Das Wichtigste zum Börsenstart

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung.

Overnight

USA

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch freundlich tendiert. Zuversichtliche Unternehmensprognosen, etwa von Verizon (VZ 49.77 -0.99%), sorgten für gute Stimmung. Der Dow Jones Industrial ging 0,4% höher mit 35’609 aus dem Markt. Der S&P 500 stieg 0,4% auf 4536, während der Nasdaq 100 rund 0,1% auf 15’389 nachgab.

Der Pharmariese Abbott Laboratories verzeichnete zuletzt höhere Verkäufe von Coronatests und konnte die Jahresprognose nach oben anpassen. Die Aktien stiegen etwas mehr als 3%. Auch das Pharmaunternehmen Anthem äusserte sich zuversichtlicher für das Gesamtjahr als bisher, sodass die Valoren 7,7% anzogen.

Quartalszahlen präsentierten auch der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble und der Tabakkonzern Philip Morris. Ersterer übertraf mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen, die Titel stiegen 0,4%. Philip Morris zogen 1,3% an. United Airlines äusserte sich zum Schlussquartal 2021 vorsichtiger als erhofft, die Titel verloren 0,6%.

Netflix büssten 2,2% ein. Die Nachricht, wegen des Erfolgs der Serie «Squid Games» seien überraschend viele Nutzer gewonnen worden, und der Trend sollte sich fortsetzen, konnte die Investoren nicht begeistern. Die Erwartungen waren bereits sehr hoch.

Der Internet-Bezahldienst PayPal führt gemäss Gerüchten Gespräche über einen milliardenschweren Kauf von Pinterest. Die PayPal-Aktien verloren knapp 5%, Pinterest sprangen fast 13% nach oben.

IBM verfehlte mit ihren nach Börsenschluss publizierten Zahlen wegen eines schwachen Infrastrukturgeschäfts die Umsatzerwartungen. Die Aktien verlieren nachbörslich rund 5%. Auch Tesla notieren nachbörslich nach Quartalszahlen leichter.

Asien

Die asiatischen Märkte tendieren am Donnerstag uneinheitlich. Sorgen um den chinesischen Immobiliensektor belasten die Stimmung. Ein Verkauf von Vermögenswerten des angeschlagenen Bauunternehmens Evergrande (3333 0.25 -6.11%) war am späten Mittwoch gescheitert.

Der Nikkei 225 verliert 1,5%. Der Hang Seng tendiert 0,4% schwächer, während der Shanghai Composite 0,5% zulegt. Der Kospi notiert dagegen kaum verändert.

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News Vorbörse Schweiz

ABB: Der Anbieter von Elektro- und Automationstechnik hat im dritten Quartal einen Umsatz von gut 7 Mrd. Fr. verzeichnet. Die Analysten hatten im Schnitt mehr erwartet. Dafür liegen die neuen Aufträge mit mehr als 7,8 Mrd. Fr. rund 300 Mio. Fr. über der Konsensprognose. Der operative Gewinn auf Stufe Ebitda sowie der Gewinn treffen die Schätzungen mit 1062 und 652 Mio. ziemlich genau. ABB (ABBN 32.28 +1.22%) bestätigt den Gesamtjahresausblick. (Lesen Sie hier mehr.)

Schindler: Der Aufzugs- und Rolltreppenkonzern meldet für die ersten neun Monate einen Umsatz von knapp 8,3 Mrd. Fr. und einen Auftragseingang von etwas über 9 Mrd. Fr. Beide Kennzahlen liegen leicht unter den Erwartungen. Der Gewinn kommt mit 689 Mio. Fr. dafür minim über der von der Nachrichtenagentur AWP ermittelten Konsensschätzung zu liegen. Schindler (SCHP 242.50 +2.32%) bestätigt die Jahresvorgabe. (Lesen Sie hier mehr.)

Huber+Suhner: Der Hersteller von Komponenten für elektrische und optische Verbindungstechnik hat in den ersten neun Monaten des Jahres wieder das Niveau von 2019 erreicht. Der Umsatz legte um 15% auf 645,4 Mio. Fr. zu. Der Auftragseingang wuchs doppelt so rasch und erreichte 743,2 Mio. Fr. Beide Kennzahlen übertreffen die Erwartungen. Huber+Suhner (HUBN 83.20 +1.59%) ist für die Zukunft optimistisch. Trotz Engpässen bei Lieferketten und Transporten bestätigt sie den Jahresausblick. (Lesen Sie hier mehr.)

Zur Rose: Das Umsatzwachstum des Betreibers einer Online-Apotheke und weiterer Gesundheitsdienstleistungen hat sich im dritten Quartal gegenüber der ersten Jahreshälfte etwas abgekühlt. Der Umsatz erreichte in den ersten neun Monaten mit 981 Mio. Fr. aber nur unwesentlich weniger, als die Analysten im Durchschnitt geschätzt hatten. Zur Rose (ROSE 344.50 -1.29%) senkt die Wachstumsvorgabe für den Umsatz für das Gesamtjahr dennoch von 20 auf über 15%, bestätigt jedoch die mittelfristigen Ziele. Walter Hess soll Walter Oberhänsli als CEO ablösen. Oberhänsli soll das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernehmen. (Lesen Sie hier mehr.)

