Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen haben am Montag nach einer schwachen Woche wieder etwas Boden gutgemacht. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg 0,8% auf 34’870 Punkte, der S&P 500 rückte mit 0,2% auf 4469 Punkte weniger stark vor, der technologielastige Nasdaq 100 schloss praktisch unverändert bei 15’435 Punkten.

Händler begründen die Gegenbewegung des Dow mit den schwachen Handelstagen der vergangenen Wochen, die den Index auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten gebracht und ihn reif für eine vorübergehende Erholung gemacht hätten. Gleichzeitig fehlt es den Börsen an Impulsen. Das dürfte sich spätestens kommende Woche ändern, wenn die US-Notenbank ihren nächsten Zinsentscheid kommuniziert. Zuletzt hatte sie signalisiert, ihr Anleihenkaufprogramm zurückzufahren. Am Dienstag stehen deshalb die Verbraucherpreise, die als wichtige Einflussgrösse für die Zinspolitik in den USA gelten, im Fokus der Anleger.

Zu den Gewinnern zählten am Montag vor allem Rohstoffaktien, die von den steigenden Öl- und Gaspreisen profitierten. Die Papiere des Ölriesen ExxonMobil legten 2,6% zu, die des Konkurrenten Chevron 2%. Die Aktien des Ölfeldausrüsters Schlumberger avancierten 5%. Zu den grössten Verlierern zählte der Impfstoffhersteller Moderna, dessen Valoren 6,6% verloren.

Asien

Die asiatischen Märkte setzen am Dienstag ihren jüngsten Höhenflug fort. Der japanische Nikkei 225 liegt 0,5% im Plus, ebenso notiert der Topix 0,7% höher. Für den südkoreanischen Kospi geht es 1,1% aufwärts. In China gestaltet sich das Bild weniger einheitlich. Der Shanghai Composite verliert 0,2%, der Shenzhen legt dagegen 0,4% zu. Der Hang Seng in Hongkong bewegt sich um den Vortagesschluss und liegt 0,1% im Minus. In Australien schloss der ASX 200 0,2% im Plus.

Im Fokus der asiatischen Anleger stehen einmal mehr die Aktien von Tech-Unternehmen, insbesondere die von Alibaba. Nach dem jüngsten Kurseinbruch am Montag notieren die Titel des chinesischen Onlinehändlers erneut tiefer. Marktbeobachter begründeten die Abgaben damit, dass noch kein Ende der Regulierungen in Sicht sei, die die chinesische Regierung dem Unternehmen aufzwinge.

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News Vorbörse Schweiz

Crealogix: Der Software- und IT-Dienstleister Crealogix (CLXN 121.50 0%) ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem Verlust von 0,5 Mio. Fr. im Vorjahr verbuchte er für das im Juni abgelaufene Geschäftsjahr 2020/2021 vor Goodwillabschreibung einen Gewinn von 1,1 Mio. Fr. Der Umsatz stieg 5,4% auf 109,3 Mio. Fr. Der Betriebsgewinn Ebitda stieg 0,8 auf 3,3 Mio. Fr., was einer Marge von 3% entspricht. Zur Dividende machte der Softwaredienstleister keine Angaben. (Lesen Sie hier mehr.)

Valora: Der Handelskonzern Valora (VALN 181.80 -1.2%) baut seine Präsenz in Deutschland weiter aus und übernimmt den Backwaren- und Snackanbieter Back-Factory. Back-Factory betreibt derzeit mehr als achtzig Läden in Deutschland. Im Vorkrisenjahr 2019 hat der Selbstbedienungsbäcker einen Umsatz von 80 Mio. € und einen Betriebsgewinn Ebitda von rund 5 Mio. € erzielt. Back-Factory ergänzt das bestehende Ladennetzwerk mit 500 Verkaufsstellen in Deutschland. Finanzielle Details wurden nicht genannt. (Lesen Sie hier mehr.)

Kühne + Nagel: Die Logistikdienstleisterin Kühne + Nagel (KNIN 286.70 -2.71%) übernimmt die Offshore-Logistik bei einem Projekt von Siemens (SIE 141.26 +0.14%) Energy in Chile. Im Rahmen dieses Projekts werden klimaneutral synthetische Kraftstoffe produziert, was zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors beitragen soll.

