Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Der nächste Morgen-Report ist in Bearbeitung


Overnight

USA

Nach schwachem Start schlossen die US-Börsen am Montag noch in den schwarzen Zahlen. Der Leitindex Dow Jones beendete die Sitzung mit einem Plus von 0,14% bei 24’423 Punkten. Der breite S&P 500 ging mit 0,18% bei 2638 Zählern aus dem Handel. Und der technologielastige Nasdaq schloss mit 1,05% auf 6683 Punkten.

Im Fokus standen die Aktien von GoPro (–1%). Der Actionkamerahersteller will wegen des Handelsstreits seine Produktion für den US-Markt aus China abziehen. Die Titel von Apple (+0,66%) konnten dagegen zulegen, obwohl der Chiphersteller Qualcomm in einem Patentstreit offenbar ein Verkaufsverbot für einige iPhone-Modelle in China erwirkt haben will.

Asien

Verunsicherung wegen des Brexit und des Handelsstreits zwischen den USA und China drückt auf die Stimmung an den asiatischen Börsen. Der Nikkei 225 in Japan gibt 0,8% nach, der Hang Seng in Hongkong tritt auf der Stelle, der Kospi in Südkorea handelt knapp 0,1% im Plus, und der Shanghai Composite steht bei knapp 0,2%.

Ein Telefonat zwischen US-Finanzminister Steven Mnuchin, dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He liess zwar Hoffnung auf Entspannung aufkommen. Doch die Anleger sind nach wie vor skeptisch, ob es wirklich dazu kommt.


News Vorbörse Schweiz

Meier Tobler: Der Haustechnikspezialist Meier Tobler (MTG 15.6 -0.38%) wird seine beiden Logistikzentren in den nächsten fünf Jahren in einem Neubau zusammenlegen. Ein passendes Grundstück wird gesucht. Die Liegenschaft in Nebikon wird bis Ende Jahr für 45 Mio. Fr. verkauft und zurückgemietet. Für die Liegenschaft in Däniken befindet sich Meier Tobler in Verkaufsverhandlung. Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2018 sollte am unteren Ende der kommunizierten Bandbreite, also bei 4%, liegen, der Ebitda am oberen Ende bei rund 28 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Straumann: Der Zahnimplantathersteller Straumann (STMN 640 1.59%) übernimmt 34% von Z-Systems, einem Anbieter von keramischen Dentalimplantatsystemen aus der Schweiz. Straumann wird ausserdem der Z-Systems Kapital zuführen sowie Darlehen zum Ausbau der Produktion und zur Entwicklung der Produktpipeline von Z-Systems gewähren. Straumann erhält für die meisten wichtigen Märkte die exklusiven Vertriebsrechte für die Z-Systems-Implantatlinie der nächsten Generation. Verwaltungsrat der Z-Systems ist Ernst Thomke.

Pargesa: Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 67.85 1.57%) meldet, dass bei ihrer Beteiligung Groupe Bruxelles Lambert (GBL) Paul Desmarais Jr. Präsident des GBL-Verwaltungsrats wird, als Nachfolger von Gérald Frère. Ian Gallienne wird als CEO die alleinige operative Leitung von Pargesa übernehmen. Gérard Lamarche tritt als Co-CEO zurück. Die Änderungen werden nach der Generalversammlung der GBL am 23. April 2019 in Kraft treten. GBL ist Grossaktionär des Zementkonzerns LafargeHolcim (LHN 42.26 3.63%), Desmarais und Lamarche sitzen im Verwaltungsrat von LafargeHolcim.

Santhera: Der Verwaltungsrat des Pharmaunternehmens Santhera (SANN 9.9 -10.65%) hat am Montagabend, am Tag vor der ausserordentlichen Generalversammlung, den Antrag zur geplanten Kapitalerhöhung angepasst. Dabei soll mehr frisches Kapital aufgenommen werden als ursprünglich angekündigt. (Lesen Sie hier mehr)


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Extremzustände locken Schnäppchenjäger an

Nach den kräftigen Verlusten steigen die Chancen für eine Erholung des Swiss Market Index. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Rohstoffe

Ölmarkt im neuen Gleichgewicht

Der Preis für die Ölsorte Brent hält sich zu Wochenanfang über der Marke von 61 $ je Fass. Eine grosse Stütze scheinen die Ankündigungen einer geringeren Förderung auf der Welt nicht zu sein. Immerhin lag der Preis vor einem Monat noch bei 70 $.

Das Ölkartell Opec und seine Partnerländer wollen in den nächsten sechs Monaten ihre Förderung um 1,2 Mio. Fass pro Tag verkleinern. Neben der Opec-Kürzung hat auch die Produktionsdrosselung in der kanadischen Provinz Alberta um 0,3 Mio. Fass pro Tag für Beachtung gesorgt.

«Das Risiko eines weiteren Abrutschens des Ölpreises ist gebannt», meinen Analysten von Commerzbank. Aber für die nächsten Monate wird keine Tendenz nach oben vorhergesagt.

Zwar glauben die Analysten von Morgan Stanley, dass der Ölpreis weiter steigen könnte – doch das Aufwärtspotenzial sei begrenzt. Zum einen würden die Länder ausserhalb der Opec (insbesondere die USA) ihre Förderung weiter ausbauen. Zweitens sei das bisherige Überangebot besonders bei Leichtöl aufgetreten. Die Opec-Kürzung würde aber mittelschweres und schweres Öl betreffen. Die Preise für die Leichtöl-Benchmarks WTI und Brent könnten daher weiter unter einem Überangebot leiden. Und drittens will die Opec diesmal die Lagerbestände stabilisieren und nicht ein Unterangebot wie im Jahr 2016 erzeugen.

Commerzbank wie auch Morgan Stanley erwarten aber langfristig, dass der Brent-Preis wieder 70 $ erreichen sollte.

 

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