Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung


Overnight

Asien

Die Ausverkaufswelle, die am Freitag die Märkte in Europa und Nordamerika ergriffen hatte, ist am Montag auf Asien übergeschwappt. Sie brachte manchen Börsen der Region den grössten Verlust seit Anfang Jahr.

In Tokio verlor der Topix 100 rund 2,5%. Der Nikkei 225 notierte gar 3% tiefer. Die grössten Verluste erlitten Aozora Bank (–7,9%) und Screen Holdings (–6,5%). Minimale Avancen verzeichneten Mitsubishi Logistics und Tokyo Tatemono.

Etwas geringer waren die Verluste in Schanghai und Hongkong. Der Shanghai Composite büsste im Handelsverlauf 1,1% ein.

Der Hang Seng in Hongkong gab 1,8% nach. Mit Einbussen um 6% waren Shenzhou International und China Shenhua Energy die grössten Verlierer.

Auch in Südkorea tendierte der Aktienmarkt schwächer. Der Kospi verlor 1,9%.

USA

Konjunktursorgen haben den US-Aktienmärkten am Freitag massive Verluste eingebrockt. Schwache  Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone schürten neue Ängste vor einer schrumpfenden Weltwirtschaft. Negative Impulse kamen auch vom US-Anleihenmarkt.

Der Dow Jones Industrial fiel 1,77 % auf 25’502,32 und schloss damit fast auf seinem Tagestief. Auf Wochensicht verbuchte der US-Leitindex ein Minus von 1,3%. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 1,9% auf 2800,71. Der Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq  büsste 2,23% auf 7326,06 ein.

Zudem verschreckten enttäuschende Quartalszahlen von Nike die Anleger. Der Sportartikelriese hatte zwar angetrieben von starken Online-Verkäufen insgesamt ein weiteres Quartal mit glänzenden Ergebnissen abgeliefert. Im Heimatmarkt Nordamerika aber stieg der Erlös nicht so deutlich wie von Analysten erhofft. Die Nike-Aktien sackten am Dow-Ende 6,6% ab.

Die Krise des Luftfahrtriesen Boeing verschärft sich weiter: Als erste Airline bestätigte die indonesische Garuda die Absicht, einen milliardenschweren Grossauftrag zu stornieren. Die Aktien gaben 2,8% nach.

Mit einem Minus von 1,3% standen die Papiere von Levi Strauss (Levi’s) an ihrem zweiten Handelstag vergleichsweise gut da. Am Vortag hatte der traditionsreiche Jeanshersteller eine fulminante Rückkehr aufs Börsenparkett gefeiert.


News Vorbörse Schweiz

Cham Group: Die Immobiliengesellschaft Cham Group (CHAM 404 -2.65%) hat 2018 den Gewinn markant gesteigert. Weil sie im Februar 2018 den Geschäftsbereich Papier verkauft und seither die Rechnungslegung umgestellt hat, sind die Zahlen jedoch kaum mit der Vorjahresperiode zu vergleichen. Konkret resultierte 2018 unter dem Strich ein Reingewinn von 80,5 Mio. Fr., nach 16,3 Mio. im Vorjahr. Das Betriebsergebnis nach Neubewertung (Ebit) lag bei 45,3 Mio., nach einem Minus von 3,5 Mio. Die Mieteinnahmen erhöhten sich auf 2,2 Mio. Fr. verglichen mit 1,3 Mio. im Vorjahr. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende erhalten.

Wisekey: Die Cybersecurity-Firma Wisekey (WIHN 3 1.35%) hat 2018 den Umsatz gesteigert und den Verlust reduziert. So stieg der Gesamtumsatz um 24,6% auf 53,7 Mio. $. Das Bruttoergebnis kletterte sogar um 41% auf 29,2 Mio. Unter dem Strich konnte Wisekey den Nettoverlust um 8 Mio. auf 16,3 Mio. $ verringern. Dies dank eines deutlichen Rückgangs der nichtbetrieblichen Aufwendungen. Das Unternehmen verfolgt weiter das Ziel einer Kotierung am Nasdaq.

