Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Dass Noch-US-Präsident Donald Trump nun eine geordnete Übergabe der Macht angekündigt hat und in den US-Kammern klare, demokratische Verhältnisse herrschen, sorgte in der Nacht zu Freitag für gute Stimmung in den Staaten. Der Dow Jones Industrial stieg 0,7% auf 31’041 Punkte. Der S&P 500 notierte 1,5% höher bei 3803 Zählern. Der Nasdaq 100 holte die Vortagesverluste auf und schloss 2,5% stärker bei 12’939.

Im Blick standen einmal mehr die Aktien des E-Auto-Bauers Tesla, die nach einem positiven Analystenkommentar erstmals bei mehr als 800 $ notierten. Die Apothekenkette Walgreens Boots Alliance verzeichnete ein Plus von mehr als 5% nach guten Quartalszahlen. Bed Bath and Beyond dagegen enttäuschten: Für die Anteilsscheine bedeutete dies ein Minus von 11%.

Asien

Die US-Sanktionen gegen drei chinesische Telco-Anbieter belasteten die Märkte im Reich der Mitte, während im Rest Asiens freundliche Stimmung herrschte. Der Nikkei 225 notierte mit einem Aufschlag von 1,5% bei 28’059. Beim Hang Seng in Hongkong ging es 0,9% rauf auf 27’783. Der koreanische Kospi legte gar mehr als 4% zu. Der Shanghai Composite dagegen fiel 0,6%.

Nach dem Delisting von China Mobile, China Telecom und China Unicom Hong Kong an der Wallstreet fallen die Papiere demnächst nun auch aus wichtigen Indizes von MSCI und FTSE Russell. China Mobile (CHL 27.51 +5.4%) sanken darauf 6%, China Telecom und China Unicom je 8%.

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News Vorbörse Schweiz

SNB: Die schweizerische Nationalbank SNB (SNBN 4'990.00 -0.99%) erwartet nach ersten provisorischen Berechnungen für 2020 einen Gewinn von 21 Mrd. Fr. Der Gewinn auf Fremdwährungspositionen betrug 13 Mrd. Fr. Es werden Zuweisungen an die Rückstellungen für Währungsreserven von 6,3 Mrd. Fr. gebildet. Die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone beträgt 4 Mrd. Fr. Ein Drittel geht an den Bund, zwei Drittel gehen an die Kantone. (Lesen Sie hier mehr.)

Credit Suisse Group: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 12.26 +0.7%) bildet eine weitere Rückstellung von 850 Mio. $ im Hypothekenstreit in den USA. Der Fall zwischen der CS und dem US-Unternehmen MBIA in New York datiert aus dem Jahr 2009. Es geht in dem Streit um Garantien bezüglich eines Hypothekendarlehens, eine sogenannte Residential Mortgage Backed Security (RMBS). Inklusive einer früher kommunizierten Wertberichtigung auf einer Minderheitsbeteiligung an York Capital von 450 Mio. $ rechnet die Grossbank daher mit einem Verlust im vierten Quartal 2020. (Lesen Sie hier mehr.)

Credit Suisse Group: Die Grossbank Credit Suisse beabsichtigt im laufenden Jahr einen Aktienrückkauf. Es sollen Titel im Wert von 1 bis maximal 1,5 Mrd. Fr. zurückgekauft werden, je nach Marktbedingungen. Das Programm wird am 12. Januar gestartet.

U-Blox: Das Übernahmeangebot des Chipherstellers U-Blox (UBXN 75.25 +1.76%) an die britische Telit stösst auf wenig Gegenliebe. Telit hat die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Firmen offenbar brieflich beendet. U-Blox hatte im November dem Konkurrenten Telit Communications ein Fusionsangebot unterbreitet. Sie bot in einem nicht bindenden Angebot eine Fusion per Aktientausch an, in dem die Telit-Titel mit 2.50 £ pro Stück bewertet würden. (Lesen Sie hier mehr.)

Stadler Rail: Der Zugbauer Stadler Rail (SRAIL 43.80 +1.06%) hat einen Auftrag im Tessin ergattert. Er wird für die Centovallibahn acht neue elektrische Triebzüge bauen. Die Linie verbindet Locarno mit Domodossola in Italien. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 94 Mio. Fr. Die neuen Züge sollen ab 2023 das alte Rollmaterial der Centovallibahn ersetzen.

Titlis-Bahnen: Das Tourismusunternehmen Titlis-Bahnen (TIBN 47.00 -0.21%) verzeichnete im Coronajahr 2020 einen historischen Einbruch. Der Umsatz brach im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende Oktober) gut 50% ein auf noch 38,2 Mio. Fr. Während der Ebitda mit 5,2 Mio. Fr. (–82,9%) knapp im positiven Bereich blieb, resultierte auf Ebene Ebit ein Fehlbetrag von 18,9 Mio. Fr. Unter dem Strich ergab sich ein Minus von 19,6 Mio. Fr. Der VR beantragt, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. (Lesen Sie hier mehr.)

