Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

In New York schlossen die Aktienmärkte gestern deutlich fester. Der Dow Jones Industrial rückte 1,1% auf 29’591 Punkte vor, der S&P 500 0,6% auf 3577 Punkte. Etwas weniger gut liefen technologielastige Indizes: Der Nasdaq Composite schloss 0,2% im Plus.

Gesucht waren vor allem typische Value-Aktien und Titel der Pandemieverlierer, die jetzt von den besseren Impfstoffaussichten profitieren. Zudem weckten mehrere Medienberichte, wonach die ehemalige Notenbankchefin Janet Yellen die Führung des US-Finanzministeriums übernehmen soll, Hoffnungen auf ein weiteres Konjunkturprogramm.

Die besten Aktien im Dow waren Chevron, Boeing und Walt Disney mit Kursgewinnen von deutlich über 3%. Auch die Valoren der Grossbanken Goldman Sachs und JPMorgan Chase gewann 2,5 bzw. 2,8%.

Das Schlusslicht im Dow waren Apple mit einem Minus von rund 3%.

Im S&P 500 (S&P 500 3'845.00 +1.44%) waren ebenfalls die Ölwerte an der Spitze, auf den hintersten Rängen waren Tech-Aktien und die Titel des Goldminenbetreibers Newmont. Der Ölpreis ist in den letzten fünf Tagen 5% gestiegen. Der Goldpreis ist auf 1824 $ pro Unze gefallen.

Asien-Pazifik

Die Hoffnung auf eine grossflächige Impfung gegen das Coronavirus und einen Wachstumsschub im nächsten Jahr hat vor allem den japanischen Aktien geholfen. In Tokio notiert der Nikkei 225 2,5% höher als am Vortag und markierte den höchsten Stand seit 29 Jahren. In Hongkong liegt der Hang Seng ebenfalls knapp im Plus. Eher schwächer tendieren hingegen die Festlandbörsen. Der Shanghai Composite hat 0,4% verloren, der CSI 300 mit den grössten Titeln von Schanghai und Shenzhen 0,8%. Deutlich zugelegt hat am Dienstag auch die australische Börse mit einem Plus von 1,2%.

10'984.5
+0.36%
3'645.8
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14'006.8
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31'188.4
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13'457.2
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28'756.9
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0.8886
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1.2121
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1'869.71
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55.74
+0.13%
34'030.00
-4.38%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 12.34 +0.65%) teilt mit, dass sie im laufenden vierten Quartal rund 450 Mio. $ auf die Beteiligung am alternativen Asset-Manager York Capital Management abschreiben muss. Dies, weil York ihren Fokus ändern und u.a. ihr Asiengeschäft abspalten wird. Das wird die Kapitalquote der Bank im vierten Quartal wohl rund 7 Basispunkte reduzieren. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 86.28 +0.31%) unterstreicht anlässlich des jährlichen Investorentages das Vertrauen in einen steigenden Umsatz und eine Verbesserung der Marge. Dies soll durch eigene Marken und die gut gefüllte Pipeline, 175 Kandidaten befinden sich in Studien der Phase I bis III, erreicht werden. Bis zum Jahresende sollen bis 2 Mrd. $ eingespart werden. Zudem wird ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 2,5 Mrd. $ aufgelegt. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Der Backwarenkonzern Aryzta (ARYN 0.80 0%) wird seine Generalversammlung am 15. Dezember in Schlieren durchführen. Eine physische Teilnahme der Aktionäre ist nicht möglich. Marcus Opitz soll künftig die Verantwortung für die Veräusserungsstrategie, Armin Bieri für die strategische Neuausrichtung übernehmen. Zudem hat Aryzta einen Brief von Elliott Advisors (UK) erhalten, wonach diese einen Teil der Bedingungen aus dem nicht bindenden Vorschlag für die Totalübernahme für 0.80 Fr. je Aryzta-Aktie zurückzieht. Dieser Teil konnte nicht erfüllt werden. Aryzta habe die Gespräche mit Elliott, wie bereits früher erwähnt, per 24. Oktober beendet. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 321.70 +0.53%) hat von der US-Behörde FDA eine zusätzliche Zulassung für Xofluza zur vorbeugenden Behandlung gegen Grippe erhalten, bei Patienten, die älter als zwölf Jahre sind. Xofluza ist bereits zugelassen zur Behandlung von Patienten mit Grippesymptomen.

Relief Therapeutics: Relief Therapeutics (RLF 0.42 +7.14%) und ihr Forschungspartner NeuroRx veröffentlichen erste Ergebnisse aus der erweiterten Notfallanwendung des Produktkandidaten RLF-100 bei Patienten mit kritischem Covid-19 und schwerer Komorbidität: Die Überlebensrate beträgt 72% bis zum Tag 28. (Lesen Sie hier mehr.)

Polyphor: Das Pharmaunternehmen Polyphor (POLN 7.90 -1%) erhält von der Cystic Fibrosis Foundation einen Förderbeitrag von bis zu 3,3 Mio. $ zur Unterstützung der klinischen Entwicklung des inhalierbaren Antibiotikums Murepavadin. (Lesen Sie hier mehr.)

Bossard: Der Verbindungstechnikhändler Bossard (BOSN 206.00 +0.49%) beteiligt sich mit 40% am Start-up MultiMaterial-Welding aus Stansstad. Zum Preis werden keine Angaben gemacht.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 24.11.2020

Wichtige Ereignisse
vom 24.11.2020

Unternehmen Schweiz
Landis+Gyr aoGV (Dividende 2019), Novartis Capital Markets Day
Termine Konjunktur
CS-CFA Index November

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: immer noch Pause im Höhenlager

Der Swiss Market Index befindet sich in einer markttechnisch guten Ausgangslage, hat aber zuletzt zu viel gewonnen, um schnell weiter zu steigen. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Impfstoff macht Ölpreis Beine

Zum Wochenbeginn handelt Öl der Sorte Brent über 45.50 $ je Fass – das entspricht einem Plus von 0,7% seit vergangener Woche und dem höchsten Kurs seit Anfang September. Nächste Woche werden das Ölkartell Opec und seine Partnerländer darüber entscheiden, ob die Förderkürzungen beibehalten werden. Danach sieht es aus – eine Verlängerung um bis zu sechs Monate ist im Gespräch. Die Aussicht auf das Ausbleiben von Angebotsausweitungen stützt die Kurse, während ein weiterer erfolgreicher Kandidat für den Covid-19-Impfstoff Hoffnungen auf eine wachsende Ölnachfrage anheizt.

Schon jetzt scheint eine Überversorgung des Ölmarktes zu Ende zu gehen. Darauf weist die Terminkurve am Futures-Markt für Brent hin. Das Contango – die Differenz zwischen dem Preis für den Kontrakt mit dem nächsten Lieferdatum und der Lieferung in sechs Monaten – ist stetig gesunken. Nach Berechnung der Nachrichtenagentur Reuters ist es mit 31 Cent so niedrig wie seit Juni nicht mehr.

Manche Beobachter halten die gute Stimmung am Ölmarkt für verfrüht. Stephen Brennock, Analyst beim Broker PVM, hält die Lage gemäss den Fundamentaldaten weiterhin für «düster», davon würden die Hoffnungen auf den Impfstoff nur ablenken: «Die Investoren ignorieren kurzfristige Herausforderungen, hauptsächlich den weltweiten Anstieg von Covid-19-Infektionen, und schauen stattdessen auf den nächsten Sommer», wird er von Reuters zitiert.