Bank Cler: Die Inhaberaktien der Bank Cler (BC 52.6 0.38%) werden am 29. März letztmals an der Schweizer Börse gehandelt. Per 1. April werden sie dekotiert, wie die Bank mitteilt. Mit einem Entscheid vom 22. März habe die Schweizer Börsenbetreiberin SIX dies endgültig bewilligt. Die Inhaber der für kraftlos erklärten Aktien erhielten unter Bezugnahme auf das öffentlichte Kaufangebot der Basler Kantonalbank vom 2. August 2018 eine Barabfindung in der Höhe von 52 Fr. pro Aktie.

Implenia: Der Baukonzern Implenia (IMPN 28.04 -0.71%) hat zusammen mit der Frutiger AG und der Ghelma AG Baubetriebe von den Kraftwerken Oberhasli (KWO) den Auftrag zum Bau einer Staumauer am Grimsel erhalten. Die Federführung liegt bei der Frutiger AG. Implenia ist mit 42,5% an der Arbeitsgemeinschaft ARGE Grimsel beteiligt Das Auftragsvolumen liege bei insgesamt knapp 100 Mio. Fr. Die bestehende Staumauer Spitallamm stammt aus dem Jahr 1932 und soll ersetzt werden.

Ascom: Der Technologiekonzern Ascom (ASCN 12.86 -0.46%) verkauft eine Immobilie in Deutschland. Mit einem internationalen Investor sei ein Vertrag über den Verkauf des Technologieparks Teningen abgeschlossen worden, teilte Ascom mit. Die Transaktion werde zu einem Buchgewinn im «mittleren einstelligen Millionenbereich» führen. Der Technologiepark sei für Ascom nicht betriebsnotwendig und seit dem Verkauf der vormaligen Division Energy Systems fremdvermietet. Der Verkauf soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Warteck: Das Immobilienunternehmen Warteck Invest (WARN 1960 1.03%) hat 2018 höhere Mieteinnahmen von 29 Mio. Fr. erzielt und auch unter dem Strich mehr verdient. Der Gewinn stieg inklusive eines Neubewertungserfolgs um 13,6% auf 18,7 Mio. Fr. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit legte um 7,4% auf 29,7 Mio. zu. Gleichzeitig hat Warteck aber den allgemeinen Markttrend zu spüren bekommen, was sich in einer höheren Leerstandsquote von 6%, nach 3,9% im Vorjahr, geäussert habe. Die Dividende soll unverändert bei 70 Fr. bleiben.

Alpiq: Alpiq-CEO und -Verwaltungsratspräsident Jens Alder hat in einem Interview die Schweizer Energiepolitik kritisiert. Die Versorgungssicherheit sei gefährdet, wenn kein Stromabkommen mit der EU zustande komme. Import ohne gleichberechtigten Zugang zur europäischen Strombörse hält Alder für «hochriskant», wie er im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag sagte. «Wir fahren eine Importstrategie mit Ländern, die im Winter auch zu Nettoimporteuren werden. Das geht hinten und vorne nicht auf.»

Tecan: Der Laborausrüster Tecan (TECN 240 -0.25%) übernimmt für 22,5 Mio. $ ein Zulieferunternehmen mit Produktionsstätten in den USA und in Vietnam. Das Ziel sei, die Fertigung von wichtigen maschinell bearbeiteten Präzisionsbauteilen für die Liquid-Handling-Pumpen vertikal zu integrieren, teilte Tecan am Freitagabend mit. Tecan ist laut den Angaben heute der grösste Kunde dieses Zulieferers.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Ab jetzt gelten neue Regeln

Sein bisheriges Anstiegstempo kann der Swiss Market Index nicht mehr durchhalten. Dies ist ein Warnsignal. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In der Eurozone präsentiert das Ifo-Institut am Montag den Geschäftsklimaindex für Deutschland. Am Dienstag steht der GfK-Indikator für das deutsche Konsumentenvertrauen an. Am Donnerstag folgen die vorläufige deutsche Inflationsrate und der Indikator zum Geschäftsklima in der Eurozone.

In der Schweiz wird am Freitag das Kof-Konjunkturbarometer publiziert.

In den USA wird am Mittwoch die Statistik zur Handelsbilanz veröffentlicht. Am Freitag folgen Zahlen zu Einkommen und Ausgaben der Privathaushalte.

In Grossbritannien stehen am Freitag GfK-Zahlen zum Konsumentenvertrauen an.

In China wird am Sonntag der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Nationalen Statistikamts veröffentlicht.

 

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