Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Nach dem Kursgewitter vom Freitag in den USA startet am Montag der Handel in Asien vorsichtig. In Tokio notiert der Nikkei 225 0,2% im Plus, der breiter gefasste Topix handelt 0,1% höher. Der koreanische Kospi fällt 0,3%. In Australien verliert der S&P/ASX 200 1,3%. In Hongkong, Singapur, China und Taiwan sind die Märkte feiertagsbedingt geschlossen.

USA

Am Freitag hatten die Börsen scharf nach unten korrigiert. Der Dow Jones Industrial verlor 2,8% auf 32’977. Der breiter diversifizierte S&P 500 gab 3,6% auf 4132 nach, und der technologielastige Nasdaq Composite fiel 4,2% auf 12’335.

Amazon schockierte Analysten mit einem enttäuschenden Quartalsergebnis, das von gestiegenen Kosten belastet wurde, sowie mit einem zurückhaltenden Ausblick auf das laufende Vierteljahr. Die Aktien brachen um 14% ein, der grösste Tagesverlust seit 2006. Apple (–3,7%) lieferte zwar einen rekordhohen Quartalsgewinn und -umsatz, stufte jedoch den Geschäftsausblick zurück, als Folge des Lockdown in Schanghai. Intel verloren am Freitag sogar 6,9%.

Der Terminkontrakt (Futures) auf den S&P 500 handelt am Montagmorgen 0,6% im Plus. Der Futures auf den Euro Stoxx 50 notiert hingegen 1,2% im Minus.

SMI 11'730.44 +0.50%
Euro Stoxx 50 3'741.51 +1.52%
DAX 14'185.94 +1.59%
Stoxx US 500 312.89 +2.01%
Nikkei 225 26'659.75 +0.42%
EUR/CHF 1.0484 +0.25%
USD/CHF 0.9937 -0.83%
EUR/USD 1.0551 +1.10%
Gold USD/Uz 1'814.92 -0.50%
Öl Brent 112.41 -1.51%
Bitcoin 30108.14 0.90%

News Vorbörse Schweiz

Dormakaba: Der Schliesstechnikkonzern verkauft seine amerikanische Tochterfirma Mesker. Sie stellt Metallhohltüren her und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Angaben von Dormakaba (DOKA 447.50 +1.94%) zufolge wird der Verkauf einen negativen Effekt von 64 Mio. Fr. auf den Konzerngewinn haben. Für die Dividende des laufenden Geschäftsjahres soll der Verkauf aber nicht berücksichtigt werden, da keine wesentlichen Auswirkungen auf den Cashflow zu erwarten sind.

Valora: Der Detailhändler strukturiert seine Schulden neu. Ende April wurde ein neues Schuldscheindarlehen in der Höhe von 100 Mio. € am Bankenmarkt platziert. Die Laufzeit beträgt fünf und sieben Jahre. Valora (VALN 160.40 -0.74%) will mit der Transaktion ihre langfristige Finanzierungsstruktur verbessern. (Lesen Sie hier mehr.)

Leclanché: Der Batteriehersteller hat 2021 einen Verlust von 65 Mio. Fr. erwirtschaftet. Auf Stufe Ebitda resultierte ein Minus von 48,8 Mio. Fr. Im Vorjahr waren es noch 62,2 Mio. Fr. gewesen. Die konsolidierten Gesamteinnahmen sanken von 23,9 auf 21,8 Mio. Fr. Leclanché (LECN 0.4720 -1.67%) spricht von einer Stagnierung des Umsatzes, da es wegen der Pandemie zu Lieferverzögerungen gekommen sei. Für das laufende Geschäftsjahr gibt sie aufgrund der unsicheren Lage keine Prognose ab. Sie will neues Kapital durch die Fusion mit einer amerikanischen Spac-Gesellschaft beschaffen und gibt sich zuversichtlich, noch im Mai eine Finanzierungsvereinbarung erreichen zu können.

Varia US Properties: Die Immobiliengesellschaft prüft eine Kapitalerhöhung. Im Rahmen eines Bezugsrechts will sie dazu neue Aktien anbieten. Der Umfang der Kapitalerhöhung steht noch nicht fest, könnte laut Varia (VARN 51.00 +1.59%) US Properties aber noch in diesem Quartal bestimmt werden.

