Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung


Overnight

USA

Die US-Aktienmärkte wurden am Montag erneut von globalen Konjunktursorgen erfasst. Alle wichtigen Indizes gaben mehr als 2% ab. Der Dow Jones Industrial büsste 2,11% auf 23’592,98 Punkte ein. Der breiter gefasste S&P 500 gab 2,08% auf 2545,94 Zähler ab – es war der niedrigste Stand seit vierzehn Monaten. Der technologielastige Nasdaq 100 ging mit einem Minus von 2,22% auf 6448,39 Punkten aus dem Handel.

Am Mittwoch wird die US-Notenbank Fed die letzte Zinsentscheidung in diesem Jahr bekannt geben. Bislang gehen die meisten Beobachter von einer Erhöhung aus. Spannend ist, wie sich Zinsprojektionen für das neue Jahr verändern werden, nachdem Fed-Chef Jerome Powell angedeutet hat, der Zins sei nicht mehr weit von einem neutralen Niveau entfernt.

Zuletzt hatten aber vor allem Wirtschaftsdaten aus Europa und China die Konjunktursorgen verstärkt, weniger aus den USA. Gleichwohl trübt sich die Stimmung unter amerikanischen Häuslebauern ein, wie am Montag bekannt wurde. Am meisten litten Konsumwerte wie Amazon (–4,5%). Auch die Aktien von Johnson & Johnson (–2,9%) verloren nach Berichten über asbestversuchtes Babypuder – den zweiten Tag in Folge kräftig.

Asien

Die Börsen in Asien werden von den globalen Wirtschaftssorgen an der Wallstreet am Dienstag ebenfalls angesteckt. Dabei wirkt auch nach, dass Chinas Präsident Xi Jinping während einer Rede keine weiteren Hinweise auf eine Konjunkturstützung oder Strukturreformen gab. Am Dienstag ist die Central Economic Work Conference von Partei und Regierung gestartet, an der das Wachstumsziel und die wirtschaftspolitische Ausrichtung für das Jahr 2019 festgelegt werden.

In Tokio verliert der Nikkei 225 1,75% und der breiter gefasste Topix 1,9%. Der Hang Seng in Hongkong sinkt um 1,22%. Chinas Leitindex CSI 300 gibt im späten Handel 1,21% ab. Der südkoreanische Kospi büsst 0,51% ein, und der australische S&P/ASX 200 liegt 1,22% im Minus.


News Vorbörse Schweiz

Ems-Chemie: Der Chemiekonzern Ems-Chemie (EMSN 464.6 0.82%) geht weiterhin davon aus, dass im Geschäftsjahr 2018 der Nettoumsatz und der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit leicht über dem Niveau des Vorjahres zu liegen kommen. Somit erwartet er ein weiteres Rekordergebnis. (Lesen Sie hier mehr.)

UBS: Die Grossbank UBS (UBSG 12.275 -0.41%) zahlt eine Busse an die US-Börsenaufsicht in Höhe von 5 Mio. $. Zusätzlich verlangt das US-Finanzdepartement 14,5 Mio. $. Die Anti-Geldwäscherei-Massnahmen seien in der Vergangenheit mangelhaft gewesen.

Warteck Invest: Bei der Immobiliengesellschaft Warteck Invest (WARN 1900 0.53%) soll der ehemalige UBS-Chef Marcel Rohner den bisherigen Verwaltungsratspräsidenten Christoph Müller ablösen. Rohner gehört dem Gremium seit 2011 an. (Lesen Sie hier mehr.)

Wisekey: Das Cybersecurity-Unternehmen Wisekey (WIHN 2.9 11.97%) rechnet für das ausgehende Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz von rund 53 Mio. $ (+23%). Das Unternehmen  hat 3500 Kunden, rund 60% des Ertrags stammen aus Europa, 35% aus den USA. (Lesen Sie hier mehr.)

Varia US Properties: Die Immobiliengesellschaft Varia US Properties hat für 21,5 Mio. $ eine Immobilie in Seattle veräussert, die sie einst für 16,4 Mio. $ erworben hatte. Den Gewinn investiert sie in den Kauf von 272 Wohnungen in Tucson, Arizona, zum Preis von 21 Mio. $.

Meier Tobler: Der Gebäudetechnikkonzern Meier Tobler (MTG 15.8 -1.25%) verkauft Gebäude in Cham und Huttwil für 11,3 Mio. Fr. Zudem wechselt Finanzchef Matthias Ryser zum Geschäftsbereich Supply Chain. Sein Nachfolger als CFO wird Lukas Leuenberger.

Orascom: Der Immobilienentwickler Orascom (ODHN 14.5 0%) hat in Ägypten eine Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook (TCG 29.32 6.7%) vereinbart. Orascom wird demnach eine Luxusimmobilie unter dem Namen Casa Cook El Gouna entwickeln.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Ausbruch nach unten droht

Der Swiss Market Index zeigt frische Schwächesignale. Zum Glück bleibt das Abwärtspotenzial vorerst überschaubar. Lesen Sie hier mehr.


Ausblick Rohstoffe

Weiterhin kein Schub für den Ölpreis

Der Preis für die Ölsorte Brent notierte zu Wochenanfang bei knapp 61 $ je Fass – das ist 1% höher als zum Ende der Vorwoche. Diesen Monat handelt die Ölsorte in einer engen Bandbreite über 60 $. Ende November notierte sie noch unter dieser Marke. Hoffnungen von Spekulanten am Ölmarkt, dass die am 7. Dezember durch die Opec und ihre Partnerländer beschlossenen Förderkürzungen dem Ölpreis neuen Schub geben könnten, haben sich damit nicht erfüllt. Noch Anfang Oktober kostete Brent über 85 $ je Fass.

Der Ölpreis scheint zumindest vorerst ein neues Gleichgewicht gefunden zu haben. Seit Anfang Oktober wurde nicht nur die Förderung zurückgefahren, auch die Erwartungen für die Nachfrage sind zurückgegangen. Analysten der Commerzbank weisen darauf hin, dass die Erwartung eines weiterhin tiefen Ölpreises sich auch auf die amerikanische Produktion von Schieferöl auswirkt. Die Zahl von Ölbohrungen in den USA ist auf das niedrigste Niveau seit Mitte Oktober gefallen. Die Förderkürzung der Opec wird also voraussichtlich nicht durch eine höhere US-Produktion zunichtegemacht.

 

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