Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung


Overnight

Die US-Börsen schliessen wegen des wieder eskalierenden Handelsstreits leichter. Der Dow Jones Industrial geht mit einem Minus von 0,4% auf 26’062 aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 verliert 0,6% auf 2889, der technologielastige Nasdaq 100 gibt 1,5% ab und schliesst bei 7435.

Der grösste Verlierer im Dow waren die Papiere von Apple, die ohne News 2,7% einbüssten. Besser erging es dank der US-Zulassung eines Migränemittels den Valoren des Generikaherstellers Teva, die 2,5% zulegten.

In Asien handeln die Börsen uneinheitlich. In Tokio gewinnt der Nikkei 225 1,6%, während der chinesische CSI 300 0,1% leichter notiert. In Hongkong verliert der Hang Seng 0,8%.


News Vorbörse Schweiz

Clariant: Der Spezialchemiekonzern Clariant (CLN 25.93 7.86%) hat mit dem Grossaktionär Sabic eine tiefergehende Kooperation vereinbart. Die Bereiche Additive und Masterbatches sollen mit Teilen von Sabic fusioniert werden. Plastics & Coatings soll bis 2020 veräussert werden. Das soll bis 2021 zu einem Umsatz von 9 Mrd. Fr. führen und eine Marge von 20% ermöglichen. (Lesen Sie hier mehr.)

Clariant: Mit dem Umbau des Chemiekonzerns soll der jetzige CEO Hariolf Kottmann zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt werden. Im Verwaltungsrat sollen vier Vertreter des 25%-Grossaktionärs Sabic Platz nehmen. Als CEO wird bereits ab Oktober Ernesto Occhiello, der von Sabic kommt, walten. 

Nestlé: Der Nahrungsmittelkonzern trennt sich von dem US-Lebensversicherungsgeschäft Gerber Life. Der Preis beträgt 1,6 Mrd. $ und zeigt die Konzentration auf Nahrungsmittel, Getränke und Consumer Healthcare von Nestlé (NESN 80.18 -0.77%). (Lesen Sie hier mehr.) 

Feintool: Der Autozulieferer Feintool (FTON 113.2 -4.07%) hat rund 450’000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital unter institutionellen Investoren platziert. Sie wurden zu 112.50 Fr. verkauft, die Platzierung bringt 50,8 Mio. Fr., die zur Refinanzierung eines Stanzwerks verwendet werden. 

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 63.1 3.44%) hat einen Auftrag zum Bau eines Busbahnhofs in Stockholm im Volumen von rund 80 Mio. Fr. erhalten. 

Vifor Pharma: Das Pharmaunternehmen Vifor Pharma (VIFN 170.3 -0.32%) hat die Beteiligung an ChemoCentrx in den USA von 15 auf 21% erhöht. Vifor hält Vermarktungsrechte eines Wirkstoffs des Unternehmens gegen Nierenkrankheiten ausserhalb der USA.

Crealogix: Das Finanzsoftwarehaus Crealogix (CLXN 145 0.69%) zahlt wegen eines halbierten Gewinns im Geschäftsjahr 2017/18 eine halbierte Dividende von 25 Rappen pro Aktie. Ende Juli wurde bereits bekannt, dass bei einem Umsatz von 100 Mio. Fr. ein Reingewinn von 0,7 Mio. Fr. erzielt worden war. (Lesen Sie hier mehr.)

SHL Telemedicine: Im ersten Semester hat der Telemedizinanbieter SHL Telemedicine (SHLTN 7.98 2.31%) den Umsatz 12% auf 29 Mio. $ gesteigert. Der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr auf 8,7 Mio. $, was mehr als eine Verdoppelung bedeutet. (Lesen Sie hier mehr.)


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Die Käufer kommen nicht

Das nun erreichte Kursniveau des Swiss Market Index schreckt technisch orientierte Investoren ab. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

Handelskrieg lastet auf Industriemetallen

Eine neue Verhandlungsrunde im Handelskonflikt zwischen den USA und China wurde von US-Präsident Donald Trump in Frage gestellt. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte den chinesischen Vizepremier Liu He eingeladen, um weitere Zölle kurzfristig durch Verhandlungen zu vermeiden. Gemäss einem Bericht der «Washington Post» wurde aber schon entschieden, auf weitere 200 Mrd. $ an Importen aus der Volksrepublik einen Zoll von 10% einzuführen. Peking plant nun anscheinend nicht nur Zölle, sondern auch Restriktionen beim Export von bestimmten Gütern und Materialien.

Analysten der Commerzbank (CBK 8.943 0.55%) erklären: «In diesem Konflikt gibt es unserer Einschätzung nach keine Gewinner, und vor allem der Welthandel und die Weltkonjunktur werden darunter leiden müssen.» Eine Eskalation des Handelskonflikts wird also wahrscheinlicher. Die schlechten Nachrichten für den Welthandel und die Konjunktur in China belasten besonders die Industriemetalle. Die Commerzbank schliesst nicht aus, dass im Industriemetallmarkt bald ein neues Jahrestief erreicht wird. Der Kupferpreis hat seit Anfang Monat über 5% verloren. Der Zinkpreis hat fast 9% eingebüsst. Ohne positive Entwicklungen in Washington werden die Rohstoffe wohl weiter unter Druck bleiben.

 

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