Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Bei den Börsen in den USA gab es zur Wochenmitte nach einem turbulenten Handelstag am Ende des Tages leichte Gewinne. Der US-Leitindex Dow Jones stieg am Mittwoch 0,3% auf 34’416 Punkte. Der breite S&P 500 ging um 0,4% höher bei 4363 Einheiten aus dem Handel. Der Technologieindex Nasdaq Composite schloss mit einem Plus von 0,5% bei 14’501 Punkten. Eine mögliche Anhebung der Schuldengrenze hat vor allem die Technologiewerte beflügelt, so stiegen insbesondere Amazon (1,3%), Salesforce (1,3%) und Microsoft (1,5%).

Asien

Die Börsen in Asien begannen den heutigen Donnerstag klar fester. In Hongkong trieben die Technologiewerte wie Alibaba und Tencent deutlich an und schickten den Leitindex Hang Seng um 2,4% auf 24’543 Zähler nach oben. Die Aktien des Immobilienentwicklers Chinese Estates verteuerten sich nach der Bekanntgabe eines Buyout um mehr als 30%. An der Börse in Schanghai wurde unterdessen weiter feiertagsbedingt nicht gehandelt. In Japan stieg der Leitindex Nikkei 225 ebenfalls um 0,8% auf 27’738 Punkte und auch der breit gefasste Topix zeigte sich fester.

11'961.3
+0.58%
4'182.9
+0.82%
15'587.4
+0.81%
14'897.3
+0.5%
29'068.6
+1.81%
1.0701
-0.12%
0.9222
-0.23%
1.1600
+0.08%
1'763.89
-1.77%
84.89
+0.72%
60'998.00
-0.75%

News Vorbörse Schweiz

Sika: Der Baustoffkonzern Sika (SIKA 311.00 +0.91%) bestätigt die strategischen Ziele bis 2023. Er will bis dann jährlich 6 bis 8% wachsen. Die Gewinnmarge auf Stufe Ebit soll zwischen 15 und 18% liegen. Sika kündigt ausserdem an, sie werde im Rahmen des Investorentags in Zürich eine Betonrecycling-Anlage demonstrieren. Das Konzept sei ein Durchbruch für das Recycling des breit eingesetzten Baustoffs und werde den ökologischen Fussabdruck des Unternehmens verringern. (Lesen Sie hier mehr.)

Skan: Das auf Reinräume für die Pharmaindustrie spezialisierte Unternehmen will weiterhin vor Ende Jahr an die Börse. Dabei ist eine Aktienkapitalerhöhung geplant, die 80 Mio. Fr. einbringen soll. Das Geld will Skan für die Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie verwenden. Im Rahmen des Börsengangs werde unter anderem Mehrheitsaktionär Willy Michel Anteile verkaufen. Eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 15% aus dem bestehenden Aktienbesitz sei vorgesehen. Am Ende soll der Streubesitz bei rund 50% liegen. Weitere Details würden von der Marktlage abhängen. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: Das Pharmaunternehmen, das auf den US-Zulassungsentscheid für sein Coronamedikament wartet, hat beim Supreme Court des Staates New York Klage gegen Partner NeuroRx und seinen CEO Jonathan Javitt eingereicht. Relief Therapeutics (RLF 0.10 -4.85%) macht die mehrfache Verletzung der Kooperationsvereinbarungen geltend. Die beiden Unternehmen hatten eine Entwicklungskooperation vereinbart. NeuroRx hat die klinischen Studien in den USA durchgeführt und den Zulassungsantrag eingereicht. Seit mehreren Monaten ist bekannt, dass die beiden Partner streiten.

Novartis: Der Pharmakonzern wird am diesjährigen Multiple-Sklerose-Fachkongress ECTRIMS zahlreiche Studiendaten vorstellen. Wie Novartis (NOVN 76.93 +0.61%) mitteilt, geht es um die Mittel Remibrutinib, Kesimpta und Mayzent.

