Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

In den USA sind die Börsen am Montag gesunken. Der Dow Jones Industrial fällt 0,9% auf 34’002, und der breiter diversifizierte S&P 500 verliert 1,3% auf 4300. Der technologielastige Nasdaq 100 büsst 2,2% ein und schliesst auf 14’472.

Die Aktien von Facebook fallen 4,9%. Eine Whistleblowerin hat sich als ehemalige Mitarbeiterin zu erkennen gegeben. Sie kritisiert, dass Facebook (FB 324.76 -1.15%) das Gewinnstreben über das Wohl junger Nutzergruppen stelle. Zudem sind am Montag mehrere Dienste von Facebook ausgefallen, darunter WhatsApp und Instagram sowie interne E-Mail-Verbindungen.

Auch andere grosse Technologieaktien büssen weiter an Terrain ein. Apple sinken 2,5%, Amazon 2,9% und Alphabet 2%. Die höheren langfristigen Zinsen lasten auf dem Sektor, auch wenn sich die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen in den letzten Tagen auf knapp 1,5% stabilisiert hat.

Die Aktien des Pharmakonzerns Merck hingegen steigen 2,1%. Sie profitieren weiter von der Meldung, ein Covid-19-Medikament stehe kurz vor der Einführung.

Exxon Mobil gewinnen 1,3%. Der Ölpreis für die amerikanische Sorte WTI (WTI 82.33 +1.07%) steigt 2,3% auf 77.72 $ pro Fass. Die Ölförderländer Opec+ haben mitgeteilt, sie wollten die Produktion wie geplant nur graduell steigern und nicht beschleunigen.

Asien

In Asien sind die Aktienmärkte am Dienstag ebenfalls gefallen. In Tokio sinkt der Nikkei 225 um 2,5% und der breiter gefasste Topix 1,6%. Der koreanische Kospi büsst 1,8% ein, während in Taiwan der TWSE stagniert. Einzig der Hongkonger Hang Seng gewinnt 0,2%. Auf dem chinesischen Festland sind die Börsen geschlossen.

Der Terminkontrakt (Futures) auf den S&P 500 (S&P 500 4'464.33 -0.22%) handelt am Dienstagmorgen 0,1% höher. Der Futures auf den Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 4'182.91 +0.82%) notiert 0,2% im Plus.

11'961.3
+0.58%
4'182.9
+0.82%
15'587.4
+0.81%
14'897.3
+0.5%
29'068.6
+1.81%
1.0701
-0.12%
0.9222
-0.23%
1.1600
+0.08%
1'763.89
-1.77%
84.89
+0.72%
61'003.21
-0.74%

News Vorbörse Schweiz

Swatch Group: Nick Hayek, CEO des Uhrenherstellers Swatch Group (UHR 251.00 +0.28%), rechnet für 2021 und das nächste Jahr mit starkem Wachstum. Für 2021 geht er von 7 bis 7,5 Mrd. Fr. Umsatz und einem Ebit von 1 Mrd. Fr. aus. Für 2022 erwartet er ein Rekordjahr, wie er in der Sendung Eco Talk des Schweizer Fernsehens SRF sagte. Zum Vergleich: 2019 lag der Umsatz bei 8,2 Mrd. Fr. und der Ebit leicht über 1 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Re: Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re (SREN 81.26 +1.09%) rechnet mit einem Aufwand von rund 750 Mio. $ für die Schäden aus dem Hurrikan «Ida», der im August die Küste des US-Bundesstaats Louisiana getroffen hatte. Für Schäden aufgrund der Überschwemmungen in Europa im Juli rechnet er mit Zahlungen von etwa 520 Mio. $. Die Kosten für die Industrie der beiden Ereignisse schätzt er auf 28 bis 30 Mrd. $ respektive 12 Mrd. $.

SoftwareOne: Der Software- und Cloud-Technologieanbieter SoftwareOne (SWON 21.55 0%) hat das britische Unternehmen Centiq übernommen. Dabei handelt es sich um einen SAP-Serviceanbieter. Centiq ist besonders auf Anwendungen spezialisiert, die auf Azure laufen, dem Cloud-Angebot von Microsoft (MSFT 304.21 +0.48%). (Lesen Sie hier mehr.)

Bucher Industries: Der Landwirtschaftsmaschinenhersteller Bucher (BUCN 452.40 +0.89%) Industries schlägt für die Generalversammlung vom kommenden April Stefan Scheiber zur Wahl in den Verwaltungsrat vor. Scheiber ist CEO des Maschinenbauers Bühler.

DKSH: Der Handelskonzern DKSH (DKSH 74.50 -0.07%) übernimmt das australische Marketing- und Merchandising-Unternehmen STP. Es ist auf Dienstleistungen für den Lebensmitteleinzelhandel spezialisiert und erwirtschaftet mit etwa 160 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 5 Mio. Fr.

