Das Wichtigste zum Börsenstart

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung.

Overnight

USA

Die US-Börsen konnten sich der weltweiten Marktschwäche nicht entziehen. Anleger befürchten wegen der Deltavariante, dass die wieder steigenden Coronainfektionszahlen zu einer Gefahr für die konjunkturelle Erholung werden. Ausdruck dessen waren weiter fallende Kapitalmarktzinsen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sank im Verlauf mit 1,25% auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Der Dow Jones Industrial ging 0,8% tiefer bei 34’422 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,9% auf 4321 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,6% auf 14722 Punkte nach. 

Im Dow waren es Aktien aus defensiven Sektoren wie etwa Gesundheit oder Einzelhandel, die sich wacker schlugen. Die Papiere etwa der Supermarktkette Walmart schlossen nur knapp unter ihrem Vortagesniveau. Zum Spitzenreiter im Leitindex avancierte im späten Handel aber Boeing mit +2,2%. Der Flugzeugbauer kann sich Hoffnung auf die Wiederzulassung der 737 Max in China machen. Die Behörden hätten signalisiert, dass sie für Testflüge mit dem Passagierjet offen seien. Bis zur Wiederzulassung kann es aber Monate dauern.

Auf der anderen Seite des Dow waren die Banken mit grösseren Abschlägen: JPMorgan und Goldman Sachs fielen um 1,7 respektive 2,4%. Begründet wurde dies mit der aktuellen Situation am Anleihenmarkt mit stark sinkenden Renditen. Nach zuletzt gutem Lauf büssten die Aktien von Apple 0,9% ein.

Ein positiver Ausreisser waren unter den Nebenwerten die Valoren von Virgin Galactic mit einem Kurssprung um 17%. Gründer Richard Branson will am Wochenende für einen Testflug selbst in eines der Weltraumflugzeuge des Unternehmens steigen. Der britische Milliardär will mit Virgin Galactic (SPCE 31.87 +6.27%) kommerzielle Weltraumflüge anbieten.

Asien

In Asien zeigen sich die Aktienmärkte überwiegend unfreundlich. In Tokio fällt der Nikkei 225 um 2%, und der breiter gefasste Topix dreht 1,7% ins Minus. Auf dem chinesischen Festland verliert der CSI 300 gut 1%, und der Shanghai Composite sinkt 0,7%. Der Hang Seng gewinnt 0,7%. Der koreanische Kospi büsst 1,6% ein. In Australien gibt der ASX 200 1,4% nach.

12'171.0
+0.45%
4'116.6
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15'568.7
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34'838.2
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14'681.1
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27'585.8
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1.1877
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1'809.90
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72.87
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38'236.00
-2.51%

News Vorbörse Schweiz

Kühne + Nagel: Der Transportlogistikkonzern Kühne + Nagel (KNIN 306.00 +0.13%) übernimmt die norwegische Salmosped. Die auf Transport von Lachs- und Meeresfrüchten spezialisierte Gesellschaft erwirtschaftet einen Umsatz von 118 Mio. Fr. Ein Preis wurde nicht genannt.

Roche: Tests von Roche (ROG 351.90 +0.44%) zum Nachweis von Tuberkulose sind neu in die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen worden. Die Leitlinie erweitert die Anzahl der molekularen Schnelltests, die im Tuberkuloseprogramm in Ländern mit hoher Belastung zur Verfügung stehen.

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 24.02 -0.17%) hat zusammen mit drei Joint-Venture-Partnern einen Auftrag im Wert von 248 Mio. Fr. gewonnen. Es geht um den Bau eines Abschnitts des Mont-Cenis-Basistunnels in Frankreich. Implenia hält 34% am Gemeinschaftsunternehmen.

IVF Hartmann: Die auf medizinische Bedarfsartikel ausgerichtete IVF Hartmann (VBSN 159.00 -1.24%) hat nach provisorischen Berechnungen im ersten Semester einen 17% geringeren Umsatz von 72 Mio. Fr. verbucht. Der Betriebsgewinn Ebit halbierte sich auf 4,7 Mio. Fr. Auch die Jahreswerte würden signifikant unter Vorjahr ausfallen. 2020 hatte IVF von einem positiven Coronaschub profitiert. (Lesen Sie hier mehr.)

APG: Die Aussenwerbegruppe APG SGA (APGN 222.50 0%) übernimmt per Ende September die WWP Plakatwerbung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.WWP unterhält 650 Plakatstellen in der Deutschschweiz.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 09.07.2021

