Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Nach einem sehr schwachen Start drehten die US-Börsen gestern im Verlauf des Tages noch ins Plus. Der Dow Jones ging 0,3% höher bei 34’364 aus dem Handel, der breit gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,3% auf 4410 zu. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,5% höher auf 14’509.

Vom Tagestief bis zur Schlussglocke erholte sich der S&P 500 über 4%. Ein solches Comeback hatte die US-Börse seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr geschafft.

Einen offensichtlichen Grund für den Stimmungsumschwung gab es nicht. Geholfen haben dürften jedoch im Schlussspurt die Nachrichten, wonach sich Vertreter von Russland und der Ukraine am Mittwoch zu Gesprächen in Paris treffen wollen.

Titel wie Nvidia, Moderna und Netflix erlebten Kursbewegungen von 10% und mehr, wobei Netflix mit einem Tagesminus von 2,6% zu den fünf schwächsten Aktien im S&P 500 gehörten.

Im Dow waren die Papiere der Baumarktkette Home Depot mit einem Anstieg von 4,2% an der Spitze. Möglicherweise profitierten sie von den Übernahmefantasien in der Branche: Der Kurs des Einzhändlers Kohl’s schoss mehr als ein Drittel nach oben, nachdem der Eingang mehrerer Schreiben von Übernahmeinteressenten bestätigt worden war.

An der Nasdaq zogen die gestrauchelten Valoren von Peloton fast 10% an. Ein aktivistischer Aktionär fordert den Rücktritt des Unternehmenschefs und den Verkauf des Fitnessausrüstungskonzerns.

Die Stimmung vor der Fed-Sitzung diese Woche bleibt aber nervös. Nach weiteren Verlusten an den asiatischen Börsen notieren die S&P-500-Index-Futures heute Morgen wieder 1% im Minus.

Asien

Der Endspurt an den US-Börsen vermochte die asiatischen Anleger nicht zu überzeugen. Der Nikkei 225  in Tokio und der chinesische Shanghai Composite notieren 1,7% tiefer. In Hongkong hat der Hang Seng 1,6% eingebüsst. In Sydney fiel der ASX All Ordinaries 2,6% auf den tiefsten Stand seit acht Monaten. Auch in Australien werden steigende Leitzinsen erwartet. In Singapur haben die Währungshüter bereits den ersten Zinsschritt vollzogen, der lokale Aktienindex Straits Times ist 1,3% gefallen.

SMI 11'466.28 +1.39%
Euro Stoxx 50 3'708.39 +1.40%
DAX 14'175.40 +1.38%
Stoxx US 500 303.06 +1.38%
Nikkei 225 27'001.52 +0.98%
EUR/CHF 1.0321 +0.32%
USD/CHF 0.9669 -0.77%
EUR/USD 1.0676 +1.19%
Gold USD/Uz 1'847.76 +0.06%
Öl Brent 112.73 +0.10%
Bitcoin 30086.2 -0.59%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Das Resultat der Credit Suisse (CSGN 6.80 +3.31%) werde auch im vierten Quartal von Sonderfaktoren beeinflusst, teilte die Grossbank mit. So würden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 500 Mio. Fr. belasten. Ausgeglichen würden sie zum Teil durch den Verkauf von Immobilien über 225 Mio. Fr. Vor der bereits angekündigten Goodwillwertminderung werde für das ausgewiesene Vorsteuerresultat der Gruppe im vierten Quartal 2021 ein Breakeven angestrebt, hiess es weiter. (Lesen Sie hier mehr.)

Swatch Group: Der Nettoumsatz des Uhrenherstellers Swatch Group (UHR 230.10 +1.05%) stieg vergangenes Jahr 31% auf 7,31 Mrd. Fr., über den Erwartungen. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit erhöhte sich von nur 52 Mio. Fr. im Coronakrisenjahr 2020 auf nunmehr 1,02 Mrd. Fr. Nach einem Verlust von 53 Mio. Fr. steht für 2021 ein Gewinn von 774 Mio. Fr. unter dem Strich. Der Umsatz liegt weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019. Im laufenden Jahr strebt Swatch Group einen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich in Lokalwährung an. (Lesen Sie hier mehr.)

Logitech: Der Hersteller von Computerzubehör Logitech (LOGN 56.46 -0.88%) hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2021/22 einen um 2% rückläufigen Umsatz von 1,63 Mrd. $ verbucht. Der um Kosten im Zusammenhang mit Übernahmen und Restrukturierungen bereinigte operative Gewinn auf Stufe Ebit Non-GAAP fiel 37% auf 302 Mio. $. Der unbereinigte Reingewinn auf Stufe GAAP sank 45% auf 210 Mio. $. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr hob die Gesellschaft an und rechnet neu mit einem Umsatzplus von 2 bis 5%, nach zuvor –5 bis +5%. Der Betriebsgewinn werde 2021/22 zwischen 850 und 900 Mio. $ betragen, nach zuvor erwarteten 800 bis 850 Mio. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA den Status für eine bevorzugte Prüfung für das Mittel Evrysdi erhalten. Der Wirkstoff wird gegen die genetisch bedingte Muskelerkrankung SMA (spinale Muskelatrophie) entwickelt. Er soll nun auch zur Behandlung bei präsymptomatischen Säuglingen unter zwei Monaten eingesetzt werden können.

