Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

In Asien haben die Börsen am Montag deutlich zugelegt. In Tokio steigt der Nikkei 225 um 2,1% und der breiter diversifizierte Topix 1,4%. Der Hongkonger Hang Seng gewinnt 1,5%, und auf dem chinesischen Festland avanciert der CSI 300 um 2,1%. Der koreanische Kospi klettert 1,1% nach oben, und die Börse in Taiwan gewinnt 1,2%.

Die Stimmung an den Märkten ist von Risikobereitschaft (Risk on) geprägt, neben Aktien ist auch der Ölpreis gestiegen. Der Dollar hingegen, der oft als sicherer Hafen dient, hat an Terrain verloren.

In Tokio sind allerdings am Montagmorgen die Aktien von Japan Airlines 15% eingebrochen, das ist der grösste Tagesrückschlag ihrer Geschichte. Die Fluggesellschaft hat angekündigt, sie werde neue Titel ausgeben, um ihre Finanzlage in der Pandemie zu verbessern. Seit Jahresbeginn haben die Valoren gut die Hälfte an Wert verloren.

In den USA haben die Aktienmärkte am Freitag uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones Industrial sank 0,2% auf 28’323, und der breiter gefasste S&P 500 stagnierte auf 3509. Der Nasdaq 100 stieg 0,1% auf 12’091.

Gute Nachrichten kamen vom US-Arbeitsmarkt, im Oktober wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet. Bei den Wahlen steuerte Joe Biden auf den Sieg zu, und die Republikaner waren auf Kurs, ihre Mehrheit im Senat zu verteidigen.

Die Aktien von T-Mobile US stiegen 5,4%, dank guter Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick. Die Papiere von Uber avancierten 6,9%, obwohl der Fahrdienstvermittler im dritten Quartal einen hohen Verlust erlitten hatte – die Anleger hatten noch schlechtere Zahlen befürchtet.

Am Montagmorgen handelt der Terminkontrakt (Futures) auf den S&P 500 (S&P 500 3'636.50 +0.21%) leicht höher.

10'501.2
+0.03%
3'527.8
+0.48%
13'335.7
+0.37%
29'910.4
+0.13%
12'205.8
+0.92%
26'644.7
+0.4%
1.0823
+0.11%
0.9047
+0.03%
1.1963
+0.01%
1'788.49
-1.42%
48.24
+1.13%
17'156.00
-0.3%

News Vorbörse Schweiz

Julius Bär: Die Privatbank Julius Bär (BAER 52.44 +1.04%) hat mit dem US-Justizministerium (DOJ) eine Einigung im Fall Fifa erzielt. Sie habe für die Untersuchung rund um den Weltfussballverband eine Rückstellung in Höhe von 79,7 Mio. $ gebildet. Dies werde sich in ihrem Finanzergebnis 2020 niederschlagen. (Lesen Sie hier mehr.)

Valora: Der Kioskbetreiber Valora (VALN 185.00 +3.35%) meldet für das dritte Quartal eine Umsatzerholung. In diesem Zeitraum erwirtschaftete die Gruppe einen Ebit von 8,5 Mio. Fr. und erreichte kumuliert seit Anfang Jahr wieder die operative Gewinnzone. Das Foodvenience-Geschäft bleibt unverändert attraktiv. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Valora mit einem positiven Ebit von 10 bis 15 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Nestlé: Der Nahrungsmittelmulti Nestlé (NESN 102.30 -0.08%) baut seine Präsenz in Grossbritannien weiter aus. Er übernimmt die Mehrheit an dem in London ansässigen Unternehmen Mindful Chef. Angaben zur Höhe der Beteiligung und zu finanziellen Details werden nicht gemacht. Mindful Chef ist auf die Auslieferung von Boxen mit gesunden Fertiggerichten spezialisiert. Sie wurde im Jahr 2015 gegründet und erwartet im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 50 Mio. £.