Wichtige Ereignisse
vom 09.07.2021

SCHWEIZ:  
IGEA Pharma GV
INTERNATIONAL:  
TERMINE UNTERNEHMEN
10:00 DEU Taunus-Sparkasse, Bilanz-Pk (online)
10:00 DEU Datev, Bilanz-Pk (online)
TERMINE KONJUNKTUR
03:30 CHN Verbraucherpreise 06/21
03:30 CHN Erzeugerpreise 06/21
08:00 DEU Destatis: Lkw-Maut-Fahrleistungsindex 06/21
08:00 DEU Baupreise für Wohngebäude 05/21
08:00 DEU Umsatz und Beschäftigte im Bauhauptgewerbe 04/21
08:00 GBR Industrieproduktion 05/21
08:00 GBR Handelsbilanz 05/21
08:00 GBR BIP 05/21
09:00 AUT Industrieproduktion 05/21
10:00 ITA Industrieproduktion 05/21
11:00 GRC Industrieproduktion 05/21
11:00 GRC Verbraucherpreise 06/21
16:00 USA Lagerbestände Grosshandel 05/21 (endgültig)
EUR: Fitch Ratingergebnis Russland, Litauen
- Sonstige Termine
11:15 DEU Vorstellung des Regenbogen-ICE der Deutschen Bahn "Que(e)r durch
Deutschland" u.a. mit DB-Vorsitzenden Richard Lutz
13:00 DEU Siemens, Spatenstich zur grössten Wasserstrofferzeugungsanlage in
Wunsiedel u. a. mit Ministerpräsident Markus Söder, den beiden
Staatsministern Hubert Aiwanger und Thorsten Glauber sowie Siemens
Finanzvorstand Ralf P. Thomas
16:00 DEU Digitale "BASF Erlebnis-Show". Das Besucherzentrum beantwortet
digital Fragen wie "Was macht das Sofa eigentlich so weich?" und
zeigt die verschiedenen Facetten des Chemiekonzerns.
EUR: Beginn zweitägiges Treffen der G20-Runde zu Wirtschaft und Finanzen in
Venedig (bis 10.7.)
SWE: Schwedischer Ministerpräsident Stefan Löfven präsentiert neue Regierung

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: Markttechnik bleibt spannend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In kürzester Zeit kratzte der Swiss Market Index sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite seiner Tradingrange. Was nun? (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Unternehmen

In der kommenden Woche nimmt die Berichtssaison bereits Fahrt auf. Diverse Unternehmen präsentieren ihren Zwischenabschluss per Ende Juni oder erste Zahlen dazu.

Gleich am Montag startet die Banque Cantonale du Jura mit ihrem Semesterausweis. Der Flughafen Zürich stellt zudem die Verkehrszahlen für den Juni vor. Sie sollten eine weitere Erholung anzeigen.

Am Mittwoch geht es weiter mit den Umsatzzahlen von Bossard zum ersten Halbjahr. Nach einem bereits schwungvollen ersten Quartal hatte der Spezialist für Verbindungstechnik am 11. Juni mitgeteilt, er erwarte für die ersten sechs Monate eine «deutliche Umsatz und Gewinnsteigerung». Der Umsatz werde mehr als 20% über Vorjahr liegen. Auch im Blick voraus herrschte Zuversicht. Eventuell kommen zudem die Halbjahreszahlen der Swatch Group, deren Geschäft sich ebenfalls erholt.

Auch Rieter läuft es gut. Der Spinnmaschinenhersteller wird am Donnerstag sein Zahlenwerk präsentieren. Er musste seine Erwartung für den Auftragseingang in jüngerer Zeit gleich zwei Mal anheben. Noch Mitte April hatte er mit 500 Mio. Fr. für das erste Semester gerechnet. Einen Monat später waren es bereits 800 Mio. Fr., und am 6. Juli berichtete er von 975 Mio. Fr. Ebenfalls am Donnerstag publiziert der Kakao- und Schokoladenhersteller Barry Callebaut Umsatzzahlen zu den ersten neun Monaten per Ende Mai. Analysten rechnen mit rund 5,23 Mrd. Fr. Umsatz bzw. mit 1,75 Mrd. Fr. für das dritte Quartal. Gleichentags veröffentlichen DKSH und die Zuger Kantonalbank ihren Halbjahresbericht. Von Partners Group kommen zudem Angaben zu den verwalteten Vermögen im ersten Semester.

Den Abschluss der Woche machen am Freitag dann Richemont mit Umsatzzahlen zum ersten Quartal des verschobenen Geschäftsjahres sowie Ems-Chemie mit Halbjahreszahlen.

Den Richemont-Umsatz sehen Analysten gemäss Bloomberg-Konsens bei 3,4 Mrd. €, fast doppelt so hoch wie in der Vorjahresperiode und auch deutlich höher als im vorangegangenen Quartal. Bei Ems wird das Augenmerk unter anderem auf dem Ausblick liegen. Bis anhin stellt die Gruppe bloss mehr Umsatz und einen höheren Betriebsgewinn (Ebit) als im Vorjahr in Aussicht. Eine Präzisierung ist wahrscheinlich.

Die Halbjahreszahlen selbst werden klar über Vorjahr liegen. Die negativen Währungseinflüsse sollten geringer sein, und aufgrund höherer Rohstoffkosten ist mit gestiegenen Absatzpreisen zu rechnen. Wegen der Verzögerung in den Preiserhöhungen ist aber etwas Margendruck zu befürchten. Der Bloomberg-Konsens für den Umsatz steht auf 1135 Mio. Fr., der für die Ebit-Marge auf knapp 28%. Das Umsatzniveau des zweiten Quartals 2021 entspräche demnach dem des ersten. Die Margenschätzung allerdings mutet angesichts eines Vorjahreswerts von rund 27% etwas hoch an.