Das Wichtigste zum Börsenstart

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung.

Overnight

USA

Die tech-lastigen US-Börsenindizes erklommen gestern Mittwoch zwischenzeitlich neue Höchst. Am Schluss resultierte dann aber lediglich ein kleines Plus von 0,2% im Nasdaq 100 und von 0,3% im Nasdaq Composite. Der S&P 500 schloss mehr oder weniger unverändert auf 4524. Der Dow Jones Industrial gab 0,1% auf 35’312 Punkte nach.

Der Einkaufsmanagerindex ISM Manufacturing ist im August von 59,4 auf 59,9 gestiegen. Die überraschende Beschleunigung in der US-Industrie vermochte Wallstreet aber nicht zu überzeugen.

Am meisten gefragt waren die in den USA kotierten Titel chinesischer Unternehmen, die in den vergangenen Monaten wegen Pekings Regulierungsoffensive unter die Räder gekommen waren. Die Aktien der E-Commerce-Plattform Pinduoduo erholten sich um  fast 7%, die der Suchmaschine Baidu um rund 5%.

Übertroffen wurden sie von PVH. Die Valoren des US-Modekonzerns mit Marken wie Tommy Hilfiger und Calvin Klein schossen nach einer verbesserten Gewinnprognose fürs laufende Jahr 15% nach oben.

Klar im Plus (+0,7%) schlossen auch Comcast. Nach langen Verzögerungen hat die Comcast-Tochter Universal Studios in Peking endlich den weltgrössten Vergnügungspark eröffnet.

Einen schlechten Tag hatte hingegen der Pharmakonzern AbbVie. Die Warnung der Arzneimittelbehörde vor neuen Risiken eines Medikaments gegen Arthritis löste einen Kursrutsch im Umfang von 7% aus.

Asien

An den asiatischen Aktienmärkten ist kein einheitlicher Trend erkennbar. Der japanische Nikkei 225 notiert 0,2% höher, der Hang Seng in Hongkong liegt nach einer positiven Eröffnung nur noch 0,1% im Plus. In China hat der Shanghai Composite 0,6% gewonnen, während die Blue Chips gemessen am CSI 300 0,3% nachgegeben haben. Auch der koreanische Kospi hat 0,8% eingebüsst.

12'056.2
+0.14%
4'188.8
+0.8%
15'543.0
+0.46%
15'090.2
-0.82%
28'562.3
-0.84%
1.0672
+0.03%
0.9155
-0.12%
1.1657
+0.15%
1'792.50
+0.54%
86.18
+0.69%
61'939.00
+1.81%

News Vorbörse Schweiz

Vaudoise: Der Versicherer Vaudoise hat im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 65,2 Mio. Fr. erwirtschaftet, nachdem im Vorjahr noch 60,9 Mio. Fr. verbucht wurden. Der Umsatz erhöhte sich um 42,5 auf 864,4 Mio. Fr. Das Unternehmen hält für 2021 an der Wachstumsprognose von über 3% im Bereich Nichtleben fest. (Lesen Sie hier mehr.)

Emmi: Die Milchverarbeiterin Emmi (EMMN 983.50 +0.2%) übernimmt die Nummer eins im US-Markt für Feta-Käse, Athenos, die vergangenes Jahr einen Umsatz von knapp 90 Mio. $ eingefahren hat. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die US-Wettbewerbsbehörden müssen die Übernahme noch genehmigen. (Lesen Sie hier mehr.)

Polyphor: Das Biotech-Unternehmen Polyphor (POLN 1.77 +1.03%) wird mit der US-Firma EnBiotix fusionieren. Geplant ist, dass die Polyphor-Aktionäre zwischen 23 und 26% Anteile am neuen Unternehmen halten werden und EnBiotix 74 bis 77%. Die Fusion soll im vierten Quartal stattfinden.

Burckhardt Compression: Der Kompressorenhersteller Burckhardt Compression (BCHN 404.50 +0.12%) leitet die Suche nach einem Nachfolger für CEO Marcel Pawlicek ein, der wiederum 2023 in den VR wechseln soll. Sowohl interne als auch externe Kandidaten kämen in Frage. Der Wechsel solle ab nächstem April erfolgen. (Lesen Sie hier mehr.)

