Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Die US-Börsen starteten schlecht ins neue Jahr. Die Nervosität vor der Senatorenwahl im Bundesstaat Georgia und damit die Unsicherheit über die zukünftigen Mehrheitsverhältnisse im US-Parlament drückten auf die Stimmung. Der Leitindex Dow Jones Industrial stand am Ende des Tages 1,25% im Minus bei 30’224 Punkten, womit er sich immerhin vom Tagestief gelöst hatte. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,5% und notierte bei 3701. Der Nasdaq gab 1,5% auf 12’695 Punkte nach.

Gegen den Trend konnte der Elektroautobauer Tesla weiter zulegen; die Papiere stiegen fast 3,5% auf gegen 730 $. Hingegen brachen die Aktien des Lithiumbatterienherstellers Quantumscape 41% ein, weil der Technologiekonzern Apple (AAPL 132.03 +3.29%) bei seinem Elektroautoprojekt nun offenbar doch nicht auf Quantumscape setzen will.

Einen Riesensprung taten die Titel des Wärmebildkameraspezialisten Flir Systems nach der Annahme eines Übernahmeangebots des Mischkonzerns Teledyne. Die Teledyne-Papiere verloren.

Asien

Die asiatischen Börsen verhielten sich heute uneinheitlich. Der Nikkei der japanischen Börse verlor bis Handelsschluss 0,4%. Der Topix gab 0,2% nach.

Der Hang Seng in Hongkong stand kurz vor Handelsschluss 0,4% im Plus. Ebenfalls bei einem Gewinn von 0,4% notierte der Shanghai Composite.

Der südkoreanische Kospi stand im Nachmittagshandel 1,3% im Plus.

10'991.0
+0.42%
3'642.3
+0.5%
14'001.3
+0.57%
31'188.4
+0.83%
13'457.2
+1.97%
28'756.9
+0.82%
1.0770
-0.03%
0.8888
-0.05%
1.2117
+0.03%
1'872.61
+0.03%
55.76
+0.16%
33'618.30
-5.54%

News Vorbörse Schweiz

Arbonia: Der Bauausrüster Arbonia (ARBN 14.38 +0.14%) hat sich entschieden, ein Angebot der dänischen Dovista-Gruppe anzunehmen und sein Fenstergeschäft zu verkaufen. Mit dem Erlös sollen vor allem die verbleibenden Divisionen strategisch weiterentwickelt und organisch sowie mit Akquisitionen substanziell gestärkt werden. Darüber hinaus werde geprüft, einen Teil des Verkaufserlöses den Aktionären zukommen zu lassen. Der Vollzug wird für das zweite Quartal erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Arbonia: Dem Bauausrüster Arbonia werden aus dem Verkauf der Division Fenster mit den Marken Dobroplast, EgoKiefer, Slovaktual und Wertbau rund 350 Mio. Fr. zufliessen (inkl. Übernahme der Finanzschulden durch die Käuferin). Das wird zu einer beträchtlichen Nettoliquidität führen. Dem Verkauf liegt ein Verhältnis aus Unternehmenswert zu Ebitda von mehr als 8 zugrunde.

Roche: Der Pharmakonzern Roche hat mit dem neuartigen Krebsimmuntherapeutikum Tiragolumab von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA den Status Therapiedurchbruch erhalten. Diese Breakthrough Therapy Designation gilt für den Einsatz von Tiragolumab in Kombination mit dem bereits zugelassenen Immuntherapeutikum Tecentriq für die Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs. (Lesen Sie hier mehr.)

Implenia: Das Bauunternehmen Implenia (IMPN 25.02 -0.24%) hat gemeinsam mit dem deutschen Projektpartner Hochtief (HOT 88.00 +0.57%) den Zuschlag zum Bau des 2,2 Kilometer langen Lärmschutztunnels Altona auf der Autobahn A7 in Hamburg erhalten. Das Gesamtvolumen beträgt netto 580 Mio. € wobei der Anteil von Implenia 35% betrage. Implenia werde das Vorhaben kaufmännisch leiten, Hochtief habe die technische Federführung.

Dufry: Der Reiseretailer Dufry (DUFN 54.06 +0.9%) und Hainan Development Holdings (HDH), ein staatliches Unternehmen der chinesischen Provinz Hainan, haben ein strategisches Kooperationsabkommen unterzeichnet, um Angebote in Hainans Reiseretailmarkt zu entwickeln. Dufry werde internationale Marken und Know-how beisteuern.

Jungfraubahnen: Der Bergbahnbetreiber Jungfraubahnen (JFN 139.00 +1.91%) meldet für 2020 signifikant niedrigere Personenfrequenzen als im Vorjahr. Die Einbussen reichen von 42% für die Herderbahn bis 66% für die Jungfraubahn. Auch der Start in die aktuelle Wintersaison sei trotz ausgezeichneter Schneebedingungen durch die zweite Pandemiewelle negativ beeinflusst. (Lesen Sie hier mehr.)

LafargeHolcim: Der Zementhersteller LafargeHolcim (LHN 51.20 +0.67%) sei interessiert, die Division Firestone Building Products von Bridgestone (5108 32.22 +0.41%) Corp. zu übernehmen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg gestern Abend unter Bezugnahme auf mit der Sache vertraute Personen. Gespräche seien in fortgeschrittenem Stadium, der Deal könnte noch diese Woche besiegelt werden. Firestone Building Products könnte bis zu 2,5 Mrd. $ wert sein. (Lesen Sie hier mehr.)

