Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

In der Nacht zu Donnerstag nutzten Anleger in den USA die Chance für Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones Industrial schloss 0,1% tiefer bei 32’420 Punkten. Der S&P 500 notierte 0,6% niedriger bei 3889 Zählern. Der Nasdaq 100 sackte einmal mehr überdurchschnittlich ab, um 1,7% auf 12’799.

Die Titel von Intel notierten nach einem guten Start am Ende des Handelstages 2% im Minus. Der Chiphersteller will seine Produktionskapazitäten in den USA ausbauen. Die Aktien der Mediengruppe ViacomCBS schlossen 23% tiefer wegen einer bevorstehenden Kapitalerhöhung. Mit dem Kurssturz wurden allerdings lediglich Kursgewinnen seit Anfang März ausradiert. GameStop verloren nach den Quartalszahlen und ebenso einer möglichen Kapitalerhöhung ein Drittel an Wert.

Asien

Nach einem rauen Start zeigten sich die Börsen in Asien etwas freundlicher. Der Nikkei 225 avancierte 1,2% auf 28’754 Punkte. Beim Hang Seng in Hongkong ging es 0,1% runter auf 27’902. Der Shanghai Composite stagnierte. Der koreanische Kospi stieg 0,4%.

Im Fokus standen Unternehmen, deren Aktien in China und den USA kotiert sind. Wenn diese Gesellschaften nicht den US-Prüfungskriterien standhalten, droht die Dekotierung ihrer Titel. Das sorgte für ein Minus von in der Spitze von 9% bei Baidu und mehr als 4% bei Alibaba und JD.com.

11'263.0
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News Vorbörse Schweiz

MCH Group: Der Umsatz der MCH Group (MCHN 13.00 -1.52%) ist im vergangenen Jahr wegen Corona um 60% auf 188 Mio. Fr. eingebrochen. Unter dem Strich resultierte bei der Basler Messebetreiberin ein Verlust von 72,2 Mio. Fr. Der Messebetrieb steht bereits seit einem Jahr still. Bereits bei der Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses im September hatte MCH gewarnt, dass mit Umsatzeinbussen von 230 bis 270 Mio. Fr. und einem hohen zweistelligen Verlust zu rechnen sei. Die Zahlen liegen in dieser Spannweite. (Lesen Sie hier mehr.)

Helvetia: Der Versicherer Helvetia (HELN 110.60 +0.45%) hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Der Reingewinn sackte um fast die Hälfte auf 281,7 Mio. Fr. ab. Neben der Coronakrise belastete der Börsencrash vor einem Jahr die Rechnung. Die Folgen von Corona, insbesondere das Anlageergebnis, wirkten sich auf das Nichtleben- und das Lebenergebnis aus. Im Nichtlebengeschäft erlitt der Versicherer einen Gewinnrückgang auf 258,5 Mio. Fr., nach 398,5 Mio. Fr. vor einem Jahr. Im Lebensversicherungsgeschäft fiel der Gewinn auf 167,1 Mio., von 224,4 Mio. ein Jahr zuvor. (Lesen Sie hier mehr.)

Sunrise: Die Aktien von Sunrise (SRCG 108.60 +0.56%) werden per 6. April von der Schweizer Börse SIX dekotiert. Das Telecomunternehmen war im vergangenen November definitiv von der UPC-Besitzerin Liberty Global (LBTYA 26.47 +0.65%) übernommen worden. Der letzte Handelstag ist der 1. April.

Sensirion: Der Zürcher Sensorhersteller Sensirion (SENS 63.60 -1.4%) bestätigt im Vorfeld eines Investorentages sein mittelfristiges Wachstumsziel. Es werde ein jährliches Wachstum im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich angepeilt. Dieses Ziel gelte im Durchschnitt über die nächsten drei bis fünf Jahre und unter Annahme unveränderter Fremdwährungskurse. (Lesen Sie hier mehr.)

