Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Der US-Zinsentscheid hat die Aktienmärkte weitgehend kaltgelassen und die uneinheitliche Tendenz des Handelsverlaufs kaum beeinflusst. Während sich die Standardwerte leicht im Minus zeigten, verbuchten die Technologietitel überwiegend Kursgewinne.

Entsprechend schloss der Dow Jones Industrial 0,36% tiefer auf 34’931 Punkten und der S&P 500 gab 0,02% nach auf 4400,6 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq 100 hingegen legte 0,4% zu auf 15’018 Punkte.

Gleich mehrere wichtige Unternehmen legten am Mittwoch Zahlen vor. Apple (–1,2%) stellte für das laufende Quartal erneut zweistelliges Wachstum in Aussicht – warnte aber zugleich, dass auch das iPhone von den aktuellen Engpässen in den Tech-Lieferketten betroffen sei.

Die Titel von Alphabet kletterten nach Präsentation der Rekordzahlen der Google-Nutzung 3,2%. Auch Microsoft konnte in den vergangenen drei Monaten im Cloud-Geschäft wachsen, die Anleger waren jedoch nicht beeindruckt, die Papiere gaben 0,1% nach.

Die Titel von Spotify brachen gar 5,7% ein, da die Nutzerzahlen des Musikstreamingdienstes langsamer als erwartet wuchsen.

Nach sechs Verlustquartalen in Folge überraschend wieder in der Gewinnzone stand der Flugzeugbauer Boeing (+4,2%). Auch Fastfood-Gigant McDonald’s erholte sich deutlich von der Coronakrise, der Gewinn übertraf den Vorjahreswert um das Vierfache. Die Aktien verloren dennoch 1,9%.

Asien

Die asiatischen Börsen notieren am Donnerstag mehrheitlich im grünen Bereich. Der japanische Nikkei 225 avanciert 0,7%, der marktbreite Topix steht 0,3% höher.

Der Hang Seng in Hongkong klettert 2,7%. Der CSI 300 als Aktienbenchmark für Festlandchina legt 1,4% zu. Der taiwanesische Taiex notiert 1,3% höher.

Der australische S&P/ASX 200 kann 0,4% vorrücken.

Die Ausnahme der positiven Vorzeichen in Asien ist Korea, dort notiert der Kospi ganz leicht im Minus. Die Titel von Technologiegigant Samsung Electronics (–0,4%) geben ebenfalls nach, obwohl er heute einen massiven Gewinnsprung für das zweite Quartal verkündet hatte.

12'083.2
+0.08%
4'118.2
+0.37%
15'625.7
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34'930.9
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14'762.6
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27'782.4
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1.0787
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0.9086
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1.1873
+0.23%
1'823.08
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74.98
+0.32%
40'340.00
+0.86%

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank muss für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Credit Suisse (CSGN 9.01 -3.06%) hat 253 Mio. Fr. erwirtschaftet, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 78%. Beeinträchtigt wurde das Ergebnis erneut von einer Belastung aus dem Archegos-Skandal in der Höhe von 594 Mio. Fr. Auch bei den Erträgen erwirtschaftete der Finanzkonzern weniger. Insgesamt wurden von April bis Juni 5,1 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Das ist ein Minus von 18%. (Lesen Sie hier mehr.)

Credit Suisse: Die Grossbank hat zudem heute noch einen unabhängigen Untersuchungsbericht zum Archegos-Skandal veröffentlicht. In diesem werden Versäumnisse bei der effektiven Steuerung von Risiken im Private Banking festgehalten. Es habe aber kein betrügerisches oder gar rechtswidriges Verhalten gegeben.

Nestlé: Der weltgrösste Hersteller von Nahrungsmitteln Nestlé (NESN 113.58 -0.47%) hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 41,8 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 1,5%. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 1,3% auf 7,3 Mrd. Fr. Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,9 Mrd. Fr., ein Plus von 1,1%. Für das Gesamtjahr wird eine Marge von 17,5% prognostiziert, aufgrund höherer Kosten wäre diese unter dem Vorjahreswert von 17,7%. Das Umsatzwachstum soll zwischen 5 und 6% zu liegen kommen. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Die US-Behörde hat den Antrag des Pharmakonzerns Roche (ROG 349.25 +0.47%) für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für das Augenmittel Faricimab angenommen.

