Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die amerikanischen Börsen legten vor dem heutigen Thanksgiving-Feiertag und nach der starken Entwicklung der vergangenen Tage am Mittwoch eine Verschnaufpause ein. Der Leitindex Dow Jones schloss 0,6% tiefer auf 29’872 Punkten. Der breite S&P 500 verlor 0,2% auf 3630 Zähler. Einzig der technologielastige Nasdaq 100 legte 0,6% auf 12’152 Punkte zu.

Im Fokus standen die Aktien von Moderna (+11%), nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, seinen Coronaimpfstoff bereits im Dezember an die EU ausliefern zu können. Die Titel des Bürokommunikationsdienstes Slack (+38%) avancierten, als Medien berichteten, der Softwarehersteller Salesforce (–5%) sei an einer Übernahme interessiert. Quartalszahlen lieferten die Computerhersteller Dell (–1,4%) und HP (+2,3%) sowie das IT-Unternehmen Hewlett Packard (–2,5%).

Asien

Von den Hoffnungen auf einen Coronaimpfstoff und auf die Rückkehr der politischen Stabilität in den USA werden am Donnerstag die Börsen in Asien angetrieben.

In Japan ging der Leitindex Nikkei 225 mit einem Plus von 0,9% aus dem Handel. In China handelt der Shanghai Composite mit leichten Gewinnen von 0,1%. In Hongkong legt der Hang Seng 0,2% zu. Und in Südkorea avanciert der Kospi 0,7%.

10'984.5
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News Vorbörse Schweiz

Autoneum: Der Automobilzulieferer Autoneum (AUTN 157.40 +4.03%) macht angesichts der Erholung der Automobilproduktion zuversichtliche Prognosen. So dürfte der Umsatz im zweiten Halbjahr in Lokalwährungen nur noch 5% unter Vorjahr liegen. Für das Gesamtjahr rechnet Autoneum mit einem Rückgang um 20%. Im ersten Halbjahr war der Umsatz rund ein Drittel gesunken. Bei der Ebit-Marge geht Autoneum für das zweite Halbjahr von 4 bis 5% aus, für das Gesamtjahr von einem knapp positiven Wert. Im ersten Halbjahr lag die Marge bei –4,4%. (Lesen Sie hier mehr.)

Comet: Die Comet (COTN 210.00 +0.24%) Group rechnet mit einem Umsatzwachstum auf 385 bis 395 Mio. Fr. und einer Margenverbesserung auf 13 bis 14% im Gesamtjahr. Die Mittelfristziele werden bekräftigt. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft sei mit dem Verkauf der Sparte Ebeam an Tetrapak abgeschlossen. (Lesen Sie hier mehr.)

Carlo Gavazzi: Die Elektrotechnikgruppe Carlo Gavazzi (GAV 181.50 0%) hat Corona im ersten Halbjahr 2020/21 stark zu spüren bekommen. Entsprechend lag der Umsatz 8,6% unter Vorjahr. Die Kosten hatte das Unternehmen indes im Griff. Dadurch konnte der Betriebsgewinn (Ebit) bei 5,3 Mio. stabil gehalten werden. Einen konkreten Ausblick macht das Unternehmen weiter nicht. (Lesen Sie hier mehr.)

Burkhalter: Der Elektroinstallateur Burkhalter (BRKN 65.00 +0.93%) will 175 Mitarbeiter der Basler Firma Elektrizitäts AG EAGB übernehmen, die sich in provisorischer Nachlassstundung befindet. Burkhalter gründet zu diesem Zweck eine Auffanggesellschaft. Ob die Pläne umgesetzt werden können, wird voraussichtlich am 4. Dezember der Nachlassrichter entscheiden.

SNB: Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch die Mitglieder des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 5'040.00 +1%)) und ihre Stellvertreter für die neue Amtsdauer von 2021 bis 2027 in globo wiedergewählt.

BCV: Die Banque Cantonale Vaudoise (BCVN 93.50 +0.21%) (BCV) hat Fabrice Welsch zum Generaldirektor und Leiter der Division Asset Management & Trading ernannt. Der 54-Jährige ist zurzeit Leiter der Abteilung Vorsorge & Steuern. Er wird das Amt Anfang 2021 antreten.

GKB: Die Graubündner Kantonalbank (GRKP 1'475.00 +1.03%) (GKB) zählt laut Standard & Poor’s weiterhin zu den Schweizer Banken mit einer sehr guten Bonität. Die Ratingagentur hat am Mittwoch die Bonitätsnote AA mit stabilem Ausblick bestätigt.

