Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

Asien

Die Börsen in Asien sind am Montag auf Talfahrt, die Aktienindizes fallen deutlich. Anleger befürchten, angesichts der weiter gestiegenen Inflation in den USA könnte die Notenbank Fed die Geldpolitik schneller straffen als gedacht. Zudem schüren die wegen eines neuen Coronaausbruchs angekündigten Massentests in Peking Befürchtungen eines neuen Lockdown in China.

In Tokio sinkt der Nikkei 225 um 2,9%, und der breiter diversifizierte Topix fällt 2,1%. Der Hongkonger Hang Seng verliert 3,1%, und auf dem chinesischen Festland fällt der CSI 300 um 1,4%. Der koreanische Kospi sinkt 3,3%, und in Taiwan büsst der TWSE 2,3% ein.

Auch am Terminmarkt ist das Kurstableau am Montagmorgen rot. Der Futures auf den S&P 500 handelt 1,6% tiefer, und der Kontrakt auf den Euro Stoxx 50 (SX5E 3'448.31 -0.19%) notiert ebenfalls 1,6% im Minus.

USA

Wegen der Sorgen um die hohe Inflation und die Konjunktur haben die Aktienmärkte in den USA bereits am Freitag markant an Terrain eingebüsst. Der Dow Jones Industrial sank 2,7% auf 31’392, und der breiter gefasste S&P 500 verlor 2,9% auf 3900. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel 3,6% auf 11’832.

Neben der höchsten Inflationsrate seit vierzig Jahren von 8,6% wurde auch gemeldet, dass die von der Universität Michigan erhobene Konsumentenstimmung auf ein Rekordtief gefallen ist. Damit erlitten die drei Referenzindizes den grössten Wochenverlust seit Januar.

Der Markt erwartet mittlerweile mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%, dass das Fed im Juli den Leitzins sogar 0,75 Prozentpunkte hinaufsetzt. Die langfristigen Marktzinsen sind gestiegen. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen ist auf 3,17% geklettert, das ist so hoch wie zuletzt Ende 2018.

Besonders deutlich gesunken sind die Aktien von Banken. Goldman Sachs verloren 5,7%, und JPMorgan fielen 4,6%. Zwar profitieren Banken von steigenden Zinsen, leiden aber unter einer schwachen Konjunktur.

Die Titel des Kosmetikherstellers Revlon brachen 53% ein. Ursache waren Spekulationen über einen bevorstehenden Insolvenzantrag.

SMI 10'770.40 +0.27%
Euro Stoxx 50 3'448.31 -0.19%
DAX 12'813.03 +0.23%
Stoxx US 500 293.18 +1.13%
Nikkei 225 25'935.62 -1.73%
EUR/CHF 1.0005 -0.01%
USD/CHF 0.9590 -0.02%
EUR/USD 1.0430 -0.50%
Gold USD/Uz 1'811.10 +0.22%
Öl Brent 111.42 +2.02%
Bitcoin 19292.8 0.23%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die kriselnde Grossbank Credit Suisse (CSGN 5.42 +0.07%) ist laut der «Financial Times» auf einer Beobachtungsliste der britischen Finanzaufsicht FCA gelandet. Offenbar sorgt sich die FCA, dass CS ihre Unternehmenskultur, die Governance und auch die Risikokontrollen nicht ausreichend verbessert hat. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 80.33 -0.64%) hat positive Studienresultate zu seinem Mittel Kymriah veröffentlicht. Demnach hätten die Daten eine dauerhafte Besserung und ein langfristiges Überleben bei Kindern und jungen Erwachsenen mit rezidivierter oder refraktärer akuter lymphatischer Leukämie gezeigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Axpo: Der Energiekonzern Axpo hat im ersten Halbjahr 2021/22 deutlich mehr verdient. Die Gesamtleistung stieg auf 6 Mrd. Fr., nach 2,9 Mrd. im Vorjahr. Allerdings blieb unter dem Strich ein tieferer Gewinn aufgrund der negativen Entwicklung an den Finanzmärkten und wegen Währungsverlusten.

CPH: Die Chemie + Papier Holding (CPH (CPHN 73.00 -1.62%)) erhöht die Prognose für 2022. Der Umsatz im ersten Halbjahr soll 360 Mio. Fr., der Ebit rund 50 Mio. betragen. Die gestiegenen Rohmaterialkosten konnten weitgehend weitergegeben werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Relief Therapeutics: NRx, der Partner des Biotech-Unternehmens Relief Therapeutics (RLF 0.0302 -8.21%), ist mit dem Coronamittel Zyesami (Aviptadil) in den USA gescheitert. Die US-Gesundheitsbehörde FDA wird Aviptadil nicht den Status Therapiedurchbruch erteilen. (Lesen Sie hier mehr.)

Graubündner KB: Die Graubündner Kantonalbank (GRKP 1'650.00 +0.92%) erwirbt eine Beteiligung von 70% an der BZ Bank und verstärkt sich somit im Anlagegeschäft. Damit steigen die Kundenvermögen auf mehr als 50 Mrd. Fr.

