Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch, dem vorletzten Handelstag des Jahres, freundlich tendiert, zum Schluss aber leichte Gewinnmitnahmen verzeichnet. Der Dow Jones Industrial zog 0,2% auf 30’409,6 an, was einem neuen Rekordschlussstand entspricht. Der S&P 500 gewann 0,1% auf 3732. Der Nasdaq 100 stagnierte auf 12’845.  Marktteilnehmer erklärten, der Handel sei erwartungsgemäss dünn gewesen, es habe an Konjunkturdaten oder Unternehmensnachrichten gefehlt.

Einmal mehr wurden die Kurse von Zuversicht getrieben, Impfungen würden helfen, die Coronapandemie in den Griff zu bekommen. Die Meldung, in Grossbritannien sei nun auch der Impfstoff von AstraZeneca zugelassen, stützte den Markt. Andererseits gehörten die Aktien des Covid-19-Impfstoffherstellers Moderna mit –2,9% zu den Verlierern.

Intel schlossen nach dem Kurssprung vom Vortag 1,3% schwächer. Zu den Gewinnern gehörten Caterpillar (+1,9%). Die Titel des Baumaschinenherstellers profitierten von positiven Analystenkommentaren von Baird, wonach die Kurserholung noch lange nicht zu Ende sei. Neue Rekorde erreichten die Valoren von Walt Disney (+2%) und von Visa (+1,9%).

Asien

In Asien entwickeln sich die Aktienmärkte am Donnerstag unterschiedlich. Der Nikkei 225 verliert knapp 0,5%, während der Hang Seng 0,3% und der Shanghai Composite 1,4% zulegt.

10'990.5
+0.41%
3'647.2
+0.64%
14'016.6
+0.68%
31'188.4
+0.83%
13'457.2
+1.97%
28'756.9
+0.82%
1.0777
+0.03%
0.8887
-0.06%
1.2126
+0.1%
1'869.88
-0.11%
55.80
+0.23%
34'271.00
-3.7%

News Vorbörse Schweiz

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Vorbörsenkurse von Julius Bär

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Wichtige Ereignisse vom 31.12.2020

Wichtige Ereignisse
vom 31.12.2020

Schweiz
09:00   SNB: Volumen Devisenmarktinterventionen Q3
Sonstige Termine
SIX geschlossen
International
TERMINE KONJUNKTUR
06:30 NLD Einzelhandelsumsatz 11/20
10:30 PRT Verbraucherpreise 12/20 (vorläufig)
11:00 GRI Einzelhandelsumsatz 10/20
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- Hinweis
"Silvester"
Börsen in Frankfurt, Prag, Tokio, Wien, Moskau und Zürich geschlossen
Verkürzter Handel in Budapest (12.00 Uhr MEZ), Mailand (12.30 Uhr MEZ), London,
Warschau (13.30 Uhr MEZ), Madrid (14.00 Uhr MEZ), Paris, Amsterdam, Luxemburg
(14.05 Uhr MEZ)
Börse in New York geöffnet, US-Anleihenmarkt (20.00 Uhr MEZ)

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

Auch in der Schweiz verdichten sich die Anzeichen, dass die Wirtschaft den verschärften Ausbruch der Pandemie zum Jahresende vorerst gut verkraftet. So ist das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (Kof) von 103,7 Punkten im November auf 104,3 Punkte im Dezember gestiegen. Positive Signale kamen aus der Industrie und vom privaten Konsum sowie aus der Finanz- und Versicherungsbranche. Negative Impulse seien dagegen von der Auslandnachfrage gekommen, schreibt die Kof am Mittwoch. Fast überall in Europa sind die Ansteckungszahlen über die Feiertage wegen geringerer Testzahlen weniger aussagekräftig. Allerdings zeigt sich, dass der Anteil positiver PCR-Tests über die Feiertage in der Schweiz klar wieder steigt. Angespannt bleibt die Lage in den Spitälern. Von Entwarnung kann somit keine Rede sein.

Ähnlich sieht es in Deutschland aus. Aber auch hier zeigt sich, dass trotz verschärftem Lockdown das Weihnachtsgeschäft nicht so sehr gelitten haben dürfte. Darauf deutet der Mautindex hin, der den Lkw-Verkehr auf deutschen Autobahnen misst: Kurz vor Weihnachten ist er kräftig gestiegen, was höchstwahrscheinlich am erhöhten Transportvolumen von Paketen aus dem Onlinegeschäft liegt. Doch selbst in der Weihnachtsruhe lag der Index über Vorkrisenniveau. Gleich zu Beginn des neuen Jahres werden frische Konjunkturdaten vom November aus dem Einzelhandel und der Industrie klarer erkennen lassen, ob und welche Einbussen im nördlichen Nachbarland im vierten Quartal zu verzeichnen waren.

Deutsche Bundesanleihen (zehn Jahre) rentieren derzeit mit –0,56%, Schweizer «Eidgenossen» liegen knapp weniger weit im negativen Bereich bei –0,54%. Seit Wochen ist eine erhöhte Nachfrage der Investoren nach Staatspapieren zu beobachten, denn vor allem die inflationsindexierten Renditen sinken derzeit tiefer ins Minus: aktuell auf –1,51% für Deutschland. Dieses Bild lässt sich auch bei US-Treasuries beobachten, deren reale Verzinsung (zehn Jahre) bereits seit Mitte Dezember weniger als –1% beträgt. Dafür steigt die vom Markt vorweggenommene Inflation (Break-Even-Inflation) in den USA auf fast 2%, bei deutschen Staatspieren liegt sei bei 0,94%. Kein Wunder hat sich der Euro seit Anfang Dezember zum Dollar um 2,9% auf mehr als 1.22 $ verteuert. Der Franken hat sich zur US-Währung um 2,8% aufgewertet.

Dies ist der letzte Morgen-Report im Jahr 2020. Das Team der «Finanz und Wirtschaft» wünscht Ihnen einen guten Start ins neue Jahr. Der nächste Morgen-Report erscheint am Montag, 4. Januar.