Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Der Sieg der Demokraten bei der Stichwahl in Georgia sorgte in der Nacht zu Donnerstag für starke Standard- und schwache Technologiewerte. Der Dow Jones Industrial gewann 1,4% auf 30’829 Punkte. Der S&P 500 schloss 0,5% höher bei 3748 Zählern. Der Nasdaq 100 sackte 1,4% ab auf 12’623.

Investoren fürchten, eine demokratische Mehrheit in beiden Parlamentskammern sowie ein demokratischer US-Präsident Joe Biden könnten zu einer stärkeren Besteuerung und Regulierung von Tech-Konzernen führen. Apple etwa verloren 3,5%, Facebook 3%.

Banktitel waren gefragt: Goldman Sachs legten 5,4% zu, JPMorgan 4,7%. Aktien von Solaranbietern haussierten. First Solar verzeichneten ein Plus von 8,2%, Sunworks von 16,2 und Sunpower gar von 20,1%. Auch Moderna kamen mit einem Plus von 6,5% nach der Zulassung des Impstoffs in der EU gut an.

Asien

In Asien sorgte der Durchmarsch der Demokraten ebenso für freundliche Stimmung. Der Nikkei 225 notierte mit einem Aufschlag von 1,5% bei 27’456. Der Hang Seng in Hongkong fiel 0,6% auf 27’525. Der Shanghai Composite stagnierte bei einem Minus von 0,3%. Der koreanische Kospi legte mehr als 2,4% zu.

10'945.5
+0.63%
3'624.0
+0.8%
13'921.4
+0.77%
31'188.4
+0.83%
13'457.2
+1.97%
28'756.9
+0.82%
1.0780
+0.07%
0.8886
-0.07%
1.2131
+0.14%
1'869.30
-0.15%
55.90
+0.41%
34'426.00
-3.27%

News Vorbörse Schweiz

LafargeHolcim: Der Baustoffkonzern LafargeHolcim (LHN 50.86 +0.43%) übernimmt die Division Firestone Building Products von Bridgestone (5108 32.09 +1.1%) Americas für 3,4 Mrd. $. Der Kauf wird mit Barmitteln und Fremdkapital finanziert. Der geschätzte Umsatz der Einheit beträgt 1,8 Mrd. $ und der Betriebsgewinn 270 Mio. $. Das Unternehmen stellt in weltweit 21 Werken kautschukbasierte Dach- und Teichabdichtungssysteme her. (Lesen Sie hier mehr.)

SGS: Der Warenprüfkonzern SGS (SGSN 2'733.00 +1.11%) kauft das britische Lebensmitteltestlabor Analytical & Development Services (ADS) mit Sitz in Cambridge. ADS ist auf Tests in den Bereichen Pestizide, Ernährung, Mikrobiologie, Lebensmittelmolekularbiologie sowie Allergentests spezialisiert und hat 2019 mit rund neunzig Mitarbeitern einen Umsatz von circa 6 Mio. £ erzielt.

SoftwareOne: Die IT-Firma SoftwareOne (SWON 28.50 -0.35%) hat die spanische Intelligence Partner übernommen und erweitert damit ihre Google-Cloud-Kapazitäten. Intelligence Partner bedient den spanischen, den brasilianischen und den nahöstlichen Markt. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen mit achtzig Mitarbeitern einen Bruttogewinn von rund 6 Mio. Fr.

Swiss Steel: Liwet, der Grossaktionär des Spezialstahlherstellers Swiss Steel (STLN 0.24 +2.98%), hat am 30. Dezember beim Bezirksgericht Luzern das Gesuch zwecks Fortsetzung der Handelsregistersperre eingereicht. Zuvor hatte die Gesellschaft rund um den russischen Investor Victor Vekselberg beim Handelsregisteramt des Kantons Luzern eine Sperre für die Eintragung der Kapitalerhöhung erwirkt, die die a.o. Generalversammlung am 22. Dezember beschlossen hatte. Swiss Steel antwortete am 5. Januar beim Gericht, das Gesuch von Liwet entbehre jeder Grundlage und widerspreche den Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre. (Lesen Sie hier mehr.)

