Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Wallstreet startete die Handelswoche kraftlos. Der Index Dow Jones Industrial stieg 0,2% auf 25’064,4. Doch der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,1% auf 2798,4. Der besonders auf Aktien des Technologiesektors gebildete Index Nasdaq 100 sank 0,2% auf 7357,9.

Analysten begründeten, der 4%-Einbruch des Ölpreises habe besonders auf die Aktien der Energiebranche und auch grundsätzlich auf die Investorenstimmung gedrückt.

Gegen den Trend gewannen Bank of America 4,3%. Das Finanzinstitut präsentierte ein überraschend gutes Zwischenergebnis. Das zog auch die Papiere von JPMorgan (+ 4%), Citigroup (+3,7%) und Goldman Sachs (+2,2%) mit.

Die Aktien der grossen Logistikunternehmen entwickelten sich wegen einer Analystenumstufung unterschiedlich. United Parcel Service stiegen 1,5%, FedEx verloren im gleichen Umfang.

Asien

Der Abgabedruck am breiten US-Aktienmarkt bremst auch den Dienstaghandel an den asiatischen Börsen. Der Regionenindex MSCI Asien Pazifik steht am frühen Nachmittag Ortszeit 0,4% tiefer.

Besonders schwach tendieren die wichtigen chinesischen Börsenplätze. Der Index Shanghai Composite wie auch der Hongkonger Hang Seng zeigen ein Minus von 1%.

In Südkorea agieren die Anleger abwartend. Der Index Kospi notiert unverändert gegenüber Montag.

Optimistischer ist der Aktienhandel in Japan, wo die Börse am Montag wegen eines Feiertags pausierte. Der Index Nikkei 225 steht 0,9% über dem Stand von Freitag vergangener Woche. Gesucht sind Aktien exportorientierter Branchen, etwa Suzuki Motors (+3,8%). Auf der Verliererseite stehen Versorgerwerte wie bspw. Mitsubishi Electric (–2,5%).


News Vorbörse Schweiz

Panalpina: Der Frachtspediteur hat im ersten Halbjahr mehr Güter transportiert und einen höheren Umsatz erzielt. Der Betriebsgewinn Ebit nahm 30% auf 54,7 Mio. Fr. zu, der Überschuss 21% auf 36,1 Mio. Fr. In der Seefracht resultierten im zweiten Quartal erstmals seit eineinhalb Jahren schwarze Zahlen. Für den Rest des Jahres rechnet Panalpina (PWTN 131 -5.55%) mit beschleunigtem Wachstum. (Lesen Sie hier mehr.)

Zuger Kantonalbank: Der Geschäftsertrag der Zuger Kantonalbank (ZG 5880 1.03%) fiel mit 112,8 Mio. Fr. rund 6,5% höher aus als im Vorjahressemester. Der Gewinn nahm 9,5% auf 34,2 Mio. Fr. zu. Für die zweite Jahreshälfte rechnet die Bank mit weniger Wachstum. (Lesen Sie hier mehr.)

Basellandschaftliche Kantonalbank: Das Institut weist für die ersten sechs Monate einen Geschäftserfolg von 82,3 (85,9) Mio. Fr. aus. Der Gewinn wurde mit 52,3 (52,5) Mio. Fr. knapp gehalten. Für das Gesamtjahr erwartet die Basellandschaftliche Kantonalbank ein Resultat leicht unter Vorjahr.

Bell: Der Fleischverarbeiter Bell Food (BELN 282 -10.62%) kündigt für das erste Halbjahr einen rund 10 Mio. Fr. niedrigeren Betriebsgewinn Ebit von 55 Mio. Fr. an. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisation sei dagegen dank der Übernahme von Hügli (HUE 924 1.09%) 6 Mio. auf 136 Mio. Fr. gestiegen. Detaillierte Zahlen folgen am 16. August. (Lesen Sie hier mehr.)

Schlatter: Der Umsatz des Anbieters von Schweissanlagen stieg in den ersten sechs Monaten 13% auf 53,7 Mio. Fr. Der Ebit nahm von 1 auf 1,6 Mio. Fr. zu, der Gewinn von 1,3 auf 1,8 Mio. Fr. Die Kapazitäten seien bis Ende Jahr ausgelastet. Fürs Gesamtjahr rechnet Schlatter (STRN 47 3.07%) ebenfalls mit einem Gewinnanstieg. (Lesen Sie hier mehr.)

Zehnder: Der Raumklimaspezialist Zehnder (ZEH 43.65 0.69%) dehnt die Position in Skandinavien aus. Per 1. September übernimmt er für einen ungenannten Preis die finnische Lüftungsfirma Enervent mit einem Umsatz von 10 Mio. €.

Banque Cantonale du Jura: Die Kantonalbank des Kantons Jura hat den Geschäftserfolg im ersten Halbjahr 1,8% auf 9,64 Mio. Fr. gesteigert. Der Gewinn nahm 3,5% auf 7,36 Mio. Fr. zu. Für das Gesamtjahr rechnet die Banque Cantonale du Jura mit einem Ergebnis im Rahmen von 2017.

Energiedienst: Der schweizerisch-deutsche Stromkonzern Energiedienst (EDHN 30 1.69%) rechnet für das erste Semester mit einem Betriebsergebnis Ebit von 16 Mio. €, nach 23 Mio. im Vorjahr. Die Reduktion um 30% ist vor allem Folge eines buchhalterischen Effekts in der Personalvorsorge Deutschland. Der ausführliche Bericht folgt am Freitag.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Ausblick Rohstoffe

Ölpreis nahe einem Monatstief

Der Preis für die Ölsorte Brent ist am Montag 3,5% gefallen. Mit unter 73 $ liegt er damit nahe einem Monatstief. Seit Dienstag vergangener Woche hat er fast 8% eingebüsst. Öl der Sorte WTI kostete unter 69 $ je Fass.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Saudi-Arabien mehr Lieferungen an asiatische Kunden angeboten habe. Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland wollen ihre Produktion anheben, um Ausfälle von Ländern in Venezuela, Iran und Libyen auszugleichen. Der russische Energieminister hat schon angekündigt, man könne die Produktion bei Bedarf um mehr als die vereinbarte 1 Mio. Fass pro Tag anheben.

Eine Angebotsausweitung wird vom Markt nun erwartet. Meldungen, dass norwegische Ölarbeiter streiken und die grösste Verarbeitungsanlage für Ölsand in Kanada ausgefallen ist, können den Preis nicht stützen.

 

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