Cembra Money Bank: Die Cembra (CMBN 101.70 +0.1%) Money Bank erhält auf den 1. März einen neuen Konzernchef. Der VR hat Holger Laubenthal auf dieses Datum zum neuen CEO ernannt. Er ersetzt Robert Oudmayer, der 2021 in den vorzeitigen Ruhestand tritt. Laubenthal bringt langjährige Erfahrung im Bereich Konsumfinanzierung mit und war in verschiedenen Führungspositionen tätig. (Lesen Sie hier mehr.)

SoftwareOne: Der IT-Dienstleister SoftwareOne (SWON 28.50 -0.35%) hat zwei neue unabhängige Mitglieder für den Verwaltungsrat nominiert. Zur Wahl werden Isabelle Romy, eine Expertin für Governance, Legal und Compliance, sowie der ehemalige Avanade-CEO Adam Warby vorgeschlagen. Die derzeitigen sieben Mitglieder des Aufsichtsgremiums stellen sich alle zur Wiederwahl, inklusive Präsident Daniel von Stockar.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 08.01.2021

Wichtige Ereignisse
vom 08.01.2021

SCHWEIZ
07:00   Titlisbahnen: Ergebnis 2019/20
07:25   SNB: Erste Angaben zum Ergebnis 2020
07:45   Seco: Arbeitsmarktdaten Dezember 2020 (MK 10.00 Uhr)
09:00   SNB: Devisenreserven Dezember 2020
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
08:00 GBR Marks & Spencer, Trading Update Q3/20
- ohne Zeitpunkt:
FRA: Sodexo, Q1-Umsatz
Termine Konjunktur
06:00 JPN Frühindikatoren 11/20 (vorläufig)
08:00 DEU Handels- und Leistungsbilanz 11/20
08:00 DEU Industrieproduktion 11/20
08:00 DEU Lkw-Maut-Fahrleistungsindex 12/20
08:00 DEU Bauhauptgewerbe (Umsatz und Beschäftigte) 10/20
08:45 FRA Industrieproduktion 11/20
08:45 FRA Privater Verbrauch 11/20
11:00 EUR Arbeitslosenzahlen 11/20
11:00 BEL Arbeitslosenzahlen 11/20
11:00 ITA Arbeitslosenzahlen 11/20 (vorläufig)
12:00 IRL Einzelhandelsumsatz 11/20
14:30 CAN Arbeitslosenquote 12/20
14:30 USA Arbeitsmarktbericht 12/20
16:00 USA Lagerbestände Grosshandel 11/20 (endgültig)
18:00 NED Airbus Telko Bestellungen und Auslieferungen 2020
21:00 USA Konsumentenkredite 11/20
- Sonstige Termine
DEU: Pkw-Neuzulassungen VdiK, VDA, KBA 12/20 und Gesamtjahr 2020

(Quelle: AWP)

Ausblick Unternehmen

Die zweite Woche des neuen Jahres beginnt für die Schweizer Unternehmenslandschaft am Dienstag mit Sika. Der Baustoffkonzern wird Umsatzzahlen für 2020 präsentieren und damit wohl bei rund 7,8 Mrd. Fr. landen, rund 3% weniger als 2019. Vor einem Monat hat sich CEO Paul Schuler (SCUN 18.60 0%) gegenüber FuW zur Zukunft des Unternehmens geäussert.

Gleichentags veranstaltet Schaffner ihre ordentliche Generalversammlung. Sie wird wegen der Coronapandemie ohne persönliche Teilnahme der Aktionäre stattfinden, diese können ihre Stimme via Stimmrechtsvertreter abgeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 hat der Elektrospezialist einen herben Dämpfer erlitten.

Am Donnerstag präsentiert der Verbindungtechnikspezialist Bossard Umsatzzahlen für 2020. Er hat zum Abschluss des dritten Quartals einen Umsatz von 770 bis 800 Mio. Fr. in Aussicht gestellt. CEO Daniel Bossard (BOSN 205.00 +2.5%) rechnet für 2021 wieder mit Wachstum.

Gleichentags gibt auch Geberit den Umsatz für 2020 bekannt. Er dürfte mit 2,9 Mrd. Fr. rund 5% geringer ausfallen als im Jahr zuvor. Trotz der Krise konnte der Sanitärtechniker die operative Marge nach neun Monaten allerdings steigern.

Partners Group veröffentlicht am Donnerstag den Stand der verwalteten Vermögen. Der Spezialist für alternative Anlagen dürfte sie über 10% auf rund 104 Mrd. Fr. gesteigert haben. Das Geschäft liegt im langfristigen Trend und könnte sich auch 2021 reger Nachfrage erfreuen.

Am Freitag legt die Hypothekarbank Lenzburg als erstes Schweizer Geldhaus die Zahlen für 2020 vor. Zum Halbjahr hatte sie die Coronakrise zu spüren bekommen und wegen Abschreibungen auf Finanzanlagen, aber auch wegen höherer Kosten für die Digitalisierung fast 14% weniger Gewinn geschrieben.

Die Woche schliesst der Raumklimaspezialist Zehnder mit Umsatzzahlen ab. Er hat Ende 2020 eine positive Gewinnwarnung veröffentlicht, die Aktien avancierten markant. Anlässlich dessen hat das Unternehmen für das abgelaufene Jahr einen Umsatz von 613 bis 618 Mio. € und einen Ebit von 49 bis 51 Mio. € in Aussicht gestellt.