciert 0,8%.

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News Vorbörse Schweiz

Partners Group: Der Investmentanbieter Partners Group (PGHN 885.6 3.39%) hat die Erwartungen der Analysten für das erste Semester übertroffen. Der Ertrag schlug den Konsens der Analysten mit 623 Mio. Fr. ebenso wie der Ebit (390 Mio. Fr.) und der Reingewinn (313 Mio. Fr.). Verglichen mit dem Vorjahr gingen die Einnahmen jedoch um 9% zurück, was auf die um 57% tieferen Performance Fees zurückzuführen ist, die vom Aufschub von Verkäufen gewisser Portfolioanlagen belastet wurden. Der Gewinn liegt 21% unter der Vorjahresperiode. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Re: Der Rückversicherer Swiss Re (SREN 73.44 -1.4%) erwartet für den Nicht-Lebensbereich im kommenden Jahr eine teuerungsbereinigte Zunahme von 3,3%. Wachstumstreiber sind Swiss Re zufolge die zunehmenden Unwetter, die Besiedlung von Risikogebieten und die Covid-19-Pandemie. Der Rückversicherer erwartet weiterhin Preiserhöhungen in allen Segmenten. (Lesen Sie hier mehr.)

Zur Rose: Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 230.5 3.83%) lanciert zusammen mit dem Krankenversicherer KPT ein digitales Angebot namens Medi+. Das Angebot soll Patienten im Umgang mit Medikamenten unterstützen und für KPT-Kunden kostenlos sein. Zu den Funktionen gehört die Hinterlegung von Rezepten, ein Einnahmeplan und einfache Nachbestellung.

Poenina: Das Haustechnikunternehmen Poenina (PNHO 49.5 0%) hat im ersten Halbjahr mit 3,4 Mio. Fr. einen um 22% tieferen Gewinn geschrieben, der jedoch leicht über den Erwartungen liegt (AWP-Konsens 3,2 Mio. Fr.). Der Betriebsertrag sank zum Vorjahr 6,2% auf 110,6 Mio. Fr., der Ebit 22% auf 4,5 Mio. Fr. Poenina erwartet von der Fusion mit Caleira eine deutliche Steigerung der Zahlen im zweiten Halbjahr. Wegen der anhaltenden Unsicherheit verzichte man auf einen Jahresausblick. (Lesen Sie hier mehr.)

Santhera: Das Spezialitätenpharmaunternehmen Santhera (SANN 6.6 1.23%) ist im ersten Halbjahr mit einem Verlust von 31,8 Mio. Fr. tiefer in die roten Zahlen gerutscht (Vorjahr: –26,9 Mio. Fr.). Das operative Ergebnis lag bei –25,9 Mio. Fr. Auch der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. (Lesen Sie hier mehr.)

Alpine Select: Die Beteiligungsgesellschaft Alpine Select (ALPN 12.9 0.78%) hat im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben. Der Verlust betrug wie Mitte August angekündigt 9,7 Mio. Fr., nach einem Gewinn von 9,3 Mio. Fr. im Vorjahr. Das Japangeschäft trug mit einem Minus von 3 Mio. Fr. zum Verlust bei, Global Macro und Credit-Strategien mit –6 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Wisekey: Der IT-Spezialist Wisekey (WIHN 1.24 -2.36%) hat erneut einen Verlust geschrieben. Mit einem Betriebsverlust von 7,3 Mio. $ fiel das Ergebnis im ersten Halbjahr nur leicht besser aus als im Vorjahr (–7,9 Mio. $). Der Umsatz ging von 12,5 auf 8 Mio. $ zurück. Für das Gesamtjahr rechnet Wisekey mit Einnahmen von 17 bis 18,5 Mio. $. Das operative Geschäft könne dank diverser aufgrund von Covid-19 getroffener Massnahmen bis mindestens Ende 2021 gewährleistet werden, so das Unternehmen. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 83.5 1.46%) wird an einem anstehenden Fachkongress eine Vielzahl an Daten zur Behandlung der multiplen Sklerose vorstellen. Zum ersten Mal würden dabei Daten von drei zugelassenen MS-Behandlungen präsentiert, so Novartis.

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 344.6 2.29%) hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen weiteren Test auf den Diagnosegeräten Cobas erhalten. Die Zulassung betrifft Tests auf das humane Polyomavirus (BK-Virus).