Vifor: Das Pharmaunternehmen Vifor sichert sich über eine Lizenzvereinbarung mit dem US-Unternehmen Angion Biomedica den Zugang zum Produktkandidaten ANG-3777. Im Rahmen der Vereinbarung wird Vifor Pharma (VIFN 132.35 +8.17%) die weltweite Exklusivlizenz für alle nephrologischen Indikationen von ANG-3777 erhalten – ausgenommen sind China, Taiwan, Hongkong und Macao. Im Gegenzug erhält Angion bis zu 80 Mio. $ einschliesslich einer Vorauszahlung von 30 Mio.$, einer Kapitalbeteiligung von 30 Mio. $ sowie 20 Mio. $ in Form von Meilensteinzahlungen für klinische Studien. (Lesen Sie hier mehr.)

Ypsomed: Der Medtech-Spezialist Ypsomed (YPSN 143.80 -1.1%) spannt mit Lonza (LONN 551.80 +0.69%) und Schott zusammen, um die eigene Patch-Injektor-Plattform YpsoDose weiterzuentwickeln. Ziel sei eine Komplettlösung für Kombinationsprodukte.

Swiss Steel: Die Swiss Steel (ehemals Schmolz+Bickenbach) befindet sich gemäss eigenen Angaben weiterhin auf der Suche nach Finanzierungslösungen. Es würden Gespräche mit Banken, Ankeraktionären und potenziellen Investoren geführt. Ziel sei die Stärkung des Eigenkapitals. Mit Aktionärsdarlehen und Staatskrediten sei die Liquidität derzeit aber genügend. Swiss Steel (STLN 0.24 +0.21%) will am Mittwoch bei der Berichterstattung zum Quartal genauer dazu informieren. (Lesen Sie hier mehr.)

Sika: Der Baukonzern Sika (SIKA 230.60 +1.14%) hat in dem französischen Hauptwerk in Gournay-en-Bray nordwestlich von Paris die Produktion von Additiven für Spritzbeton aufgenommen. Die dort hergestellten Erstarrungsbeschleuniger werden vor allem im Tunnelbau eingesetzt. Sika erwartet zudem hohe Investitionen in Infrastrukturprojekte in den kommenden Jahren. Derzeit hätten die Programme ein Volumen von 750 Mrd. Fr. Allein in Westeuropa seien Tunnelbauprojekte mit einer Gesamtlänge von 900 Kilometern ausgeschrieben.

DKSH: Der Industriekonzern DKSH (DKSH 62.50 +0.64%) ernennt Sam Oh zum neuen Chief Information Officer. Er übernimmt per Februar 2021, ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der gruppenweiten IT-Strategie und soll die digitale Transformation von DKSH beschleunigen.

SIG: Beim Verpackungsspezialisten SIG Combibloc (SIGN 20.32 +1.3%) tritt CEO Rolf Stangl nach zwölf Jahren im Amt ab. Er wird fortan persönliche Interessen verfolgen. An seine Stelle tritt per Anfang Januar der heutige Finanzchef Samuel Sigrist. (Lesen Sie hier mehr.)

ObsEva: Beim Biotech-Unternehmen ObsEva (OBSV 1.90 -1.3%) kommt es an der Managementspitze zu einem Wechsel. Der Mitbegründer und CEO Ernest Loumaye wird zum 1. Dezember von Brian O’Callaghan abgelöst. (Lesen Sie hier mehr.)

Orior: Der Lebensmittelhersteller Orior (ORON 75.70 0%) strebt in den kommenden fünf Jahren (Strategie 2025) ein durchschnittliches organisches Wachstum von 2 bis 4%, eine jährliche Steigerung des Betriebsergebnisses auf Stufe Ebitda und eine Marge von über 10% an. Im Fokus stehen zudem eine Ziel-Eigenkapitalquote von über 25% und eine Nettoverschuldung, die nicht grösser als das Zweieinhalbfache des Ebitda ausfallen soll, sowie eine laufende Erhöhung der absoluten Dividende. Zudem bestätigt sie die im August kommunizierte Guidance für das laufende Geschäftsjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 81.06 -0.25%) stellt sich auf tiefere Medikamentenpreise ein. In den USA rechnet er damit, dass unabhängig vom Ausgang der US-Wahlen die Preise weiter sinken würden, so VR-Präsident Jörg Reinhardt im Interview mit der «NZZ (NZZ 5'150.00 -0.96%) am Sonntag». Der Preisdruck sei schon seit vielen Jahren in allen Teilen der Welt spürbar. (Lesen Sie hier mehr.)

