Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Der amerikanische Aktienmarkt ist erfolgreich in die neue Woche gestartet. Hoffnungen auf einen bald verfügbaren Coronaimpfstoff sowie die Ankündigung mehrerer Übernahmen sorgten am Montag für steigende Kurse. Der marktbreite S&P 500 avancierte 1,3% auf 3383,54, wobei alle Subsektoren den Handelstag im positiven Terrain abschlossen. Der Dow Jones Industrial stieg 1,2% auf 27’993,33, während der technologielastige Nasdaq Composite 1,9% auf 11’056,65 kletterte.

Bei den Einzeltiteln rückten unter anderem die Valoren von Oracle mit einem Plus von 4,3% in den Anlegerfokus. Das Softwarehaus soll Technologiepartner der umstrittenen Video-App TikTok werden und hat damit Konkurrent Microsoft ausgestochen. Allerdings muss der Deal zuerst noch von den US-Behörden abgesegnet werden. Die Titel von Nvidia avancierten um 5,8%. Der Chipspezialist plant, für rund 40 Mrd. $ dem japanischen Technologiekonzern Softbank den Halbleiterdesigner Arm abzukaufen.

Asien

Trotz der positiven Vorgaben aus New York zeigen sich die asiatischen Börsen uneinheitlich. In Tokio notiert der Nikkei 225 0,5% tiefer, während der breiter gefasste Topix 0,6% verliert.

Die chinesischen Aktienmärkte können dagegen leicht von der Publikation positiver Wirtschaftsdaten profitieren. So ist die chinesische Industrieproduktion im August gegenüber dem Vorjahr um 5,6% gestiegen. Auch der Einzelhandelsumsatz legte im vergangenen Monat erstmalig in diesem Jahr zu. Die Festlandindizes Shanghai Composite und Shenzhen Composite avancieren um 0,3 respektive 0,5%. Auch der Hang Seng in Hongkong steigt 0,5%.

Der Taiex in Taiwan gewinnt 0,5%, während der australische Leitindex S&P/ASX 200 praktisch unverändert notiert.

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News Vorbörse Schweiz

Helvetia: Auch der Versicherungskonzern Helvetia (HELN 81.75 -1.39%) spürt die Auswirkungen der Coronakrise. Zudem wirkte sich die Einführung eines neuen Tarifs im Schweizer Kollektivleben negativ aus. Das gesamte Geschäftsvolumen sank im ersten Semester 3,2% auf gut 5,6 Mrd. Fr. Nach Steuern verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 16,9 Mio. Fr. Die Umsetzung der Strategie 2020 ist auf Kurs, die Ziele sollten erreicht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Neue Wende im Machtkampf um den Backwarenkonzern Aryzta (ARYN 0.695 -1%): Der vom Unternehmen vorgeschlagene Kandidat für das Verwaltungsratspräsidium, Andreas Schmid, zieht sich zurück. Er wäre am Mittwoch an der ausserordentlichen Generalversammlung gegen den von einer Investorengruppe portierten Ex-Hiestand-Chef Urs Jordi angetreten. Schmid habe sich als Kandidat für den Verwaltungsrat einer unabhängigen Firma oder eines Unternehmens mit industriellen Interessen zur Verfügung gestellt. Nach den jüngsten Entwicklungen sei klar geworden, dass diese Lösung nicht länger eine Option sei. (Lesen Sie hier mehr.)

Siegfried: Der Pharmazulieferer Siegfried (SFZN 559 0.54%) sichert sich einen Anteil am Covid-19-Kuchen. Er wird den Impfstoff, den die deutsche BioNTtech zusammen mit Pfizer (PFE 36.82 0.11%) entwickelt, abfüllen, sofern er zugelassen wird. Siegfried hat einen entsprechenden Kooperations- und Liefervertrag unterzeichnet. Er läuft bis Ende 2022 und umfasst einen Umsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich. (Lesen Sie hier mehr.)

