Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report


Overnight

Asien

Die asiatischen Märkte starteten leicht positiv in die neue Woche. Die Möglichkeit einer Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China wurde Anfang der Woche in Asien nicht mehr ganz so optimistisch beurteilt wie noch Ende der Woche in den USA. Der japanische Nikkei 225 notierte 0,6% höher bei 21’812,05. Der Hang Seng in Hongkong stieg 0,2% auf 26’236,42 Punkte. Der Shanghai Composite legte 0,4% zu auf 2689,79 Zähler.

USA

In den USA haben die Indizes vergangene Woche uneinheitlich geschlossen: Auf der einen Seite keimte noch Hoffnung, der Handelsstreit könnte ein baldiges Ende finden. Auf der anderen Seite stand das Ende der Rally in Chipwerten. Der Dow Jones Industrial notierte fester mit einem Plus von 0,5% auf 25’413,22 Punkte. Der S&P 500 gewann 0,22% auf 2736,27 Zähler. Der Nasdaq 100 ging 0,34% zurück auf 6867,02.

Weil der Krypto-Boom für den Grafikkartenhersteller Nvidia vor dem Aus steht, verloren die lange hoch gelobten Aktien der Gesellschaft fast ein Fünftel an Wert. Branchennachbar AMD gab ebenso nach, allerdings nur 4%.

Intel konnten sich vom Trend durch ein Plus von 1,5% absetzen. Der Chipkonzern baut sein Aktienrückkaufprogramm um 15 Mrd. $ aus. Gefragt waren erneut defensive Papiere: McDonald’s gewannen am Freitag 2,2%.


News Vorbörse Schweiz

Zur Rose: Die Versandapotheke Zur Rose (ROSE 118.2 3.68%) hält heute die a.o. GV zur Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Medpex-Übernahme ab. Über eine Bezugsrechtsemission sollen 2,67 Mio. neue Namenaktien zu je 5.75 Fr. Nennwert ausgegeben werden. Die Bookbuilding-Periode werde wohl vom 22. bis zum 29. November dauern. Das Aktienkapital soll sich rund 200 Mio. Fr. erhöhen. Die neuen Titel werden den bisherigen Aktionären in einem Verhältnis von drei neuen für sieben gehaltene angeboten. Die Bezugsrechte sind nicht handelbar und verfallen bei Nichtausübung.

Zur Rose: Im Zusammenhang mit der geplanten Kapitalerhöhung hat die Versandapotheke Zur Rose gemeldet, dass der Hauptaktionär KWE mit einem Stimmrechtsanteil von 14,5% die Ausübung der zustehenden Bezugsrechte zugesichert habe. (Lesen Sie hier mehr.)

Nestlé: Der Lebensmittelkonzern Nestlé (NESN 84.08 -0.33%) sei einer von zwei verbliebenen Bietern für das Nahrungsmittelgeschäft des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK 1564.8 0.01%) (GSK) in Indien, schreibt die indische Zeitung «Economic Times». Der andere Mitinteressent soll Unilever sein. Coca-Cola (KO 50.17 0.86%) dagegen habe sich zurückgezogen.

OC Oerlikon: Die Industriegruppe OC Oerlikon (OERL 11.56 2.48%) vertieft ihre Zusammenarbeit mit dem Flugzeugbauer Airbus (AIR 93.6 0.63%). Die Oberflächensparte Balzers hat für die Airbus-Standorte in Grossbritannien und Frankreich den Status eines qualifizierten Zulieferers (Qualified Supplier) für ihre Balinit-C-Schicht auf Kupferlegierungen erhalten. Denselben Status besitzt OC Oerlikon bereits für das Beschichten von Stahl, Titan und Inconel.

DKSH: In der Führung der auf Marktexpansionsdienstleistungen spezialisierten DKSH (DKSH 66.75 0.23%) kommt es zu einem Wechsel. Martina Ludescher, Leiterin der Geschäftseinheit Konsumgüter, werde das Unternehmen Ende Jahr verlassen. Unterschiedliche Vorstellungen zur strategischen Ausrichtung und zur Umsetzung von organisatorischen Massnahmen seien der Grund für die Trennung. Bis eine Nachfolgelösung gefunden wird, übernimmt CEO Stefan Butz die Leitung der Geschäftseinheit.

