Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen treten auf der Stelle. Die Anleger manövrieren weiter zwischen der Hoffnung auf eine kräftige Konjunkturerholung und Sorgen um eine zu stark anziehende Inflation, die die US-Notenbank Fed mit ihrer lockeren Zinspolitik unter Druck setzen könnte.

Dem Dow Jones Industrial fehlte im Tagesverlauf die Kraft. Er brachte ein dünnes Plus von 0,1% über die Ziellinie und notierte bei 34’600 Punkten. Bei den anderen New Yorker Indizes war das Bild ähnlich. Der marktbreite S&P 500 stieg am Ende um 0,1% auf 4208 Zähler, während der technologielastige Nasdaq 100 0,2% höher bei 13’676 Punkten aus dem Handel ging.

Auf Unternehmensseite machten die Aktien der Kinokette AMC weiter die grössten Schlagzeilen. Sie stiegen um 95% auf 62.55 $. Sie blieben damit ein Spielball der im Internet organisierten Spekulanten. 

Sehr deutlich fiel auch der Kurssprung beim Biotech-Unternehmen Constellation Pharmaceuticals mit fast 66% aus. Die Übernahme durch den deutschen MDax-Konzern Morphosys steht offenbar bevor. Ein grosser Gewinner an der Nasdaq waren die Valoren von Moderna, mit einem Sprung von 3,8%. Der Covid-19-Impfstoffhersteller vertieft seine Partnerschaft mit dem Schweizer Pharmazulieferer Lonza (LONN 664.60 +0.67%) mit einer weiteren Produktionslinie in den Niederlanden. Pro Jahr sollen dort zusätzliche 300 Mio. Impfdosen hergestellt werden können.

Die Papiere des Videokonferenzdienstes Zoom haben nach festem Start ins Minus gedreht, am Ende verloren sie 0,2%. Selbst gute Quartalszahlen überzeugten die Anleger nicht. Das Unternehmen wächst dank der Coronapandemie weiter rasant und konnte im ersten Quartal mit einem vervielfachten Gewinn die Erwartungen übertreffen.

Asien

In Asien zeigen sich die Aktienmärkte überwiegend freundlich. In Tokio steigt der Nikkei 225 um 0,4%, und der breiter gefasste Topix dreht 0,8% ins Plus. Auf dem chinesischen Festland gewinnt der CSI 300 gut 0,3%, und der Shanghai Composite avanciert 0,4%. Der Hang Seng verliert 0,4%. Der koreanische Kospi gewinnt 0,9%. In Australien legt der ASX 200 0,7% zu.

11'965.2
+0.36%
4'147.4
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15'707.6
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34'299.3
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39'969.00
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News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 9.61 -0.23%) erhielt bereits vor einem Jahr eine Warnung, dass mit den Greensill-Fonds etwas nicht stimmen könnte. Der Rohstoffhandelskonzern Trafigura soll der Bank damals mitgeteilt haben, dass in den Lieferkettenfinanzierungsfonds eine verdächtige Rechnung aus dem Geschäftsimperium des Stahlmagnaten Sanjeev Gupta aufgetaucht sei. Das schreibt die «Financial Times» (FT) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen in ihrer Ausgabe vom Donnerstag. (Lesen Sie hier mehr.)

ABB: Der Industriekonzern ABB (ABBN 31.11 -0.51%) will bis 2030 klimaneutral werden. Bis dann soll die Flotte an eigenen Fahrzeugen elektrifiziert und die Elektrizität zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. 2020 lag dieser Anteil bei 32%.

Sonova: Der Hörgerätehersteller Sonova (SOON 328.70 -0.63%) startet das 700 Mio. Fr. schwere Aktienrückkaufprogramm am 4. Juni. Er hatte den Rückkauf Mitte Mai angekündigt. Den Plänen zufolge läuft das Programm bis spätestens 28. März 2022. Die Transaktion wird von UBS (UBSG 14.57 -0.65%) über eine separate Handelslinie abgewickelt. Die zurückgekauften Aktien sollen danach vernichtet werden.

Givaudan: Der führende Hersteller von Aromen und Riechstoffen Givaudan (GIVN 4'278.00 +0.33%) geht eine Partnerschaft mit Tmall, der offenen Business-to-Consumer Plattform der Alibaba-Gruppe, ein. Mit der Zusammenarbeit sollen digitale Möglichkeiten für die Kreation von Riechstoffen in China genutzt werden.

AMS: Die Aktionäre des Halbleiterherstellers AMS haben an der ordentlichen Generalversammlung den Vergütungsbericht abgelehnt. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie die vorgeschlagene Vergütungspolitik abgelehnt. Gutgeheissen wurde hingegen die Erhöhung der Zahl der VR-Mitglieder von sechs auf maximal acht. (Lesen Sie hier mehr.)

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 24.00 -1.88%) hat in Deutschland ein neues millionenschweres Bauprojekt an Land gezogen. Er realisiert in Darmstadt ein grosses städtebauliches Projekt. Dazu gehören eine Wohnüberbauung mit städtischer Kindertagesstätte und ein separates fünfzehnstöckiges Wohnhaus. Das Projektvolumen beträgt rund 100 Mio. €.