Valora: Die Betreiberin von Kiosken und Press & Books will an mehreren hundert Verkaufsstellen Paketdienstleistungen von UPS (UPS 193.75 +1.22%) anbieten. Kunden sollen Pakete versenden und erhalten können, auch abends und an Sonntagen. Valora (VALN 181.80 -1.2%) bietet die Dienstleistung seit dieser Woche an ausgewählten Standorten an. Laufend würden nun in der ganzen Schweiz weitere dazukommen. Finanzielle Angaben zur Kooperation macht Valora nicht.

Achiko: Das an der SIX kotierte indonesische Unternehmen kündigt ein Pilotprogramm in Indonesien für seinen Covid-19-Schnelltest AptameX an. Achiko (ACHI 0.18 -2.66%), die im Bereich Fintech und Coronatests aktiv ist, will damit die Wirtschaftlichkeit aufzeigen und Personal schulen. Beim Pilotprojekt werde der speichelbasierte Covid-19-Diagnosetest mit der digitalen Gesundheitspass-App Teman Sehat (Health Buddy) kombiniert.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 07.10.2021

Wichtige Ereignisse
vom 07.10.2021

SCHWEIZ
07:45   Seco: Arbeitsmarktdaten September 2021
09:00   SNB: Devisenreserven September 2021
Sonstige Termine
Sika: Capital Markets Day 2021 (ab 9.00 Uhr)
INTERNATIONAL
TERMINE UNTERNEHMEN
10:00 DEU Hymer Group, Online-Pk zu Zahlen und Strategie
TERMINE KONJUNKTUR
08:00 DEU Industrieproduktion 08/21
08:45 FRA Handels- und Leistungsbilanz 08/21
10:00 ITA Einzelhandelsumsatz 08/21
13:30 EUR EZB Sitzungsprotokoll 09.09.2021
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
21:00 USA Konsumentenkredite 08/21
FRA: Zweiter Teil des OECD-Ministerrats (bis 08.10.)
- Sonstige Termine
08:55 FRA Online-Konferenz europäischn Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA
09:30 DEU Fortsetzung des Prozesses gegen vier Angeklagte im VW-Abgasskandal
10:00 DEU Polens Verfassungsgericht entscheidet über die Frage des Vorrangs
von nationalem Recht gegenüber EU-Recht
ITA: Abschiedsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Rom mit Privataudienz
bei Papst Franziskus und Treffen mit Ministerpräsident Draghi
- Hinweis
CHN: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Jetzt ist er stabilisiert

Der Swiss Market Index hat endlich einen Boden gebildet – zumindest vorübergehend dürfte die Abwärtsbewegung damit vorbei sein. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Die Energiepreise treiben die Renditen

Ein grosser Treiber der Inflationserwartungen an den Finanzmärkten sind im Moment die Energiepreise. Der Preis für Erdgas an den Terminmärkten notiert auf einem Allzeithoch, europäisches Rohöl kostet so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Dies könnte höhere Renditen auslösen.

Die Break-Even-Rate – also die Teuerungserwartung, die in den inflationsgeschützten Anleihen eingepreist ist – für die nächsten zehn Jahre liegt in den USA bei 2,45%. Vor zwei Wochen war sie noch 0,2 Prozentpunkte tiefer. Auch anderswo steigen die impliziten Inflationserwartungen: In Grossbritannien liegt die zehnjährige Break-Even-Rate nun bei fast 4%, in Deutschland bei 1,8%.

Diese Inflationskomponente sorgt für höhere Nominalrenditen. In den USA ist der zehnjährige Marktzins in einem Monat von 1,33 auf 1,56% gestiegen, in Deutschland von –0,37 auf –0,16%. Die deutschen Renditen notieren damit nahe einem Viermonatshoch.

Setzt sich die Rally an den Energiemärkten fort, könnten die Nominalrenditen damit weiter steigen. Knappe Gasreserven in Europa und der Entscheid der Opec, den Rufen nach einer schnelleren Erhöhung ihrer Förderung nachzukommen, sprechen für dieses Szenario.