Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die wichtigen US-Aktienindizes haben am Mittwoch minim im Plus geschlossen. Der Dow Jones Industrial avancierte 0,1% auf 36’290,32, während der marktbreite S&P 500 0,3% auf 4726,35 vorrückte. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte 0,2% auf 15’188,39. Keine negative Kurswirkung vermochten die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen auszuüben. Zwar stiegen die US-Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr mit einer Rate von 7%. Dies entsprach jedoch den Prognosen der Analysten.

Im dreissig Einzeltitel umfassenden Dow Jones Industrial setzten sich die Aktien des Sportartikelherstellers Nike sowie des Tech-Konzerns Salesforce mit einem Plus von jeweils 1,3% an die Spitze des Kurstableaus. Die stärksten Verluste verzeichneten die Valoren der Investmentbank Goldman Sachs mit einem Minus von 3,2%. Biogen rückten mit Abgaben von 6,7% ebenfalls in den Anlegerfokus. Auslöser war die Meldung, wonach die öffentliche US-Krankenversicherung Medicare die Übernahme der hohen Kosten für das Biogen-Alzheimermedikament Aduhelm limitieren möchte.

Die Futures des S&P 500 und des Nasdaq Composite geben 0,2% nach.

Asien

In Asien verzeichnen die Aktienmärkte mehrheitlich Verluste. In Tokio sinkt der Nikkei 225 um 1%, während der breiter gefasste Topix 0,6% im Minus notiert. Auf der Stimmung lastet vor allem der sprunghafte Anstieg der Coronafallzahlen, der die wirtschaftliche Normalisierung verzögern dürfte.

Auf dem chinesischen Festland verliert der CSI 300 1,3% an Terrain, der Shanghai Composite notiert 0,9% schwächer, und der Shenzhen Composite büsst 1,2% ein. Der Hang Seng tendiert 0,3% tiefer.

Der südkoreanische Leitindex Kospi verliert 0,4%. In Australien legt der S&P/ASX 200 um 0,5% zu.

SMI 12'355.54 -1.63%
Euro Stoxx 50 4'229.56 -1.63%
DAX 15'603.88 -1.94%
Nasdaq 100 14'846.46 -1.34%
Nikkei 225 27'772.93 +1.11%
EUR/CHF 1.0341 -0.34%
USD/CHF 0.9112 -0.06%
EUR/USD 1.1347 +0.30%
Gold USD/Uz 1'833.60 -0.32%
Öl Brent 87.48 -0.27%
Bitcoin 35316.97 -3.26%

News Vorbörse Schweiz

Geberit: Der Sanitärtechniker meldet ein Umsatzwachstum von 15,9% auf 3,46 Mrd. Fr. für das abgelaufene Geschäftsjahr (in Lokalwährungen +14,7%). Die Verkäufe beschleunigten sich im vierten Quartal noch gegenüber dem dritten und bewegen sich auch deutlich über 2019. Geberit (GEBN 641.80 -0.90%) lag mit ihrem Umsatz damit am oberen Ende ihrer Vorgabe und auch der Analystenschätzungen. Trotz Herausforderungen in den Lieferketten sei es gelungen, die Verfügbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Das Management erwartet eine Ebitda-Marge auf Vorjahreshöhe von 31%. Noch im November wurde mit 30 bis 31% gerechnet. Der detaillierte Geschäftsbericht folgt am 9. März. (Lesen Sie hier mehr.)

SFS: Der Metallverarbeiter gibt die Umsatzzahlen für 2021 bekannt. Er weist ein Wachstum von 11% auf 1,89 Mrd. Fr. aus. Im zweiten Halbjahr hat sich das Wachstum jedoch abgeschwächt. Es lag aber noch leicht über der Vorjahresperiode. Insgesamt verzeichnet SFS (SFSN 136.20 -1.94%) aber einen höheren Umsatz als 2019 (1,78 Mrd. Fr.). Dank der dynamischen Auto- und Bauindustrie wuchs die Region Europa mit 18,6% am raschesten. Die anderen Regionen weisen ein Wachstum von 6,7 bis 7% auf. Bei den Gewinnzahlen, die später bekannt gegeben werden, erwartet SFS eine Ebit-Marge von etwa 16%. 2020 waren es 13,3%. (Lesen Sie hier mehr.)

