Das Wichtigste zum Börsenstart

Der FuW-Morgen-Report

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Overnight

USA

Der US-Aktienmarkt hat sich am Donnerstag in ruhigen Bahnen bewegt. Der Dow Jones Industrial stagnierte auf 26’449,54 (–0,01%). Der breit gefasste S&P 500 gab 0,23% auf 2900,45 nach. Der technologielastige Nasdaq 100 setzte seine Rally fort und gewann 0,34% auf 7680,72. Im frühen Handel hatte er bei rund 7715 den höchsten Stand der Geschichte erreicht.

Der beigelegte Patentstreit zwischen Apple und Qualcomm war weiterhin Thema. Die Apple-Aktien rückten knapp 2% vor. Die Qualcomm-Papiere knüpften an den Kurssprung vom Vortag an und gewannen gut 12%.

Von der Einigung ist auch Intel betroffen. Anleger reagierten positiv darauf, dass der Konzern nun aus dem Geschäft mit Modemchips aussteigt. Die Intel-Titel (+3%) führten die Gewinnerliste im DJ an.

Der Getränke- und Snackhersteller PepsiCo ist überraschend gut ins Jahr gestartet. Die Anleger reagierten erfreut und stuften die Anteilscheine 3,76% höher.

Anders IBM: Das Computer-Urgestein verfehlte die Prognosen im ersten Quartal. Die Valoren verloren mehr als 4%. Am Dow-Ende standen die Anteilscheine des Pharmakonzerns Merck & Co mit einem Minus von 4,69%.

Asien

Die Aktienmärkte in Asien gaben allesamt nach. In Japan verlor der Topix im Handelsverlauf 0,7%, ebenso der Nikkei 225. Zu den Gewinnern gehörten Suzuki Motor und Denso. Die grössten Verluste erlitten Chiyoda und Sumitomo Dainippon Pharma.

Auch in Hongkong waren Aktien weniger gefragt. Der Hang Seng sank im Vergleich zum Vortag 0,6%.

Etwas geringer waren die Einbussen in China. Der Shanghai Composite büsste 0,2% ein, der Shenzhen Composite gab 0,3% nach.

Deutlicher nach unten ging es in Seoul. Der Kospi verlor 1,1%, nach unten gezogen vom Indexschwergewicht Samsung Electronics.


News Vorbörse Schweiz

Nestlé: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (NESN 95.85 0.8%) hat im ersten Quartal ein organisches Wachstum von 3,4% erreicht. Das reale interne Wachstum (RIG) betrug 2,2%. Preiserhöhungen trugen 1,2% bei. Der Umsatz stieg gemessen am Vorjahresquartal 4,3% auf 22,2 Mrd. Fr. Akquisitionen (netto) hatten einen positiven Effekt von 1,2%, Wechselkursveränderungen einen negativen von 0,3%. Die strategische Überprüfung von Nestlé Skin Health und Herta (Charcuterie) soll Mitte bzw. Ende Jahr abgeschlossen sein. Das Management bestätigt die Guidance für 2019 mit einer stetigen Steigerung des organischen Umsatzwachstums und der Rentabilitätserhöhung gemäss den Zielen für 2020. (Lesen Sie hier mehr.)

Lonza: Der Healthcare-Zulieferer Lonza (LONN 297.4 2.16%) berichtet von einem insgesamt soliden Start ins Jahr 2019. Das neu aufgestellte Segment Lonza Pharma Biotech & Nutrition übertraf die Erwartungen und erwirtschaftete im Vergleich zum Vorjahresquartal ein «starkes» Ergebnis (Zahlen nennt Lonza keine). Die Geschäfte des zyklischeren Segments Lonza Specialty Ingredients dagegen entwickelten sich schlechter als erwartet; der Umsatz verharrte auf dem Niveau des ersten Quartals 2018. (Lesen Sie hier mehr.)