SoftwareOne: SoftwareOne (SWON 24.10 -0.82%) hat sich im Geschäftsjahr 2020 trotz der Coronakrise gut geschlagen. Der Umsatz stieg um 0,6% auf 9,91 Mrd. Fr., der Bruttogewinn um 1,7% auf 729,6 Mio. Fr. Ins laufende und in die kommenden Jahre blickt das Management zuversichtlich. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Plazza: Die Immobiliengesellschaft Plazza (PLAN 322.00 +0.31%) braucht einen neuen Chef. Ralph Siegle, der sie seit 2003 geführt hat, geht per Ende Jahr vorzeitig in Pension. «Im Alter von 62 Jahren ist es Zeit, sich auch auf andere Dinge zu konzentrieren», wird der scheidende CEO in einer Mitteilung zitiert.

Cassiopea: Das Biotech-Unternehmen Cassiopea (SKIN 49.80 +2.68%) hat auch 2020 Verlust geschrieben. Da es aber noch kein Mittel auf dem Markt hat, ist das nicht weiter überraschend. Für die weiteren Pipelineprojekte verfügte das Unternehmen per Ende 2020 über liquide Mittel von gut 2,6 Mio. €. Unter dem Strich ergab sich für 2020 ein Verlust von 12,3 Mio., nach 11,7 Mio. 2019. (Lesen Sie hier mehr.)

Aevis Victoria: Aevis (AEVS 13.50 0%) Victoria hat 10% ihrer grössten Beteiligung – der Privatklinikgruppe Swiss Medical Network – an die amerikanische Investmentgesellschaft Medical Properties Trust (MPT) verkauft. Swiss Medical Network wird dabei mit 1,7 Mrd. Fr. bewertet. Der Schritt stehe im Einklang mit der Strategie, Aevis Victoria stärker als Beteiligungsgesellschaft auszurichten, erklärte das Unternehmen. (Lesen Sie hier mehr.)

Santhera: Die Biotech-Firma Santhera (SANN 2.66 +0.19%) hat ein Umtauschangebot ihrer Wandelanleihe über 60 Mio. Fr. mit Fälligkeit 2022 lanciert. Angeboten wird der Rückkauf aller im Umlauf befindlichen Wandelobligationen mit einem Nennwert von 5000 Fr. gegen eine feste Gegenleistung.

Molecular Partners: Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners (MOLN 24.30 +0.62%) hat Dominik Höchli für den Verwaltungsrat nominiert. Er wird an der Generalversammlung am 21. April zur Wahl vorgeschlagen. Höchli arbeitete bis 2020 bei AbbVie (ABBV 107.91 +0.95%) als Vice President, Head of Global Medical Affairs sowie als Mitglied des R&D- und des Commercial-Leadership-Teams.

Dufry: Dufry (DUFN 63.80 +0.19%) hat sich am Flughafen im brasilianischen Porto Alegre weitere Konzessionen gesichert. So wird der Reisedetailhändler zwei Duty-Free-Shops mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 935 Quadratmetern und einen Duty-Paid-Shop mit einer Fläche von 704 Quadratmetern betreiben. Dufry war auf dem Flughafen schon bislang mit vier Shops präsent.

Leonteq: Der Derivatspezialist Leonteq (LEON 47.20 +1.61%) gibt neu auch Produkte an der kleinen Schweizer Börse BX Swiss heraus. Damit erweitere das Unternehmen sein Ökosystem für Anlagelösungen und baue das Angebot an digital handelbaren Anlageprodukten für sich und seine Partner aus, teilte Leonteq mit.

Salt: Salt hat 2020 erneut an Umsatz eingebüsst und weniger verdient. Der Umsatz sank 1,1% auf 1,011 Mrd. Fr., wie der drittgrösste Mobilfunkanbieter bekanntgab. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) fiel um 3,4% auf 413,7 Mio. Fr. Würden die Covid-19-Effekte herausgerechnet, habe Salt allerdings ein Wachstum von Umsatz und Betriebsgewinn (Ebitda) verzeichnet, hiess es.

Mettler Toledo: Der schweizerisch-amerikanische Präzisionsinstrumentehersteller Mettler-Toledo (MTD 1'282.33 +1.61%) übernimmt das amerikanische Technologieunternehmen PendoTech. Es produziert und vertreibt Sensoren, Sendeanlagen, Kontrollsysteme und Software, die für Messungen und Überwachungen vor allem in Bioprozessapplikationen angewendet werden.