Clariant: Die Herstellerin von Spezialchemie Clariant (CLN 19.10 -1.19%) hat im ersten Halbjahr einen um 5% höheren Umsatz von 2,03 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg um 15% auf 337 Mio. Fr. Die entsprechende Marge nahm um 1,6 Prozentpunkte auf 16,6% zu. Mit den Zahlen hat der Konzern die Erwartungen bei allen relevanten Kennzahlen übertroffen. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern anhaltend starkes Wachstum und höhere Margen. Die Ebitda-Marge wird zwischen 16 und 17% erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Autoneum: Der Autozulieferer hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 890,3 Mio. Fr. erwirtschaftet und damit die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht. Der Gewinn auf Stufe Ebit kam bei 44,7 Mio. Fr. zu liegen, der Reingewinn bei 25,5 Mio. Fr. Im Berichtszeitraum habe es Unsicherheiten bei der Autoproduktion wegen des Mangels an Halbleitern gegeben, schreibt Autoneum (AUTN 166.00 -4.38%). Für das zweite Halbjahr wird mit einem höheren Umsatz gerechnet. Die Ebit-Marge soll unverändert zwischen 4 und 5% zu liegen kommen. (Lesen Sie hier mehr.)

Bucher: Der Industriekonzern Bucher (BUCN 511.50 +3.29%) hat im ersten Semester sein Ergebnis quasi verdoppelt und damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 18,5% auf 1,61 Mrd. Fr. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit stieg um 90% auf 179 Mio. Fr. Der Reingewinn wurde mit 138 Mio. Fr. verdoppelt. Der Ausblick wurde erhöht, für das laufende Jahr wird mit einem deutlichen Anstieg von Umsatz, Betriebsgewinnmarge und Konzernergebnis gerechnet. (Lesen Sie hier mehr.)

Kardex: Die Lagerlogistikerin hat im ersten Semester ihren Auftragseingang um 51% auf 302,5 Mio. € gesteigert. Der Umsatz von Kardex (KARN 242.50 +0.62%) stagnierte pandemiebedingt und kam mit 207,1 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu stehen. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit stieg um 12,1% auf 26,9 Mio. €., der Reingewinn um 14,6% auf 19,6 Mio. €. Wie das Unternehmen schreibt, wurden im Berichtszeitraum deutliche Fortschritte bei strategischen Initiativen erzielt. Zudem bleibe die Bilanz trotz hoher Investitionen anhaltend stark. Sorgen macht dem Konzern jedoch kurzfristig die Situation im Beschaffungsmarkt. (Lesen Sie hier mehr.)

Inficon: Der Hersteller von Steuerungselementen hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 126,3 Mio. $ erwirtschaftet. Beim Gewinn auf Stufe Ebit resultierten 22,8 Mio. $. Unter dem Strich blieb für Inficon (IFCN 1'106.00 -0.36%) ein Reingewinn von 17,6 Mio. $. Im Halbleitergeschäft sei die Entwicklung stark verlaufen, wie der Konzern schreibt, in der Beschaffung und Logistik bleibe die Situation jedoch angespannt. Für das Gesamtjahr wird die Prognose trotzdem erhöht. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 480 und 500 Mio.$. Die entsprechende Marge soll zwischen 18 und 20% zu liegen kommen. (Lesen Sie hier mehr.)

Graubündner Kantonalbank:  Die Staatsbank hat ihren Konzerngewinn im ersten Halbjahr auf 112,1 Mio. Fr. gesteigert. Im Vorjahr resultierten 95,2 Mio. Fr. Für das laufende Jahr erhöht die Graubündner Kantonalbank (GRKP 1'495.00 +0.34%) ihren Gewinnausblick und rechnet neu mit einem Konzerngewinn von 200 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Cassiopea: Das Biotech-Unternehmen Cassiopea (SKIN 42.00 +0.48%) will im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben. Der Umsatz soll zwischen 37 und 39 Mio. € zu liegen kommen. Beim Betriebsergebnis werden 24 bis 28 Mio. € angestrebt. Grund für die positiven Erwartungen ist die Anfang der Woche mit Sun Pharmaceutical Industries unterzeichnete Vereinbarung über den Vertrieb des Aknemittels Winlevi in den USA und Kanada. (Lesen Sie hier mehr.)

