Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Bei relativ dünnen Handelsvolumen legten die US-Börsen am gestrigen Bankenfeiertag Columbus Day weiter zu. Gesucht waren vor allem Tech-Aktien.

Apple etwa stiegen am Tag vor der Präsentation des neuen iPhone über 6%. Auch Facebook avancierten über 5%. Zu den Tagesverlierern gehörten Dow, CF Industries, Apache und die Kreuzschifffahrtaktien.

Der Nasdaq 100 gewann 3,1% auf 12’088 Punkte. Der S&P 500 stieg 1,6% auf 3534, der Dow Jones Industrial 0,9% auf 28’837. Den Kursrückschlag im September hat der Dow grossteils wettgemacht.

Asien-Pazifik

In China sind die Börsen schwach in den Handelstag gestartet. Zur lokalen Mittagszeit war der Shanghai Composite Index 0,3% im Minus. In Hongkong blieb die Börse wegen einer Taifunwarnung am Dienstag geschlossen.

Auch in Tokio gaben die Kurse erst nach. Unterdessen liegt der Nikkei 225 gegenüber dem Vortagesschlusskurs 0,2% im Plus.

In Australien sind die Aktienkurse gemäss dem ASX Index 0,9% gestiegen.

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News Vorbörse Schweiz

Nestlé:  Der Lebensmittelkonzern Nestlé (NESN 106.32 -0.21%) ist bei der Ende August angekündigten Übernahme der amerikanischen Aimmune Therapeutics einen Schritt weiter. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist hält Nestlé insgesamt rund 84 Prozent am auf Lebensmittelallergien spezialisierten Biopharmaunternehmen, womit die Mindestquote erfüllt sei. Nestlé will nun den verbleibenden Aimmune-Aktionären eine Abfindungsfusion anbieten.

Roche: Das Pharmaunternehmen Roche (ROG 297.25 -0.64%) will einen hochvolumigen Sars-CoV-2-Antigentest als Hilfsmittel bei der Diagnose von Infektionen mit Covid-19 einführen. Das Unternehmen plant, den Test Ende 2020 für Märkte, die das CE-Zeichen akzeptieren, zur Verfügung zu stellen. Es beabsichtigt ausserdem, eine Notfallzulassung bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zu beantragen. Der Test wird von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. (Lesen Sie hier mehr.)

Kühne + Nagel: Der Transportlogistiker Kühne + Nagel (KNIN 189.6 -1.3%) hat in Russland ein Transportprojekt für den dänischen Windkrafthersteller Vestas abgeschlossen. Dabei hat er zwischen April und August insgesamt 159 Windturbinenblätter auf den Flüssen Wolga und Don von Uljanowsk nach Ust-Donezk und Rostow am Don transportiert. Finanzielle Angaben zum Auftrag wurden nicht gemacht.

Relief Therapeutics: Die Arzneimittelunternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.488 -1.21%) und NeuroRx haben Wirksamkeitsdaten von US-Patienten mit Covid-19-bedingtem akutem Lungenversagen veröffentlicht, die mit Aviptadil behandelt wurden. Die Behandlung habe zu einer neunfach erhöhten Überlebenswahrscheinlichkeit und Erholung nach Atemversagen geführt, teilten die beiden Unternehmen mit. Die prospektive Studie wurde an 45 Patienten durchgeführt, von denen 21 mit Atemversagen auf der Intensivstation behandelt wurden.