Roche: Der Schweizer Pharmakonzern Roche (ROG 360.25 +0.87%) will an einem Kongress längerfristige Daten zu seinem MS-Mittel Ocrevus sowie zum Medikament Enspryng vorlegen. Beide Therapien seien auch nach einem längeren Behandlungszeitraum von mehreren Jahren weiterhin wirksam, so der Schluss von Roche.

Kühne + Nagel: Der Logistikkonzern Kühne + Nagel (KNIN 286.70 -2.71%) und die deutsche Airline Lufthansa (LHA 6.01 +4.56%) gehören zu den ersten Kunden von Atmosfair. Letztere stellt CO2-neutralen Treibstoff her, sogenannten Power to Liquid Fuel.

Energiedienst: Der deutsch-schweizerische Energieversorger Energiedienst (EDHN 45.60 -0.44%) nimmt die Power-to-Gas-Anlage im baden-württembergischen Grenzach-Wyhlen voraussichtlich im Februar wieder in Betrieb. Sie wurde im Juni nach dem Austritt von Lauge abgeschaltet. Die Ursache dafür sei nun gefunden, und die beschädigten Module würden bis Februar verbessert und neu produziert, hiess es.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 05.10.2021

Wichtige Ereignisse
vom 05.10.2021

Schweiz
08:30   BFS: Touristische Beherbergungen August 2021
10:00   MK Genève Place financière, Genf
International
TERMINE UNTERNEHMEN
07:00 DEU Grenke Neugeschäft Q3/21
09:00 DEU Audi gewährt Einblicke hinter den Kulissen der Audi Q4
e-tron-Fertigung in Zwickau
09:15 DEU Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure
10:00 DEU Eon Energy Innovation Days 2021
10:00 DEU VDMA Auftragseingang 08/21
12:00 USA Pepsico Q3/21
15:00 DEU Infineon Capital Markets Day
DEU: Kfz-Neuzulassungen 09/21
FRA: Thales ESG Investor Day
TERMINE KONJUNKTUR
08:45 FRA Industrieproduktion 08/21
09:15 SPA Markit PMI Dienstleistungen 09/21
09:45 ITA Markit PMI Dienstleistungen 09/21
09:45 FRA Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)
09:55 DEU Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)
10:00 EUR Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)
10:00 ITA BIP-Defizit Q2/21
10:30 GBR CIPS/Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)
11:00 EUR Erzeugerpreise 08/21
11:30 EUR EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender
14:30 USA Handelsbilanz 08/21
15:00 EUR EZB Wöchentliche Veränderung der Bestände der
Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds,
Unternehmensanleihen und ABS
15:45 USA Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)
16:00 USA ISM Services Index 09/21
EUR: Tagung der EU-Wirtschafts- und Finanzminister
- Sonstige Termine
10:00 DEU Jahreskonferenz der re!source Stiftung e.V. zum Thema
"Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft"
- Hinweis
Börsenfeiertag in China

(Quelle: AWP)

Ausblick Rohstoffe

Sorge um Ölknappheit

Am Montag notierte der Preis für die Ölsorte Brent zeitweise auf 80.86 $ je Fass, schon vergangene Woche war kurzfristig die Marke von 80 $ überschritten worden. Das ist der höchste Stand seit drei Jahren. Es entspricht einem Plus vom Tief im April 2020 von 273% und seit Jahresanfang von 58%. Auch der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate legt zu und notiert nun auf 77 $.

Am Markt für Öl wächst die Sorge, dass das Angebot von Öl zu knapp ausfallen könnte. Das Ölkartell Opec und deren Partnerländer (Opec+) halten an ihrem Plan fest, ihre Förderobergrenze um 400’000 Fass pro Tag auszuweiten. Damit widersetzen sich die Ölförderländer dem Druck der USA und anderer Länder, ihre Produktion zu steigern.

Ein Vertreter von US-Präsident Joe Biden hat den saudischen Kronprinzen getroffen und daraufhin seiner Sorge um die Ölversorgung Ausdruck verliehen. Auch das Konsumland Indien hat die Förderländer aufgefordert, mehr zu produzieren.

Der Ölpreis wird durch den Gasmarkt angetrieben: Der Preis für Erdgas hat sich seit Jahresanfang vervierfacht. Zur Stromgenerierung und für die Industrieproduktion wird daher zunehmend Gas durch Rohöl ersetzt.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert eine ungenannte Quelle aus der Opec, dass man dort nicht vorschnell die Produktion zu stark erhöhen wolle: «Wir haben Angst vor der vierten Coronawelle – niemand will grosse Schritte unternehmen.»