Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

USA

Die Aktienmärkte in den USA wurden am Mittwoch beflügelt von Hoffnungen auf ein Ende des Handelskriegs zwischen den USA und China. Der Dow Jones Industrial stieg 0,64% auf 24’527,27 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,54% auf 2651,07 Zähler und lag damit seit Beginn des Jahres wieder im Plus. Der technologielastige Nasdaq 100 legte 0,89% auf 6763,96 Punkte zu.

US-Präsident Donald Trump hatte sich hoffnungsvoll zu einem Deal zwischen beiden Grossmächten geäussert. Zudem deutete er an, dass er sich im Fall der Finanzchefin des chinesischen Telecomausrüsters Huawei einmischen könnte, die in Kanada verhaftet worden war, aber auf Kaution freigelassen wurde.

Unterstützung kam auch von neuen Daten zur Inflation in den USA: Die Teuerung war im November dank gesunkener Energiepreise so niedrig wie seit neun Monaten nicht mehr. Dies trieb Spekulationen, die US-Notenbank Fed könnte ihre Leitzinsen im nächsten Jahr vorsichtiger erhöhen.

Asien

In Asien werden die Börsen vor allem von den positiven Vorgaben der Wallstreet beflügelt. Das britische Pfund notiert gegenüber wichtigen asiatischen Währungen kaum verändert, nachdem Premierministerin Theresa May am Mittwochabend das Misstrauensvotum gewonnen hat.

In Tokio steigt der Nikkei 225 um 1,03% und der breiter gefasste Topix um 0,69%. Der Hang Seng in Hongkong gewinnt 1,07%. Chinas Leitindex CSI 300 legt im späten Handel 1,67% zu. Der südkoreanische Kospi notiert 0,76% im Plus, und der australische S&P/ASX 200 avanciert 0,14%.


News Vorbörse Schweiz

GAM: Der Asset-Manager GAM (GAM 3.576 -21.89%) setzt die Dividende aus. Aufgrund von Goodwillabschreibungen wird ein Jahresverlust von 925 Mio. Fr. erwartet. Die verwalteten Vermögen sanken im letzten Monat (per 30. November) von 146,1 auf 139,1 Mrd. Fr. Ein Restrukturierungsprogramm soll die Fixkosten bis Ende 2019 um mindestens 40 Mio. Fr. reduzieren.

Novartis: Das Pharmaunternehmen Novartis (NOVN 87.52 -0.59%) hat für seine vorgefüllte Spritze mit dem Mittel Xolair die Zulassung in der EU erhalten, damit Patienten mit allergischem Asthma sich diese biologische Spritze selbst verabreichen.

Kuros: Das Biotech-Unternehmen Kuros will die angekündigte Kapitalerhöhung trotz einer geringen Zeichnungsquote durchführen. Bis zum Abschluss der Zeichnungsfrist sind von total gut 8 Mio. angebotenen neuen Aktien lediglich knapp 2,8 Mio. oder 34,6% gezeichnet worden. Die restlichen Titel sollen nun bei institutionellen und anderen Investoren platziert werden.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Erstes Ziel erreicht

Die Erholungsrally beim Swiss Market Index steht vor einer grösseren Bewährungsprobe. (Lesen Sie hier mehr)


Ausblick Zinsen und Devisen

An den Anleihenmärkten schauen Anleger diese und nächste Woche auf eine Reihe von Notenbanksitzungen. Am heutigen Donnerstag tagt der EZB-Rat zum letzten Mal in diesem Jahr, wobei allgemein erwartet wird, dass die Eurowährungshüter die Anleihenkäufe Ende 2018 beenden werden. Ab Januar wird die EZB den Bestand an erworbenen Anleihen nur noch konstant halten, indem sie die Tilgungen wieder anlegt. Bei der Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi werden weitere Details erwartet, wie die Zentralbank bei der Wiederanlage verfahren wird. Zudem stehen neue Projektionen zu Wachstum und Inflation an, die wohl bestätigen, dass der Euroraum das schwächere Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf 2019 überwinden kann.

Damit stellt sich die Frage, wann die EZB ihren Zins auf Einlagen der Geschäftsbanken von derzeit –0,4% erhöhen könnte. Bislang erwarten die Märkte einen positiven Wert erst im Verlauf des Jahres 2020, wie sich aus Finanzmarktkontrakten ablesen lässt. Während die europäischen Währungshüter noch gar nicht mit Zinserhöhungen begonnen haben, denken die Kollegen in den USA vom Fed bereits darüber nach, ob sie ihren Zinserhöhungszyklus nicht beenden sollen, wie aus Reden führender Notenbanker hervorgeht. Viele Beobachter gehen aber davon aus, dass das Ende noch nicht gekommen ist, die Spitzen des Fed zuletzt nur übertriebene Erwartungen gedämpft haben.

So wird das Fed auch nächste Woche, am Mittwoch, 19. Dezember, seine Leitzinsen trotz der jüngsten Turbulenzen auf den Aktienmärkten weiter um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Zuletzt hatte es die Zielspanne im September auf 2 bis 2,25% erhöht und bei der Novembersitzung konstant gelassen. Auch in den USA rücken die neusten Projektionen der Notenbanker in den Blick. Staatsanleihen profitierten zuletzt von Kapitalumschichtungen der Anleger, die zum Teil auch durch Konjunktursorgen ausgelöst wurden. Dies zeigt sich darin, dass in den USA und auch Deutschland der Abstand zwischen zehnjährigen und zweijährigen Papieren zuletzt deutlich gesunken ist.

 

Neue Artikel