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Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

Overnight

Die wichtigsten Indizes der US-Börsen erreichten gestern ein neues Allzeithoch. Der Dow Jones Industrial (+0,28%) kletterte während des Handelstages auf die Höchstmarke von 22’355,62 Punkten. Der S&P 500 verzeichnete ein Plus von 0,15% auf 2503,87 Punkte. Der Nasdaq 100 erreichte im Handelsverlauf zwar auch ein Allzeithoch, schloss aber 0,11% tiefer.

Rüstungsunternehmen waren gesucht, da der Flugzeugbauer Northrop Grumman (+3,35%) den Konkurrenten Orbital ATK (+20,18%) übernehmen will. Auch General Dynamics (+1,97%) legten zu. Nach einer Empfehlung von UBS stieg der Kurs des Baumaschinenherstellers Caterpillar (+2,03%). Der Kurs des Spielzeugherstellers Mattel (–6,24%) litt unter der Nachricht, dass die nicht kotierte Spielwaren-Kaufhauskette Toys R Us Gläubigerschutz beantragt hat.

In Asien zeigten sich die Börsen gemischt. Der japanische Nikkei lag nach einem Feiertag am Montag 1,8% im Plus. Der Hang Seng (–0,1%) in Hongkong und der CSI 300 (–0,2%) mit den dreihundert grössten Titeln in Festlandchina notierten im Minus.

In Japan profitierte Computerspielhersteller Nintendo (+6%) von einer Kaufempfehlung von Analysten der Credit Suisse. Der Autohersteller Toyota (+3,3%) war gesucht. Im Minus notierte in Taiwan dagegen der Apple-Zulieferer Hon Hai Precision (–3,5%).


News Vorbörse Schweiz

Novartis: Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für das AA-Rating des Pharmakonzerns Novartis (NOVN 82.75 0.79%) von stabil auf negativ gesenkt. Grund seien der Druck auf Umsatzwachstum und Profitabilität sowie die Restrukturierung der Augenheilsparte Alcon. Das AA-Rating werde aufgrund der starken Wettbewerbsposition weiter gestützt.

Clariant: Die Investorengruppe White Tale baut ihren Anteil am Chemieunternehmen Clariant (CLN 23.68 -0.5%) auf 15,1% aus und erhöht so den Druck. Damit kritisiert sie den geplanten Zusammenschluss mit dem US-Konkurrenten Huntsman und fordert das Unternehmen auf, sich nach Alternativen umzusehen. Die Bedingungen der Fusion würden Clariant erheblich unterbewerten. (Lesen Sie hier mehr.)

Wisekey: Das Cybersecurity-Unternehmen hat den Umsatz im ersten Halbjahr 1500% von 1,3 Mio. $ auf 21,2 Mio. $ gesteigert. Der Verlust konnte von 33,2 Mio. $ in der Vorjahresperiode auf 6,2 Mio. $ reduziert werden. Für das Gesamtjahr rechnet Wisekey (WIHN 4.1 5.4%) mit einem Umsatz von 50 Mio. $. (Lesen Sie hier mehr.)

Crealogix: Der Finanzsoftwareanbieter Crealogix (CLXN 126 5%) hat im per Ende Juni endenden Geschäftsjahr 2016/17 den Nettoerlös um 18% auf 74,9 Mio. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda verdoppelte sich beinahe auf 7,3 Mio. Fr. Beim Ergebnis resultierte ein Plus von 1,4 Mio. Fr. Der Ausblick ist positiv. (Lesen Sie hier mehr.)

Lastminute.com: Der Online-Reiseveranstalter Lastminute.com (LMN 13.85 4.92%) hat Sergio Signoretti per sofort als neuen Finanzchef bestimmt. Signoretti stiess im Mai als Head of Payments and Treasury zur Gruppe. Er nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung.

Repower: Beim Energiekonzern Repower (Repower 0 0%) übernimmt Samuel Bontadelli Anfang 2018 die Leitung des Geschäftsbereichs Leistungserbringung. Er folgt in dieser Geschäftsleitungsfunktion auf Felix Vontobel. Bontadelli ist seit 2003 bei Repower tätig, zuletzt als Leiter Handel in Poschiavo.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Investoren gönnen sich Denkpause

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Zu deutlich ist die immer wiederkehrende Verkaufsbereitschaft im Bereich der 9150er-Marke – das lässt Marktteilnehmer auch diesmal vorsichtig werden. Lesen Sie hier mehr dazu.


Ausblick Rohstoffe

US-Ölförderung auf Rekordkurs

Der Ölpreis notierte zum Wochenauftakt nur knapp unter dem Mehrmonatshoch von letzter Woche. Ein Fass der Nordseesorte Brent (Brent 55.016 -0.93%) kostete gut 55 $. US-Leichtöl West Texas Intermediate (WTI (WTI 49.54 -0.84%)) konnte sich nicht über der Marke von 50 $ je Fass halten.

Die höhere Nachfrage hatte dem Preis zuletzt Auftrieb verliehen. Gemäss der Internationalen Energieagentur IEA dürfte der Bedarf im laufenden Jahr stärker wachsen als bisher erwartet. Angesichts der Produktionskürzung durch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und der hohen Förderdisziplin in Russland zeichnet sich für das dritte Quartal global ein leichtes Unterangebot ab.

In den vergangenen Wochen ist zudem die Ölproduktion in den USA etwas tiefer ausgefallen. Anfang September betrug das tägliche Fördervolumen gemäss den Daten der US-Energiebehörde EIA noch 8,7 Mio. Fass, nach 9,53 Mio. Fass in der Woche davor. Aus Angst vor Hurrikan «Irma» mussten im Golf von Mexiko mehrere Bohrstellen den Betrieb einstellen. Die Angebotssituation dürfte sich aber schnell normalisieren, da die Infrastruktur während des Unwetters kaum beschädigt wurde.

Damit befindet sich die US-Ölindustrie weiterhin auf Rekordkurs: Nitesh Shah, Rohstoffexperte beim ETF-Anbieter ETF Securities, geht davon aus, dass 2018 in den USA erstmals 9,9 Mio. Fass Rohöl am Tag gefördert werden. Haupttreiber hinter dieser Entwicklung sei die Schieferölförderung, die in den vergangenen drei Jahren deutlich effizienter geworden ist. Und das Potenzial sei noch nicht ausgeschöpft: Gemäss dem Energiedepartement DOE sind über 7000 Ölvorkommen angebohrt, aber noch nicht vollständig erschlossen. Sie könnten nach der Einschätzung von Commerzbank (CBK 10.58 -1.03%) innerhalb weniger Tage in Betrieb genommen werden.

Einen Anreiz für US-Ölunternehmen, ihre Förderung auszubauen, bietet die Terminkurve für WTI. Kontrakte mit Lieferzeit ab Oktober kosten derzeit mehr als 50 $ je Fass, das könnte die Absicherungsgeschäfte und damit die Bohraktivität der Produzenten intensivieren. Die Analysten der Commerzbank gehen deshalb davon aus, dass der Optimismus am Ölmarkt verfrüht ist.