Swissquote: Die Onlinebank hat 2021 vom Boom bei den Kryptowährungen und strukturellen Veränderungen profitiert und ein neues Rekordergebnis erzielt. Der Nettoertrag belief sich gemäss einer Vorabmeldung auf 472 Mio. Fr., der Vorsteuergewinn auf 223 Mio. Fr., womit die Vorgabe der Unternehmensführung übertroffen wurde.  Zum Ergebnis hätten vor allem das Kundenwachstum und der organische Nettoneugeldzufluss von 9,6 Mrd. Fr. beigetragen. Die Kundenvermögen erreichten mehr als 55 Mrd. Fr. Den vollständigen Bericht legt Swissquote (SQN 158.80 -4.34%) am 17. März vor. (Lesen Sie hier mehr.)

BKW: Die verlängerte Revision des Kernkraftwerks Leibstadt wird das Jahresergebnis mit rund 70 Mio Fr. belasten, gibt der Energiekonzern bekannt. Die Arbeiten wurden zwei Mal verlängert und dauerten insgesamt 195 Tage. In erster Linie sei die dadurch entstandene Minderproduktion für den Dämpfer in den Geschäftszahlen verantwortlich. BKW (BKW 110.40 -1.25%) legt das Jahresergebnis am 15. März vor. 2020 hatte sie einen Gewinn von 382 Mio. Fr. erwirtschaftet.

Flughafen Zürich: Die Passagierzahlen haben am Zürcher Flughafen 2021 gegenüber dem Vorjahr um 23% zugenommen. Es wurden 7,7 Mio. Lokalpassagiere (+23,1%) und 2,4 Mio. Umsteigepassagiere (+21,7%) gezählt. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr 10,22 Mio. Passagiere über den Flughafen Zürich (FHZN 174.40 -1.19%), was einer Zunahme von knapp 23% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Im Vergleich mit dem vorpandemischen Jahr 2019 sind diese Zahlen aber noch rund zwei Drittel tiefer. Die Auslastung der Flugzeuge war mit 63,9% leicht besser als 2020. Das Frachtvolumen expandierte 2021 um kräftige 35%. (Lesen Sie hier mehr.)

Schlatter: Die Industriegruppe übernimmt in Italien rückwirkend auf den 1. Januar eine Mehrheitsbeteiligung von 51% an der Sokol Engineering S.r.L. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Das Unternehmen stellt Anlagen zur Drahtherstellung her und hat zuletzt einen Jahresumsatz von 3 Mio. € erzielt. Es wird künftig den Namen Schlatter (STRN 23.20 +0.00%) Italia S.r.L. tragen.

Vaudoise-Gruppe: Der Versicherer übernimmt die Mehrheit am Schweizer Tierversicherer Epona zu einem nicht genannten Kaufpreis. Vaudoise will bei Tierversicherungen eine Mehrmarkenstrategie fahren. Animalia, die sie 2016 gekauft hatte, und Epona sollen eigenständige Marken bleiben.

Basilea: Das Antipilzmittel Cresemba (Isavuconazol) hat in China die Zulassung zur Behandlung einer weiteren Pilzkrankheit erhalten (Apergillose). Eine erneute Meilensteinzahlung hat Basilea (BSLN 46.56 +0.00%) offenbar nicht erhalten. Im vergangenen Dezember wurde die orale Verabreichungsform von Cresemba in China bereits gegen invasive Mukormykose zugelassen. Vertriebspartner Pfizer (PFE 52.79 -2.33%) hat für die intravenöse Darreichung separate Zulassungsanträge gestellt, die noch hängig sind.

Relief Therapeutics: Der US-Partner NRx hat die Details seiner Gegenklage veröffentlicht, über die Relief tags zuvor berichtet hatte. NRx fordert Schadenersatz in Höhe von 185 Mio. $. Der Schaden sei wegen Reliefs  «verleumderischem und erpresserischem Verhalten» entstanden. NRx macht den Bruch und die Ablehnung des Kooperationsvertrags geltend.