Achiko: Das an der SIX kotierte indonesische Unternehmen wird nach bereits drei Fristüberschreitungen die definitive Jahresrechnung für 2021 noch später veröffentlichen. Gemäss vorläufigen Zahlen resultierten ein Umsatz von 63’000 $ sowie ein Betriebsverlust (Ebitda) von 8,3 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

Highlight Event & Entertainment: Die Mediengruppe Highlight Event & Entertainment (HLEE 26.00 +0.00%) hat gemäss ihrem definitiven Geschäftsbericht im ersten Quartal unter der Pandemie und dem Ukrainekrieg gelitten und blickt vorsichtig in die Zukunft.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 13.06.2022

Wichtige Ereignisse
vom 13.06.2022

SCHWEIZ
07:00   Axpo: Ergebnis H1
14:00   Hotelplan: MK zum Sommerferiengeschäft, Glattbrugg
17:40   Flughafen Zürich: Verkehrszahlen Mai 2022
Sonstige Termine
Airesis: GV (10.30 Uhr), Clarens
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
13:00 NLD ING Group, Investor Day
14:30 DEU GSW Immobilien, Hauptversammlung
15:00 USA New York Times, Investor Day
20:00 USA General Motors, Hauptversammlung
22:05 USA Oracle, Q4-Zahlen
Termine Konjunktur
DEU: Bundeswirtschaftsministerium, Monatsbericht 06/22
08:00 GBR Industrieproduktion 04/22
08:00 GBR Handelsbilanz 04/22
08:00 GBR BIP 04/22
08:00 DEU Insolvenzen Q1/22
09:00 TUR Leistungsbilanz 04/22
09:00 TUR Industrieproduktion 04/22
10:00 ITA Arbeitslosenquote Q1/22
12:00 FRA OECD, Frühindikator 05/22
14:00 POL Leistungsbilanz 04/22
- Sonstige Termine
DEU: Verkündungstermin im Rechtsstreit um einen gescheiterten Maskendeal der
bayerischen Staatsregierung, München
08:30 DEU Treffen Wissenschaftsminister G7-Staaten, Frankfurt/M.
+ 9.10 Uhr Eröffnung des Treffens durch Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger
+ 10.30 Pressestatement von Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger
+ 17.00 Abschluss-Statement von Bundesministerin Bettina-Stark-Watzinger
Die Mitglieder sind Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan,
Kanada und die USA.
09:30 DEU Europäischer Gipfel für Familienunternehmen u.a. mit
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP)
Veranstalter: European Family Businesses (EFB) und Die Familienunternehmer
09:00 DEU Fortsetzung Ostdeutsches Wirtschaftsforum, Bad Saarow
+ 09.05 Rede von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)
+ 10.45 Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach zu "2. Jahre Tesla:
Was haben wir gelernt?"
+ 11.00 u.a. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze, Thüringens
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee
+ 12.15 u.a. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig, Jürgen Fuchs,
Vorsitzender der Geschäftsführung, BASF Schwarzheide GmbH
+ 14.25 Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel
+ 14.40 Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhardt Meyer
10:30 DEU Konferenz ostdeutscher Regierungschefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz
+ 16.30 geben Bundeskanzler Olaf Scholz, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland ein
Statement ab
LUX: Treffen des EU-Ministerrates für Landwirtschaft und Fischerei, Luxemburg

(Quelle: AWP)

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

Die Makrowoche startet in Europa erst am Dienstag mit den ZEW-Konjunkturerwartungen für die gesamte EU sowie für Deutschland und den deutschen Konsumentenpreisen. Am Mittwoch werden der EU-Handelsbilanzsaldo, die europäischen Zahlen zur Industrieproduktion sowie die französischen Konsumentenpreise veröffentlicht. Letzterer Indikator erscheint am Donnerstag auch für Italien, genauso wie der europäische Arbeitskostenindex. Den Wochenabschluss am Freitag machen die Konsumentenpreise für das gesamte Euroland.

Am Dienstag erfahren wir mehr darüber, wie es der Parahotellerie in der Schweiz 2021 ergangen ist. Am Mittwoch werden der Produzenten- und Importpreisindex für den Mai sowie die Seco-Sommer-Konjunkturprognose veröffentlicht. Am Donnerstag findet die Medienkonferenz zur geldpolitischen Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank statt. Vor dem Zinsentscheid veröffentlicht die SNB (SNBN 6'520.00 +0.31%) zudem die Bankenstatistik 2021 sowie den Bericht zur Finanzmarktstabilität 2022. Ebenfalls am Donnerstag publiziert das Bundesamt für Statistik eine erste Schätzung zu den Logiernächten im Mai.

Am Montag erscheinen im Vereinigten Königreich das BIP für den April sowie die Zahlen zur Industrieproduktion. Die Arbeitslosenquote wird am Dienstag veröffentlicht. Am Donnerstag informiert die Bank of England über ihre aktuelle Geldpolitik. Am Freitag wird der Detailhandelsumsatz publiziert.

Das wichtigste Ereignis aus Makrosicht in den USA diese Woche ist der Zinsentscheid der Zentralbank am Mittwoch. Aber auch sonst stehen einige Termine auf dem Programm: am Dienstag die Produzentenpreise, am Mittwoch die Einfuhrpreise, der Detailhandelsumsatz, der Empire-State-Produktionsindikator, die Lagerbestände und der NAHB-Wohnungsmarktindex, am Donnerstag die Baubeginne und -genehmigungen, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly-Fed-Index, am Freitag die Zahlen zur Industrieproduktion, die Kapazitätsauslastung und der Index of Leading Indicators.

Auch in Japan informiert die Notenbank diese Woche über ihre Geldpolitik, aber erst am Freitag. Davor erfahren wir am Dienstag mehr über die  Kapazitätsauslastung. Am Mittwoch stehen der Auftragseingang Maschinen und der Dienstleistungssektorindex an. Der Handelsbilanzsaldo wird am Donnerstag veröffentlicht.

In China werden am Mittwoch der Einzelhandelsumsatz und die Zahlen zur Industrieproduktion publiziert.