Glarner Kantonalbank: Die Landsgemeinde lehnt eine weitere Privatisierung und die Abschaffung des Staatsgarantie ab. Regierung und Parlament wollten den Anteil des Kantons auf ein Drittel reduzieren und die Staatsgarantie abschaffen, um die Bank weiter zu entpolitisieren. Dagegen wurde argumentiert, dass dadurch dem Kanton jährliche Einnahmen von rund 3 Mio. Fr. von der Glarner KB entgehen würden.

MCH Group: Grossaktionär James Murdoch will den Messeveranstalter, der hart von der Coronapandemie getroffen wurde, nicht aufspalten. Der Konzern soll als Ganzes weiterentwickelt werden und etwa die Kunstmesse Art Basel nicht verkauft werden, sagte Murdoch in einem Interview mit der «NZZ (Neue Zch Zeitung N 6'950.00 -2.11%) am Sonntag». Für die weitere Entwicklung von MCH Group (MCHN 7.34 -0.54%) soll diese jedoch ihr Kapital erhöhen.

Idorsia: Das Schlafmittel Quviviq des Biotech-Unternehmens ist in den USA erhältlich. Es hilft gegen Schlaflosigkeit und Schwierigkeiten beim Durchschlafen. Nach Pivlaz in Japan, das gegen Hirnblutungen hilft, ist dies das zweite Medikament, das das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen auf den Markt gebracht hat. Das Ziel von Idorsia (IDIA 14.20 +0.42%) lautet, bis 2025 einen Jahresnettoumsatz von mehr als 1 Mrd. Fr. zu erwirtschaften.

CS Group: Aktuelle und ehemalige Spitzenmanager der Grossbank werden in den USA wegen des Archegos-Skandals verklagt. Ein amerikanischer Pensionsfonds hat laut einem Bloomberg-Bericht in New York deswegen Klage gegen Credit Suisse (CSGN 6.70 +2.70%) eingereicht. Wegen des Zusammenbruchs des Family Office hatte sie 2021 einen Verlust von rund 5 Mrd. Fr. erlitten. CS sieht sich in den USA ebenfalls einer Sammelklage wegen angeblicher Geschäfte mit Oligarchen gegenüber. Sie habe die Investoren über Geschäfte mit russischen Oligarchen getäuscht, heisst es laut der Anwaltskanzlei Pomerantz LLP.

Xlife Sciences: Der Pharmainkubator hat 2021 seinen Gewinn gesteigert. Das im neuen Börsensegment Sparks der SIX gelistete Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 0,8 Mio. Fr. Im Vorjahr waren es noch 0,4 Mio. Fr. gewesen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 53,3 Mio. Fr. Er ist laut Xlife Sciences (XLS 36.00 +4.96%) vor allem auf buchhalterische Gründe, einen sogenannten Bargain Purchase, zurückzuführen. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 02.05.2022