Baloise Swiss Property Fund (BSPF): Der an der SIX kotierte Immobilienfonds der Baloise (BALN 157.20 -0.95%) hat in einer Sale-&-Rent-back-Transaktion Immobilien im Gesundheitsbereich in Basel gekauft. Die Eigentumsübertragung hat bereits am 1. Januar stattgefunden, wie der Baloise Swiss Property Fund bekanntgab. Im Rahmen der Transaktion in nicht genannter Höhe wurde ein Mietvertrag über zwanzig Jahre mit Option auf Verlängerung unterzeichnet.

Stellenausschreibungen: Noch nie seit Messbeginn 2003 hat der Swiss Job Market Index des Personalvermittlers Adecco (ADEN 48.01 -2.91%) ein Wachstum von 39% gemessen. So stark haben die inserierten Stellen in der Schweiz im vierten Quartal gegenüber dem dritten zugelegt. Sämtliche Berufe nahmen zu, allen voran die Handwerker (+23%). Auch gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 weist der Index einen Zuwachs von 18% aus.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 13.01.2022

Wichtige Ereignisse
vom 13.01.2022

SCHWEIZ
06:00   Bossard: Umsatz 2021
07:00   Geberit: Umsatz 2021 (Conf. Call 09.00 Uhr)
09:00   MK Swiss Life: Economic Outlook 2022 (virtuell)
17:45   Partners Group: AuM 2021 (Conf. Call 18.15 Uhr)
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DEU Hella, Halbjahreszahlen (detailliert) (Call-PK 8.30h)
07:00 DEU Südzucker, Q3-Zahlen (detailliert)
07:30 AUT OMV, Q4-Umsatz
08:00 GBR Tesco, Q3-Umsatz
08:00 GBR Marks & Spencer, Q3-Umsatz
08:00 GBR Asos plc, Q1-Umsatz
10:00 DEU Thyssenkrupp UCE, Capital Markets Day
USA: Delta Airlines, Q4-Zahlen
Termine Konjunktur
CHN: Handelsbilanz 12/21
08:00 DEU Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 11/21
10:00 ITA Industrieproduktion 11/21
11:00 GRC Verbraucherpreise 12/21
14:00 RUS Handelsbilanz 11/21
14:30 USA Erzeugerpreise 12/21
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
- Sonstige Termine
15:00 DEU Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trifft den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

Erstmals seit 2015 musste die Eidgenossenschaft Investoren wieder eine positive Rendite bei einer Auktion von Bundesanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit bieten. Wie die Eidgenössische Finanzverwaltung mitteilte, lag am Mittwoch die Emissionsrendite der Papiere, die im Juni 2032 auslaufen, bei 0,048%. Zugeteilt wurden 249 Mio. Fr., während Gebote über 409 Mio. Fr. eingegangen waren.

Das letzte Mal, dass es eine positive Rendite über 10 Jahre in der Schweiz gab, war im Juni 2015. Damals lag die Verzinsung bei 0,248%. In den vergangenen Wochen war die zehnjährige Marktrendite der «Eidgenossen» stetig gestiegen bis auf rund 0,04% am Dienstag. Am Mittwoch sank sie allerdings wieder auf –0,02%, wie Daten von Bloomberg zeigen.

Generell hält der Trend steigender Renditen allerdings bereits seit Weihnachten an. Er wurde vergangene Woche durch das Protokoll der Dezembersitzung der US-Notenbank noch angeheizt: Es lässt eine straffere Geldpolitik 2022 wahrscheinlicher werden. In Europa machte Isabel Schnabel, Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), am Wochenende deutlich, dass bereits in den nächsten drei Jahren die Inflationsrisiken durch den Kampf gegen den Klimawandel zunehmen könnten.

Grosse Auswirkung hatte Schnabels Rede jedoch nicht auf die Märkte, auch weil EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sofort die aktuelle Inflationsprognose der Notenbank bekräftigte, die derzeit Zinserhöhungen bis 2024 ausschliesst. Auch die Meldung, wonach die jährliche Inflationsrate in den USA auf 7% im Dezember gestiegen ist, liess die Anleger weitgehend kalt.