Sonova: Die Hörgeräteherstellerin Sonova (SOON 359.60 +0.33%) sieht sich mit der aktuellen Strategie auf gutem Weg. Die Innovationen des Unternehmens und Wachstumsinvestitionen würden auch in den kommenden Jahren für profitables Wachstum sorgen, liess sich CEO Arnd Kaldowski in einer Mitteilung im Vorfeld des Investorentages am Dienstag zitieren. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Steel: Das Stahlunternehmen Swiss Steel (STLN 0.38 0%) will seinen Verwaltungsrat erweitern. Dazu lädt es zu einer ausserordentlichen Generalversammlung am 6. Oktober ein. Dann werden der ehemalige Swisscom-Finanzchef Mario Rossi sowie Ralf Göttel und Emese Weissenbacher zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. (Lesen Sie hier mehr.)

Julius Bär: Die Privatbank Julius Bär (BAER 64.96 +0.31%) organisiert ihr Schweizer Geschäft neu: Statt wie bisher jeweils einen Leiter für die  französischsprachige und die deutschsprachige Schweiz gibt es neu einen Leiter für den Gesamtmarkt. Diese Aufgabe übernimmt am 1. November Gilles Stuck. (Lesen Sie hier mehr.)

Flughafen Zürich: Der Flughafen Zürich (FHZN 168.30 +0.36%) leidet weiter stark unter der Coronakrise, auch wenn sich die Passagierzahlen zuletzt deutlich verbessert haben. Im August sind 1,59 Mio. Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist. Das sind 120% mehr als im August 2020. Im Vergleich zum August 2019, also der Zeit vor dem Coronavirus, liegt die aktuelle Passagierzahl aber lediglich bei 51%. (Lesen Sie hier mehr.)

Gate Group: Die Ratingagentur Moody’s bestätigt für den Airline-Caterer Gategroup die Kreditratings, hebt aber den Ausblick von negativ auf stabil an. Begründet wird dies mit der verbesserten Liquidität und der sich allmählich abzeichnenden Erholung des Passagieraufkommens.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 14.09.2021

Wichtige Ereignisse
vom 14.09.2021

07:00   Crealogix: Ergebnis H1
07:00   SHL: Ergebnis H1
08:30   BFS: Produzenten- und Importpreisindex August 2021
10:00   MK SRV: Reisebranche - Licht am Ende des Tunnels?, Zürich-Flughafen
Sonstige Termine
Branchentalk Tourismus (ab 11 Uhr), Titlis
Roche: Virtual Pharma Day (14.00 bis 17.00 Uhr)
Sonova: Investorentag (13.30 bis 16.15 Uhr)

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Vorerst nach unten abgesichert

Der Swiss Market Index hat zuletzt zwar kleinere technische Schwächesignale gesendet, bleibt aber zunächst stabil. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Rohstoffe

Der Ölpreis hält sich

Zum Wochenanfang kostet die Ölsorte Brent über 73.30 $ je Fass und damit rund 0,8% mehr als noch am Freitag. Seit gut drei Wochen hält sich Brent in einer engen Handelsbandbreite zwischen 70 und 73.70 $ je Fass – nun ist wieder das obere Ende dieser Bandbreite erreicht worden. Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) hält sich über 70.50 $ je Fass.

Der wenig volatile Kursverlauf ist überraschend. Immerhin sorgte etwa der Hurrikan «Ida» noch Ende August für grosse Verunsicherung bezüglich den Ölförderungs- und Raffinerieausfällen. Das durch «Ida» unterbrochene Ölangebot hatte wohl einen stützenden Effekt für den Ölpreis. Demnächst könnte der Sturm «Nicholas» als Hurrikan im Golf von Mexiko wüten.

Doch gleichzeitig gibt es Nachrichten von zunehmendem Angebot: Die Zahl an Bohrungen für Öl- und Gasfelder steigt in den USA stetig weiter, und China plant Ölverkäufe aus seinen strategischen Reserven. Ausserdem macht der Iran Fortschritte, ein neues Abkommen mit dem Westen abzuschliessen – solch eine Einigung würde der islamischen Republik ermöglichen, ihre Ölexporteure deutlich zu steigern.

Bei diesen unsicheren Faktoren sorgt für Stabilität, dass das Opec-Förderland Saudi-Arabien das Angebot wohl flexibel handhaben wird. Würde das Angebot andernorts zu stark einbrechen oder die Nachfrage schwächeln, würden die Saudis mit einer einseitigen Förderkürzung grossen Preisschwankungen wohl entgegenwirken.