Wichtige Ereignisse
vom 02.05.2022

SCHWEIZ
09:00   Seco: Konsumentenstimmungsindex (Umfrage April)
09:30   Einkaufsmanager-Index (PMI) April 2022
13:00   Swiss Biotech Days (1. Tag; ab 13.00 Uhr), Basel
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 LUX Stabilus, Q2-Zahlen
10:00 DEU VDMA Auftragseingang Maschinenbau 03/22
10:30 DEU Daimler Buses eMobility Days: Diskussion über den aktuellen Stand der
E-Mobilität (9.30 h Pressegespräch)
17:45 DEU Alstria Office Reit AG, Q1-Zahlen
22:01 USA Expedia, Q1-Zahlen
23:40 CAN Nutrien, Q1-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
CHE: Transocean, Q1-Zahlen
NLD: NXP Semiconductors, Q1-Zahlen
USA: Avis Budget, Q1-Zahlen
USA: The Mosaic, Q1-Zahlen
USA: Moody's, Q1-Zahlen
Termine Konjunktur
02:30 JPN Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22 (2. Veröffentlichung)
09:15 ESP S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22
09:45 ITA S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22
09:50 FRA S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22 (2. Veröffentlichung)
09:55 DEU S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22 (2. Veröffentlichung)
10:00 EUR S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22 (2. Veröffentlichung)
10:00 ITA Arbeitslosenquote 03/22
15:45 USA S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/22 (2. Veröffentlichung)
16:00 USA Bauinvestitionen 03/22
16:00 USA ISM Verarbeitendes Gewerbe 04/22
- Sonstige Termine
10:00 DEU Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt über die Aufnahme der Corona-
Impfung in die Liste vorgeschriebener Basisimpfungen für Soldaten
10:00 DEU Online-Pk KfW zur Vorstellung des "Internationalisierungsberichts
2022" mit KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.
10:00 DEU LBBW Research, Pressegespräch "Nachhaltigkeits-Uhr des Corporate
Research", Stuttgart und online
10:30 DEU Daimler Buses eMobility Days: Diskussion über den aktuellen Stand der
E-Mobilität. Daimler-Buses-Chef Oberwörder über E-Mobilität und
Strategie der Bus-Sparte.
LUX: Auftakt der mündlichen Verhandlung um Milliarden-Bussgeld für Google
DEU: Deutscher Handelsimmobilien-Kongress, Berlin (bis 3.5.22)
16:00 EUR Online-Treffen der Eurogruppe
- Hinweis
HKG/CHN/GBR/SGP: Feiertag, Börsen geschlossen

(Quelle: AWP)

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

Diese Woche steht in Europa im Zeichen der Einkaufsmanagerindizes (PMI). Am Montag erscheinen die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe und am Mittwoch für den Dienstleistungssektor, jeweils für das gesamte Euroland sowie die einzelnen Mitgliedstaaten. Das Vereinigte Königreich koppelt sich erneut ab, seine PMI erscheinen jeweils einen Tag nach denjenigen der EU. Des Weiteren werden folgende Makrodaten erwartet: am Montag der EU-Economic-Sentiment-Index sowie das Industrie-, Konsumenten- und Dienstleistervertrauen für die EU und der deutsche Detailhandelsumsatz, am Dienstag die Arbeitslosenquote in der EU und Deutschland sowie die europäischen Erzeugerpreise, am Mittwoch der EU-Detailhandelsumsatz und die Warenausfuhr und Wareneinfuhr in Deutschland, am Donnerstag der Auftragseingang in der deutschen Industrie und die französische Industrieproduktion, am Freitag die deutsche Nettoproduktion und die spanische Industrieproduktion. Am Donnerstag informieren zudem die Bank of England und die norwegische Zentralbank über ihre aktuelle Geldpolitik.

In der Schweiz erfahren wir am Montag mehr über die Konsumentenstimmung im April und den aktuellsten Einkaufsmanagerindex. Der Kof-Beschäftigungsindikator erscheint am Dienstag. Am Mittwoch werden der Landesindex der Konsumentenpreise, die Kof-Konjunkturumfrage sowie die UBS-Umfrage unter Unternehmen zur wirtschaftlichen Situation veröffentlicht. Den Wochenabschluss am Freitag machen Arbeitsmarktdaten für den April und die Devisenreserven der SNB (SNBN 7'000.00 +2.34%).

Das wichtigste Ereignis aus Makrosicht in den USA ist diese Woche der Zinsentscheid der Notenbank am Mittwochabend Schweizer Zeit. Aber auch sonst stehen einige Indikatoren auf dem Programm: am Montag die Bauausgaben und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, am Dienstag der Auftragseingang in der Industrie, am Mittwoch der ADP-Beschäftigtenreport, der Handelsbilanzsaldo und der ISM-Index für den Dienstleistungssektor, am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Lohnstückkosten und die Produktivität ausserhalb des Agrarsektors, am Freitag die Arbeitslosenquote, die Stundenlöhne und die Konsumentenkredite.

In China erscheint am Donnerstag der Caixin-PMI für den Dienstag, nachdem am Samstag bereits derselbe Indikator für die Industrie publiziert worden ist.

Aus Japan werden diese Woche keine Makroindikatoren erwartet.