Aryzta: Der Tiefkühlbackwarenhersteller Aryzta (ARYN 0.79 -0.19%) hat mit Lion Capital und Invest Group Zouari eine Vereinbarung über den Verkauf der restlichen 4,64% an Picard getroffen. Als Preis werden in der nachbörslichen Mitteilung von gestern rund 24 Mio. € angegeben. Ein Abschluss wird früh im laufenden ersten Quartal erwartet. Derweil reduzierte Aktionär Veraison seinen Anteil an Aryzta auf unter 3%. (Lesen Sie hier mehr.)

Siegfried: Der Pharmazulieferer Siegfried (SFZN 652.50 +1.56%) hat gemäss Meldung von gestern Abend die Übernahme von zwei Novartis-Produktionsstätten in Spanien abgeschlossen. Die Akquisition war Ende September angekündigt worden.

HBM Healthcare Investments: Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare (HBMN 310.00 +1.14%) Investments rechnet für die Periode April bis Dezember mit rund 645 Mio. Fr. Gewinn (Vorjahresperiode: 266 Mio. Fr.). In dieser Zeit nahm der innere Wert je Aktie 44,5% zu, heisst es in einer Nachricht von gestern Abend. HBM habe von Wertsteigerungen aus zehn Börsengängen und von sechs Firmenübernahmen aus dem Portfolio profitiert. Die definitiven Neunmonatszahlen folgen am 22. Januar. (Lesen Sie hier mehr.)

Blackstone Resources: Die auf Batterietechnologie und den Batteriemetallmarkt fokussierte Blackstone Resources (BLS 5.60 +12.9%) wird von der Börsenbetreiberin SIX mit 40’000 Fr. gebüsst. Die in Zug ansässige Gesellschaft habe bei der Umwandlung ihrer Aktien von Inhaber- in Namentitel die Kotierungsvorschriften verletzt, lautet die Begründung.

Blackstone Resources: Die Europäische Kommission unterstützt ein Forschungs- und Innovationsprojekt, an dem auch die auf Batterietechnologie und den Batteriemetallmarkt fokussierte Blackstone Resources beteiligt ist, wie diese gestern nach Börsenschluss berichtete. Die dreizehn Partner im Programm Current Direct wollen die Kosten für batterieelektrische Schiffsantriebe um die Hälfte senken und eine schnelle Einführung der Technologie ermöglichen.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 05.01.2021

Wichtige Ereignisse
vom 05.01.2021

SCHWEIZ
06:30   Jungfraubahn: Frequenzen 2020
08:30   BFS: Landesindex der Konsumentenpreise Dezember 2020
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
07:00 DEU Grenke, Neugeschäftszahlen Q4/20
11:00 DEU Tui, ausserordentliche Hauptversammlung (online)
DEU: Pkw-Neuzulassungen VdiK, VDA, KBA 12/20 und Gesamtjahr 2020
USA: Pkw-Absatz 12/20
Termine Konjunktur
08:00 DEU Einzelhandelsumsatz 11/20
08:45 FRA Verbraucherpreise 12/20 (vorläufig)
09:55 DEU Arbeitslosenzahlen 12/20
10:00 DEU Geldmenge M3 11/20
16:00 USA ISM Verarbeitendes Gewerbe 12/20
22:30 USA API Ölbericht (Woche)
- Sonstige Termine
10:00 DEU Pk Hans-Böckler-Stiftung zu den Corona-Folgen -
Ausblick auf die Wirtschaftspolitik 2021
DEU: Bund und Länder beraten über weitere Corona-Massnahmen. Bundeskanzlerin
Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten am 13. Dezember
beschlossen, am 5. Januar erneut zu beraten und über Massnahmen ab 11. Januar
zu beschliessen.
USA: Stichwahlen im Bundesstaat Georgia um zwei Sitze im US-Senat
Quelle: AWP

(Quelle: AWP)

Ausblick Rohstoffe

Streit am Ölgipfel 

Dem Ölmarkt war kein gemächlicher Start ins neue Jahr gegönnt. Bereits am Sonntag trafen sich die Minister der dreizehn erdölproduzierenden Staaten (Opec). Am Montag kamen die zehn Länder der Opec+ dazu. Ihr Ziel: Klarheit schaffen, ob das Kartell seine Erdölförderbeschränkung von 9,7 Mio. Fass pro Tag langsam aufheben oder weiterführen soll. Das gelang nicht. Während Saudi-Arabien die bereits im Vornherein beschlossene Lockerung der Beschränkung um 500’000  Fass pro Tag rückgängig machen wollte, plädierte Russland dafür, noch mehr Öl zu fördern. Nach einer dreistündigen virtuellen Debatte wurde der Entscheid auf heute Dienstag vertagt. Die Befürchtung steigt, dass die beiden Schwergewichte Russland und Saudi-Arabien einmal mehr auf Konfrontation statt Koordination setzen.

Am Montag  kletterte der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent (Brent 55.76 +0.16%) zeitweise über 53 $, so hoch wie zuletzt im März 2020, und fiel danach wieder. Unabhängig von den jüngsten Streitigkeiten zwischen den Erdölproduzenten: Rohstoffanalysten gehen davon aus, dass die Ölpreise dieses vergleichswiese hohe Niveau nicht mehr lange halten können, das zeigt eine Umfrage des Nachrichtendiensts Reuters. Die Mehrheit der Befragten erwartet einen starken Preisabfall im Februar und März – auf bis zu 46 $/Fass für Brent und knapp über 40 $/Fass für WTI (WTI 52.93 -0.69%) – und dann einen langsamen Anstieg im weiteren Jahresverlauf. Der Konsensus für Ende Jahr liegt um 50 $ pro Fass, leicht darüber für Brent, leicht tiefer für WTI. Als Grund geben die Analysten an, dass die Coronapandemie und damit die gedämpfte Treibstoffnachfrage trotz Impfstoff noch lange nicht vorbei seien.