GAM: Die verwalteten Vermögen von GAM (GAM 1.36 +0.59%) sind im dritten Quartal auf 103 Mrd. Fr. geschrumpft. Per Ende Juni waren es noch 126 Mrd. Fr. GAM erklärt den Rückgang damit, dass ein Private-Labelling-Kunde wie im Januar angekündigt zu einem anderen Anbieter gewechselt habe. Auch das margenstarke Investment Management erlitt jedoch Nettoabflüsse von 1,2 Mrd. Fr. Per Ende September betrugen die verwalteten Vermögen in dem Bereich noch 33,4 Mrd. Fr. Das Management geht von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aus. (Lesen Sie hier mehr.)

Inficon: Der Hersteller von Analyse-, Mess- und Steuerungsprodukten für Vakuumverfahren meldet für das dritte Quartal einen Umsatz von gut 122 Mio. $, was leicht über den Schätzungen liegt. Der operative Gewinn Ebit ist mit 22 Mio. $ leicht darüber, der Gewinn mit 16,8 Mio. $ leicht darunter. Inficon (IFCN 1'184.00 +0.17%) erhöht die Vorgabe für den Umsatz um 10 Mio. Neu will sie dieses Jahr 490 bis 510 Mio. $ erzielen. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 74.24 +1.09%) und BioNTech (BNTX 334.48 -4.91%) haben eine Produktionsvereinbarung geschlossen, wonach Abfüllung und Fertigstellung des mRNA-basierten Coronaimpfstoffs von Pfizer-BioNTech ausgeweitet werden. Dazu wird Novartis Anlagen am Standort Ljubljana für die Abfüllung von mindestens 24 Mio. Dosen im Jahr 2022 nutzen. Geplant ist zudem, die Herstellung von Stein an den Standort Ljubljana zu verlagern.

MCH Group: Die Messeveranstalterin MCH Group (MCHN 9.60 0%) ist von einer Schadsoftware angegriffen worden, hat aber zusammen mit externen Experten und den Bundesbehörden Massnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen. Ob Daten abgezogen worden sind, ist noch nicht klar. Die IT-Experten seien mit Hochdruck daran, dass alle System wieder funktionsbereit zur Verfügung stünden. Laufende und geplante Messen könnten durchgeführt werden.

Also: Der IT-Distributor Also (ALSN 283.50 +1.61%) und der Softwareanbieter Adobe erweitern ihre Partnerschaft. Das Adobe-Portfolio soll in 41 weiteren Ländern auf dem Also-Cloud-Marktplatz aufgeschaltet werden. Zuvor sei die Lancierung in einigen Testmärkten erfolgreich verlaufen.

LSI wird Arxada: Ab heute trägt die ehemalige Chemisparte von Lonza (LONN 730.00 -1.75%), Lonza Specialty Ingredients oder kurz LSI, den neuen Namen Arxada. Im Juli wurde LSI an die Private-Equity-Investoren Bain Capital und Cinven übergeben. Lonza hatte sie für 4,2 Mrd. Fr. verkauft, um sich auf die Auftragsfertigung für die Pharmaindustrie zu konzentrieren. Arxada stellt eine breite Palette von Produkten her, mit einem Fokus auf Microbial Control, also die Bekämpfung von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroben.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 21.10.2021

