Das Wichtigste zum Börsenstart 07:50 - 27.04.17

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2.-6. Preis: Je 2 Gramm Gold
Teilnahmebedingungen:
Die Gewinner werden am 31. Mai 2017 gezogen und anschliessend schriftlich per E-Mail bis am 5. Juni 2017 benachrichtigt. Keine Barauszahlung möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Vom Wettbewerb ausgeschlossen sind Mitarbeiter der Tamedia AG und ihre Angehörigen.
Die Teilnehmer erklären sich mit den Bedingungen einverstanden.

Overnight

Nachdem gestern trotz grosser Ankündigung wenig Konkretes zur geplanten US-Steuerreform bekannt wurde, fehlten den US-Börsen die notwendigen Impulse. Der Dow Jones Industrial gab leicht nach und schloss 0,10% tiefer bei 20 975 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 schloss ebenfalls marginal tiefer (–0,05%) auf 2387. Der Technologieindex Nasdaq Composite beendete den Handel praktisch unverändert bei 6025 Punkten.

Bei den Einzelwerten führten die Titel des Telecomriesen Verizon die Liste im Dow Jones (Dow Jones 20981.33 0.03%) mit einem Zuwachs von 1,4% an.

Der Mischkonzern United Technologies vermochte mit starken Zahlen zum ersten Quartal 2017 die Markterwartungen punkto Gewinn und Umsatz zu übertreffen. Die Aktien legten 1,1% zu. Zudem bestätigte das Unternehmen den Ausblick für die nächsten Jahre.

Weniger erfreulich schnitten Procter & Gamble ab: Mit einem Minus von 2,5% bildeten sie das klar das Schlusslicht im Dow Jones. Nettogewinn und Umsatz im dritten Quartal blieben hinter den Erwartungen zurück.

Zweitschwächster Titel im Dow Jones waren Boeing. Trotz des Gewinnplus von 19% gaben die Aktien des Rüstungskonzerns 1% nach – die enttäuschenden Flugzeugauslieferungen trübten das Bild.

Asien

In Asien tendierten die Börsen uneinheitlich. Nach fünf positiven Handelstagen in Folge notierte der Nikkei 225 in Tokio (–0,2%) erstmals wieder im Minus. Die Bank of Japan bestätigte ihre Geldpolitik und erhöhte ihre Wachstumsprognose, rechnet nun allerdings mit einer etwas geringeren Teuerung.

In China zeigten die Indizes leicht nach oben: Der Shanghai Composite gewann 0,03%, während der Shenzhen Composite um 0,2% zulegte. Sowohl der Taiex in Taipeh (+0,04%) als auch der Kospi in Soeul (+0,1%) waren geringfügig im Plus.

Der S&P/ASX 200 in Sydney avancierte ebenfalls (+0,2%).

News Vorbörse Schweiz

Roche: Der Pharmakonzern Roche (ROG 260.3 0.97%) meldet einen Quartalsumsatz am oberen Rand der Erwartungen. Der Umsatz ist rund 4% auf 12,94 Mrd. Fr. gestiegen. Pharma (+4%) wie Diagnostics (+6%) haben dazu beigetragen. Die Prognose für das Gesamtjahr wird aufrechterhalten. (Lesen Sie hier mehr.)

Clariant: Das Spezialchemieunternehmen Clariant (CLN 20.18 4.29%) hat im Auftaktquartal gut gearbeitet. Umsatz und Ebitda (Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisation) liegen deutlich über dem AWP-Konsens. Der Umsatz ist dank höherer Volumen 8,4% auf 1,60 Mrd. Fr. gestiegen, der Ebitda vor Einmaleffekten 9,2% auf 250 Mio. Fr. Das entspricht einer Marge von 15,6% (i. V. 15,5). Die Jahresziele bleiben unverändert. (Lesen Sie hier mehr.)

Bucher Industries: Die Industriegruppe Bucher (BUCN 320 4.32%) hat im ersten Quartal die Erwartungen an den Auftragseingang klar übertroffen und die an den Umsatz in etwa erfüllt. Der Auftragseingang stieg gut 14% auf 635 Mio. Fr. Vier der fünf Divisionen haben dazu beigetragen. Der Umsatz wuchs 2,2% auf 616 Mio. Fr.,  vor allem dank Zukäufen. Der Jahresausblick wird bestätigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Straumann: Mit seinem Quartalsumsatz von 266 (i. V. 223) Mio. Fr. die Erwartungen ebenfalls übertroffen hat der Zahnimplantatespezialist Straumann (STMN 520.5 5.42%).  In allen Regionen und Geschäftsbereichen ist das Unternehmen prozentual zweistellig gewachsen. Zwei kleinere Übernahmen haben mit zum Wachstum beigetragen. Die Prognose für die Umsatzsteigerung 2017 wird erhöht, neu wird ein tiefer zweistelliger Prozentbereich angestrebt. (Lesen Sie hier mehr.)

