Das Wichtigste zum Börsenstart

Overnight

USA

Angesichts der sich verschärfenden Coronakrise und des Risikos einer langwierigen US-Präsidentschaftswahl haben die Börsen in den USA am Mittwoch erneut nachgegeben. Der Leitindex Dow Jones fiel 3,4% auf 26’520 Punkte. Der breite S&P 500 verlor 3,5% auf 3271 Zähler. Und der technologielastige Nasdaq stand zum Handelsschluss mit einem Minus von 3,9% bei 11’143 Punkten.

Im Fokus standen die Aktien Microsoft (–5%). Der Softwarekonzern legte zwar gute Quartalszahlen vor, doch der Ausblick fiel vorsichtig aus. Die Titel von Boeing (–4,6%) gaben nach, obwohl der Flugzeughersteller im dritten Quartal nicht derart stark in die roten Zahlen gerutscht war wie erwartet. Auch die Valoren des Kreditkartenherstellers Visa (–4,8%) verloren nach Vorlage von Geschäftszahlen. Eine der wenigen gesuchten Aktien waren General Electric (+4,5%), nachdem der Mischkonzern überraschend bessere Zahlen als erwartet präsentiert hatte.

Asien

Die asiatischen Börsen werden am Donnerstag von den schwachen Vorgaben aus New York beeinflusst, wenn auch die Länder dort die Coronapandemie besser unter Kontrolle haben.

In Tokio handelt der Nikkei mit einem Abschlag von 0,3%. Der breite Topix kann sich bei 0,1% halten. In China verzeichnet der Shanghai Composite ein Plus von 0,2%. In Hongkong notiert der Hang Seng mit einem Abschlag von 0,6%. Und in Südkorea gibt der Kospi 0,8% nach.

9'600.3
-0.19%
2'971.3
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11'640.5
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37.68
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13'423.00
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News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Credit Suisse (CSGN 8.75 -3.93%) hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Der Ertrag sank 2% auf 5,2 Mrd. Fr. Der Reingewinn brach um 38% auf 546 Mio. Fr. ein. Im dritten Quartal 2019 hatte der Verkauf der Fondsplattform InvestLab an Allfunds 327 Mio. Fr. eingebracht. Mit den Zahlen wurden die Prognosen der Analysten verfehlt. (Lesen Sie hier mehr.)

Geberit: Der Sanitärtechnikkonzern Geberit (GEBN 524 -0.08%) hat in den ersten neun Monaten einen 5% geringeren Umsatz von 2,26 Mrd. Fr. erzielt. Der Betriebsgewinn (Ebitda) lag 0,9% tiefer bei 726 Mio. Fr. Der Reingewinn verringerte sich um 6,0% auf 504 Mio. Fr. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten übertroffen. (Lesen Sie hier mehr.)

Clariant: Clariant (CLN 15.8 -1.86%) weist für die Monate Juli bis September einen 14% tieferen Umsatz von 893 Mio. Fr. aus. Der Betriebsgewinn (Ebitda) liegt mit 127 Mio. Fr. 16% unter Vorjahr. Damit haben sich die Geschäfte beim Hersteller von Spezialchemikalien nicht wirklich aufgehellt. Analysten hatten höhere Werte erwartet. (Lesen Sie hier mehr.)

Swisscom: Swisscom (SCMN 471.9 1.94%) wird den Aktionären an der Generalversammlung 2021 Michael Rechsteiner als neuen Verwaltungsratspräsidenten vorschlagen. Hansueli Loosli tritt nach Erreichen der maximal vorgesehenen Amtsdauer von zwölf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an. Von Januar bis September erzielte Swisscom einen Umsatz von 8,2 Mrd. Fr. Das sind 3% weniger als vor einem Jahr. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) blieb mit 3,36 Mrd. Fr. praktisch stabil (–0,1%). Unter dem Strich erzielte Swisscom 1,17 Mrd. Fr. Das sind 1,3% weniger als im Vorjahreszeitraum. (Lesen Sie hier mehr.)

