Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

An den US-Börsen stand der Handelstag vom Mittwoch im Zeichen der Notenbankpolitik. Bis Mitte 2022 will das Fed die Anleihenkäufe ganz zurückfahren, wie aus den veröffentlichten Protokollen vom September hervorgeht. Ausserdem war die Inflation im September mit 5,4% einen Tick höher als erwartet. Die Anleger waren dennoch zuversichtlich, die wichtigsten Indizes machten anfängliche Verluste wett. Der Index der Standardwerte, Dow Jones, schloss schliesslich praktisch unverändert zum Vortag bei 34’378 Punkten. Der breitere S&P 500 stieg 0,3% auf 4364 Zähler.

Gefragt waren vor allem die im Nasdaq 100 stark vertretenen Technologiewerte. Der Index schloss 0,7% höher. Tech-Schwergewichte wie Facebook, Microsoft, Nvidia, Amazon, der Google-Mutterkonzern Alphabet, Advanced Micro Devices und Tesla legten zu. Die Ausnahme waren Apple, die 0,4% verloren. Gemäss einem Bericht von Bloomberg wird der Hersteller des iPhone die Produktion des neuen Modells wegen fehlender Komponenten drosseln müssen.

Als erste Grossbank hat am Mittwoch JPMorgan ihre Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Obschon sie besser ausfielen als erwartet, gaben die Aktien 2,6% nach. Auch andere Finanztitel wie Citigroup, Wells Fargo und Bank of America, die heute ihre Resultate ausweisen, standen unter Druck. Es wird befürchtet, die sich abflachende Zinsstrukturkurve am Anleihenmarkt werde die Rentabilität der Banken belasten.

Asien

Die asiatischen Börsen fanden zunächst keine Richtung, tendierten später aber mehrheitlich höher. In China, wo der höchste Anstieg der Erzeugerpreise seit dem Beginn der Erhebung 1996 registriert wurde, stand der Shanghai Composite praktisch unverändert. Der CSI 300 verzeichnete ein leichtes Minus von 0,3%. In Hongkong hingegen ging es mit –1,7% erneut deutlich nach unten.

In Tokio legte der Nikkei 225 deutlich zu (+1,2%), beim Topix war die Avance mit +0,4% weniger ausgeprägt. Der koreanische Kospi stieg 1%, der australische All Ordinaries 0,9%.

12'199.2
-2.01%
4'089.6
-4.74%
15'257.0
-4.15%
15'491.7
-2.23%
28'751.6
-2.53%
1.0434
-0.06%
0.9219
-0.09%
1.1318
+0.01%
1'792.42
+0.21%
72.86
-11.41%
54'406.00
-0.07%

News Vorbörse Schweiz

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 358.60 -0.95%) hat eine Zulassung für die Kurzzeitinfusion des Mittels Gazyvaro in Europa erhalten. Das Krebsmittel kann nun in neunzig Minuten statt zuvor drei bis vier Stunden verabreicht werden. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass Enspryng bei einer seltenen Autoimmunerkrankung die Zahl der Schübe reduziere, wie neue Vierjahresdaten für das Mittel zeigen würden. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 74.72 -2.42%) hat vielversprechende Daten für eine Langzeitstudie des Medikaments Kesimpta für die Behandlung von wiederkehrender Multipler Sklerose veröffentlicht. Das Mittel habe das Potenzial für die bevorzugte Behandlung gegen das Krankheitsbild bei Erwachsenen. (Lesen Sie hier mehr.)

Uhrenproduzenten: Schweizer Uhrenproduzenten rechnen damit, dass ihr Geschäft schon bald Vor-Corona-Niveau erreicht. Gemäss einer Studie von Deloitte gehen 24% der Befragten davon aus, dass schon Ende Jahr die Verkaufszahlen auf dem Niveau von vor der Krise liegen werden. 36% erwarten die Erholung bis Ende 2022, 25% bis Ende 2023.

Wisekey: Der Cybersicherheitsspezialist Wisekey (WIHN 0.91 -4.21%) hat in den ersten neun Monaten gemäss ungeprüften Zahlen ein Umsatzplus von 34% auf 15,4 Mio. $ erwirtschaftet. Ergebniszahlen wurden keine genannt. Die Cashposition per 1. Oktober belief sich auf 33,7 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

Calida: Der Digitalchef der Wäsche- und Möbelgruppe Calida (CALN 52.40 -3.32%), Stefan Mues, verlässt das Unternehmen.

