Das Wichtigste zum Börsenstart

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Overnight

Wallstreet

Gestern Mittwoch gab der Aktienhandel an Wallstreet ein gemischtes Bild ab. Der Dow Jones Industrial ging mit +0,2% auf 33’731 zwar leicht erhöht aus dem Handel. Die breit gefassten S&P 500 und Nasdaq Composite schlossen dagegen niedriger, Ersterer 0,4% auf 4125, Letzterer 1% auf 13’858.

Der Dow wie der S&P 500 (S&P 500 4'157.80 -0.27%) erreichten im Tagesverlauf neue Höchststände, konnten sie bis zur Schlussglocke aber nicht verteidigen. Der Nasdaq war von Beginn weg unter Druck, da der Technologiesektor und mit ihm Schwergewichte und Trendsetter wie Amazon (–2%), Apple (–1,8%), Facebook (–2,2%) und Netflix (–2,5%) schwächer tendierten.

Generell konnte der ermutigende Blick des Fed auf die US-Wirtschaft nicht recht beflügeln, besonders in Teilen des Technologiesegments nicht, weil dadurch das Augenmerk eher auf andere Sektoren gelenkt wurde. Die Notenbank hatte in dem gestern veröffentlichten Beige Book berichtet, dass die Wirtschaft von Ende Februar bis Anfang April moderat gewachsen sei.

Aufmerksamkeit zog namentlich das Bankensegment auf sich. G0ldman Sachs zogen nach einem rekordhohen Quartalsgewinn 2,3% an und setzten sich damit an die Spitze des Dow. Am anderen Ende stehen die Papiere der Grossbank JPMorgan (–1,9%). Die Kreditnachfrage bleibe «herausfordernd», liess sich CEO James Dimon zitieren – die gestiegenen Kapitalmarktzinsen drohen das Hypothekengeschäft zu beeinträchtigen. Wells Fargo (+5,5%) reagierten auf ermutigende Dividenenaussagen.

Asiatische Märkte

Ein gemischtes Bild geben im heutigen Handel auch die asiatischen Aktienmärkte ab. In Japan und Südkorea tendieren sie leicht höher. Der Nikkei 225 und der breiter gefasste Topix notieren in Tokio 0,1 und 0,3% über Vortag, in Seoul zeigt sich der Kospi 0,4% befestigt.

In Hongkong und auf dem chinesischen Festland verläuft der heutige Donnerstag dagegen rot. Der Hang Seng liegt 0,9% unter Vortagesschluss, der Shanghai Composite 1%.

In Tokio stehen vor allem Aktien von Unternehmen mit einem starken Chinabezug unter Druck. Hier wird befürchet, dass Japan am Treffen von Ministerpräsident Yoshihide Suga und US-Präsident Joe Biden mehr auf die harte Linie Washingtons gegen Peking gebracht werden soll.

11'135.4
+0.13%
4'006.8
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15'396.6
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34'327.8
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28'449.2
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45'051.00
+3.17%

News Vorbörse Schweiz

ABB: Der Industriekonzern ABB (ABBN 30.43 -0.91%) erhöht aufgrund einer «starken» Entwicklung in den letzten Märzwochen die Umsatzprognose für 2021. Der Umsatz stieg 11% auf 6,9 Mrd. $, der Auftragseingang 6% auf 7,8 Mrd. $. Die Ebita-Marge nahm 3 Prozentpunkte auf 13,5% zu. Auf dieser Basis hat ABB die Jahresprognose angehoben. (Lesen Sie hier mehr.)

VAT Group: Der Vakuumventilhersteller VAT Group (VACN 251.40 -0.71%) weist für das erste Quartal einen 32% höheren Umsatz von 192,2 Mio. Fr. aus, mehr als erwartet. Im Vergleich zum Schlussquartal 2020 gelang VAT eine deutliche Temposteigerung. Der Auftragseingang stieg mit 33% auf 241 Mio. Fr. ebenfalls rascher als angenommen. Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 205 bis 215 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: Das Biotech-Unternehmen Relief Therapeutics (RLF 0.18 -3.24%) verbucht für 2020 einen Verlust von 7,8 (Vorjahr: –7,5) Mio. Fr. Ende Jahr verfügte es über flüssige Mittel in Höhe von 43 Mio. Fr. Es rechnet mit weiteren Fortschritten der Forschungspipeline im laufenden Jahr. Mit dem US-Partner NeuroRX arbeitet es an der Entwicklung eines Coronamedikaments. (Lesen Sie hier mehr.)