Achiko: Das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen Achiko (ACHI 0.51 +9.17%) hat mit der amerikanischen Investmentfirma Yorkville Advisors einen Investor gefunden. Demnach wurde mit Yorkville eine Wandelanleihenfazilität in den Höhe von bis zu 12 Mio. $ abgeschlossen.

Kühne + Nagel: Der Logistiker Kühne + Nagel (KNIN 205.90 +1.23%) und die Cargo-Sparte von Qatar Airways wollen den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie unterstützen. Sie spenden daher Luftfrachtdienste an das Hilfswerk Unicef.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 26.11.2020

Wichtige Ereignisse
vom 26.11.2020

SCHWEIZ
06:30   Carlo Gavazzi: Ergebnis H1
08:30   BFS: Beschäftigungsbarometer Q3 2020
08:30   BFS: Lohnentwicklung 2020 nach drei Quartalen
09:30   BFS: MK zu Einführung eines offiziellen Immobilienpreisindexes
Sonstige Termine
Comet: Investor Day (online, ab 10.00 Uhr)
INTERNATIONAL
07:30 FRA Remy Cointreau, Halbjahreszahlen
07:30 DEU Instone Real Estate, 9Monatszahlen
08:00 GBR Aviva, Q3 Trading Update
10:00 DEU Gea Group, Hauptversammlung (online)
10:00 DEU Axel Springer SE, Hauptversammlung (online)
- ohne Zeitangabe:
DEU: NordLB, 9Monatszahlen
Termine Konjunktur
DEU: DIW Konjunkturbarometer
07:00 JPN Maschinenwerkzeugaufträge 10/20 (endgültig)
08:00 DEU GfK-Verbrauchervertrauen 12/20
08:00 DEU Umsatzentwicklung der gewerblichen Wirtschaft (Frühindikator) 10/20
08:45 FRA Verbrauchervertrauen 11/20
10:00 EUR Geldmenge M3 10/20
13:30 EUR EZB Sitzungsprotokoll 29.10.20
- Sonstige Termine:
09:00 DEU Verkündungstermin im Patentstreit zwischen Nokia und Daimler
09:00 DEU Regierungserklärung Angela Merkel im Bundestag zur Corona-Strategie
10:00 DEU Bundesgerichtshof verhandelt über Informationspflichten
von Internethändlern
11:00 DEU Abschliessende Sitzung Haushaltsausschuss zum Bundeshaushalt 2021
13:30 DEU Sitzung Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard
GRI: Streik der griechischen Staatsbediensteten und Seeleute - Flüge fallen aus
- Hinweis
USA: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: wie lange bis zum Durchbruch?

Mittlerweile steckt der Swiss Market Index bereits seit zwei Wochen in einer Mini-Tradingrange fest. Viel länger kann diese Pattsituation nicht mehr andauern. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Peru hat am Montag hundertjährige Staatsanleihen verkauft. Das Emissionsvolumen beträgt 1 Mrd. $. Der Coupon der Dollaranleihen beläuft sich auf 3,3%, das sind lediglich 1,7 Prozentpunkte mehr als bei langfristigen US-Staatsanleihen. Die Rendite ist so gering wie noch nie für eine neu emittierte hundertjährige Anleihe eines Schwellenlandes.

Die Obligationen sind auf rege Nachfrage gestossen, wie die Agentur Bloomberg berichtet. Offensichtlich haben sich die Anleger nicht abschrecken lassen, obwohl Peru diesen Monat drei verschiedene Präsidenten gehabt hat. Das Land ist derzeit von politischen Unruhen, gewaltsamen Protesten und Korruptionsvorwürfen geprägt.

Die Investoren setzen wohl darauf, dass der gemässigte Mittepolitiker Francisco Sagasti als Übergangspräsident die Lage stabilisieren kann. Zudem ist der Preis von Perus wichtigstem Exportgut Kupfer deutlich gestiegen, und die Aussichten für den künftigen Absatz sind gut.

Hundertjährige Dollaranleihen sind eine Rarität. Einzig Israel hat solche ausstehend, sie verfallen im April 2120. Anleihen mit hundert Jahren Laufzeit in Euro gibt es beispielsweise von Österreich und Bolivien. Argentinien hatte 2017 einen hundertjährigen Dollarbond zu einer Rendite von knapp 8% emittiert, im vergangenen Sommer folgte eine Umschuldung.

Peru hat seit der Unabhängigkeit 1821 gegenüber ausländischen Gläubigern acht Zahlungsausfälle oder Umschuldungen ausgeführt. Das Land hat das Rating BBB+ von der Agentur Standard & Poor’s, das ist die drittunterste Bonitätsnote mit Anlagequalität (Investment Grade). Das Rating von Moody’s ist mit A3 eine Stufe höher.