Sulzer: Der Technologiekonzern Sulzer (SUN 65.8 -1.2%) hat in den ersten neun Monaten die Coronakrise zu spüren bekommen und deutlich weniger Aufträge an Land gezogen. Der Bestellungseingang ging um 8,5% auf 2,61 Mrd. Fr. zurück. Nach dem «Sommertief» sei der September stark gewesen, teilte das Unternehmen weiter mit. (Lesen Sie hier mehr.)

Phoenix Mecano: Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano (PM 410 7.19%) hat sich im dritten Quartal eindrücklich von dem im zweiten Quartal erlittenen Einbruch erholt. Der Bruttoumsatz nahm 12,8% auf ein Rekordniveau von 196,2 Mio. € zu. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 58,5% auf 9,5 Mio. €. (Lesen Sie hier mehr.)

Dufry: Der lange für den Reisedetailhändler Dufry (DUFN 34.24 0.18%) tätige Jose Antonio Gea tritt zurück – zuletzt war er Deputy CEO auf Gruppenebene. Gleichzeitig wird Salvatore Aricò zum Chief Organization & Transformation Officer ernannt.

Sunrise: Die Übernahme des Telecomunternehmens Sunrise (SRCG 110 2.9%) durch UPC ist auf gutem Weg. Nach Ablauf der Nachfrist am 28. Oktober besitzt besitzt UPC 96,48% aller Sunrise-Papiere. Das definitive Endergebnis wird am 3. November veröffentlicht.

Roche: Roche (ROG 294.3 -0.1%) hat von der chinesischen Arzneimittelbehörde NMPA die Zulassung für die Kombinationstherapie aus Tecentriq und Avastin erhalten. Damit dürfen Patienten, die an inoperablem Leberkrebs leiden, mit dieser Therapie behandelt werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Novartis: Novartis (NOVN 71.3 -0.77%) übernimmt die amerikanische Vedere Bio und baut damit ihr Portfolio bei der Behandlung von Augenkrankheiten aus. Damit stärke man die Position in der Augenheilkunde und in der auf Adeno-assoziierten Viren basierten Gentherapie, teilt das Unternehmen mit.

Baloise: Baloise (BALN 124.4 1.39%) nennt ihre ab 2022 geltende Strategie «Simply Safe: Season 2». In vier Geschäftsjahren sollen den Plänen zufolge 1,5 Mio. neue Kunden gewonnen werden, rund 30% mehr als heute. Der Umsatz mit dem Digitalversicherer Friday soll verfünffacht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Vaudoise: Vaudoise beteiligt sich am Projekt «Cargo sous terrain». Der Versicherer hat einen Anteil am Aktienkapital des Infrastrukturprojekts für den unterirdischen Gütertransport in der Schweiz erworben.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Wichtige Ereignisse vom 29.10.2020