Julius Bär: Die Bank Julius Bär steht vor grossen Herausforderungen. Verwaltungsratspräsident Romeo Lacher und CEO Philipp Rickenbacher müssen Altlasten der Bank loswerden, sagte Verwaltungsratspräsident Lacher im Interview in der «Finanz und Wirtschaft».

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 09.11.2020

Wichtige Ereignisse
vom 09.11.2020

Schweiz
07:00   Valora: Trading Update 9 Mte (Conf. Call 11.00 Uhr)
07:45   Seco: Arbeitsmarktdaten Oktober 2020
Sonstige Termine
Sunrise: aoGV (VR-Wahlen etc., 10.30 Uhr)
International
Termine Unternehmen
07:30 DEU Infineon, Jahreszahlen (11.00 h Call)
07:30 DEU QSC, Q3-Zahlen
08:00 DEU PWO, 9Monatszahlen
10:00 DEU bet-at-home.com, 9Monatszahlen
12:00 DEU Noratis AG Ende der Zeichnungsfrist
13:00 USA McDonald's, Q3-Zahlen
22:00 USA Beyond Meat, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
06:00 JPN Frühindikatoren 09/20 (vorläufig)
08:00 DEU Lkw-Maut-Fahrleistungsindex 10/20
08:00 DEU Handelsbilanz 09/20
08:00 DEU Leistungsbilanz 09/20
10:30 EUR Sentix-Investorvertrauen 11/20
- Sonstige Termine
09:00 EUR Videokonferenz der EU-Handelsminister
Thema sind u.a. die Handelsbeziehungen der EU zu den USA und China
und die Fortschritte bei der aktuellen umfassenden Überprüfung der EU
Handelspolitik
08:30 Doorstep Minister Peter Altmaier
und EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis
14:00 Pk Altmaier und Dombrovskis
12:30 DEU Telefon-Pk Bundesverband deutscher Banken (BdB)
anlässlich Vorstandssitzung
14:30 DEU Vorstand der IG Metall gibt Forderungsempfehlung zu bevorstehender
Tarifrunde Metall und Elektro

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Abkühlung des Marktes abwarten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Market Index ist extrem heiss gelaufen. Von erneuten Gewinnen nach einer kurzen Atempause können Anleger dennoch profitieren. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In Europa erscheinen am Montag der Konjunkturindex Sentix sowie der deutsche Leistungsbilanzsaldo. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die gesamte Eurozone folgen am Dienstag. Am selben Tag werden die Zahlen zur italienischen und französischen Industrieproduktion publiziert sowie die britische Arbeitslosenquote. Am Donnerstag veröffentlicht die Europäische Zentralbank ihren Wirtschaftsbericht, zudem erfahren wir mehr über die EU-Industrieproduktion und die deutschen Konsumentenpreise. In Grossbritannien steht die erste Veröffentlichung des Drittquartals-BIP an, es wird mit einer kräftigen Erholung gerechnet. Die zweite Veröffentlichung des EU-BIP folgt am Freitag, zusammen mit dem Handelsbilanzsaldo des Eurolands.

In der Schweiz informiert das Staatssekretariat für Wirtschaft am Montag über die Arbeitsmarktdaten für den Oktober. Am Freitag wird der Produzenten- und Importpreisindex publiziert.

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in den USA dürften uns auch diese Woche beschäftigen, wenn einzelne Bezirke noch ausgezählt und Resultate anderswo angefochten werden. Ansonsten ist es aus Sicht der Makroindikatoren eine ruhige Woche: Am Donnerstag stehen die Konsumentenpreise sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an und am Freitag folgen die Erzeugerpreise sowie das Konsumklima der Universität Michigan.

Am Dienstag werden in China die Erzeuger- und Konsumentenpreise publiziert.

Der Leistungsbilanzsaldo Japans erscheint am Dienstag. Am Donnerstag folgen der Auftragseingang Maschinen sowie der Dienstleistungssektorindex.