Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

An den Börsen in den USA stand am Donnerstag der Handelsstreit zwischen China und den USA im Fokus. Der Leitindex Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,5% auf 25’828 Punkten, hat sich allerdings von seinem Tagestief von –1,7% deutlich erholt. Der breitere S&P 500 verlor 0,3% auf 2871 Punkte, der technologielastige Nasdaq 100 gab 0,5% auf 7583 Punkte nach.

Zu den Gewinnern an der US Börse gehörten Chevron, die 3,1% zulegten, nachdem das Energieunternehmen bekannt gegeben hatte, dass es nicht weiter für Anadarko bieten werde. Ebenfalls avancieren konnten die Titel des Chemieunternehmens Dow (+0,86%) und der Investmentbank Goldman Sachs (+0,34%). Unter Abgabedruck litten die Valoren des Halbleiterherstellers Intel, sie verloren gut 5%. Analysten rechnen künftig mit schwächerer Profitabilität.

Asien

Die asiatischen Börsen konnten sich den schwachen Vorgaben aus den USA nicht entziehen. Der Nikkei 225 in Japan verliert 0,68% auf 21’256 Punkte, der breitere Topix gibt 0,37% auf 1545 Zähler nach. Ebenfalls im Minus handelt die Börse in Hongkong, wo der Hang Seng 0,26% tiefer notiert. Der koreanische Kospi und der chinesische CSI 300 handeln auf Vortagesniveau.

Gegen den Trend entwickelt sich der australische ASX mit einem Plus von 0,15%.


News Vorbörse Schweiz

LafargeHolcim: Der Zementkonzern LafargeHolcim (LHN 48.22 0.46%) trennt sich von seinen Aktivitäten in den Philippinen. Der daraus erzielte Erlös erlaubt es, den Verschuldungsgrad weiter zu senken. Der Konzern verkauft seinen Anteil von 85,7% an Holcim Philippines an die San Miguel Corporation. Die Tochter ist mit 2,2 Mrd. $ bewertet. Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal geplant. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 275.55 -0.27%) wird am diesjährigen Krebskongress Asco zahlreiche neue Daten zu seinen Pipelineprojekten vorstellen. An der Veranstaltung Ende Mai in Chicago wird er Studienergebnisse zu siebzehn Medikamenten präsentieren.

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 89.81 -1.2%) hat am Neurologen-Fachkongress AAN neue Daten zu seinem MS-Mittel Gilenya vorgelegt. Die vollständigen Ergebnisse der Assess-Studie zeigen demnach, dass Patienten, die an der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) leiden, bei einer Therapie mit Gilenya deutlich weniger Schübe hatten als solche, die mit Glatirameracetat behandelt wurden.

Adecco: Der Temporärarbeitsvermittler Adecco (ADEN 57.64 -0.24%) hat eine zehnjährige Anleihe über 300 Mio. € mit einem Coupon von 1,25% platziert. Sie soll an der Londoner Börse kotiert werden. Mit dem Geld will der Stellenvermittler eine bestehende Anleihe über 500 Mio. € mit einem Coupon von 1,5% ablösen, die am 22. November 2022 ausläuft.

Comet: Der Technologiekonzern Comet (COTN 92.5 0.54%) ernennt Beat Malacarne interimistisch per 1. Juni zum Finanzchef. Er ersetzt Markus Portmann, der das Unternehmen verlässt. Malacarne war zuletzt als Chief Integration Officer für die Integration der fusionierten Unternehmen Dorma und Kaba verantwortlich.

Interroll: Die Lagerlogistikunternehmen Interroll (INRN 2470 -0.6%) baut im US-Bundesstaat Georgia ein weiteres Werk. Investiert würden rund 11 Mio. $. Damit könnten die Produktionskapazitäten am Standort Atlanta verdoppelt werden. Die Fabrik solle bis Ende Jahr fertiggestellt sein.

LM Group: Der Online-Reiseanbieter LM Group gewinnt einen langjährigen Rechtsstreit gegen Ryanair (RY4C 11.395 3.73%). Das Bezirksgericht Lugano hat einen Antrag von Bravonext, einer französischen Tochter der LM Group, gegen die irische Fluggesellschaft vollständig gutgeheissen. Ryanair wird zur Zahlung einer Entschädigung von 140‘000 Fr. verurteilt. LM Group darf ihren Kunden weiterhin die Möglichkeit bieten, Ryanair-Tickets über die eigenen Homepages zu vergleichen und zu reservieren.