Wichtige Ereignisse
vom 29.10.2020

Schweiz
07:00   Clariant: Ergebnis Q3 (Conf. Call 15.00 Uhr)
07:00   Credit Suisse: Ergebnis Q3 (Conf. Call 08.15 Uhr)
07:00   Geberit: Ergebnis Q3 (Conf. Call 09.00 Uhr)
07:00   Molecular Partners: Ergebnis Q3
07:00   Phoenix Mecano: Ergebnis Q3
07:00   Sulzer: Bestellungseingang 9 Mte (Conf. Call 11.00 Uhr)
07:15   Swisscom: Ergebnis Q3 (Conf. Call 09.00 Uhr)
Sonstige Termine
Zurich Forum for Sustainable Investment, Zürich
Bâloise: Investorentag (online, 14.00 - 18.00 Uhr)
International
00:40 KOR Samsung, Q3-Zahlen (detailliert)
06:15 GBR Standard Chartered, Q3-Zahlen
06:30 FRA Airbus Group, Q3-Zahlen (Call 7.30 h)
06:45 NOR Equinor, Q3-Zahlen
06:55 DEU Kion, Q3-Zahlen
07:00 DEU FMC, Q3-Zahlen
07:00 DEU Fresenius, Q3-Zahlen
07:00 DEU Takkt, Q3-Zahlen
07:00 DEU Kuka, Q3-Zahlen
07:00 DEU Nemetschek, Q3-Zahlen
07:00 DEU Siltronic, Q3-Zahlen
07:00 AUT OMV, Q3-Zahlen
07:00 BEL Anheuser-Busch InBev, Q3-Zahlen
07:00 DEU Grenke, Q3-Zahlen (detailliert)(Call 11.00 h)
07:00 FIN Nokia, Q3-Zahlen
07:00 NOR Aker BP, Q3-Zahlen
07:15 DEU Wacker Chemie, Q3-Zahlen
07:30 DEU Volkswagen, 9Monatszahlen (Presse-Call 9.30 h)
07:30 DEU Drägerwerk, Q3-Zahlen
07:30 DEU Symrise, Q3-Zahlen
07:30 DEU Vossloh, Q3-Zahlen
07:30 DEU Befesa, Q3-Zahlen
07:30 DEU Schaltbau, 9Monatszahlen
07:30 FRA Sanofi, Q3-Zahlen
07:30 FRA Orange, Q3-Zahlen
07:30 DEU Aixtron, Q3-Zahlen
07:30 ESP Telefonica, Q3-Zahlen
08:00 DEU MTU, Q3-Zahlen
08:00 DEU LPKF, Q3-Zahlen (detailliert)
08:00 DEU DMG Mori, Q3-Zahlen
08:00 DEU Baader Bank, 9Monatszahlen
08:05 ESP Repsol, Q3-Zahlen
08:00 GBR Shell, Q3-Zahlen
08:00 GBR Lloyds Banking Group, Q3-Zahlen
08:00 GBR BT Group, Q2-Zahlen
08:00 GBR Smith & Nephew, Q3-Zahlen
09:15 DEU Fashionette AG, Erstnotiz im Scale-Segment
11:00 DEU Pk HessenChemie zur Konjunktur und den Folgen der Corona-Krise
11:00 USA Dupont de Nemours, Q3-Zahlen
11:00 USA Spotify, Q3-Zahlen
11:30 USA Blue Apron, Q3-Zahlen
12:30 USA Intercontinental Exchange, Q3-Zahlen
14:00 DEU Deutsche Börse, Call zu den Q3-Zahlen
17:50 FRA Saint-Gobain, Q3-Umsatz
21:00 USA Twitter, Q3-Zahlen
21:01 USA Amazon, Q3-Zahlen
21:05 USA Stryker, Q3-Zahlen
21:05 USA Starbucks, Q4-Zahlen
21:05 USA Facebook, Q3-Zahlen
21:30 USA Apple, Q4-Zahlen
22:30 USA Alphabet, Q3-Zahlen
- Ohne genaue Zeitangabe
DEU: Grammer, Q3-Zahlen (detailliert)
DEU: Metro, Ende der Annahmefrist des Übernahmeangebots von Kretinsky-Holding
EPGC
FRA: Sodexo, Q3-Zahlen
FRA: Rexel, Q3-Umsatz
FRA: Casino, Q3-Umsatz
PRT: EDP, Q3-Zahlen
USA: Kraft Heinz, Q3-Zahlen
USA: International Paper, Q3-Zahlen
USA: Conoco Phillips, Q3-Zahlen
USA: Kellogg, Q3-Zahlen
USA: Baxter International, Q3-Zahlen
USA: Southern Company, Q3-Zahlen
USA: Activision Blizzard, Q3-Zahlen
USA: Moody's, Q3-Zahlen
Termine Konjunktur
JPN: BoJ Zinsentscheid
00:50 JPN Einzelhandelsumsatz 09/20
09:00 DEU Verbraucherpreise Sachsen 10/20
09:00 ESP Verbraucherpreise 10/20 (vorab)
09:55 DEU Arbeitslosenzahlen 10/20
10:00 DEU Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen, Bayern 10/20
10:00 ITA Verbrauchervertrauen 10/20
10:30 DEU Verbrauchervertrauen Nordrhein-Westfalen 10/20
11:00 EUR Wirtschafts- und Industrievertrauen 10/20
11:00 BEL BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)
11:00 EUR Verbrauchervertrauen 10/20 (endgültig)
13:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
13:30 USA BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)
13:30 USA Privater Konsum Q3/20 (1. Veröffentlichung)
13:45 EUR EZB Zinsentscheid mit Pk um 14.30 h
14:00 DEU Verbraucherpreise 10/20 (vorab)
15:00 USA Schwebende Hausverkäufe 09/20
CHN: Abschluss des Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei
Chinas, das über den neuen Fünf-Jahr-Plan berät
- Sonstige Termine
DEU: Handelsblatt-Jahrestagung "Stadtwerke 2020: Für Macher von Machern"
Weitere Entwicklungen in der Corona-Krise nach dem Treffen zwischen Merkel und
den Ministerpräsidenten - Regierungserklärung von Merkel
+ 0900 Regierungserklärung Merkel und Aussprache
+ 0900 Landtagssitzung Mecklenburg-Vorpommern mit Regierungserklärung von
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zur aktuellen Corona-Lage
+ 1000 Landtagssitzung in Schleswig-Holstein mit Regierungserklärung zur Corona-
Lage
+ 1130 Bundespressekonferenz: Mediziner berichten zur aktuellen Covid-19
Situation auf den Intensivstationen
+ 1900 Pk Berliner Senat nach Sondersitzung zum weiteren Vorgehen
10:00 DEU Online-Pk Allianz pro Schiene zum Bundesländerindex Mobilität und
Umwelt
09:30 LUX EuGH-Gutachten zu staatlichen Beihilfen Italiens - Banca Tercas
18:30 EUR EU-Videogipfel zur Corona-Pandemie