Lonza: Der Pharmazulieferer Lonza (LONN 566.6 0.64%) hat vom amerikanischen Krebs- und Infektionsspezialisten Humanigen einen Auftrag erhalten. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam die Kapazitäten für die Herstellung des Produktkandidaten Lenzilumab erweitern, der auf seine Tauglichkeit zur Behandlung von Covid-19 überprüft wird.

Wisekey: Der Cybersecurity-Spezialist Wisekey (WIHN 1.26 -0.79%) ist von der deutschen Firma Digital Diagnostics ausgewählt worden, um ihren Sars-CoV-2-Test Digid Cantisense zu sichern. Der neue Schnelltest weise Antigene von Sars-CoV-2 direkt nach, und das innerhalb von fünf Minuten.

Leclanché: Der Batteriehersteller Leclanché (LECN 0.58 -1.69%) hat Entscheide zur strategischen Neuausrichtung gefällt. Unter dem Dach der Leclanché-Gruppe entstehen zwei selbständig tätige Gesellschaften, eTransport Solutions und Stationary Storage Solutions. Gleichzeitig sollen 61 Mio. Fr. Schulden in Eigenkapital umgewandelt werden. Zusätzlich erhält das Unternehmen einen Überbrückungskredit vom Hauptaktionär im Umfang von 34 Mio. Fr., um die Reorganisation abzuschliessen. (Lesen Sie hier mehr.)

Crealogix: Der Softwarehersteller Crealogix (CLXN 100.5 -1.47%) hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2019/20 um 1,7% auf 103,7 Mio. Fr. gesteigert. Das operative Ergebnis Ebitda stieg 0,5 Mio. Fr. auf 2,4 Mio. Fr. (vor Einmalkosten). Nach den im Rahmen einer Umstrukturierung anfallenden Einmalkosten ergab sich ein Nettoverlust von 5,4 Mio. Fr. Darin ist zusätzlich eine Goodwillamortisation von 4,9 Mio. Fr. enthalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Newron: Das Pharmaunternehmen Newron (NWRN 1.98 1.02%) musste im ersten Semester einen Rückschlag hinnehmen. Wegen einer eingestellten Studie verbuchte es einen Verlust von 10,5 Mio. Fr. Um die verschiedenen Forschungsprojekte zu finanzieren, verfügte das Unternehmen per Ende Juni über liquide Mittel von 39,4 Mio. €. (Lesen Sie hier mehr.)

Dufry: Der Detailhändler Dufry (DUFN 29.98 -3.04%) hat sich eine neue Konzession für den Flughafen Sabiha Gökçen in Istanbul gesichert. So wird er am zweitgrössten Flughafen der Türkei insgesamt acht Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 3900 Quadratmetern betreiben. Die Konzession läuft während zwölf Jahren bis 2032.

Ascom: Die Aktionärsgruppe beim Technologieunternehmen Ascom (ASCN 12.12 -0.33%) bestehend aus Veraison, Luxempart und Loys hat sich aufgelöst. Veraison teilt mit, wesentliche Ziele seien erreicht worden, der nun eingeschlagene Weg sei erfolgreich. Die Gruppe vertrat zuletzt 16,4% des Aktienkapitals. Die Gesellschaften wollen weiterhin in Ascom engagiert bleiben. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: Das Biopharmaunternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.476 -6.3%) hat im ersten Halbjahr 2020 dank buchhalterischen Massnahmen einen Gewinn erzielt. Operativ bleibt das Unternehmen aber in den roten Zahlen. Dank einer Rückführung von Wertminderungen auf dem Medikament RLF100 in Höhe von 11,2 Mio. Fr. erzielte die an einem Wirkstoff zur Behandlung von Covid-19 forschende Firma einen Reingewinn von 8,3 Mio. Fr. nach einem Minus von 0,5 Mio. Fr. im Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 344.6 2.29%) und das Universitätsspital Basel sind eine Partnerschaft eingegangen. Sie wollen in den kommenden zwei Jahren im Bereich Value Based Healthcare (VBHC) für Lungenkrebspatienten zusammenarbeiten. Die Partnerschaft soll Daten zur Verbesserung der individuellen Behandlungsqualität bei Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs liefern.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 15.09.2020