Polyphor: Das Pharmaunternehmen Polyphor (POLN 9.48 -0.94%) erleidet mit dem Medikament Murepavadin einen Rückschlag. Die Rekrutierung von Patienten für zwei Phase-III-Studien zur Behandlung einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung musste unterbrochen werden. Der Schritt wurde mit einer überraschend hohen Häufigkeit von Nierenversagen bei den bisher behandelten Patienten begründet.

Banque Profil de Gestion: Die Banque Profil (SBP 3.2 0%) de Gestion (BPDG) ist im ersten Quartal wegen steigender Personalkosten nach einer Akquisition in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 0,5 Mio. Fr., nach einem Überschuss von 0,2 Mio. Fr. im Vorjahr. Insgesamt erzielte das Institut einen Ertrag von 3,1 Mio. Fr. (Vorjahr 2,8 Mio.).

Leclanché: Die Aktionäre des Batterieherstellers Leclanché (LECN 1.745 1.45%) haben an der Generalversammlung nicht Hand geboten für eine Restrukturierung der Bilanz. Der Antrag, den Nennwert der Aktien von 1.50 auf 0.10 Fr. zu senken, wurde abgelehnt.

Mettler-Toledo: Der Präzisionsinstrumentehersteller Mettler-Toledo (MTD 833.7 0.94%) hat den Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres trotz ungünstiger Währungseffekte weiter erhöht. Unter dem Strich resultierte ein klar verbesserter Quartalsgewinn von 111,8 Mio. $, 20% mehr als im Vorjahr. (Lesen Sie hier mehr.)

EFG International: Die Vermögensverwalterin EFG (EFGN 6.56 0.92%) International könnte einen Grossaktionär verlieren. Die brasilianische Bank BTG Pactual prüft eine Trennung von ihrem Anteil an EFG International von 29%, entsprechend einem Wert von rund 600 Mio. $. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. (Lesen Sie hier mehr.)


SMI-Markttechnik: kurze Entspannung am Markt

Das erste technische Korrekturziel hat der Swiss Market Index erreicht und gönnt sich nun eine Atempause. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Unternehmen

Die kommende Woche startet am Montag mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen des Immobilienentwicklers und Hotelbetreibers Orascom Development. Am Dienstag legt der Duty-Free-Händler Dufry das Quartalsergebnis vor. Es wird stark von der regulatorischen Änderung im Zusammenhang mit IFRS 16 beeinträchtigt sein, vor allem auf Ebene des Ebit. Der Umsatz dürfte ein leichtes Wachstum zeigen, wie auch der Cashflow. Am Tag darauf veranstaltet Dufry (DUFN 79.24 -0.13%) einen Investorentag, an dem unter anderem die Auswirkungen der IFRS-16-Umstellung eingehend erläutert werden.

Ebenfalls am Mittwoch publiziert LafargeHolcim das Quartalsresultat. Es wird ein guter Jahresauftakt erwartet, mit einem Umsatzzuwachs von organisch 5% und einem etwas höheren Ebitda-Anstieg. Am 9. Mai hatte schon Konkurrent HeidelbergCement (HEI 71.32 0.59%) einen guten Jahresauftakt vermeldet und ihn unter anderem den vorteilhaften Wetterverhältnissen zugeschrieben.

Am Donnerstag berichtet die vor Monatsfrist von Novartis (NOVN 89.81 -1.2%) abgespaltene Alcon über das erste Quartal. Zwar ging ihr Ergebnis schon aus den Quartalszahlen von Novartis hervor, doch werden sich die Werte des jetzt verselbständigten Unternehmens unterhalb des Umsatzes wegen unterschiedlicher Kostenzurechnung wohl unterscheiden. Gleichentags publiziert die Telecomgesellschaft Sunrise die Zahlen zum ersten Quartal.

Der Luxusgüterkonzern Richemont, der sein Geschäftsjahr Ende März abschliesst, legt am Freitag die Jahresresultate vor. Gemäss den Analysten der ZKB dürfte er organisch knapp 7% gewachsen sein, der ausgewiesene Umsatz wird aber wegen grösserer Zukäufe einen viel höheren Zuwachs aufweisen. Die Betriebsmarge wird dagegen aufgrund diverser Belastungen aus den Akquisitionen niedriger ausfallen.