Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Kurse an den US-Börsen haben sich am Mittwoch nach dem Kursrutsch vom Vortag stabilisiert, dennoch stand der Handelsstreit zwischen den USA und China im Fokus der Anleger. Der Dow Jones schloss unverändert bei 25’967,3 Punkten. Der breitere S&P 500 gab 0,16% auf 2879,4 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,3% auf 7617,6.

Zu den Gewinnern im Dow gehörten die Aktien des Industriekonglomerats United Technologies, die als Dow-Spitzenreiter um 1,2% zulegten. Die Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney gingen 1,3% schwächer aus dem Handel. Zu den Verlierern zählten die Werte des Halbleiterproduzenten Intel, die 2,5% nachgaben, und diejenigen des Industrieunternehmens Caterpillar, die 1,3% einbüssten.

Asien

In Asien tendieren die Aktienmärkte am Donnerstag negativ. Der Nikkei 225 in Japan verliert 1% auf 21’385, der breitere Topix gibt 1,25% auf 1552 Punkte nach. In Hongkong sinkt der Hang Seng 1,8% auf 28’472, während der Kospi in Korea 1,7% tiefer bei 2130 notiert. Der australische ASX kann sich diesem Trend mit einem Plus von 0,4% auf 6294 entgegenstellen.


News Vorbörse Schweiz

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 85.63 -0.59%) stärkt seine Augenheilkunde und übernimmt von der japanischen Takeda Pharmaceutical die Augentropfen Xiidra. Die Schweizer müssen Einmalzahlung in Höhe von 3,4 Mrd. $ an Takeda leisten, zudem könnten noch Meilensteinzahlungen von bis zu 1,9 Mrd. fällig werden. 2018 betrug der Umsatz des Mittels 0,4 Mrd. $. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Die Tochtergesellschaft des Pharmakonzerns, Sandoz, hat in China die Zulassung für den Chlolesterinsenker Rosuvastatin erhalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Swiss Life: Der Versicherer Swiss Life (SLHN 487.8 -0.49%) hat das Prämienvolumen in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahr dank dem Geschäft mit Unternehmenskunden markant von 7 auf 9,9 Mrd. Fr. gesteigert. Auch der Gebührenertrag nahm 9% auf 429 Mio. Fr. zu. Die Nettoanlagerendite betrug noch 0,6%, nach 1% in der Vorjahresperiode. (Lesen Sie hier mehr.)

Zurich Insurance: Der Versicherer Zurich Insurance (ZURN 387.5 -0.46%) gab am Donnerstagmorgen einige Zahlen zum ersten Quartal bekannt. In der Schaden- und Unfallversicherung (P&C) nahmen die Bruttoprämien 2% auf 9,18 Mrd. $ ab. Währungs- und akquisitionsbereinigt ergab sich ein Plus von 4%. Das Jahresprämienäquivalent (APE) im Lebensversicherungsgeschäft nahm 6% auf 1,18 Mrd. ab (bereinigt: +2%). Für 2019 ist das Unternehmen zuversichtlich, dass alle Finanzziele erreicht oder gar übertroffen werden könnten. (Lesen Sie hier mehr.)

Schmolz + Bickenbach: Der Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.2375 -1.04%) hat im ersten Quartal 2019 mit 888,2 Mio. € zwar knapp 7% mehr Umsatz erzielt, der adjustierte Gewinn auf Stufe Ebitda ging jedoch fast 40% auf 42,2 Mio. zurück. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen noch 0,7 Mio., nach 59 Mio. im Vorjahresquartal. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Der Ebitda wird weiterhin mit 190 bis 230 Mio. € veranschlagt. (Lesen Sie hier mehr.)

Varia US Properties: Die auf den US-Markt spezialisierte Immobiliengesellschaft Varia (VARN 38.2 0.53%) US Properties hat den Bruttoertrag im ersten Quartal 2019 leicht auf 23,1 Mio. $ gesteigert. Das Nettobetriebsergebnis fiel mit 10,8 Mio. gleich aus wie in der Vorjahresperiode. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem starken Ergebnis. (Lesen Sie hier mehr.)

Molecular Partners: Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners (MOLN 17.18 -0.58%) hat seine finanzielle Lage dank der Vorauszahlung des US-Pharmakonzerns Amgen (AMGN 203.51 -0.02%) weiter gestärkt. Per Ende März verfügte es über liquide Mittel von 136,5 Mio. Fr., nach 99 Mio. Ende 2018. Zudem meldet Molecular Partners wichtige Fortschritte in der Produktpipeline. Für das laufende Jahr seien weitere Ausgaben von 60 bis 70 Mio. Fr. geplant, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. (Lesen Sie hier mehr.)

