Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

In der Nacht zu Donnerstag herrschte wieder gute Stimmung an den US-Börsen. Der Dow Jones Industrial schloss 0,9% höher bei 34’147 Punkten, knapp unter dem Allzeithoch vom Freitag. Der S&P 500 notierte mit einem Plus von 0,9% auf 4173 Zählern. Der Nasdaq 100 stieg ebenso 0,9% auf 13’935.

Nach einem positiv aufgenommenen Quartalsbericht vom Montagabend avancierten IBM den zweiten Tag in Folge, dieses Mal stand ein Plus von 3,9% auf dem Kurszettel. Netflix hingegen wurden abgestraft: Die Abonnentenzahlen konnten im abgelaufenen Quartal nicht überzeugen. Es ging mehr als 7% nach unten. Auch der Börsenneuling Coinbase fiel 2,8%. Die US-Kryptohandelsplattform wird wegen eines Formfehlers ab Freitag vorerst nicht mehr an der Deutschen Börse gehandelt.

Asien

Mit einem neuen Rekord an Coronainfektionen in Indien und dem schwelenden Handelskonflikt zwischen China und den USA lief es für die asiatischen Indizes weniger euphorisch. Der Nikkei 225 avancierte zwar 2,3% auf 29’092 Punkte. Beim Hang Seng in Hongkong ging es 0,5% rauf auf 28’754. Der Shanghai Composite stagnierte aber bei einem Minus von 0,05%. Der koreanische Kospi lag nur leicht höher mit einem Plus von 0,1%.

11'028.8
-0.85%
3'976.5
-1.17%
15'245.2
-1.01%
34'742.8
-0.1%
13'401.9
-2.55%
28'608.6
-3.08%
1.0948
+0.13%
0.9019
+0.15%
1.2135
-0.04%
1'833.54
-0.13%
67.78
-0.82%
55'513.00
-0.84%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank hat im ersten Quartal wie angekündigt einen Verlust erwirtschaftet. Insgesamt resultierte ein Reinverlust von 252 Mio. Fr. Mit 757 Mio. Fr. fiel der Vorsteuerverlust allerdings etwas unter dem erwarteten Niveau von 900 Mio. Fr. aus. Der Zusammenbruch des US-Hedge-Fund Archegos könnte laut Credit Suisse (CSGN 9.09 -0.94%) noch im zweiten Quartal für weitere Verluste in der Höhe von 0,6 Mio. Fr. sorgen. Der zugrundeliegende Ertrag ist jedoch positiv ausgefallen. Netto erzielte die Bank einen Wert von 7,6 Mrd. Fr., ein Plus von 31% zum Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

Credit Suisse: Mit zwei Pflichtwandelanleihen will die Bank ihre Kapitalposition stärken und ihr Ziel einer CET1-Quote von rund 13% erreichen. Ende des ersten Quartals lag der Wert bei 12,2%.

Credit Suisse: Die Finma hat gegen die Grossbank ein Enforcement-Verfahren wegen der Verluste im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des US-Hedge-Fund Archegos eröffnet. Zudem bestätigt sie ein anhaltendes Verfahren gegen Credit Suisse wegen des Greensill-Skandals. Die Aufsichtbehörde hat gegen Credit Suisse deswegen auch schon diverse Sofortmassanahmen, wie etwa die Sistierung variabler Vergütungskomponenten, angeordnet.

Nestlé: Der Lebensmittelriese hat einen Gruppenumsatz von 21,2 Mrd. Fr. erzielt, ein Plus von 1,3%. Er bestätigt den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Aus eigener Kraft ist Nestlé (NESN 108.56 -0.4%) im Berichtszeitraum um 7,7% gewachsen. 2021 will sie beim organischen Wachstum den im Vorjahr erzielten Wert von 3,6% übertreffen. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 298.75 -0.99%) kommt mit der Übernahme von GenMark Diagnostics voran. Nach Ablauf der Angebotsfrist wurden 82,89% der Aktien angedient, teilte er gestern mit. Nach Abschluss der Übernahme wird GenMark zu einer vollständigen Tochtergesellschaft von Roche. Ihre Aktien werden dann dekotiert.

Barry Callebaut: Der Schokoladehersteller hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren bekommen. Der Umsatz sank um 7,5% auf 3,48 Mrd. Fr. Der Rückgang sei einzig den Währungseffekten geschuldet, schreibt Barry Callebaut (BARN 2'032.00 -0.68%). Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit ging um 2,2% auf 296,7 Mio. Fr. zurück. Unter dem Strich resultierte ein 1% höherer Reingewinn von 205,7 Mio. Fr. Im September kommt es zudem zu einem Wechsel an der Spitze: Konzernchef Antoine de Saint-Affrique wechselt in den Verwaltungsrat und übergibt an Peter Boone. (Lesen Sie hier mehr.)

Idorsia: Das Biotech-Unternehmen hat im esten Quartal einen Nettoverlust von 105 Mio. Fr. erwirtschaftet. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Da das Unternehmen noch keine Produkte auf dem Markt hat, entfiel der grösste Teil der Betriebskosten auf Forschung und Entwicklung. (Lesen Sie hier mehr.)