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 9.876 -1.58%) hat Martin Mende zum Leiter des Bereich Strategy & Initiatives bei ihrer Schweizer Tochter ernannt. Mendes übernimmt den Posten per 1. Oktober von Daniel Hunziker. Gleichzeitig wird er Mitglied des Management Committee der Division Swiss Universal Bank und nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung der Schweizer Tochter.

Emmi: Der Milchverarbeiter Emmi (EMMN 911 0.61%) bekommt für die Division Americas einen neuen Leiter. Jonas Leu übernimmt schrittweise und wird ab 2022 die volle Verantwortung innehaben und in der Konzernleitung Einsitz nehmen. Leu löst Matthias Kunz ab.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 08.09.2020

Wichtige Ereignisse
vom 08.09.2020

Schweiz
07:00   Partners Group: Ergebnis H1 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00   Poenina: Ergebnis H1 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00   Wisekey: Ergebnis H1 (Conf. Call 15.00)
08:00   EFV/SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
09:15   SwissBanking: Jahresmedienkonferenz, Zürich
10:00   Complementa: MK Pensionskassen-Risiko-Check-up 2020 (Detailauswertung)
10:30   Swiss Re: MK: Auswirkungen Corona auf Versicherungsbranche (online)
17:45   EEII: Ergebnis H1
Sonstige Termine
CPH: Investorentag
International
TERMINE UNTERNEHMEN
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen Flughafen 36. Kalenderwoche
10:00 DEU Verband der Chemischen Industrie (VCI), Halbjahres-Pk
USA: Slack Technologies, Q2-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
06:30 NLD Verbraucherpreise 08/20
08:00 DEU Handelsbilanz 07/20
08:00 DEU Leistungsbilanz 07/20
08:00 DEU Arbeitskosten Q2/20
08:45 FRA Handelsbilanz 07/20
10:00 ITA Einzelhandelsumsatz 07/20
11:00 EUR BIP Q2/20 (3. Veröffentlichung)
- Sonstige Termine
09:30 DEU Letzter Tag Wettbewerbspolitische Konferenz im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft
10:00 DEU Verhandlung im Kapitalanleger-Musterverfahren gegen VW und Porsche
vor dem Oberlandesgericht Braunschweig
GBR: Fortsetzung der Verhandlungsrunde über ein Anschlussabkommen nach der
Brexit-Übergangsphase

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Kräftegleichgewicht hilft bei Bodenbildung

Der Swiss Market Index stabilisiert sich nach einer kleinen Schwäche schnell an einem bereits bekannten Kursniveau, aber die Warnzeichen bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Stimmung am Ölmarkt kippt

Zum Wochenbeginn kostet Rohöl der Sorte Brent um die 42 $ je Fass – ein Rückgang von 1,3% gegenüber Freitag. Zeitweise kostete Brent nur 41.50 $, das war der niedrigste Preis seit Ende Juni. Auch der Preis der Sorte WTI büsst ein: Das Fass kostet 39.30 $, noch Ende August notierte es fast 10% höher.

Der Optimismus – gemessen anhand der Positionierung am Futures-Markt – ist weiterhin vorhanden, doch sind die Kaufpositionen abgebaut worden. Die gute Stimmung kippt. Der negative Trend wird durch Meldungen über den Ölriesen Saudi Aramco noch verstärkt. Aramco hat den Preis für Lieferungen nach Asien deutlich stärker als erwartet reduziert. Und zum ersten Mal in sechs Monaten wird Öl auch in die USA billiger verkauft.

Der grösste Ölimporteur, China, hat im Juli und August weniger des Energierohstoffs eingeführt. Und am Markt erwartet man, dass die Importe weiter zurückgehen. Ein Grund: Die nichtstaatlichen Raffinerien haben ihre Quote bald aufgebracht, da sie in den vorigen Monaten auf dem Weltmarkt günstig grosse Mengen an Rohöl eingeführt haben.

«Auch anderswo scheint die Nachfrageschwäche anzuhalten», kommentieren Analysten der Commerzbank. Noch würden die freiwilligen Förderdrosselungen durch das Ölkartell Opec und seine Partnerländer einem weiteren Absacken des Ölpreises Einhalt gebieten. «Doch auch hier kommen vermehrt Zweifel auf», beobachtet Commerzbank.