Sulzer: Auch die Industriegruppe Sulzer (SUN 116.5 0.69%) weiss zu gefallen. Der für das erste Quartal gemeldete Auftragseingang von 758 Mio. Fr. liegt fast 11% über Vorjahr und damit deutlich über den Schätzungen von Analysten. Organisch – akquisitions- und währungsbereinigt – beträgt die Steigerung 2%, besser als von Sulzer selbst erwartet. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bekräftigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Schweizerische Nationalbank: Die Schweizerische Nationalbank meldet für das erste Quartal  einen Bruttoerfolg von 7,99 (i. V. 5,78) Mrd. Fr. und ein Zwischenergebnis von 7,87 (5,69) Mrd. Fr. Einem geringeren Erfolg aus Gold (Gold 1264 -0.27%) stand ein signifikant höherer aus Fremdwährungspositionen gegenüber.

BKW: Die Energiegruppe BKW (BKW 54.3 0.56%) akquiriert mit Grunder ein weiteres Ingenieurunternehmen. Der Zukauf stärke die Aktivitäten im Bereich Vermessung, Gemeindeingenieurwesen und Geoinformation. Grunder setzte 2016 mit hundertdreissig Mitarbeitern gut 10 Mio. Fr. um. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Gurit: Der Verbundwerkstoffspezialist Gurit (GUR 878.5 -0.51%) übernimmt gemäss Meldung von gestern Abend PH Windsolutions mit zwei Gesellschaften in Kanada und den Niederlanden. Mit diesen sei eine Vereinbarung in Form eines Asset-Deals geschlossen worden. PH Windsolutions stellt Rotorfertigungsanlagen her und setzte 2016 rund 12 Mio. Fr. um. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben. Der Vollzug wird für Ende August erwartet.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Nicht sofort kaufen

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Der Markt hat den kurzfristigen Spielraum nach oben weitestgehend ausgeschöpft. Korrekturen könnten allerdings auch weiterhin gute Chancen zum Einstieg in den langfristigen Trend bieten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ausblick Zinsen und Devisen

Der monatlich erfragte Credit Suisse (CSGN 15.25 -2.93%) CFA Society Switzerland Indikator, der die Erwartungen von Finanzanalysten für die Schweizer Konjunktur in den kommenden sechs Monaten misst, hat sich im April zwar von 29,6 auf auf 22.2 Punkte abgeschwächt. Er deutet aber im historischen Vergleich immer noch «auf eine äusserst optimistische Konjunkturerwartung hin», teilt die CS mit. Berücksichtigt werden müsse auch, dass die Umfrage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich stattgefunden habe, so dass «womöglich noch grössere politische Risiken einkalkuliert worden sind».

Die aktuelle Wirtschaftslage in der Schweiz schätzen 30% der Befragten positiv ein, was die höchste Prozentzahl seit dem Frankenschock im Januar 2015 darstelle. Wie im Vormonat beurteilen 70% der Befragten die Wirtschaftslage weiter als «normal». Für die Eurozone und die USA erwarten 65,4% bzw. 53,8% keine Veränderung der wirtschaftlichen Situation. Die aktuelle wirtschaftliche Situation in den USA halten aber nur noch 50% der Analysten für «gut». Im März waren es noch 73.1%.

Nachdem im März sowie in den Monaten davor die meisten Analysten noch einen Anstieg der Inflationsrate in sechs Monaten in der Schweiz, der Eurozone und den USA prognostizierten, geht der Umfrage zufolge inzwischen die Mehrheit (65,4%, 61.5% und 53,8%) von gleichbleibenden Inflationsraten in allen drei Regionen aus. Den Rückgang der Anstiegserwartungen erklärt die CS «vor allem mit dem bereits deutlichen Anstieg der Inflationsrate» über die vergangenen sechs Monate.

Für das laufende Jahr erwartet die Mehrheit der Analysten (73%) eine Teuerung in der Schweiz zwischen 0% und 0,5%. 2018 erwarten nur noch 46% eine Inflationsrate in diesem Bereich und 35% der Analysten eine Preissteigerung zwischen 0,5% und 1%.

67% der befragten Finanzanalysten erwarten in sechs Monaten höhere langfristige Zinsen in der Schweiz nach nur 52% im März. Dies ist der höchste Wert seit Dezember 2013. Die Differenz zu den langfristigen Zinsen in Deutschland dürfte dabei nach Ansicht von 73% der Befragten unverändert bleiben. Für die langfristigen Zinsen in Deutschland erwarten sogar 74% einen Anstieg über die nächsten sechs Monate.

Hinsichtlich der kurzfristigen Zinsen erwarten 82% der Umfrageteilnehmer keine Veränderung in der Schweiz und 89% einen Anstieg in den nächsten sechs Monaten in den USA.