Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Asien

Die Märkte in Asien sendeten am ersten Handelstag der Woche gemischte Signale. Geopolitische Spannungen dominierten einmal mehr das Geschehen, im Zentrum stehen die neusten Sanktionen der USA gegen den Iran. Ausserdem wird das Treffen der Mächtigen am G-20-Gipfel gegen Ende dieser Woche antizipiert.

In Tokio notierte der Topix 0,2% höher, der Shanghai Composite verlor 0,2%. Der Hang Seng in Hongkong und der Kospi in Südkorea blieben beide unverändert.

USA

Die US-Börsen haben am Freitag leicht schwächer geschlossen, im Wochenverlauf konnten sie allerdings Kursgewinne und neue Höchstwerte verzeichnen. Neue Äusserungen im Iran-USA-Konflikt sorgten für Zurückhaltung am Freitag. Der Leitindex Dow Jones fiel um 0,1% auf 26’719 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab um 0,1% auf 2950,5 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1% auf  7728,8 Zähler.

Zu den Gewinnern gehörten die Titel von UnitedHealth (+2%). Der Krankenversicherer will gemäss Medienberichten den Zahlungsdienstleister Equian kaufen. Eine andere Fusion steht unter keinen guten Vorzeichen. Gegen die Vereinigung von T-Mobile US (–3%) und Sprint (–7%) wurden Klagen eingereicht, das setzte die Papiere unter Druck.


News Vorbörse Schweiz

SGS: Der Warenprüfkonzern SGS (SGSN 2544 -0.04%) verkauft die Petroleum Services Corporation (PSC) für 355 Mio. $ an Aurora Capital Partners. Der Verkauf wird im Rahmen einer angekündigten Portfolioprüfung durchgeführt. SGS war seit 2004 Besitzerin von PSC, dem grössten Anbieter von Produktumschlagsservices für den petrochemischen, Raffinerie-, Midstream- und Seetransportmarkt. PSC erzielte 2018 einen Jahresumsatz von 300 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 90.22 0.11%) hat Silvia Schweickart zur Chefin seiner Schweizer Niederlassung ernannt. Sie übernimmt die Funktion zum 1. Juli und folgt auf Monika Jänicke, die im September 2018 die Leitung der Pharmasparte von Novartis in Frankreich übernommen hat. Schweickart übernimmt auch die Leitung des Novartis-Standorts Rotkreuz.

Bell Food: Der Wurstwarenhersteller Bell Food (BELN 268 -0.56%) trennt sich von seinem deutschen Wurstwarengeschäft. Der Verkauf soll im Jahr 2019 zu Einmalkosten von 35 Mio. Fr. führen, soll sich ab 2020 aber mit 10 Mio. Fr. positiv auf das Betriebsergebnis (Ebit) auswirken. (Lesen Sie hier mehr.)

Bossard: Die Zuger Industriegruppe Bossard (BOSN 150.7 1.01%) kauft von der deutschen Aquaero-Gruppe den Distributionsbereich der SACS Boysen Aerospace Group. Die Übernahme wird bis Juli vollzogen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Boysen produziert hochwertige Verbindungslösungen, macht einen Jahresumsatz von umgerechnet 29 Mio. Fr.und verfügt in Hamburg und Irving (USA) über weitere Standorte. (Lesen Sie hier mehr.)

Santhera: Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat den Wirkstoff Idebenon des Biotech-Spezialisten Santhera (SANN 14.7 2.51%) in einem Vorzugsprogramm belassen. Sie hat den 2017 erteilten Zugang zum Early Access to Medicines Scheme (EAMS) für die Behandlung von Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Erneuerung des EAMS ermöglicht die Behörde den Zugang zu Idebenon für DMD-Patienten mit dem dringendsten medizinischen Bedarf.

HBM Healthcare: Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare (HBMN 184 0.11%) hat das Aktienrückkaufprogramm vom Oktober 2016 beendet. Dabei sind 243’910 eigene Aktien zurückerworben worden, was 3,5% der eingetragenen Titel entspricht. Der Gesamtbetrag lag bei rund 26,9 Mio. Fr.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: immer noch am Limit

Der Swiss Market Index hat seinen Bewegungsspielraum nach oben weitestgehend ausgeschöpft. Lesen Sie hier mehr.


Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

Am Freitag treffen sich die mächtigsten Staatsoberhäupter der Welt sowie die beiden höchsten EU-Politiker, Donald Tusk und Jean-Claude Juncker, zum zweitägigen G-20-Gipfel in Osaka, Japan.

In den USA wird am Dienstag der Bestellungseingang für Gebrauchsgüter (Durable Goods) publiziert. Am Donnerstag folgt das definitive Bruttoinlandprodukt für das erste Quartal. Am Freitag wird den US-Verbrauchern der Puls gefühlt, mit den privaten Konsumausgaben sowie den Privateinkommen.

In Europa wird am Donnerstag über das Geschäftsvertrauen in der Eurozone informiert. Am Freitag wird für Grossbritannien und Spanien das definitive Bruttoinlandprodukt für das erste Quartal bekanntgegeben. Deutschland publiziert am Montag den Ifo-Geschäftsklimaindex. Am Mittwoch folgt das GfK-Konsumentenvertrauen und am Donnerstag die Inflationsrate.

In der Schweiz wird am Freitag das Kof-Konjunkturbarometer veröffentlicht, der wichtigste Frühindikator für die Schweizer Wirtschaft.

China publiziert am Sonntag die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Sie zeigen, inwiefern der Handelsstreit mit den USA die Stimmung der Chefeinkäufer der Unternehmen trübt.

 

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