Obseva: Das Genfer Biotechunternehmen Obseva meldet für die ersten drei Monate 2019 einen Verlust von 25,7 Mio. $ nach 19,8 Mio. im Vorjahresquartal. Die Barmittel sind bis Ende März um 21 Mio. auf 117,3 Mio. $ zurückgegangen. Zudem kündigte Obseva an, mit dem Kandidaten die Phase-III-Studien Edelweiss 2 und 3 zur Behandlung von Endometriose in den USA, Kanada und Europa zu starten. (Lesen Sie hier mehr.)

LM Group: Die Aktionäre der Online-Reiseagentur LM Group haben an der Generalversammlung vom Mittwoch den Vergütungsvorschlag der Vorstandsmitglieder und der nicht geschäftsführenden Vorstandsmitglieder für 2019 abgelehnt. Die Verwaltungsratsmitglieder wurde alle wiedergewählt.

Perrot Duval: Die Beteiligungsgesellschaft Perrot Duval (Perrot Duval 114 -1.72%) verkauft die Infranor-Gruppe inklusive ihrer elf Tochtergesellschaften definitiv an Haozhi. Gemäss der Mitteilung vom Donnerstag zahlt das chinesische Unternehmen nach Abzug der Schulden 33,7 Mio. Fr. Der Abschluss der Transaktion ist für die ersten Tage des August geplant.

Cosmo: Ab dem Spätsommer will das Biopharmaunternehmen Cosmo (COPN 77 2.39%) sein Mittel Aemcolo zur Behandlung von Reisedurchfall in den USA lancieren. Das teilte CEO Alessandro Della Chà am Investorentag am Mittwoch mit. (Lesen Sie hier mehr.)

Pargesa: Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 76.3 -0.78%) hat im ersten Quartal 2019 einen Überschuss von 91 Mio. Fr. erzielt (VJ: 60,6 Mio.). Der «ökonomische Betriebsgewinn» sei von 61,8 auf 93,5 Mio. Fr. gestiegen.


SMI-Markttechnik: 9500 oder 9200?

Der Swiss Market Index nähert sich seinem ersten Korrekturziel. Doch auch darunter ist noch Luft. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Zinsen und Devisen

Die Sorgen um den Handelskonflikt zwischen den USA und China und der damit verbundene Kursrutsch an den Aktienmärkten treiben Anleger wieder in sichere Häfen. Bemerkenswert ist jedoch, dass Investoren um den Franken einen Bogen machen. Der Euro wurde wieder zu mehr als 1.14 Fr. gehandelt – die Aufwertung blieb damit also aus. Seit einer Woche zeigen sich kaum Bewegungen im Kurs. Anders als beim Yen, der gegenüber wichtigen Weltwährungen auf Wochensicht jeweils mehr als 1% zugelegt hat. Der Euro findet dagegen zum Dollar derzeit keine klare Richtung.

Dafür rücken in Italien die Staatsschulden wieder in den Fokus der Anleger, hat die EU-Kommission am Dienstag in ihrer Frühjahrsprognose für nächstes Jahr doch ein Defizit von 3,5% des Bruttoinlandprodukts vorhergesagt. Im Herbst waren es nur 3,1%. Für dieses Jahr soll es 2,5% ausmachen – etwas besser als zuvor mit 2,9% vorhergesagt. «Beide Zahlen sprechen jedoch für weitere Auseinandersetzungen bei der Überprüfung des Haushalts für 2019 direkt nach den EU-Wahlen bzw. bei der Vorstellung des Haushalts für 2020 im Herbst», schreiben die Zinsstrategen der Commerzbank (CBK 5.317 -0.75%). Was die Unruhe an den Staatsanleihenmärkten verstärken könnte.

Gar nicht gut kommt da bei Anlegern an, dass der stellvertretende Ministerpräsident Italiens, Matteo Salvini, Steuersenkungen verspricht, selbst wenn dadurch die Defizitgrenze überschritten werden sollte. Seit dem 2. Mai ist der Zinsabstand italienischer Staatsanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit zu deutschen Bundesanleihen um 0,14 Prozentpunkte auf zuletzt 2,66 Prozentpunkte am Mittwoch gestiegen. Das war der höchste Stand seit 25. April.