Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Zum Handelsauftakt am Mittwoch stieg die US-Börse auf neue Höchst. Die Indizes konnten das Niveau wegen schwacher Inflationsdaten aber nicht halten. Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit einem Plus von 0,2% bei 31’438. Der marktbreite S&P 500 schloss praktisch unverändert bei 3910. Der Index der Technologiebörse Nasdaq 100 verlor 0,2% auf 13’655.

Auf Unternehmensseite machten wieder Quartalszahlen Schlagzeilen. Coca-Cola schlug mit dem Ergebnis 2020 zwar die Erwartungen. Die Aktien des Süssgetränkherstellers verloren dennoch 0,2%. General Motors lagen bei Handelsschluss gar gut 2% im Minus. Die Börse hatte das erfreuliche Ergebnis bereits in den Tagen davor vorweggenommen.

Cisco bekleideten mit einem Minus von 2,6% das Schlusslicht im Dow. Dies, obwohl der Netzwerkspezialist gute Zahlen vorlegte. Twitter gewannen derweil 13%. Der Kurznachrichtendienst hat im vergangenen Quartal sein Geschäft deutlich ausgebaut, auch wenn die Entwicklung der Nutzerzahlen verhalten blieb.

Lyft übertraf die Erwartungen, was von den Anlegern honoriert wurde. Die Aktien des Fahrdienstvermittlers avancierten 4,8%. Diejenigen des Konkurrenten Uber gewannen gar rund 6%.

Asien

In Japan, Korea und China blieben die Börsen am Donnerstag infolge des Tags der Staatsgründung und des am Freitag startenden chinesischen Neujahrsfests geschlossen.

10'607.8
-1.32%
3'669.5
-0.95%
13'920.7
-0.96%
31'496.3
+1.85%
12'920.1
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29'101.6
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1.1094
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0.9300
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1.1927
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1'700.17
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70.78
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51'786.00
+1.1%

News Vorbörse Schweiz

Zurich Insurance: Der Versicherungskonzern Zurich Insurance (ZURN 390.40 -1.26%) hat 2020 einen betrieblichen Gewinn (Business Operating Profit) von 4,24 Mrd. $ erarbeitet, nach 5,3 Mrd. $ im Vorjahr. Der Gewinn wird mit 3,83 Mrd. $ ausgewiesen, nach 4,15 Mrd. 2019. Die Dividende soll unverändert 20 Fr. betragen. (Lesen Sie hier mehr.)

Clariant: Der Umsatz des Spezialitätenchemiekonzerns Clariant (CLN 19.59 +0.31%) ist 2020 um 12% auf 3,86 Mrd. Fr. gesunken (in lokalen Währungen –5%). Der Konzerngewinn wird mit 799 Mio. Fr. ausgewiesen (Vj. 38 Mio. Fr.). Der Ebitda ist 16% auf 619 Mio. Fr. gefallen. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0.70 Fr. je Aktie erhalten (0.55 Fr. für 2019, 0.15. Fr. für 2020). (Lesen Sie hier mehr.)

Leonteq: Der Finanzdienstleister Leonteq (LEON 44.10 -0.45%) verzeichnet 2020 einen Rückgang des Betriebsertrags um 8,5% auf 234,5 Mio. Fr. Der Konzerngewinn sinkt 36% auf 39,9 Mio. Fr. Die Dividende soll 0.75 Fr. betragen (Vj. 0.50 Fr.). Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Leonteq, mehr als 0.75 Fr. pro Aktie auszuzahlen. Ab 2022 ist eine Ausschüttungsquote von über 50% des Gewinns vorgesehen. (Lesen Sie hier mehr.)

Valiant: Das Bankhaus Valiant (VATN 96.20 +0.73%) weist einen Konzerngewinn von 121,9 Mio. Fr. aus, +0,7%. Der Verwaltungsrat beantragt der GV eine unveränderte Dividende von 5 Fr. pro Aktie. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft stieg 5% auf 330,4 Mio. Fr. Die Kundenausleihungen wuchsen 4,3% und erreichten Ende 2020 ein Volumen von 25,9 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Vontobel: Das Finanzinstitut Vontobel (VONN 72.55 +0.07%) verzeichnet für 2020 ein Nettoneugeldwachstum von 14,8 Mrd. Fr., +7,4%. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 259,4 Mio. Fr. leicht unter dem Vorjahreswert (265,1 Mio. Fr.). Die Dividende soll unverändert 2.25 Fr. betragen. (Lesen Sie hier mehr.)