APG SGA: Der Spezialist für Aussenwerbung APG musste im ersten Semester aufgrund der Coronapandemie erneut einen leichten Umsatzrückgang um 1,7% auf 105,9 Mio. Fr. hinnehmen. Dank eines guten Kostenmanagements wurden unter dem Strich jedoch schwarze Zahlen erzielt. Auf Stufe Ebit resultierte ein Gewinn von 1,3 Mio. Fr. Im Vorjahr war es noch ein Verlust von 5,1 Mio. Fr. Eine Prognose für das zweite Halbjahr gibt die Gesellschaft aufgrund der anhaltenden Unsicherheit allerdings nicht ab. (Lesen Sie hier mehr.)

Meyer Burger: Der Solarkonzern will sein Produktportfolio um Solarziegel erweitern. Dazu erwirbt Meyer Burger (MBTN 0.46 +1.46%) eine Lösung eines deutschen Ingenieurdienstleisters. Zum Kaufpreis wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Idorsia: Die Grossaktionäre von Idorsia (IDIA 22.38 +1.27%), Jean-Paul und Martine Clozel, sind von der Übernahmekommission von einer Angebotspflicht befreit worden. Das hatten sie im Vorfeld der am gestrigen Mittwoch platzierten Wandelanleihe über 600 Mio. Fr. beantragt.

Calida: Calida (CALN 40.80 +4.08%) konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um 30% auf 154 Mio. Fr. steigern, vor allem auch dank gutem Online-Geschäft. Die Millet Mountain Group wird verkauft, um sich auf Unterwäsche als Kerngeschäft zu fokussieren. Eine Prognose für das zweite Halbjahr gibt Calida nicht. (Lesen Sie hier mehr.)

Bellevue: Bellevue (BBN 43.60 -0.91%) zog im ersten Semester 20% mehr Kundengelder an und verwaltet nun 14,4 Mrd. Fr. Auch die Ertragskraft konnte gesteigert werden, der Konzerngewinn ist mit 22,5 Mio. Fr. vier Mal höher als in der Vorperiode. (Lesen Sie hier mehr.)

Starrag: Starrag (STGN 47.00 +4.91%) stellt die Produktion in Mönchengladbach ein. Auch am Standort Bielefeld wird reduziert, insgesamt sind 150 Stellen betroffen. Während sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr mit einem Plus von 69% massiv verbessert hat, ging der Umsatz 10% auf 139 Mio. Fr. zurück. Der Ebit betrug 0,8 Mio. Fr., das Reinergebnis ist eine schwarze Null. (Lesen Sie hier mehr.)