Inficon: Das Messtechnikunternehmen hat im ersten Quartal einen Umsatz von 122,7 Mio. $ erwirtschaftet. Das ist eine Steigerung von 33% gegenüber dem Vorjahr. Auf Stufe Ebit nahm der Gewinn um 76% auf 24,6 Mio. $ zu, und die Betriebsmarge verbesserte sich von 15,1 auf 20%. Laut Inficon (IFCN 940.00 -0.53%) hat vor allem die starke Nachfrage aus Asien das Geschäft belebt. (Lesen Sie hier mehr.)

Romande Energie: Der Energiekonzern hat im vergangenen Jahr einen Gewinn auf Stufe Ebit von 76,6 Mio. Fr. erzielt. Im Vorjahr waren es noch 65 Mio. Fr. gewesen. Er belässt die Dividende gegenüber dem Vorjahr bei unveränderten 3.60 Fr. Für das laufende Jahr rechnet Romande Energie (HREN 1'300.00 0%) mit einem etwas niedrigeren Ebit. Die Situation sei aufgrund der Coronakrise immer noch unsicher, heisst es. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: Das Biotech-Unternehmen und die deutsche Partnerfirma Advita starten kommende Woche eine Phase-II-Studie mit einem inhalierbaren Mittel gegen Covid-19. Die Studie, die sechs bis zwölf Monate dauern soll, wird gemäss Relief Therapeutics (RLF 0.18 -1.69%) an mehreren Schweizer Spitälern durchgeführt und wird rund achtzig Patienten umfassen. Das Unternehmen hofft auf eine baldige Notzulassung des Wirkstoffs durch die Behörden.

Meyer Burger: Der künftige Solarmodulhersteller Meyer Burger (MBTN 0.40 -1.68%) hat für seine gelpante Produktion Lieferverträge mit Wafer-Herstellern geschlossen. Er will die Produktion an seinen beiden ostdeutschen Standorten noch im laufenden Quartal starten. Nächste Woche sollen die Solarmodule präsentiert werden.

Basellandschaftliche Kantonalbank: Die BLKB hat heute die Gründung einer digitalen Finanzdienstleisterin namens Radicant bekannt gegeben. Die auf nachhaltige Finanzlösungen spezialisierte Tochter soll schweizweit tätig sein. CEO wird Anders Bally. Der Markteintritt ist für 2022 vorgesehen.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 22.04.2021

Wichtige Ereignisse
vom 22.04.2021

SCHWEIZ:  
06:15   Barry Callebaut: Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
06:45   Credit Suisse: Ergebnis Q1 (Conf Call 10.30 Uhr)
07:00   Idorsia: Ergebnis Q1
07:00   Inficon: Ergebnis Q1 (Conf. Call 09.30 Uhr)
07:00   Romande Energie: Ergebnis 2020 (IR-Call 09.00 Uhr)
07:15   Nestlé: Umsatz Q1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
08:00   EZV: Aussenhandel/Uhrenexporte März/Q1 2021
10:00   MK KPMG: Clarity on Swiss Taxes
10:00   Ringier: Ergebnis 2020 (inkl. BMK)
Sonstige Termine
40 Jahre BAK Economics: Jubiläums-Veranstaltung, Basel
Aussenwirtschaftsforum, Swiss Global Enterprise (15.00 bis 17.45 Uhr)
Bank Linth: GV
Cembra: GV
Comet: GV
Flughafen Zürich: GV
Glencore: Aktionärs-Webcast im Vorfeld der GV (13.30 Uhr)
Hiag: GV
SFS: GV
Siegfried: GV
U-blox: GV

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Über 11'250 werden Käufer gesucht

Der Swiss Market Index hat derzeit sichtbar Mühe, sich oberhalb einer kurzfristigen markttechnischen Barriere zu etablieren. Das ist aber kein Grund zur Panik. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Seit Ende März neigt der Dollar dazu, wieder schwächer zu werden. Im Vergleich zum Euro und zum Franken wertete er sich seitdem jeweils um rund 2,5% ab. In dieser Woche kostet 1 € erstmals seit Ende Februar sogar wieder mehr als 1.20 $. Ein Grund für die Schwäche liegt darin, dass die Zinsdifferenz bei Anleihen wieder nachlässt: Offenbar haben Anleger es mit ihren Inflationserwartungen in Übersee etwas übertrieben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank von 1,74% Ende März auf mittlerweile nur noch 1,55%.

Dafür zog die Verzinsung in Europa etwas an – bei zuletzt etwas nachlassenden Inflationserwartungen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen vor allem aus Banken wird die Europäische Zentralbank (EZB) gleichwohl ihre Anleihenkäufe bis Juli verlangsamen und Ende des Jahres signalisieren, dass das Programm im März 2022 planmässig auslaufen wird. Zudem erwarten die Volkswirte, dass die EZB Zinsen und Tempo des älteren Anleihenkaufprogramms mindestens bis Ende 2022 unverändert hält.

Tatsächlich zeigt sich kurz vor der Sitzung des EZB-Rats am Donnerstag, dass die EZB ihre Nettoanleihenkäufe in den beiden Programmen PSPP & dem Pandemienotkauf PEPP von 4,65 Mrd. € pro Tag um die Osterfeiertage auf 3,35 Mrd. € pro Tag in der Woche bis vergangenen Mittwoch (14.4.) gesenkt hat. Die durchschnittlichen Renditen auf Staatsanleihen im Euroraum stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Ende Februar.