Barry Callebaut: Der Schokoladenproduzent Barry Callebaut (BARN 2'110.00 -0.66%) verlängert die seit 2007 bestehende strategische Liefervereinbarung für Nordamerika mit dem US-Snackhersteller Hershey (HSY 154.55 +0.29%).

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 02.09.2021

Wichtige Ereignisse
vom 02.09.2021

Schweiz
07:00   Vaudoise: Ergebnis H1
08:30   BFS: Detailhandelsumsätze Juli 2021
08:30   BFS: Landesindex der Konsumentenpreise August 2021
09:00   Seco: BIP Q2 2021
Sonstige Termine
FuW-Forum: Vision Bank - Vision Finanzplatz Schweiz, Zürich
SEF Swiss Economic Forum (2. Tag), Interlaken
Swiss Green Economy Symposium 2021 (SGES, inkl. 3.9.), Winterthur
International
10:00 DEU VDMA Auftragseingang Maschinen- und Anlagenbau 07/21
USA: Broadcom, Q3-Zahlen
USA: Ciena, Q3-Zahlen
- Termine Konjunktur
08:00 DEU Grosshandelsumsatz Q2/21
09:00 ESP Arbeitslosenzahlen 08/21
11:00 EUR Erzeugerpreise 07/21
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Handelsbilanz 07/21
16:00 USA Auftragseingang Industrie 07/21
16:00 USA Auftragseingang langlebige Güter 07/21 (endgültig)
- Sonstige Termine
09:00 DEU Bundesgerichtshof verhandelt im VW-Dieselskandal über
Schadenersatz-Ansprüche bei geleasten Autos, Karlsruhe
09:30 DEU Fortsetzung Prozess im "Cum-Ex"-Verfahren gegen ehemalige Mitarbeiter
der inzwischen insolventen Maple Bank, Frankfurt/M.
09:30 LUX EuGH-Urteil zur Klage der EU-Kommission gegen Deutschland zur
Umsetzung der EU-Elektrizitätsrichtlinie und der EU-Erdgasrichtlinie
EUR: Aussenministertreffen (bis 03.09.21)

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Warten auf neuen Impuls

Der Swiss Market Index bewegt sich in einer immer enger werdenden Spanne seitwärts. Ein Ausbruch aus dieser beklemmenden Lage dürfte für frischen Wind sorgen. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

An den Anleihenmärkten suchen die Anleger derzeit nach einer neuen Richtung. Die Renditen (10 Jahre) auf US-Staatspapiere pendeln seit einer Woche zwischen 1,25% und 1,35%. Dazu tragen auch die Äusserungen von Jerome Powell bei, dem Chef der US-Notenbank Fed. Er hatte am Freitag auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole gesprochen.

Demnach könnte das Fed wie vom Markt erwartet bereits dieses Jahr beginnen, die Anleihenkäufe zu reduzieren. Allerdings bewerteten Anleger seine Äusserungen auch nicht so, dass Powell einen dringenden Handlungsbedarf sehen würde. Nun richtet sich der Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Sie könnten wieder etwas Bewegung in den Markt bringen.

In der Eurozone geben die jüngsten Inflationsdaten auf den zweiten Blick keinen Grund zur Unruhe. Zwar mehrten sich zuletzt die Rufe der Hardliner im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach bereits auf der Sitzung nächste Woche eine Reduktion der Anleihenkäufe für das nächste Quartal beschossen werden sollte. Doch dürfte die Mehrheit im EZB-Rat noch nicht bereit dazu sein.

Die jährliche Teuerungsrate im Euroraum war im August von 2,2% im Juli auf 3,0% gestiegen und damit über das mittelfristige Ziel von 2%. Zum monatlichen Anstieg um 0,8 Prozentpunkte (Pp) trug vor allem die Kernrate bei, also ohne die stark schwankenden Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak. Allein 0,5 Pp des Anstiegs der Inflationsrate kamen von den nicht-energetischen Industriegütern.

Diese Industriegüter ohne Energie hatten aber genau im August vor einem Jahr die Gesamtrate vorübergehend um 0,5 Pp gedrückt. Es bleibt dabei: Die Teuerungsraten in den USA und Europa werden derzeit von vielen Sondereffekten verzerrt. Damit ist es immer noch schwierig für die Anleiheninvestoren, ihre Erwartungen über die künftige Inflationsentwicklung zu bilden.