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Unia verlangt vom Modehändler OVS mehr Transparenz

Pfäffikon SZ (awp/sda) - Die Gewerkschaft Unia verlangt von der Modekette OVS mehr Transparenz und Verhandlungen. Es müsse Klarheit über die Restrukturierung und über den künftigen Kurs der Läden des ehemaligen Modehändlers Charles Vögele hergestellt werden. Auch Personalanliegen seien zu klären.

Unia stellte seit mehreren Monaten viele Probleme in den Schweizer Filialen des italienischen Modehauses fest, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Trotz Diskussionen im Februar hielten die Missstände an, etwa das Ansammeln von Überstunden.

Unia wirft OVS auch vor, die Verpflichtungen bei Massenentlassungen zu umgehen. Die Filialen würden eine nach der anderen geschlossen, so dass immer zu wenige Entlassungen erfolgten, um das bei Massenentlassungen vorgeschriebene Verfahren durchführen zu müssen.

Das alles führe dazu, dass die Restrukturierung undurchsichtig bleibe. Zudem gebe es keinen Sozialplan, kritisiert die Gewerkschaft.

Die italienische Modekette OVS hatte Ende 2016 den in Schräglage geratenen Modekonzern Charles Vögele mit rund 140 Filialen übernommen. Das Personal wurde seither bereits reduziert. 46 Stellen fielen im März weg. Im Mai 2017 traf es rund 160 Stellen in der Logistik und im Januar 2017 etwa 90 am Sitz in Pfäffikon SZ.