Cosmo: Das Pharmaunternehmen Cosmo (COPN 125.7 2.44%) hat von der US-Behörde FDA die Zulassung für das Mittel Aemcolo (Rifamycin) zur Behandlung von Reisedurchfall erhalten. Bei Aemcolo handelt es sich um ein neues, minimal resorbierbares Antibiotikum, das als Tablette verabreicht wird. Das Mittel erhält eine Vermarktungsexklusivität bis 2028. (Lesen Sie hier mehr.)

Leclanché: Das Energiespeicherunternehmen Leclanché (LECN 1.94 0.52%) versucht ein weiteres Mal, seine Finanzlage zu stabilisieren. Der grösste Einzelaktionär Fefam soll erneut Schulden in Aktien wandeln, und zwar 54,7 Mio. Fr. Dazu soll es am 11. Dezember eine a.o. GV geben. Dabei soll es auch zu einem Wechsel an der Spitze der Verwaltungsrats kommen: Für den abtretenden Jim Atack wird der Brite David Anthony Ishag vorgeschlagen. Er kommt aus dem Einflussbereich von Fefam. (Lesen Sie hier mehr.)

Sulzer: Der Industriekonzern Sulzer (SUN 95 0.9%), der 45% des Umsatzes mit der Ölindustrie erzielt, ist trotz der jüngsten Abschwächung des Ölpreises gut unterwegs. Das sagte CEO Greg Poux-Guillaume in einem Interview mit «Schweiz am Wochenende». Es gebe eine Preisschwelle, ab der die meisten Kunden rentabel investieren könnten. Dann bekomme Sulzer neue Aufträge. Die Schwelle liege derzeit bei etwa 60 $ pro Fass. Poux-Guillaume geht davon aus, dass der Ölpreis in den nächsten Jahren über diesem Niveau liegen wird.

Aryzta: Zum Backwarenkonzern Aryzta (ARYN 1.416 1.58%) hat am Freitag die britische JO Hambro Capital Management eine Beteiligung von 11,49% gemeldet. 1,6 Prozentpunkte davon seien von einem Dritten zur Ausübung nach freiem Ermessen übertragen. Zuletzt hatte JO Hambro einen Aktienanteil von insgesamt 8,69% gemeldet.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

Ausblick – Die wichtigsten Makroindikatoren der Woche

In den USA wird am Montag der NAHB Housing Market Index veröffentlicht, der erste Hinweise zur Entwicklung der US-Immobilienpreise geben wird. Einen Tag später folgen am Dienstag Zahlen zu den neuen  Baubewilligungen und den Baubeginnen. Für Mittwoch werden die Informationen zu den Hausverkäufen erwartet. Ebenfalls im Fokus sein werden die Bestellungen von Investitionsgütern sowie der Michigan Consumer Sentiment Index, der zeigt, wie es um die US-Konsumentenstimmung steht. Am Donnerstag werden die Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung und die Continuing Jobless Claims publiziert. Zum Wochenausklang folgen die von Markit erhobenen vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für November.

In der Eurozone wird am Montag der Leistungsbilanzsaldo präsentiert. Am Dienstag findet das EcoFin-Treffen der Wirtschafts- und Finanzminister statt. Für Mittwoch erwarten die Marktteilnehmer das Urteil der EU-Kommission zum italienischen Budgetvorschlag. Am Donnerstag folgen die Zusammenfassung der EZB-Sitzung vom 25. Oktober und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone. Die vorläufigen Markit-Einkaufsmanagerindizes werden am Freitag veröffentlicht.

In der Schweiz werden am Dienstag die Daten zu den Importen und Exporten und der Handelsbilanz publiziert. Am Donnerstag folgen die Zahlen zur Entwicklung der Industrieproduktion.

 

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