Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Wallstreet setzte hinter einen tiefroten Oktober immerhin einen positiven Schlusspunkt. Am Mittwoch stieg der Dow Jones Industrial 1% auf 25’115,76, nachdem er schon am Dienstag 1,8% zugelegt hatte. Der S&P 500 ging 1,1% höher auf 2711,74 aus dem Handel, der Nasdaq 100 überwand temporär 7000 und schloss 2,3% fester auf 6967,1. Zum einen hellte der Arbeitsmarkt die Stimmung auf. Im Oktober schuf die Privatwirtschaft so viele neue Stellen wie zuletzt im Februar.

Stimmungsmacher waren aber auch Quartalszahlen: Facebook beschloss das jüngste Quartal weniger schlecht als befürchtet, die Aktien gewannen 3,8%. eBay avancierten 5,9%. Auch da war Schlimmeres erwartet worden.

Ebenso überraschte GM (+9,1%) mit positiven Verkaufszahlen und einem zuversichtlichen Ausblick. Negativer Ausreisser am Markt waren mit –8,9% Kellogg. Der Grund: ein Umsatzrückgang im zurückliegenden Quartal.

Asien

Mit Ausnahme von Japan und Korea tendierte auch Asien aufwärts. Im Inselreich wiesen Befürchtungen über einen verschärften Preiskampf in der Telecombranche dem Nikkei den Weg. Er fiel 1,1% auf 21’687,65. In Korea gab der Kospi 0,2% nach.

Sonst war die Stimmung aufgeräumt. In Hongkong verbesserte sich der Hang Seng 1,5%. Der Shanghai Composite rückte 0,35% vor. Peking soll weitere Stimuli für die geschwächte Wirtschaft planen.


News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 12.41 -1.66%) hat in den ersten neun Monaten einen bereinigten Vorsteuergewinn von 3,3 Mrd. Fr. erarbeitet, entsprechend einer Steigerung von 53% gegenüber der Vorjahresperiode. Der Nettozufluss von Neugeldern betrug 55,3 Mrd. Fr., 6% mehr als im Vorjahresvergleich. Der Gewinn stieg im Vorjahresvergleich 54% auf 1,8 Mrd. Fr. Die Aussichten für das Schlussquartal und das ganze Jahr werden positiv beurteilt, die Ziele für 2018 sollten erreicht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Re: Der Rückversicherer Swiss Re (SREN 89.56 -1.17%) weist für die ersten neun Monate einen Gewinn von 1,1 Mrd. $ aus. Dieses Ergebnis wurde trotz voraussichtlich hoher Schadenbelastungen von 1,6 Mrd. $ erreicht. Noch im Vorjahr musste Swiss Re in den ersten neun Monaten einen Verlust von 468 Mio. $ hinnehmen. Besonders stark entwickelte sich das Leben- und Krankengeschäft. Die annualisierte Rendite auf Kapitalanlagen erreichte 2,8%. (Lesen Sie hier mehr.)

Swisscom: Der Telekommunikationskonzern Swisscom (SCMN 458 -0.93%) hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2018 um 1% auf  8,7 Mrd. Fr. gesteigert. Der operative Gewinn (Ebitda) hingegen sank 3,7% auf 3,2 Mrd. Fr. Der Gewinn fiel 4,4% auf 1,1 Mrd. Fr. Gegenwind spürte die Swisscom vor allem im Schweizer Kerngeschäft, das sich um 2,2% zurückbildete. Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro 7,2% stieg. (Lesen Sie hier mehr.)

Pargesa: Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 71.05 -1.59%) weist für die ersten neun Monate des laufenden Jahres einen Gewinn von 251,3 Mio. Fr. aus, nach 348,5 Mio. im Vorjahr. Die Zahlen sind allerdings nur bedingt vergleichbar, sie müssen vor dem Hintergrund geänderter Rechnungslegungsvorschriften (IFRS 9) betrachtet werden. Der innere Wert (NAV) von Pargesa lag per Ende September 2018 bei 126.60 Fr. je Aktie, nach 128.20 Fr. per Ende Dezember 2017.

Georg Fischer: Der Maschinen- und Anlagenbauer Georg Fischer (FI-N 857 -1.38%) hat in Nordamerika mehrere Grossaufträge aus dem Luftfahrtsektor erhalten. Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen für die Tochter GF Machining Solutions auf rund 100 Mio. $. Die Auslieferung beginnt 2019 und erstreckt sich über eine Laufzeit von vier Jahren.

Vontobel: Die Bank Vontobel (VONN 58.85 -2.32%) ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Die verwalteten Kundengelder erhöhten sich per Ende September auf 209,4 Mrd. Fr. (Ende Juni: 191 Mrd.) und erreichten damit einen neuen Höchststand. Die durch die Akquisition von Notenstein La Roche übernommenen Kundenvermögen haben massgeblich zum Wachstum beigetragen. Insgesamt haben sich die ersten neun Monate «solide und den eigenen Erwartungen entsprechend» entwickelt. (Lesen Sie hier mehr.)

