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newsbox: Tamedia-Abstimmungsumfrage: Klarer Nein-Trend bei den Agrarinitiativen

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Tamedia-Abstimmungsumfrage: Klarer Nein-Trend bei den Agrarinitiativen  


Die Befürworter der Agrarinitiativen fallen zurück: Zur Fair-Food-Initiative
sagen nur noch 43 Prozent Ja, bei der Volksnitiative "Für
Ernährungssouveränität" sind es noch 39 Prozent, wie die Tamedia-Umfrage
zeigt. Beim Gegenvorschlag zur Velo-Vorlage wollen 57 Prozent der
Stimmberechtigten Ja stimmen.

Zürich, 12. September 2018 - Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf
ihren Newsportalen die dritte Welle der titelübergreifenden Umfrage im Vorfeld
der eidgenössischen Abstimmung vom 23. September 2018 durchgeführt. 10'230
Personen aus der ganzen Schweiz haben zwischen dem 6. und 7. September 2018
online an der Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,6
Prozentpunkten.  
 
Fair-Food: CVP-Wähler wechseln ins Nein-Lager
Nachdem die Zustimmung bei der 2. Befragungswelle zur Fair-Food-Initiative noch
55 Prozent betragen hatte, will gut zwei Wochen vor der Abstimmung nur noch eine
Minderheit von 43 Prozent Ja stimmen. 56 Prozent wollen tendenziell Nein
stimmen, 1 Prozent machte keine Angaben.


Zum Umschwung beigetragen haben unter anderem CVP-Wähler: Ihre Unterstützung
schmolz von 53 Prozent auf 36 Prozent zusammen. Bei der SVP unterstützen noch
29 Prozent die Vorlage. Weiterhin klar für Fair Food sprechen sich
SP-Sympathisanten (66 Prozent Ja) sowie Wähler der Grünen aus (87 Prozent Ja).



Ernährungssouveränität: Von 53 Prozent auf 39 Prozent
Einen deutlichen Einbruch muss auch die Initiative "Für
Ernährungssouveränität" verzeichnen. Hier wollen noch 39 Prozent zustimmen
(2. Welle: 53 Prozent). 59 Prozent lehnen die Vorlage derzeit ab. Laut der
Tamedia-Abstimmungsumfrage hat das Volksbegehren besonders bei der
SVP-Wählerschaft an Sympathien eingebüsst. Noch 33 Prozent wollen Ja stimmen
(2. Welle: 53 Prozent). Am meisten Unterstützung gibt es aus der SP mit 55
Prozent sowie bei den Grünen mit 77 Prozent Ja. Deutlich dagegen sind neben den
SVP-Wählern auch die Anhänger von FDP, CVP, BDP sowie GLP.


Noch knappe Mehrheit für Fair Food bei den Frauen
Bestehen bleiben die Geschlechterunterschiede bei den Agrarinitiativen. Wie die
Umfrage zeigt, findet die Fair-Food-Initiative bei Frauen weiterhin eine knappe
Mehrheit von 50 Prozent. Bei den Männern wollen 36 Prozent zustimmen, 63
Prozent sind dagegen. 


Dasselbe Bild zeigt sich bei der Initiative "Für Ernährungssouveränität":
Auch wenn die Zustimmung bei beiden Geschlechtern stark gesunken ist, sprechen
sich weiterhin mehr Frauen für das Begehren aus: 45 Prozent der
Stimmbürgerinnen sind dafür, während nur 33 Prozent der Männer zu einem Ja
tendieren.


Die Argumente für oder gegen die Agrarinitiativen
Das wichtigste Argument gegen die Fair-Food-Initiative ist gemäss Umfrage,
dass die Lebensmittel in der Schweiz noch teurer würden und der
Einkaufstourismus zunähme. Bei der "Ernährungssouveränität" ist es das
Argument der "Abschottung der Landwirtschaft vom Markt", das die
Nein-Stimmenden überzeugt. 


Bei den Befürwortern punktet Fair Food damit, dass es mehr umweltschonende und
fair produzierte Lebensmittel im Angebot gäbe, während das Hauptargument bei
der "Ernährungssouveränitäts"-Initiative die "gerechtere Entlöhnung der
Bauern" ist.
 
Mehrheit für den Bundesbeschluss Velo
Zulegen konnte der Bundesbeschluss Velo: Der direkte Gegenvorschlag zur
zurückgezogenen Velo-Initiative kommt derzeit auf eine Zustimmung von 57
Prozent. 40 Prozent wollen tendenziell Nein stimmen. 3 Prozent machten keine
Angaben zu ihren Stimmabsichten. 


Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH
der Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt.
Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und
politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung
entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die
Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert
darüber berichten können. Weitere Informationen und der Bericht zur Umfrage
sind unter tamedia.ch/umfragen (http://www.tamedia.ch/umfragen) abrufbar.
 
Beteiligte Tamedia-Medien
Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger,
SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen; 
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin
Dimanche;
Tessin: 20 minuti  

Kontakt
Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia
+41 44 248 42 45, mailto:roman.hess@tamedia.ch


Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die
Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia
bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen
beschäftigt rund 3'700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der
Schweizer Börse kotiert.
 
Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende:
www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom (http://www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom) Im
Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um
Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude
mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.
www.tamedia.ch (http://www.tamedia.ch).

* Medienmitteilung (PDF): http://e1.marco.ch/publish/tamedia/33_8793/20180912_MM_Tamedia_Abstimmungsumfrage_3.Welle_DE.pdf 

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