Wichtige Ereignisse
vom 15.09.2020

SCHWEIZ
07:00   Crealogix: Ergebnis 2019/20 (Conf. Call 11.00 Uhr)
07:00   Helvetia: Ergebnis H1
07:00   Newron: Ergebnis H1
08:30   BFS: Produzenten- und Importpreisindex August 2020
09:00   Helvetia: MK H1, Zürich
09:15   MK UBS: "Kids & Pensions" - Aussichten für die 1. Säule (online)
Sonstige Termine
FuW-Forum: Blockchain 2020, Rüschlikon
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DE Fraport, Verkehrszahlen Flughafen 37. Kalenderwoche
08:00 SE Hennes & Mauritz (H&M) Q3-Umsatz
19:00 US Apple stellt neue Produkte vor
10:00 DE Schaeffler, ausserordentliche Hauptversammlung zur Schaffung eines
Genehmigten Kapitals
22:00 US Adobe, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
04:00 CH Industrieproduktion 08/20
04:00 CH Einzelhandelsumsatz 08/20
08:00 GB Arbeitslosenzahlen 08/20
08:45 FR Verbraucherpreise 08/20 (endgütlig)
11:00 EU Arbeitskosten Q2/20
11:00 DE ZEW-Konjunkturerwartungen 09/20
14:30 US Empire State Index 09/20
14:30 US Im- und Exportpreise 08/20
15:15 US Industrieproduktion 08/20
15:15 US Kapazitätsauslastung 08/20
22:30 US API Ölbericht (Woche)
PL: Zentralbank, Zinsentscheid

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Wer gewinnt das Kräftemessen um 10’500?

Der Swiss Market Index ist an einer entscheidenden Kursschwelle angekommen, doch reicht die Nachfrage für einen Ausbruch? (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

WTI-Öl sollte sich gegenüber Brent aufwerten

Die Rohölsorte Brent hat zum Wochenbeginn unter 40 $ je Fass gekostet. Noch Anfang des Monats waren es über 45 $. Auch die US-Sorte WTI steht unter Druck – der Preis ist unter 38 $ gesunken. Zuvor hatten die Ölpreise noch angezogen – Grund war der Wirbelsturm «Sally», der zu Produktionsausfällen im Golf von Mexiko führen könnte. Wie neue Zahlen zum Futures-Markt offenbaren, ging der Trend sinkender Preise in den vergangenen zwei Wochen mit einem Abbau von Positionen am Terminmarkt einher. «Die Hedge-Fund-Community war Ende August neutral oder gar etwas bullish gegenüber Öl gesinnt, das hat sich in der ersten Septemberwoche zu stark bearish gewandelt», berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Überraschend ist die relativ kleine Preisdifferenz zwischen Brent und WTI. Nun beträgt der Abstand gerade einmal 3 $, Ende April waren es noch 7 $. An die kleine Differenz wird man sich gewöhnen müssen, prophezeien Analysten von Bank of America. Die Produktion in den USA sei von März bis Mai um 21% gesunken, geben die Experten zu bedenken. Ölbohrungen wurden stillgelegt, der Aufbau neuer Förderkapazitäten pausiert. «Die Produktion hat sich seitdem etwas erholt, da Bohrungen wieder in Betrieb genommen wurden. Wir erwarten aber, dass die Förderung auf Ende Jahr hin abnimmt und 2021 niedrig bleibt», kommentieren die BofA-Analysten. Das biete einen positiven Ausblick für die WTI-Notierungen gegenüber Brent.