ObsEva: Das Biotech-Unternehmen ObsEva (OBSV 2.81 -15.36%) erhöht das Aktienkapital ein weiteres Mal. Der Verwaltungsrat hat am 10. Februar eine Aufstockung von 69,6 Mio. auf 81,2 Mio. Aktien durch die Ausgabe von knapp 11,6 Mio. neuen Namentiteln genehmigt. Der Ausgabepreis beträgt knapp 8 Rp. (1/13 Fr.) pro Aktie. Die neuen Valoren werden am 18. Februar an der SIX kotiert.

Sensirion: Der Sensortechniker Sensirion (SENS 56.30 -2.93%) übernimmt die niederländische Qmicro B.V. Sie ist spezialisiert auf miniaturisierte Gasanalysetechnologie und zählt sechzehn Beschäftigte. Mit der Transaktion erweitert Sensirion das Gassensorikportfolio von Komponenten und Modulen hin zu eigenständigen Mikrogasanalysatoren für Anwendungen in der Industrie.

Sonova: Der Hörgeräteanbieter Sonova (SOON 219.70 -2.14%) ernennt per Juni Birgit Conix zum Chief Financial Officer und zum Mitglied der Geschäftsleitung. Sie übernimmt die Nachfolge von Hartwig Grevener, der die Branche verlässt.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 11.02.2021

Wichtige Ereignisse
vom 11.02.2021

Schweiz
06:45 Zurich Insurance: Ergebnis 2020 (Conf. Call 13.00 Uhr)
07:00 Clariant Ergebnis 2020
07:00 Leonteq Ergebnis 2020
07:00 Firmenich International SA: Ergebnis 2020, Genf
07:00 Valiant Ergebnis 2020
07:00 Vontobel Ergebnis 2020
09:00 Clariant BMK 2020, online
09:00 Freiburger KB: BMK 2020
09:00 Leonteq BMK 2020
10:00 Valiant BMK 2020
11:00 Vontobel BMK 2020
Sonstige Termine
Achiko: aoGV (Kapitalerhöhung)
International
07:00 DEU Commerzbank, Jahreszahlen (detailliert) (Online-Pk 10.30 h)
(14.00 h Capital Markets Day online)
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 01/21
07:00 DEU Bilfinger, Q4-Zahlen (Call 10.00 h)
07:00 BEL KBC Group, Jahreszahlen
07:00 FRA Credit Agricole, Jahreszahlen
07:00 ITA UniCredit, Jahreszahlen
07:00 LUX ArcelorMittal, Jahreszahlen
07:15 FRA Schneider Electric, Jahreszahlen
07:30 NLD Aegon, Jahreszahlen
07:30 FRA Pernod Ricard, Halbjahreszahlen
07:30 DEU RIB Software, Jahreszahlen
08:00 DEU Amadeus Fire, Jahreszahlen
08:00 GBR AstraZeneca, Jahreszahlen
08:00 GBR Relx, Jahreszahlen
09:00 DEU Deutsche Börse, Bilanz-Pk (Call 13.30 h)
10:00 DEU Metro, Call zu den Q1-Zahlen
10:00 DEU Aurubis, Hauptversammlung (online)
10:00 GBR Shell, Strategy Day 2021
11:00 DEU Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard
12:00 USA Pepsico, Q4-Zahlen
13:00 USA Kellogg, Q4-Zahlen
17:00 DEU Digitaler Neujahrsempfang Deutsche Bank, Frankfurt/Berlin
18:00 FRA L' Oréal, Jahreszahlen
22:05 USA Verisign Inc., Q4-Zahlen
22:05 USA Walt Disney, Q1-Zahlen
ERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE
DEU: Bastei Lübbe, Q3-Zahlen
BEL: Umicore, Jahreszahlen
FRA: Legrand, Jahreszahlen
FRA: Rexel, Jahreszahlen
FRA: Natexis, Jahreszahlen
ITA: Autogrill, Q4-Zahlen
NLD: Telenet, Jahreszahlen
USA: Tyson Foods, Q1-Zahlen
USA: BorgWarner, Q4-Zahlen
USA: Kraft Heinz, Q4-Zahlen
USA: PayPal, Investor Day
Termine Konjunktur
06:30 NLD Verbraucherpreise 01/21
08:00 DEU Grosshandelspreise 01/21
08:00 DEU Insolvenzen 11/20 einschliesslich Trendindikator 01/21
11:00 EUR EU-Kommission Online-Pk zur Vorstellung der Konjunkturprognose
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- Sonstige Termine
08:30 DEU Bundesgerichtshof verkündet Urteil zu Informationspflichten von
Onlinehändlern
09:00 DEU Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den
Ergebnissen der Bund-Länder-Runde zur Corona-Pandemie vom Mittwoch
09:30 DEU Online-Vorstellung der Reiseanalyse Trendstudie 2030 der
Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR)
10:30 DEU Handelsverband Deutschland (HDE), Jahres-Pk (online)
11:00 DEU Ansprache Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Thema
"Industrie und Klimaschutz am Beispiel der Automobilindustrie".
Gesprächsrunde im Schloss Bellevue
EUR/GBR: EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic reist zu Krisentreffen mit
Staatsminister Michael Gove nach London
- Hinweis
CHN/JPN/KOR: Feiertag, Börsen geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Atempause vor 11'000