Wichtige Ereignisse
vom 21.10.2021

Schweiz
06:30   Schindler: Ergebnis Q3 (Conf. Call 10.00 Uhr)
06:45   ABB: Ergebnis Q3 (Conf. Call 09.00 Uhr)
06:45   Huber+Suhner: Umsatz/Auftragseingang 9 Mte
07:00   GAM: Interim Statement Q3
07:00   Inficon: Ergebnis Q3 (Web Conf. 09.30 Uhr)
07:00   Zur Rose: Trading Update Q3
Sonstige Termine
FuW Indexing Forum 2021, Zürich
International
TERMINE UNTERNEHMEN
06:50 DEU Amadeus Fire AG, Q3-Zahlen
07:00 DEU SAP, Q3-Zahlen (detailliert) (Call 14.00 h)
07:00 DEU Software, Q3-Zahlen (Call 9.30 h)
07:00 DEU Adva Optical, Q3-Zahlen
07:00 NLD Randstad, Q3-Zahlen
07:20 SWE Volvo AB, Q3-Zahlen
07:30 FRA Pernod Ricard, Q1-Umsatz
08:00 FRA Hermes, Q3-Umsatz
08:00 GBR Barclays, Q3-Zahlen
08:00 GBR Unilever, Q3-Umsatz
08:00 GBR Rentokil Initial, Q3-Umsatz
08:00 GBR Relx, Q3-Umsatz
08:00 GBR Anglo American, Q3-Umsatz
12:00 USA Dow, Q3-Zahlen
12:30 USA AT&T, Q3-Zahlen
13:00 USA American Airlines, Q3-Zahlen
13:30 USA Ally Financial, Q3-Zahlen
17:45 FRA Vivendi, Q3-Umsatz
18:00 FRA L' Oréal, Q3-Umsatz
22:00 USA Intel, Q3-Zahlen
TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE
AUS: Cimic Group, 9Monatszahlen
DEU: Intershop, Q3-Zahlen
DEU: Berentzen, Q3-Zahlen
FRA: Atos, Q3-Umsatz
NLD: Just Eat Takeaway.com, Capital Markets Day
NOR: DNB ASA, Q3-Zahlen
SWE: Telia Company AB, Q3-Zahlen
SWE: Nordea, Q3-Zahlen
USA: Verizon Communications, Q3-Zahlen
USA: Danaher, Q3-Zahlen
USA: Mattel, Q3-Zahlen
USA: Valero Energy, Q3-Zahlen
USA: Snap, Q3-Zahlen
TERMINE KONJUNKTUR
DEU: Bundesfinanzministerium, Monatsberich 10/21
06:30 NLD Arbeitslosenquote 09/21
08:00 JPN Maschinenwerkzeugaufträge 09/21 (endgültig)
08:45 FRA Geschäftsklima 10/&21
08:45 FRA Produzentenvertrauen 10/21
10:00 POL Einzelhandelsumsatz 09/21
13:00 TUR Zentralbank, Zinsentscheid
13:00 USA Weltwährungsfonds veröffentlicht Konjunkturausblick Subsahara-Afrika
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA Philly Fed Index 10/21
16:00 USA Frühindikator 09/21
16:00 USA Wiederverkäufe Häuser 09/21
16:00 EUR Verbrauchervertrauen 10/21 (vorab)
- Sonstige Termine
11:15 DEU Jahreskonferenz der Regierungschefs und -chefinnen der
Länder auf dem Petersberg
14:00 DEU Pk Airbus zur Grundsteinlegung einer neuen Ausrüstungsmontagehalle
für den Bau des A321XLR
DEU: Beginn der Koalitionsverhandlungen - Weitere Entwicklung um eine
Regierungsbildung nach der Bundestagswahl
+ 14.45 Gemeinsames Pressestatement der zwei Generalsekretäre von SPD und FDP,
Klingbeil und Volker Wissing, sowie des politischen
der Grünen, Michael Kellner
+ 15.00 Beginn der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP
DEU: Online-Konferenz der Finanzminister von Bund und Ländern, Berlin
BEL: Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, Brüssel (bis 22.10.21)
17:00 EUR Europäische Rechnungshof veröffentlicht Bericht über Finanzierung
der EU-Kohäsionspolitik
Für Vollständigkeit und Richtigkeit kann keine Gewähr übernommen werden.

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: nächstes Ziel bei 12’300

Der Swiss Market Index hat nach mehreren kurzfristigen Kaufsignalen Kurs auf die nächsten technischen Hürden gesetzt. (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Die Inflationsaussichten lassen Anlegern dieser Tage keine Ruhe. Besonders an den Geldmärkten ist dies sehr deutlich zu spüren. Egal, ob in den USA, im Euroraum oder in Grossbritannien, die Wetten auf steigende Notenbankzinsen schiessen rasant nach oben. Für die Bank of England wird mittlerweile eine Zinserhöhung um mehr als 0,15 Prozentpunkte auf deutlich mehr als 0,25% bereits im November vorweggenommen. Dies geht aus Terminkontrakten hervor. Ende 2022 könnten es bereits 1,25% sein.

Allerdings rechnen die Anleger auch damit, dass die britischen Währungshüter einen Fehler begehen und auf die aktuell hohen Inflationsraten überreagieren. Ab 2023 erwarten Investoren bereits wieder eine Senkung des Leitzinses auf weniger als 1%. Für den Euroraum rechnen Anleger mit dem Anstieg des Einlagensatzes von aktuell –0,50% um 0,10 Prozentpunkte. Was sicherlich ein Thema auf der Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank nächste Woche sein wird.

Derweil kam von den Produzentenpreisen keine Entwarnung: In Deutschland stieg die jährliche Teuerung auf Unternehmensebene von 12% im August auf 14,2% im September. Allein für Energie lag der Preisanstieg bei 32% und für Vorleistungsgüter bei 17,4%. Konsum- und Investitionsgüter verteuern sich derzeit allerdings nur zwischen 2 und 3%. Dies deutet auf einen Margendruck bei den Unternehmen hin.

Gleichwohl dürften die deutschen Verbraucherpreise Ende des Jahres um 5% zum Vorjahresmonat zulegen. Anfang 2022 lässt die Teuerung aber wieder merklich nach, wenn die Effekte der Mehrwertsteuererhöhung wegfallen.