Komax: Der Maschinenhersteller Komax (KOMN 247.00 +0.82%) hat vergangenes Jahr ein Umsatzplus von 28% auf 420 Mio. Fr. verbucht. Der Auftragsbestand wuchs aufgrund höherer Nachfrage aus der Automobilindustrie von 345,3 auf 482,4 Mio. Fr. Die positive Entwicklung dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen, hiess es. Die Gruppe sei mit einer Book to Bill Ratio von 1,15 ins Jahr gestartet. (Lesen Sie hier mehr.)

BCJ: Die Bilanzsumme der Banque Cantonale du Jura (BCJ) überstieg im Geschäftsjahr 2021 erstmals die Marke von 4 Mrd. Fr., ein Plus von 3,6%. Begünstigt worden sei dies durch das starke Wachstum der Hypotekarkredite auf 132,3 Mio. Fr., was einem Plus von 5,1% entspricht. Der Betriebsgewinn 2021 stieg 36% auf 18,4 Mio. Fr., der Reingewinn 37% auf 9,7 Mio. Das Institut plant eine um 33% erhöhte Ausschüttung an die Aktionäre von 1.60 Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 25.01.2022

Wichtige Ereignisse
vom 25.01.2022

Schweiz
03:00   Logitech: Ergebnis Q3 (Conf. Call 14.30 Uhr)
07:00   Komax: Umsatz 2021
07:15   BC Jura: Ergebnis 2021
09:00   MK CS: Investment Banking in Switzerland - Trends und Outlook
09:00   MK UBS: Konjunkturausblick 2022
09:00   BC Jura: BMK 2021, Delémont
Sonstige Termine
Prozess Pierin Vincenz u.a. (bis 28.01.)
Sika: aoGV (Erhöhung bedingtes Kapital)
International
Termine Unternehmen
06:00 KOR Hyundai Motor, Q4-Zahlen
07:00 SWE Ericsson, Jahreszahlen
07:30 FRA Remy Cointreau, Q3-Umsatz
12:20 USA General Electric, Q4-Zahlen
12:30 USA 3M, Q4-Zahlen
12:45 USA Johnson & Johnson, Q4-Zahlen
12:55 USA Raytheon Technologies, Q4-Zahlen
13:00 USA American Express, Q4-Zahlen
13:30 USA Lockheed Martin, Q4-Zahlen
13:30 USA Verizon Communications, Q4-Zahlen
17:30 USA Visa, Hauptversammlung
22:01 USA Microsoft, Q2-Zahlen
22:01 USA Texas Instruments, Q4-Zahlen
22:05 USA Capital One Financial, Q4-Zahlen
Termine Konjunktur
08:00 DEU Bauhauptgewerbe 11/21
08:00 DEU Frühindikator für den Aussenhandel (Exporte in Nicht-EU-Staaten,
vorläufige Ergebnisse) 12/21
10:00 DEU Ifo-Geschäftsklima 01/22
14:00 HUN Zentralbank, Zinsentscheid
15:00 BEL Geschäftsklima 01/22
15:00 USA FHFA-Index 11/21
16:00 USA Verbrauchervertrauen 01/22
16:00 USA Richmond Fed Herstellerindex 01/22
22:30 USA API Ölbericht (Woche)
- Sonstige Termine
10:00 DEU Heraeus Edelmetallprognose 2022
BEL: 1. Tag der 14. Europäischen Weltraumkonferenz u.a. mit Robert Habeck
+ 09.00 Eröffnung u.a. mit EU-Kommissar Thierry Breton, Frankreichs
Finanzminister Bruno Le Maire & Belgiens Aussenministerin Sophie Wilmès
+ 11.30 Unterhaltung mit Alexander Gerst
+ 14.20 Keynote von Vizekanzler Robert Habeck (Grüne)

(Quelle: AWP)

Ausblick Rohstoffe

Ölpreis leidet unter starkem Dollar

Zum Wochenanfang kostet die Rohölsorte Brent unter 85 $ je Fass. Das ist rund 2,5% tiefer als am Freitag und der niedrigste Stand seit zehn Tagen. Vergangene Woche notierte Brent zeitweise auf einem Siebenjahreshoch von 89.50 $.

Aktuell lastet auf dem Preis ein Deviseneffekt: Der Dollar handelt relativ zu einem Währungskorb so stark wie seit zwei Wochen nicht mehr, was Rohöl in den anderen Währungen verteuert.

Dabei spricht die Angebotssituation für höhere Preise. Weiterhin wird befürchtet, dass die physische Nachfrage wegen Förderproblemen der Opec nicht gedeckt werden kann. So weisen Analysten der Commerzbank darauf hin, dass das Ölkartell Opec und seine Partnerländer (Opec+) fast 800’000 Fass pro Tag weniger produzieren, als eigentlich vereinbart wurde.

Auch die anhaltenden geopolitischen Spannungen sollten positiv auf den Ölpreis wirken. So scheint die USA mit einer Invasion Russlands in der Ukraine zu rechnen. Alle US-Staatsbürger wurden aufgefordert, das Land zu verlassen. Und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden wieder mit Raketen aus dem Jemen angegriffen.