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Newsticker

Panalpina schreibt weniger Gewinn im ersten Quartal - Seefracht weiterhin rot

Basel (awp) - Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat wie erwartet auch im ersten Quartal 2017 das ungemütliche Umfeld im Seefrachtgeschäft zu spüren bekommen. Der Margendruck aus dem Schlussquartal hielt an und das Geschäft war erneut unprofitabel. Einen Lichtblick bieten die sowohl in der See- wie auch in der Luftfracht verzeichneten Volumenzuwächse.

Der Nettoumsatz ging von Januar bis März insgesamt um 2,3% auf 1,28 Mrd CHF zurück. Der um die volatilen Frachtraten bereinigte und deshalb aussagekräftigere Bruttogewinn sank deutlicher und zwar um 8,8% auf 332,7 Mio. Trotz tieferer Betriebskosten resultiert beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT ein Rückgang um knapp einen Drittel auf 16,4 Mio CHF und beim Reingewinn von 28% auf 12,4 Mio, wie Panalpina am Freitag mitteilte.

Die Konzernleitung hatte bei Vorlage der Zahlen für 2016 im März bereits angekündigt, dass das erste Quartal hinter der entsprechenden Vorjahresperiode zurückbleiben dürfte. Die Markterwartungen wurden dennoch auf allen Stufen verfehlt. Analysten hatten im AWP-Konsens den Nettoumsatz auf 1,32 Mrd CHF, den Bruttogewinn auf 339,0 Mio, den EBIT auf 20,6 Mio und den Reingewinn auf 16,2 Mio CHF veranschlagt.

SEEFRACHT SCHREIBT WEITER ROTE ZAHLEN

Im Seefrachtgeschäft setzte sich der durch die Pleite der südkoreanischen Reederei Hanjin im Herbst letzten Jahres ausgelöste Margendruck fort. Auf Stufe EBIT resultiert wie im Vorquartal ein Verlust, der mit 3,2 Mio CHF jedoch nicht so tief ausfiel (Q4 -6,9 Mio). Die Transportvolumen nahmen allerdings um 7% zu, während der Markt um von Panalpina geschätzte 4% zulegte. Die Handelsrouten über den Atlantik und zwischen Asien und Europa hätten zum Wachstum beigetragen.

Eine deutliche Volumensteigerung wurde auch im Luftfrachtgeschäft verzeichnet (+8% vs. +6% Gesamtmarkt), wobei die Handelsrouten von Asien nach Europa und umgekehrt positiv hervorgehoben werden. Der Bruttogewinn pro Tonne ging jedoch um 10% auf 620 CHF zurück und der EBIT um 3,9% auf 17,1 Mio, womit sich die sogenannte Konversionsmarge auf 11,8% von 12,0% leicht verschlechterte.

Im Geschäftsbereich Logistik, wo Dienstleistungen im Bereich Lagerhaltung und der Warenströme angeboten werden, nahm der Bruttogewinn um 16% auf 82,5 Mio CHF ab. Man habe sich aus weiteren unprofitablen Anlagen zurückgezogen, was diesen Rückgang verursacht hat, heisst es. Dank eines starken Quartalsendes und zusätzlicher Verbesserungen der zugrunde liegenden Profitabilität nahm allerdings der EBIT um rund ein Drittel auf 2,4 Mio CHF zu, was dem höchsten jemals verzeichneten Quartalsergebnis entspreche.

WEITERHIN HERAUSFORDERNDE MARKTDYNAMIK

"Wir erwarten, dass die herausfordernde Marktdynamik im weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird", lässt sich CEO Stefan Karlen zitieren. Gleichzeitig sei man im Markt gut positioniert und "vorsichtig optimistisch", das starke Volumenwachstum aufrechtzuerhalten und somit weiter Marktanteile gewinnen zu können.

"In einem Marktumfeld, wo die Frachtraten derzeit hoch statt wie in der Vorjahresperiode runter gehen, erwarten wir auch Fortschritte beim Ertragsmanagement zu machen. Eine unserer wichtigsten Prioritäten ist es natürlich, in der Seefracht wieder profitabel zu werden."

cp/tp