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 29.07.2021

Wichtige Ereignisse
vom 29.07.2021

SCHWEIZ
05:00 Starrag Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
06:00 APG SGA: Ergebnis H1
06:00 Bucher Ergebnis H1 (Conf. Call 10.00 Uhr)
06:00 Kardex Ergebnis H1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
06:30 Graubündner KB: Ergebnis H1
06:45 Credit Suisse: Ergebnis Q2 (Conf. Call 08.15/10.30 Uhr)
07:00 Autoneum Ergebnis H1 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00 Bellevue Ergebnis H1 (Webcast 08.30 Uhr)
07:00 Calida Ergebnis H1 (Conf. Call 09.30 Uhr)
07:00 Cassiopea Ergebnis H1
07:00 Clariant Ergebnis Q2 (Conf. Call 15.00 Uhr)
07:00 Inficon Ergebnis Q2 (Conf. Call 09.30 Uhr)
07:15 Nestlé Ergebnis H1 (Webcast 14.00 Uhr)
INTERNATIONAL
Termine Unternehmen
01:40 KOR Samsung, Q2-Zahlen
06:30 FRA Airbus, Halbjahreszahlen
06:55 DEU Kion, Q2-Zahlen (detailliert)
07:00 DEU HeidelbergCement, Q2-Zahlen (10.00 Call)
07:00 DEU Hamborner Reit, Halbjahreszahlen
07:00 DEU Takkt, Q2-Zahlen
07:00 DEU Schaltbau Holding, Halbjahreszahlen
07:00 DEU Nemetschek, Q2-Zahlen
07:00 BEL Anheuser-Busch InBev, Halbjahreszahlen
07:00 BEL UCB, Halbjahreszahlen
07:00 CHE STMicroelectronics, Q2-Zahlen
07:00 FIN Nokia, Q2-Zahlen
07:00 LUX ArcelorMittal, Halbjahreszahlen
07:20 FRA Air Liquide, Halbjahreszahlen
07:30 DEU Aixtron, Q2-Zahlen
07:30 DEU Befesa, Q2-Zahlen
07:30 DEU Koenig & Bauer, Halbjahreszahlen
07:30 DEU Baader Bank, Halbjahreszahlen
07:30 DEU Volkswagen, Halbjahreszahlen (detailliert) (Call 9.00 h)
07:30 DEU Drägerwerk, Q2-Zahlen (detailliert)
07:30 ESP Telefonica, Halbjahreszahlen
07:30 FRA Danone, Halbjahreszahlen
07:30 FRA Sanofi, Q2-Zahlen
07:30 FRA Orange, Halbjahreszahlen
07:30 FRA EdF, Halbjahreszahlen
07:30 FRA Accor, Q2-Zahlen
08:00 AUT Verbund, Q2-Zahlen
08:00 DEU Puma, Q2-Zahlen (Pressecall 9.30 h,Analystencall 15.00 h)
08:00 DEU LPKF, Halbjahreszahlen (detailliert)
08:00 ESP Repsol, Halbjahreszahlen
08:00 FRA Totalenergies, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Lloyds Banking Group, Halbjahreszahlen
08:00 GBR National Express, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Sage Group, Q3-Umsatz
08:00 GBR Rentokil Initial, Halbjahreszahlen
08:00 GBR AstraZeneca, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Anglo American, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Diageo, Jahreszahlen
08:00 GBR BAE Systems, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Shell, Halbjahreszahlen
08:00 GBR BT Group, Q1-Zahlen
08:00 GBR Relx, Halbjahreszahlen
08:00 GBR Smith & Nephew, Halbjahreszahlen
09:00 DEU EnBW, Q2-Zahlen (10.00 Call, 13.00 h Analystencall)
10:00 DEU Metro Q3-Zahlen (detailliert) (10 Pressecall, 8.45 Analystencall)
10:00 DEU ZF Friedrichshafen, Halbjahreszahlen
11:00 DEU Deutsche Bahn, Halbjahres-Pk
11:00 DEU Grenke, Hauptversammlung (online)
11:00 DEU Sparkassenverband Baden-Württemberg, Halbjahres-Pk
12:30 USA Merck & Co, Q2-Zahlen
13:30 USA Intercontinental Exchange, Q2-Zahlen
15:00 DEU Bayer, Update zum Fünf-Punkte-Plan im Glyphosat-Rechtsstreit
17:50 ITA Enel, Halbjahreszahlen
18:00 FRA L' Oréal, Halbjahreszahlen
18:00 FRA Saint-Gobain, Halbjahreszahlen
22:05 NLD Qiagen, Q2-Zahlen
22:30 USA T-Mobile, Q2-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
BEL: Solvay, Halbjahreszahlen
DNK: DSV Panalpina, Halbjahreszahlen
ESP: Acciona, Q2-Zahlen
FRA: Veolia Environnement, Halbjahreszahlen
FRA: Casino, Halbjahreszahlen
FRA: Korian, Halbjahreszahlen
ITA: Mediobanca, Jahreszahlen
ITA: Leonardo, Halbjahreszahlen
NLD: Euronext, Halbjahreszahlen
PRT: EDP, Halbjahreszahlen
SWE: Securitas AB, Q2-Zahlen
USA: International Paper, Q2-Zahlen
USA: Pinterest, Q2-Zahlen
USA: Valero Energy, Q2-Zahlen
USA: Baxter International, Q2-Zahlen
USA: Northrop Grumman, Q2-Zahlen
USA: Hershey, Q2-Zahlen
USA: Mastercard, Q2-Zahlen
USA: Edison International, Q2-Zahlen
USA: Southern Company, Q2-Zahlen
USA: Altria Group, Q2-Zahlen
USA: Comcast, Q2-Zahlen
USA: Diebold Nixdorf, Q2-Zahlen
Termine Konjunktur
06:30 DEU Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 07/21
08:45 FRA Erzeugerpreise 06/21
09:00 ESP Arbeitslosenquote Q2/21
09:00 ESP Verbraucherpreise 07/21 (vorläufig)
09:55 DEU Arbeitslosenzahlen 07/21
10:00 DEU Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen, Bayern 07/21
11:00 DEU Verbraucherpreise Sachsen 07/21
11:00 ITA Erzeugerpreise 06/21
11:00 BEL BIP Q2/21 (1. Veröffentlichung)
11:00 EUR Verbrauchervertrauen 07/21 (endgültig)
11:00 EUR Wirtschafts- und Industrievertrauen 07/21
14:00 DEU Verbraucherpreise 07/21 (vorläufig)
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA BIP Q2/21 (1. Veröffentlichung)
14:30 USA Privater Konsum Q2/21 (vorab)
16:00 USA Schwebende Hausverkäufe 06/21
- Sonstige Termine
08:00 DEU Destatis: Verwaltungsdaten-Informationsplattform geht online
08:30 DEU BGH verkündet Urteil: Ist der Gold-Ton des Lindt-Schokoladenhasen als
Marke geschützt?
11:00 DEU Pk Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (wvib) zu
Konjunktur-Umfrage für das erste Halbjahr
13:00 DEU BGH verkündet Urteil zur Verjährung von Schadenersatz-Ansprüchen
gegen VW im Dieselskandal
DEU: Fortsetzung Prozess zu "Cum-Ex"-Aktiendeals vor dem Landgericht Wiesbaden