Achiko: Die in der Gesundheitstechnik tätige Achiko (ACHI 0.19 -0.53%) hat weitere Fortschritte im Bereich Coronatests erzielt. Sie hat ihre mobile App Teman Sehat, auch Health Buddy genannt, mit dem Covid-19-Diagnosetest Aptamex zusammengeführt. Damit könnten Tests rasch geplant, Zahlungen abgewickelt und Testergebnisse ausgestellt werden. In Indonesien nutzen derzeit rund 250’000 Personen die App Teman Sehat.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 03.06.2021

Wichtige Ereignisse
vom 03.06.2021

SCHWEIZ:  
08:30   MK SGKB: Staatsverschuldung und ihr Einfluss auf den Aktienmarkt
INTERNATIONAL:  
Termine Unternehmen
07:30 FRA Remy Cointreau, Jahreszahlen
17:00 USA T-Mobile US, Hauptversammlung
20:00 USA Nvidia, Hauptversammlung
22:00 DEU Deutsche Börse überprüft turnusgemäss Zusammensetzung der
Börsen-Indizes Dax, MDax und SDax
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: SAP "SAPPHIRE NOW" (letzter Tag)
DEU: KBA / VDA / VdIK - Pkw-Neuzulassungen 05/21
NLD: Adyen, Hauptversammlung
USA: Broadcom, Q2-Zahlen
USA: Ciena, Q2-Zahlen
Termine Konjunktur
02:30 JPN Jibun Bank PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
03:45 CHN Caixin PMI Dienste 05/21
08:00 RUS PMI Dienste 05/21
09:15 ESP PMI Dienste 05/21
09:45 ITA PMI Dienste 05/21
09:50 FRA PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
09:55 DEU PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
10:00 EUR PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
10:30 GBR PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
14:15 USA ADP Beschäftigung 05/21
14:30 USA Produktivität Q1/21 (2. Veröffentlichung)
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:45 USA PMI Dienste 05/21 (2. Veröffentlichung)
16:00 USA ISM Services Index 05/21
17:00 USA EIA Ölbericht (Woche)
- Sonstige Termine
09:00 DEU Virtuelles Pressestatement Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)
zu ein Jahr Corona-Konjunkturpaket und aktueller wirtschaftlicher
Lage
09:30 LUX EuGH-Urteil zu einer Klage Ungarns gegen eine Entschliessung des
Europäischen Parlaments
09:30 LUX EuGH-Urteil zur Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid
in Deutschland
EUR: EU-Kommission erläutert Pläne für elektronischen Ausweis.
Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager präsentiert Pläne für den
neuen elektronische Ausweis e-ID.
GBR: Treffen der G7-Gesundheitsminister
RUS: Beginn des Internationalen Wirtschaftsforums SPIEF, bei dem in diesem Jahr
das Emirat Katar Gastland ist. Haupttage des Forums sind am Donnerstag und
Freitag unter anderem mit Veranstaltungen zum Klimaschutz und zur
Nachhaltigkeit, zum Druck von Sanktionen und zu den Beziehungen zwischen
Russland und der EU und Deutschland. Kremlchef Wladimir Putin besucht das
Forum an diesem Freitag.

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Rückkehr zur Realität

Der Swiss Market Index kann seine Tageshöchstkurse nicht mehr halten – das ist überdurchschnittlich oft der Startschuss für eine Konsolidierung. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Seit Wochen sind die Inflationssorgen der Anleger mit Blick auf die Eurozone bereits leicht gewachsen. Die Marktteilnehmer nehmen dabei nur vorweg, was viele Ökonomen ohnehin bereits seit Längerem für dieses Jahr vorhersagen: Erst sollten die Energiepreise (getrieben vom Öl) den Preisanstieg befeuern, dann die Konsumenten.

Die Ölnotierungen waren vor einem Jahr in der Pandemie eingebrochen, womit sich jetzt nach der Erholung auf das Vorcoronaniveau von Anfang 2020 ein starker Basiseffekt ergibt. Später im Jahr wird dann ein stärkerer Anstieg der Preise erwartet, wenn die Privathaushalte mit der Lockerung ihre Ersparnisse auflösen könnten.

Bislang war unbekannt, wie stark die jüngsten Lieferengpässe bereits an die Verbraucher weitergegeben werden. Denn viele Unternehmen berichten vor allem von steigenden Einkaufspreisen, wie Befragungen unter Einkaufsmanager zeigen. Doch wie neueste Zahlen aus der Eurozone zeigen, ist von der Weitergabe bislang kaum etwas zu spüren.

Die Inflationsrate stieg zwar von 1,6% im April auf 2,0% im Mai – also wie von den Fachleuten erwartet. Vom Anstieg gingen 0,37 Prozentpunkte auf das Konto der Energiepreise und zusammen gerade einmal 0,14 Prozentpunkte auf die restlichen Industriegüter und die Dienstleistungen. Die Jahresteuerungsrate der nichtenergetischen Industriegüter stieg dabei von 0% im April auf 0,1%, die der Dienstleistungen von –0,2% auf 0,1%.

Kein Wunder also, dass die Inflationssorgen diese Woche keinen neuen Schub bekommen haben. Die Renditen zehnjähriger «Eidgenossen» und deutscher Bundesanleihen pendeln irgendwo zwischen –0,20% und –0,15% seitlich. Ohne klare Richtung geht es auch für den Euro zum Franken wie zum Dollar weiter seitwärts.