SIG Combibloc: Der Kartonverpackungsspezialist SIG Combibloc (SIGN 22.58 -0.44%) baut in Mexiko eine Fabrik für 40 Mio. €. Damit rüstet er sich für mehr Wachstum in Nordamerika.

Gurit: Der Umsatz des Spezialkunststoffherstellers ging im Startquartal 5,2% auf 127,7 Mio. Fr. zurück. Zu konstanten Wechselkursen betrug die Einbusse 4,8%. Die Jahresprognose mit einem Umsatz von 530 bis 580 Mio. Fr. und einer Ebit-Marge von 9 bis 11% wurde bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Schaffner: Der Elektrokomponentenhersteller Schaffner (SAHN 255.00 -3.41%) verkauft das Teilgeschäft Power Magnetics an die schwedische AQ Group. Power Magnetics wird mit 22,4 Mio. Fr. bewertet. Die Mittel sollen in den Ausbau der bestehenden Aktivitäten fliessen. (Lesen Sie hier mehr.)

Plazza: Thomas Casata wird per 1. Januar 2022 CEO der Immobiliengesellschaft Plazza (PLAN 319.00 -0.31%). Der Schweizer ist seit fünf Jahren Finanzchef von Plazza. Er übernimmt den Posten von Ralph Siegle, der in Pension geht.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 15.04.2021