Credit Suisse: Die Ratingagentur Fitch äussert sich kritisch mit Blick auf Credit Suisse (CSGN 9.90 +1%) und ihr Exposure in der Greensill-Affäre. Der Ausfall wegen der gescheiterten Greensill Capital könnte für Credit Suisse längerfristige finanzielle, Reputations- und regulatorische Risiken bergen, teilte Fitch mit.

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 309.20 -0.1%) hat über die japanische Tochtergesellschaft Chugai eine Zulassung für eine Kombinationstherapie mit dem Medikament Polivy in Japan erhalten. Die Zulassung gilt für DLBCL, eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems.

Wisekey: Der Cybersecurity-Spezialist Wisekey (WIHN 1.70 -7.12%) lanciert eine Anwendung für digitale Kunst. Bei seinem Wise.Art-Zertifikat handelt es sich um einen Non Fungible Token (NFT), der via Blockchain das Eigentum des Käufers an einem Kunstwerk beweist.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 25.03.2021

Wichtige Ereignisse
vom 25.03.2021

SCHWEIZ
06:45   MCH: Ergebnis 2020 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00   Cassiopea: Ergebnis 2020 (Conf. Call 16.00 Uhr)
07:00   Cham Group: Ergebnis 2020
07:00   Helvetia: Ergebnis 2020
07:00   SoftwareONE: Ergebnis 2020 (Conf Call 09.00 Uhr)
08:30   Helvetia: BMK 2020 (online)
08:30   Salt: Ergebnis 2020 (Conf. Call 11.00 Uhr)
09:30   SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung (Conf. Call 10.15 Uhr)
10:30   KOF: Frühlingsprognose 2021 (inkl. MK)
11:00   Ruag: Ergebnis 2020
12:00   QuickLine: Ergebnis 2020
Sonstige Termine
ABB: GV
Autoneum: GV
Givaudan: GV
Sensirion: Capital Markets Day (13.30-17.30 Uhr)

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Der neue Trend wird sichtbarer

Nach dem Sprung über eine wichtige markttechnische Hürde bewegt sich der Swiss Market Index weiter in die Richtung, die dadurch zu erwarten war. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Der Anstieg der weltweiten Renditen macht diese Woche eine Pause. Vergangene Woche hatte die US-Notenbank noch erfolgreich Inflationssorgen zerstreut. Dies trieb die zehnjährige Verzinsung der amerikanischen Staatspapiere bis auf 1,75% nach oben. Diesen Mittwoch ging es jedoch sogar wieder zeitweise unter die Schwelle von 1,60%. Anleger reagieren etwas verunsichert auf die unruhigen Märkte in den Schwellenländern sowie die Aussicht auf Steuererhöhungen in den USA.

Derweil setzt der Dollar seine Aufwertung fort. Für 1 € mussten Anleger diese Woche fast nur noch 1.18 $ hinlegen, so wenig wie seit Jahresanfang nicht. «Der Dollar lässt die Muskeln spielen», schreiben die Analysten St. Galler KB. Anders zum Franken: Hier testet der Euro derzeit die Marke von 1.11 Fr., die der Kurs am Mittwoch übersprang. «Der Schweizer Franken bleibt unter Druck, was wohl auf die Zinsen zurückzuführen ist und weil weiter weniger sichere Häfen gefragt sind. Obwohl sich beispielweise Deutschland von Lockdown zu Lockdown hangelt», schreiben die Fachleute der SGKB.

Grosse Unterstützung bekommt der Euro im Vergleich zum Dollar jedenfalls nicht von der Konjunktur. Die Einkaufsmanagerbefragungen vom März zeigen zwar, dass die europäische Industrie den Rückstand zur US-Konkurrenz aufholt. Zumindest wenn es um das Wachstumstempo geht. Aber weil die US-Wirtschaft weniger Einschränkungen im Dienstleistungssektor zu verkraften hatte, kann dort das Bruttoinlandprodukt derzeit dennoch schneller wachsen als in Europa.