Flughafen Zürich: Der Betrieb am Flughafen Zürich (FHZN 126.7 0.64%) hat im September im Vorjahresvergleich deutlich abgenommen und ist auch verglichen mit dem Vormonat August zurückgegangen. Im vergangenen Monat flogen 536’406 Passagiere via Zürich, wie die Flughafenbetreiberin mitteilte. Das waren 81% weniger als im September 2019 und rund ein Viertel weniger als im August. In den ersten drei Quartalen sind 7,24 Mio. Passagiere über den Flughafen Zürich gereist. Das sind knapp 70% weniger als im Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Peach Property: Der Immobilienentwickler Peach Property (PEAN 41.7 -0.24%) plant die Begebung einer unbesicherten Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. €. Sie soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben und ausschliesslich bei institutionellen Investoren in Europa und den USA platziert werden. Die zusätzlichen Finanzmittel sind Teil der Finanzierungsstruktur für neu erworbene Immobilienportfolios von insgesamt 10’290 Wohnungen in Deutschland. Weitere Teile finanziert die Peach-Gruppe mit Hypotheken und einer Kapitalerhöhung von 200 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 13.10.2020

Wichtige Ereignisse
vom 13.10.2020

SCHWEIZ
08:00   EFV/SNB: Eidgenössische Anleihe - Ankündigung
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 09/20
07:00 DEU Gerresheimer, Q3-Zahlen (10.00 h Call)
09:15 DEU Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure
11:00 DEU Online-Pressekonferenz von Deutsche Post DHL Group
12:40 USA Johnson & Johnson, Q3-Zahlen
12:45 USA JPMorgan, Q3-Zahlen
14:00 USA Citigroup, Q3-Zahlen
19:00 USA Apple Event "Hi, Speed" - Vorstellung neuer Produkte u.a. iPhone 12
USA: Delta Airlines, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
Über Nacht CHN: Handelsbilanz 09/20
08:00 DEU Verbraucherpreise 09/20 (detailliert)
08:00 GBR Arbeitslosenzahlen 09/20
11:00 DEU ZEW-Index 10/20
11:00 DEU Online-Pk Deutsche Bundesbank zu Finanzstabilitätsbericht
14:30 USA Verbraucherpreise 09/20
14:30 USA Realeinkommen 09/20
14:30 USA IWF und Weltbank, Jahrestagung (online) Pk zum World Economic Outlook
- Sonstige Termine
10:00 DEU Bundesverfassungsgericht verhandelt Klage der Linksfraktion
10:00 DEU Rede Kanzlerin Merkel bei virtueller Konferen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Vorteil für die Optimisten

Mit dem guten Wochenauftakt könnte der Swiss Market Index die Voraussetzungen für einen Ausbruch aus der Seitwärtsspanne gelegt haben. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Ölpreis hält sich wacker

Brent (Brent 42.38 1.88%) kostet zum Wochenanfang 42.30 $ je Fass. Das entspricht einem Rückgang von etwas über 1% gegenüber der Vorwoche. Man hätte einen grösseren Abschlag erwarten können. Denn die zwei Faktoren, die dem Ölpreis in den vergangenen Tagen Auftrieb gegeben haben, sind entschärft worden. Vergangene Woche hatte Brent wegen Sorgen um das Angebot mit 9% den grössten Preisgewinn seit Juni verbucht.

Zum einen wurde ein Streik in der norwegischen Öl- und Gasindustrie abgeblasen. Zum anderen ist die Gefahr eines Unterbruchs der Förderung im Golf von Mexiko durch den Hurrikan «Delta» nicht mehr gegeben. Doch das war wohl nicht der letzte Hurrikan. Gegenüber Reuters kommentiert Michael McCarthy, Stratege beim Broker CMC Markets (CMCX 339 0.15%): «Die Hurrikansaison hat in den USA gerade erst angefangen. Es gibt noch Potenzial, dass die Preise deswegen hochgehen.»

Für die Analysten der Commerzbank (CBK 4.436 -1.18%) ist dagegen ein Preisrückgang am Ölmarkt wahrscheinlich. Denn mehr Angebot und weniger Nachfrage könnten auf den Preis drücken. So würden die Ölbohrungen in den USA weiter zunehmen, ihre Zahl ist nun so hoch wie seit Juni nicht mehr. «Der Fokus dürfte sich wieder stärker auf die Nachfrageseite richten, und hier gibt es angesichts der sich stärker ausbreitenden Coronapandemie Gegenwind», schreiben die Analysten.