Kühne + Nagel: Der Logistikkonzern Kühne + Nagel (KNIN 203.40 +0.79%) übernimmt den Vertrieb des Coronaimpfstoffs des US-Herstellers Moderna (MRNA 125.14 +0.1%). Die Vereinbarung betrifft den Transport von Impfstoffdosen in Europa, Asien, dem Nahen Osten, Afrika sowie in Teilen Amerikas. In Europa komme dabei eine Flotte von rund 200 speziellen Pharmatransportfahrzeugen zum Einsatz. Dank dieser könne man die erforderliche Temperatur von –20°C aufrechterhalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Addex: Das Biotech-Unternehmen Addex (ADXN 1.60 -0.62%) hat die Angebotspreise für die geplante Kapitalerhöhung festgesetzt. Eine Aktie kostet rund 1.47 Fr. und ein ADS 10 $. Insgesamt sollen dem Unternehmen brutto 10 Mio. $ an frischem Kapital zufliessen. Addex gibt die neuen Papiere aus dem bestehenden genehmigten Aktienkapital aus.

Formulafirst: Der rechnerische Buchwert der Aktien der an der SIX kotierten Beteiligungsgesellschaft Formulafirst (FFI 32.00 +5.26%) hat im Geschäftsjahr 2020 um 3,39% auf 32 Fr. zugelegt.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 07.01.2021

Wichtige Ereignisse
vom 07.01.2021

SCHWEIZ
08:30   BFS: Detailhandelsumsätze November 2020
09:30   MK EY: Bankenbarometer 2021 (online)
09:30   MK Raiffeisen Anlageausblick 2021
10:00   SGB: Jahres-MK 2021, Bern
INTERNATIONAL
TERMINE UNTERNEHMEN
09:00 FRA Verband der französischen Luft- und
Raumfahrtindustrie GIFAS, Pressegespräch
11:00 DEU Munich Re, Naturkatastrophenbericht 2020
11:00 NLD Altice Europe, ausserordentliche Hauptversammlung
13:00 USA Walgreens Boots Alliance, Q1-Zahlen
USA: Bed Bath & Beyond, Q3-Zahlen
USA: Micron Technology, Q1-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
08:00 DEU Auftragseingang Industrie 11/20
10:00 EUR EZB Wirtschaftsbericht
10:00 POL Verbraucherpreise 12/20 (vorläufig)
11:00 EUR Verbraucherpreise 12/20 (vorab)
11:00 EUR Einzelhandelsumsatz 11/20
11:00 EUR Wirtschafts- und Industrievertrauen 12/20
11:00 ITA Verbraucherpreise 12/20 (vorläufig)
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Handelsbilanz 11/20
16:00 USA ISM Service 12/20
- Hinweis
RUS: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

An den Staatsanleihenmärkten stehen die Stichwahlen zum US-Senat im Fokus der Anleger. Bereits bevor der Wahlsieg der beiden demokratischen Kandidaten in Georgia feststand, stieg die zehnjährige US-Rendite am Mittwoch erstmals seit März auf mehr als 1%. Kurzfristig steckt dahinter die Erwartung der Investoren, dass die Fiskalpolitik in den USA durch eine Mehrheit der Demokraten im Kongress expansiver wird.

Allerdings war die Aufwärtsbewegung bei den nominalen US-Zinsen schon länger zu beobachten. Aus inflationsindexierten US-Staatsanleihen lässt sich dagegen bereits seit Mitte Dezember eine reale Rendite von weniger als –1% ableiten und damit mit weiter sinkender Tendenz. Grundsätzlich sind die Staatspapiere im Zuge der aktuellen Pandemiewelle stärker gefragt.

Was jedoch die nominale Verzinsung in den USA nach oben und die Kurse der Obligationen nach unten treibt, sind die Inflationserwartungen: Sie liegen bei mehr als 2% – also im Rahmen des Inflationsziels der Währungshüter. Anleger trauen der US-Notenbank offenbar zu, dass sie das Ziel in den nächsten zehn Jahren mit einer lockeren Geldpolitik erreichen wird.

In Europa zeigt sich noch kein Preisdruck, wie die jüngsten Inflationsdaten vom Dezember aus der Schweiz (–0,8%) und Deutschland (–0,3%) diese Woche gezeigt haben. Das wird sich zumindest in Deutschland bald ändern: Anfang 2021 läuft die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung vom Sommer aus. Hinzu kommt die CO2-Abgabe auf den Treibhausgasausstoss von Brennstoffen. Im Vergleich zum Januar 2020 könnte die Inflationsrate damit auf rund +1,5% steigen.