EPH: Die Beteiligungsgesellschaft EPH European Property (EPH 31.00 0%) Holdings will ihren Sitz von den Britischen Jungferninseln nach Zypern verlegen. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 14.10.2021

Wichtige Ereignisse
vom 14.10.2021

SCHWEIZ
08:30   BFS: Produzenten- und Importpreisindex September 2021
13:30   Swiss Re: MK zur Baden-Baden-Konferenz
17:40   Temenos: Ergebnis Q3 (Conf. Call 18.30 Uhr)
Sonstige Termine
Galenica: Investor Day (10.00 - 16.00 Uhr), Interlaken
Polyphor: Informationsveranstaltung zu aoGV (14.00 Uhr)
INTERNATIONAL
TERMINE UNTERNEHMEN
07:00 DEU Südzucker, Q2-Zahlen (detailliert)
07:00 NLD TomTom, Q3-Zahlen
09:00 DEU Hannover Rück, Investorentag
10:00 DEU Patrizia, Hauptversammlung (online)
11:55 USA UnitedHealth, Q3-Zahlen
12:45 USA Bank of America, Q3-Zahlen
13:00 USA Walgreens Boots Alliance, Q4-Zahlen
13:30 USA Morgan Stanley, Q3-Zahlen
13:45 USA Wells Fargo, Q3-Zahlen
14:00 USA Citigroup, Q3-Zahlen
22:10 USA Alcoa, Q3-Zahlen
23:30 GBR Rio Tinto, Q3 Operation Report
USA: U.S. Bancorp, Q3-Zahlen
USA: Asos, Q4-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
DEU: Bundeswirtschaftsministerium Monatsbericht 10/21
03:30 CHN Verbraucherpreise 09/21
06:30 JPN Industrieproduktion 08/21 (2. Veröffentlichung)
09:00 SPA Verbraucherpreise 09/21 (2. Veröffentlichung)
10:00 DEU Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen Konjunkturprognose vor
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Erzeugerpreise 09/21
17:00 USA EIA Ölbericht (Woche)
- Sonstige Termine
09:30 LUX EuGH-Urteil zu Vorsteuerabzug bei gemischt genutztem Vermögen
EUR/GBR: Weitere Entwicklungen im Streit zwischen der EU-Kommission und
Grossbritannien um das Nordirland-Protokoll
USA: Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (bis 17.10.21)
+ 18.00 Klimawandel-Panel u.a. mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU),
US-Finanzministerin Janet Yellen, Prinz Charles
+ 19.00 Debatte zur globalen Wirtschaft u.a. mit IWF-Chefin Kristaline Georgiewa
- Hinweis
HKG: Feiertag, Börse geschlossen

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Richtungswechsel nach oben

Nun dreht auch der Trend auf der kleinsten analysierten Zeitebene wieder in die gleiche Richtung wie sein Gegenstück im Satellitenbild. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Die Anleihenmärkte werden derzeit von steigenden Inflationserwartungen der Anleger bestimmt. Sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland setzt sich die Stimmung fest, dass die Investoren endlich positive Renditen bei den langfristigen Staatsanleihen sehen wollen. Bei den Schweizer Swapsätzen, die auch als risikofreie Referenz für die privaten Kreditmärkte gelten, ist dies bereits seit Mitte September der Fall.

Die zehnjährigen «Eidgenossen» rentieren derzeit mit –0,1%, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als auf dem Tief vom Sommer. Diese Woche ist die Rendite sogar bis auf –0,04% gestiegen. Bei den Pendants aus Deutschland liegt die Verzinsung derzeit bei 0,14%, ein Anstieg um 0,35 Prozentpunkte seit Anfang August. Zuletzt haben die Investoren allerdings ihre Stagnationssorgen – als Folge einer schnellen Erholung und der Lieferengpässe – etwas abgelegt, was ein wenig Druck von den Zinsen nimmt.

Neu war in den vergangenen Tagen, dass sich im Euroraum die Anleger bereits auf frühere Zinserhöhungen einstellen als bisher. Gemessen an Terminkontrakten auf den Dreimonats-Euribor rechnen sie bis September 2023 mit einen Zinsanstieg um mehr als 0,35 Prozentpunkte. Die erste Zinserhöhung der EZB um 0,1 Prozentpunkt wird derzeit für die Jahreswende 2022/2023 eingepreist.