LafargeHolcim: Der Verwaltungsrat des Zementkonzerns LafargeHolcim (LHN 53.14 1.3%) schlägt der Generalversammlung vom 15. Mai Colin Hall, Naina Lal Kidwai und Claudia Sender Ramirez zur Neuwahl in den VR vor. Nicht mehr der Wahl stellen werden sich Nassef Sawiris und Gérard Lamarche. Hall ist Head of Investments der Groupe Bruxelles Lambert, Naina Lal Kidwai aus Indien hielt Leitungspositionen bei der ANZ Grindleys Bank und HSBC (HSBA 667 0.17%). Claudia Sender Ramirez hat Führungsefahrung bei der Latam Airlines Group und Whirlpool (WHR 139.06 1.59%). Die Dividende (aus Kapitaleinlagereserven) soll 2 Fr. betragen. (Lesen Sie hier mehr.)

Idorsia: Das Biopharmaunternehmen Idorsia (IDIA 18.26 -0.76%), das noch kein Produkt auf dem Markt hat und dementsprechend keinen Umsatz erwirtschaftet, weist für das erste Quartal 106 Mio. Fr. Verlust aus, nach 79 Mio. Fr. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Barmittel betragen aktuell 1111 Mio. Fr. Studienresultate sollen in den Jahren 2020 und 2021 veröffentlicht werden. (Lesen Sie hier mehr.)

Stadler Rail: Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail (SRAIL 42.56 1.82%) hat von der finnischen VR Group einen Auftrag zur Lieferung von sechzig neuen dieselelektrischen Lokomotiven erhalten. Der Vertragswert beträgt insgesamt 200 Mio. €. Überdies bestehen eine Option zur Lieferung von bis zu hundert weiteren Lokomotiven und eine weitere Option für die Instandhaltung.

Leclanché: Der Energiespeicherspezialist Leclanché (LECN 1.82 0%) beantragt den Aktionären die Umwandlung der Darlehen von 36 Mio. Fr. des Hauptaktionärs Fefam in Eigenkapital. Zugleich soll der Nominalwert von bisher 1.50 Fr. pro Aktie auf 0.10 Fr. gesenkt werden.


Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik: Keine Wunder erwarten

Vor dem verlängerten Osterwochenende dürfte der Swiss Market Index kaum über wichtige technische Grenzen ausbrechen. (Lesen Sie hier mehr.)


Ausblick Zinsen und Devisen

Viele Analysten machen pünktlich zum Osterfest einen Stimmungsumschwung an den Finanzmärkten aus. Waren es zunächst die Zentralbanken, die seit Jahresanfang auf die Wachstumssorgen reagiert haben, sind es nun die neusten Daten aus China, die offenbar einen guten Eindruck vermitteln. Umso gespannter schauen Anleger auf die ersten Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragungen im April, die am Gründonnerstag in Europa und den USA veröffentlicht werden.

Dabei sind die Beobachter gerade für Europa hin- und hergerissen. So läuft es bei den Dienstleistern gut, während die Industrie auch in den nächsten Monaten zu schwächeln droht, wie die Auftragszahlen gerade aus Deutschland zeigen. Ende des Monats wird die EU-Kommission Quartalszahlen zur Kapazitätsauslastung veröffentlichen. In den USA deutet nichts darauf hin, dass die Wirtschaft unmittelbar vor einer Rezession steht, auch wenn die langfristigen Renditen kürzlich unter die Dreimonatszinsen gerutscht sind – was allgemein als Rezessionssignal für die nächsten ein bis zwei Jahre gilt.

Vorerst könnten also abnehmende Konjunktursorgen etwas Aufwertungsdruck vom Franken nehmen. Eine nachhaltige Erholung des Euros zum Franken sei aber nicht zu erwarten, solange sich keine Zinserhöhung der EZB abzeichne, schreiben die Commerzbank-Analysten in ihrer jüngsten Prognose. Für einen stärkeren Franken spreche allerdings, dass die Schweiz bei zunehmenden finanzpolitischen Spannungen im Euroraum weiter als sicherer Hafen gefragt sein werde.

 

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