Wichtige Ereignisse
vom 15.04.2021

SCHWEIZ
07:00   Relief: Ergebnis 2020
07:00   VAT: Trading Update Q1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
17:45   GMSA: Ergebnis 2020
Sonstige Termine
SNB: Referat Andréa Maechler, Thomas Moser (16.00 Uhr)
Bucher: GV
BVZ: GV
Calida: GV
Cicor: GV
Elma: GV
Emmi: GV
Kardex: GV
Kudelski: GV
Nestlé: GV
Rieter: GV
INTERNATIONAL
TERMINE UNTERNEHMEN
07:00 DEU Fraport, Verkehrszahlen 03/21
10:00 DEU Bilfinger, Hauptversammlung (online)
11:55 USA UnitedHealth Group, Q1-Zahlen
12:00 ITA Ferrari, Hauptversammlung
12:00 USA Pepsico, Q1-Zahlen
12:30 DEU Centogene, Jahreszahlen
12:45 USA Bank of America, Q1-Zahlen
14:00 USA Dow, Hauptversammlung
14:00 USA Citigroup, Q1-Zahlen
14:30 NLD Stellantis, Hauptversammlung (online)
18:00 FRA L' Oréal, Q1-Umsatz
22:10 USA Alcoa, Q1-Zahlen
TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE
DEU: Curevac, Jahreszahlen (Call 16.00 h)
ITA: UniCredit, Hauptversammlung sowie ao HV
USA: U.S. Bancorp, Q1-Zahlen
USA: BlackRock, Q1-Zahlen
USA: Delta Air Lines, Q1-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
08:00 DEU Verbraucherpreise 03/21 (endgültig)
08:00 DEU Insolvenzen 01/21 und Trend März 2021
08:00 DEU Verarbeitendes Gewerbe (Beschäftigte) 02/21
08:45 FRA Verbraucherpreise 03/21 (vorläufig)
10:00 POL Verbraucherpreise 03/21 (endgültig)
10:00 ITA Verbraucherpreise 03/21 (endgültig)
10:00 DEU RWI Essen, Online-Pressekonferenz der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr
2021 der Institute ifo, IfW Kiel, IWH, RWI, DIW
13:00 TUR Zentralbanksitzung unter neuem Vorsitzenden Sahap Kavcioglu
14:30 USA Einzelhandelsumsatz 03/21
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Empire State Index 04/21
14:30 USA Philly Fed Index 04/21
15:15 USA Kapazitätsauslastung 03/21
15:15 USA Industrieproduktion 03/21
16:00 USA Lagerbeestände 02/21
16:00 USA NAHB-Index 04721
- Sonstige Termine
09:00 DEU Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident
Lothar H. Wieler Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage
09:30 DEU Bundesverfassungsgericht veröffentlicht Entscheidung zum Berliner
Mietendeckel
09:30 DEU BDI-Online-Diskussion über Kohlenstoffkreisläufe - Anforderungen der
deutschen Industrie an die Abscheidung, Nutzung und Speicherung
von CO2
09:30 LUX EuGH-Gutachten zur Haftung einer Tochtergesellschaft für
Kartellrechtsverstoss der Muttergesellschaft
09:30 LUX EuGH-Gutachten zu Leitlinien der Europäischen
Bankenaufsichtsbehörde, Luxemburg
09:30 DEU Online-Rede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der
Jahrestagung zum 10-jährigen Jubiläum des Deutschen Klima-Konsortiums
10:00 DEU Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und
Deutsche Bahn: Online Pk "Gemeinsamer Aktionsplan zur Zusammenarbeit
von DB und Luftverkehr"
11:00 DEU Forschungsministerin Anja Karliczek Pressekonferenz zum aktuellen
Stand der Medikamentenforschung gegen Covid-19 und mit Bekanntgabe
der Förderempfehlungen im Rahmen des neuen Arzneimittelprogramms
des Bundesforschungsministeriums
11:30 DEU Pk zu Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 mit
Innenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Innenminister
Thomas Strobl (IMK-Vorsitz) und dem BKA-Präsidenten Holger Münch
12:00 DNK Online-Pk der WHO Europa in Kopenhagen
12:00 DEU Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard. Als Zeuge ist
unter anderem der frühere Geheimdienstbeauftragte der
Bundesregierung, Klaus-Dieter Fritsche geladen, der für Wirecard
als Lobbyist tätig war.
13:00 DEU Pk zu Gutachten zu den aktuellen Daten über die
Treibhausgas-Emissionen Deutschlands, gemäss Paragraph 12
Klimaschutzgesetz
18:00 DEU Digitale Premiere des neuen Elektro-Luxusliners EQS von Daimler
20:30 BEL/GBR EU und Grossbritannien beraten Umsetzung der Brexit-Regeln
für Nordirland

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

In den USA beginnt etwas, was viele Ökonomen bereits länger vorhersagen. Die Verbraucherpreise sind im März so stark gestiegen wie seit August 2018 nicht mehr. Impfungen und verschiedene Konjunkturpakete führen derzeit dazu, dass die amerikanischen Privathaushalte anfangen, ihre aufgestauten Ersparnisse auszugeben. Die meisten Volkswirte rechnen aber damit, dass die Inflation nicht dauerhaft steigen wird. An den Anleihenmärkten nahmen Anleger die neuesten US-Inflationsdaten gelassen auf.

Die Verbraucherpreise sind im März um 2,6% zum Vorjahresmonat gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag dieser Woche mitteilte. Einen Monat zuvor waren es noch 1,7%. Ohne Lebensmittel und Energie stieg die Kernrate von 1,3 auf 1,6% und damit auf den Wert vom Dezember 2020. Hier könnte aber noch mehr Preisdruck aufkommen: Schliesslich ging es bei den vorgelagerten Herstellerpreisen in der Kernrate zuletzt bereits auf 3,1% rauf.

Viele Marktteilnehmer haben sich allerdings bereits auf den vorübergehend stärkeren Preisanstieg eingestellt. Die erhöhten Inflationserwartungen waren zuletzt der wichtigste Grund dafür, dass auch die Renditen im Euroraum und in der Schweiz gestiegen sind. Von der FuW befragte Schweizer Banken rechnen derzeit im Schnitt damit, dass die zehnjährige Rendite der «Eidgenossen» von aktuell –0,24% in dieser Woche noch auf –0,11% in zwölf Monaten steigen wird. Sie bleibt damit aber noch länger negativ.