(Quelle: AWP)

SMI-Markttechnik: erste Zielzone erreicht

Der Swiss Market Index fällt mit ungewöhnlich hoher Dynamik. Mehr als eine kurze Gegenbewegung ist kaum zu erwarten, die Aussichten haben sich deutlich verschlechtert.  (Lesen Sie hier mehr.)

Ausblick Zinsen und Devisen

Auf der Sitzung am Donnerstag wird der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wahrscheinlich keine Entscheidungen treffen. Zuletzt hatten mehrere Ratsmitglieder signalisiert, dass sie erst im Dezember über weitere Schritte entscheiden wollen. Denn dann liegen die neuesten Projektionen der EZB-Mitarbeiter zu Wachstum und Inflation vor. Die Notenbanker könnten, wie von einigen Beobachtern erwartet, zum Beispiel ihr Pandemienotprogramm PEPP zum Anleihenkauf ausweiten. Aktuell hat es noch bis Mitte 2021 eine Höchstsumme von 1350 Mrd. €, von denen die EZB bis Ende vergangener Woche bereits 617 Mrd. € ausgegeben hat.

Weitere Schritte zum Anschub der Wirtschaft könnten aus Sicht der Notenbanker dann aber notwendig werden. So senken Ökonomen derzeit reihenweise ihre Prognosen für das vierte Quartal im Euroraum. Das französische Statistikamt Insee erwartete bereits vor Wochen nur noch eine Stagnation der Wirtschaft des eigenen Landes. Angesichts des milden Lockdown in Deutschland, der ab Montag bis Ende November gilt, rechnen erste Volkswirte für Deutschland mit einer sinkenden Wirtschaftsleistung Ende des Jahres.

Gastronomiebetriebe in Deutschland sollen bis Ende November schliessen, und Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Offen bleiben aber der Gross- und der Einzelhandel, genauso wie Schulen und Kindergärten. Somit dürften die Einbussen für die Wirtschaft deutlich geringer sein als noch im Frühjahr. Das Gastgewerbe wird zudem Hilfen über 10 Mrd. € bekommen, seine Wertschöpfung machte im vierten Quartal 2019 13 Mrd. € aus. Beschäftigte in der Industrie müssen sich ausserdem nicht um die Betreuung der Kinder kümmern.

Während die Aktienmärkte seit Wochenanfang von den Sorgen der Anleger um den Lockdown durchgeschüttelt werden, bleibt es auch auf den Anleihenmärkten nicht ruhig. Die deutschen zehnjährigen Staatsanleihen rentieren jetzt weniger als –0,6%. Papiere der Eidgenossenschaft bleiben weiter darüber. Die Gemeinschaftswährung handelt aber seitwärts, mit leichten Verlusten zum Dollar in dieser Woche. Der Franken wird dafür stärker: Der Euro kostet weniger als 1.07 Fr. Der Kurs ist zeitweise auf das niedrigste Niveau seit Mitte Juli gesunken.