Schweiter: Der Hersteller von Verbundwerkstoffen Schweiter (SWTQ 958 -2.74%) Technologies geht in Ecuador eine langfristig angelegte Partnerschaft mit Columbia Forest Products ein, dem grössten Hersteller von Holzfurnieren und Sperrholz in Nordamerika. Im Rahmen dieser Partnerschaft übernimmt die Tochtergesellschaft in Ecuador für Columbia Forest verschiedene Aufgaben im Bereich Plantagenbewirtschaftung, Einkauf und Logistik.

Hiag: Bei der im Immobiliengeschäft aktiven Hiag gibt es eine Veränderung in der Geschäftsleitung. Per 31. März 2019 wird Lukas Fehr aus dem Gremium ausscheiden. Er war seit Januar 2011 als Arealentwickler für Hiag tätig. Informationen zu einem Nachfolger wurden keine publiziert.

Lonza: Der Feinchemikalienhersteller und Pharmazulieferer Lonza (LONN 302.4 -1.43%) trennt sich von seiner Sparte mit Produkten zur Wasserbehandlung. Die Unternehmenseinheit Water Care wird an die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity verkauft. Der Verkaufspreis beträgt 630 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

DKSH: Der Handelskonzern DKSH (DKSH 65.85 -0.3%) treibt seine Fokussierung weiter voran. Mit dem Verkauf des Uhrengehäuseherstellers Queloz werde die Restrukturierung des Luxusgütergeschäfts fortgesetzt. Käufer ist die Schweizer Industriegruppe Cendres+Métaux. Über den Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht. Queloz hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 10 Mio. Fr. erzielt. Zudem schliesst DKSH den Verkauf des Healthcare-Geschäfts in China mit einem Verkaufspreis von rund 100 Mio. Fr.

Molecular Partners: Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners hat im dritten Quartal seine Pipeline im Rahmen der eigenen Planung weiter entwickelt. Mit liquiden Mitteln von 110,8 Mio. Fr. liegt es im Plan. Sie sind in den ersten drei Quartal um 30,4 Mio. Fr. geschmolzen. Molecular Partners hat die Prognose für das Gesamtjahr noch einmal angepasst und geht nun von Ausgaben von 50 Mio. Fr. aus. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 87.5 -0.41%) meldet, dass das Biosimilar Hyrimoz in den USA zugelassen worden ist. Novartis darf mit dem Verkauf allerdings erst 2023 beginnen. Hyrimoz wird etwa gegen rheumatoide Arthritis oder Schuppenflechte eingesetzt.

Roche: Eine vom Pharmakonzern Roche gemeinsam mit dem US-Konzern AbbVie (ABBV 90.14 2.07%) entwickelte Krebs-Immuntherapie hat in einer Phase-III-Studie ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Zudem ist eine Krebstherapie zur Behandlung von Blutkrebs in der EU zugelassen worden.


SMI-Markttechnik: Maximales Erholungsziel erreicht

Kurzfristig dürfte der Swiss Market Index nicht mehr weiter steigen können. Und auch der Haupttrend ist bestenfalls seitwärts gerichtet. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Zinsen und Devisen

2019 wird sich das Wirtschaftswachstum in der Schweiz, aber auch global verlangsamen. Die monatlich von Credit Suisse (CSGN 12.41 -1.66%) (CS) und der CFA Society Switzerland befragten Schweizer Finanzanalysten haben im Oktober ihre Erwartungen nochmals reduziert. Somit sinkt der CS-CFA-Society-Switzerland-Indikator weiter auf –39,1, teilt CS mit. Er liege damit so tief wie seit drei Jahren nicht mehr. Deutlich höher als noch im Sommer werde dagegen das Risiko einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts USA-China eingestuft.

Nach Einschätzung der Befragten hat sich die Schweizer Wirtschaftslage seit September weiter eingetrübt. Noch verhaltener sind teilweise die Einschätzungen zu den konjunkturellen Aussichten für die Eurozone, China und die USA. Während gemäss CS rund 40% der Befragten davon ausgehen, dass sich in der Eurozone und in China die Aussichten verschlechtern, sehen gar 60% eine Verschlechterung in den USA.

«Augenfällig» ist gemäss CS, dass in der Oktober-Umfrage erstmals seit dem Vorjahr wieder ein grösserer Teil der Befragten eine Aufwertung des Frankens zum Dollar – und vor allem zum Euro – erwartet. «Wir werten dies als Reflexion der gegenwärtig laufenden Diskussionen über den italienischen Staatshaushalt sowie der Unsicherheiten aus den andauernden Handelsstreitigkeiten mit den USA, die sich auch in einer schwächeren erwarteten Exportdynamik manifestieren», kommentiert CS.

Während für das laufende Jahr 70% der befragten Finanzanalysten von einer Schweizer Inflationsrate zwischen 0,5 und 1% ausgehen, rechnet für 2019 ein grosser Teil (43%) der Analysten damit, dass die Preise mit über 1% Jahresrate steigen. Für die Eurozone prognostiziert sogar die Hälfte (50%) und für die USA eine knappe Mehrheit (57%) der Umfrageteilnehmer höhere Inflationsraten.

Bei den kurzfristigen Zinsen geht die Mehrheit der Befragten für die Schweiz und die Eurozone von einem unveränderten Niveau aus. Bei den USA rechnen sie jedoch weitestgehend mit einem Anstieg der Sätze am kurzen Ende der Zinskurve.