(Quelle: AWP)

Ausblick Zinsen und Devisen

An den Anleihenmärkten setzt sich der Zinsrückgang fort, worin sich die aktuell fragile Risikostimmung der Anleger zeigt. Die schnelle Ausbreitung der Delta-Variante schürt dabei immer noch Unsicherheit, auch wenn die Lage sich in den europäischen Hotspots auf hohem Niveau entspannt. In Grossbritannien sank die 7-Tage-Inzidenz seit dem 21. Juli bis Dienstag um 152 Fälle pro 100’000 Einwohner (–31%), in den Niederlanden ging es seit dem 19. Juli um 197 runter (–48%), und auch in Spanien könnten die Zahlen diese Woche begonnen haben zu sinken. Dagegen beschleunigt sich die Welle in den USA und in Frankreich.

Es zeigt sich allerdings eine bemerkenswerte Divergenz zwischen Anleihenmärkten in Nordamerika und denen in Europa. Während in den USA die Inflationserwartungen bereits seit Mai sinken, geht es eher seitwärts im Euroraum. Dafür sinkt aber die Rendite inflationsindexierter Staatsanleihen in den USA und in Deutschland: In beiden Märkten fiel die reale Verzinsung auf Tiefstände. Im Euroraum sank der risikofreie Realzins (gemessen an zehnjährigen Geldmarkkontrakten, OIS) seit der EZB-Sitzung im Dezember bereits um 0,26 Prozentpunkte. Die vorweggenommene Inflation stieg dagegen um 0,44 Prozentpunkte. Seit einer Woche kompensierten sich beide Komponenten aber, sodass der risikofreie OIS-Satz stagniert.

Bei Eidgenossen (10 Jahren) rutschte die Rendite auf Wochensicht ebenfalls nur wenig ab, um 0,02 Prozentpunkte. Deutsche Bundesanleihen sind dagegen stärker gefragt, ihre Verzinsung sank um 0,05 Prozentpunkte auf rund –0,45% ab. Bei Schweizer Staatspapieren liegt die Zehn-Jahres-Rendite bei rund –0,35%.