Der Swiss Market Index wird nach wie vor nur zurückhaltend gekauft, und oberhalb einer kurzfristigen technischen Barriere dann gar nicht mehr. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Der Zinsanstieg in der Schweiz geht weiter. Oder besser ausgedrückt: Derzeit werden die Renditen der Bundesobligationen weniger negativ. Seit Anfang des Jahres ist die Verzinsung der «Eidgenossen» im Durchschnitt des Swiss Bond Index (SBI) um 23 Basispunkte auf –0,22% gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Juni des vergangenen Jahres. Am 4. Januar, dem ersten Handelstag 2021, lag die Rendite noch bei –0,45%. Allein seit Mittwoch vergangener Woche ging es um 7 Basispunkte aufwärts.

Wichtigster Grund dürfte in den leicht steigenden Inflationserwartungen in Europa liegen. Aus inflationsindexierten Bundesanleihen Deutschlands (10 Jahre) lässt sich derzeit eine Teuerungsrate von 1,14% ablesen, was aber immer noch deutlich unter dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp 2% liegt. Im Euroraum deuten fünfjährige inflationsindexierte Termin-Swapsätze in fünf Jahren aktuell auf 1,36%, nachdem sie zwischenzeitlich Anfang Februar auf 1,38% gestiegen waren – Rekord seit Anfang 2020.

Kurioserweise wirkt sich der Zinsanstieg nur wenig auf den Markt für Frankenanleihen von Unternehmen und anderen Emittenten aus. Beim SBI A-BBB, der den Gesamtmarkt ohne Anleihen mit Top-Bonität wie Staatspapiere und Pfandbriefe spiegelt, stieg die Verzinsung im Schnitt seit Anfang des Jahres gerade einmal um 3 Basispunkte. Das heisst unter dem Strich: Der durchschnittliche Risikoaufschlag gegenüber Staatsanleihen ist bei Frankenanleihen um 20 Basispunkte auf zuletzt 41 Basispunkte gesunken.

Für Emittenten aus dem Ausland ist dies allerdings nicht attraktiv genug. In den ersten Wochen des Jahres gab es deswegen so wenige Neuemissionen von Frankenanleihen wie seit 8 Jahren nicht mehr. Auch einige inländische Emittenten halten sich nach Flut neuer Papiere im Vorjahr zurück. Die Investoren stehen jedoch bereit, die Ersparnisse der Schweizer anzulegen. Der schwache Jahresstart geht allein von den Schuldnern aus.